Frage zur Tiererkennung

OP #1959575
Lesenswert?

Hallo,
ich würde gerne wissen wie die Tiererkennung funktioniert die > 50cm 
arbeitet. Ich denke da so an Pferdeerkennung für die Futtermaschinen 
oder Schweine-Kuherkennung für die Kraftfutterzufuhr. Das alles geht ja 
heute schon elektronisch und voll automatisch. Mit welchem Funkprinzip 
wird denn bei so etwas gearbeitet. Ich lese hier ja viel über RFID, aber 
da ist meistens bei 20cm schluss. Gibt es dafür eine andere Technik als 
RFID?

Vielen Dank.
#1959584
Lesenswert?

Hallo,

wir wäre es mit ISM Band 433Mhz oder 866Mhz. Schau dir zum Beispiel mal 
den RFM12-433 an.

Und wenn ich mir die Halsbänder bei den Kühen so anschau. Ist ja schon 
was größeres.

Will sagen mit dem oben genannten Modul und nem kleinen µC und nem 
großen Akku kann man leicht was in der größe einer Zigarettenschachtel 
realisieren.

LG
#1959585
Lesenswert?

Hallo
mal ernsthaft Könntest du nicht einfach einen Milchviehbetrieb mit 
diesen Extras aufsuchen und dann schauen wie die das machen? Für eine 
Tränke könnte ich mir eine Art Schwimmschalter vorstellen oder einen 
Drucksensor der darüber den Füllstand der Tränke überwachen kann. Für 
die Kraftfutter zufuhr würde ich jetzt einfach mal an die Intelligenz 
der Kuh / Schwein appelieren und sagen man könnte ihr evtl. beibringen 
(direkt oder indirekt) einen schalter zubetätigen der die zufuhr in 
Portionen steuert.
#1959587
Lesenswert?

B. G. schrieb:
> wir wäre es mit ISM Band 433Mhz oder 866Mhz. Schau dir zum Beispiel mal
> den RFM12-433 an.
>
> Und wenn ich mir die Halsbänder bei den Kühen so anschau. Ist ja schon
> was größeres.
Die Idee ist natürlich auch nicht schlecht wobei man dann aufpassen 
muss, dass besagte kuh nicht einfach nur am Futtertrog vorbei geht weil 
sie dann doch nicht so intelligent ist und weiß was sie für ein 
intelligentes Halsband trägt.
Gast #1959606
Lesenswert?

Lies mal den Wikipedia-Artikel zu RFID.
"Aktive RFID-Transponder nutzen ihre Energiequelle sowohl für die 
Versorgung des Mikrochips als auch für das Erzeugen des modulierten 
Rücksignals. Die Reichweite kann – je nach zulässiger Sendeleistung – 
Kilometer betragen."
"Semi-aktive RFID-Transponder oder auch Semi-passive RFID-Transponder 
sind sparsamer, denn sie besitzen keinen eigenen Sender, modulieren 
lediglich ihren Rückstreukoeffizienten, siehe Backscatter Radio Link. 
Dafür ist die Reichweite auf maximal 100 m reduziert, abhängig von 
Leistung und Antennengewinn des Senders. Die anderen Vorteile gegenüber 
passiven Transpondern bleiben erhalten."
Aber auch passive Transponder kann man über viel weitere Strecken 
abhören als die Induktion notwendig sein muss. Z. B. kann man mit 
geeignetem Gerät in der Aktentasche alle Kommunikation einer Eingangstür 
mit RFID in 5 Metern Entfernung mitlesen.
OP #1960638
Lesenswert?

Günther N. schrieb:
> Alexander Alexander schrieb:
>> Ich denke da so an Pferdeerkennung für die Futtermaschinen
>> oder Schweine-Kuherkennung für die Kraftfutterzufuhr.
>
> ???? Werden die Tiere etwa gemeinschaftlich in einem grossen Stall
> gehalten ? Bei getrennten Stallungen für diese Tierarten wäre eine
> Tierartunterscheidung nicht nötig.

Nein,
aber für jedes Tier wird individuell ein Futterplan zusammengestellt und 
dafür ist die Erkennung notwendig.
#1960665
Lesenswert?

Thomas Hempe schrieb:
> B. G. schrieb:
>> wir wäre es mit ISM Band 433Mhz oder 866Mhz. Schau dir zum Beispiel mal
>> den RFM12-433 an.
>>
>> Und wenn ich mir die Halsbänder bei den Kühen so anschau. Ist ja schon
>> was größeres.
> Die Idee ist natürlich auch nicht schlecht wobei man dann aufpassen
> muss, dass besagte kuh nicht einfach nur am Futtertrog vorbei geht weil
> sie dann doch nicht so intelligent ist und weiß was sie für ein
> intelligentes Halsband trägt.

Nun dann, das ist alles nur eine sache der Steuerung: Klar, wenn die kuh 
nur vorbei läuft sollte nicht das Ffutter rausfallen. Aber wenn sie eine 
gewisse Zeit davor steht...

Und glaube mir, so intelligent sind Kühe. Diese haben ihre Gewohnheiten 
und ihren Ryhtmus: Wenn es Zeit zum Melken ist kommen diese von selber 
in den Stall und stellen sich an ihren Platz.

LG Smarti
Gast #1960680
Lesenswert?

Mit RFID kommt man schon ein paar Meter weit. (Nur Lese-Betrieb)
Ich denke da z.B. an die Ski-Pass-Swatch, oder an Ski-Pässe
allgemein. Diese RFID arbeite(te?) mit 125kHz.
Warum sollte das bei 4-Beinern nicht funktionieren was bei 2-Beinern
einwandfrei arbeitet? Natürlich haben die Kühe keine
Swatch am Bein/Halsband, die können ja keine Uhr lesen.
#1967133
Lesenswert?

http://www.eurotier.de/
 Hier werden Innovationen präsentiert, Trends gesetzt und Visionen 
diskutiert: Die nächste EuroTier mit der World Poultry Show und der 
BioEnergy Decentral findet vom 13. bis 16. November 2012 in Hannover 
statt.

Auf der EuroTier 2010 informierten sich rund 140.000 Besucher über 
Technik, Genetik, Betriebsmittel und Dienstleistungen für die moderne 
Tierhaltung sowie über Potenziale im Bereich Bioenergie und dezentrale 
Energieversorgung.

Gruss
Harald
(Firma: Promaxx.net) #1984271
Lesenswert?

Ich habe mich da erst ein paar Monate mit Schweinemast 
auseinandergesetzt.

Verbaut war ein 10 Jahre altes System von TI - TIRIS. Ist richtig teuer, 
aber kann durch HDX (Halbduplex) auch Reichweiten erreichen (60cm?). Die 
Tags haben anscheinend einen Energiespeicher.

Normales RFID bei 125kHz ist i.d.R. was für Karten zum Auflegen (2-3cm).

Willst Du Abstand, nimmst Du das große Geld und fragst bei Agrident.de 
oder Tec-Tus.com nach.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren