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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Chronische Krankheit und Einstellung


Autor: Heute mal anonym (Gast)
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Hallo,
durch die Frage nach der Gesundheitsuntersuchung bei Continental bin ich 
auf die Idee gekommen hier zu fragen, welche Erfahrungen ihr gemacht 
habt.
Ich habe eine chronische Krankheit, die oft als schwere Krankheit 
eingestuft wird. Im Alltag fällt sie mir nicht negativ auf und ich hatte 
seit die Krankheit bekannt ist auch außer einer leichten Erkältung keine 
andere Krankheit. Zwischendurch musste ich hin und wieder zur 
Blutuntersuchung, man kann sagen, vielleicht eine Stunde pro Monat.
Wie sind eure Erfahrungen mit der Einstellung und 
Einstellungsuntersuchungen? Gehen die Ärzte vernünftig damit um und 
beurteilen einen als arbeitstauglich, so lange man noch nicht im Sterben 
liegt (übertrieben ausgedrückt) oder lassen die jeden rausfliegen, der 
nicht perfekt gesund ist. Hat man mit einer Krankheit noch eine Chance 
ohne auf viel Gehalt oder Aufstiegsmöglichkeiten zu verzichten.
Die Krankheit ist im Blut nachweisbar, also wirkt die Regel für 
ungültige Fragen nicht.

Autor: Wat (Gast)
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Wieso solltest du dir Blut abnehmen lassen? Ist das für deine Art von 
Arbeit gesetzlich vorgeschrieben? Ansonsten könntest du immer noch Angst 
vor Spritzen vorschieben, dass ist etwas was Ärzte können und 
weitestgehend akzeptiert.

Autor: Heute mal anonym (Gast)
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Zuerst mal muss ich sagen, dass ich noch ein Ingenieurstudium vor mir 
habe, also ist es nicht akut. Zu dem Thema habe ich schon einiges 
gesucht und es ist bei einigen Firmen so, dass man eine "freiwillige" 
Untersuchung machen lassen muss. Deshalb frage ich nach Erfahrungen, ob 
das Ausnahmen sind und welche Chancen man bei solchen Untersuchungen 
hat. Ob so eine Untersuchung vorgeschrieben oder nötig ist, interessiert 
manche Arbeitgeber nicht.

Autor: Rainer Unsinn (Gast)
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Wat schrieb:
> Wieso solltest du dir Blut abnehmen lassen?

Weil manche Arbeitgeber das bei der Tauglichkeitsuntersuchung fordern. 
Natürlich knn man das ablehnen, aber dann dürfte der Job auch in weite 
Ferne rücken.

@ Heute mal anonym (Gast)

Ich habe in meinem Arbeitsleben schon etliche 
Tauglichkeitsuntersuchungen bei unterschiedlichen Firmen mitmachen 
dürfen. Bei fast allen wurde übrigens Blut abgenommen. Dabei habe ich 
die Erfahrung gemacht, dass die Ärzte auch (nur) Menschen sind und eben 
auch gute oder schlechte Laune haben können. Passt dem Arzt deine Nase 
nicht (oder was auch immer), hat er immer die Möglichkeit, dich 
durchfallen zu lassen. Er findet immer was, wenn er danach sucht. 
Allerdings ist das nach meiner Erfahrung nach nicht die Regel. Die 
meisten Ärzte sind umgänglich und versuchen, eine Lösung zu finden. 
Allerdings lasen sie sich ungern an der Nase rumführen. Was heißt, 
nichts verschweigen. Damit würde man dem Arbeitgeber eine Möglichkeit in 
die Hand geben, den Vertrag auch nach Jahren wegen Täuschung fristlos zu 
kündigen.

Autor: Wegstaben Verbuchsler (wegstabenverbuchsler)
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Möglicherweise könnte es dir sogar von Vorteil sein, daß du eine 
(derartige) Krankheit hast. Ein Arbeitskollege von mir hat auch 
irgendwas in der Art (so eine Immunschwächekrankheit ähnliches wie Aids, 
aber halt angeboren und nicht durch Übertragung erworben). Er hat diese 
bei der Einstellung gesagt, und wird als Schwerbehindert im Betrieb 
geführt (großes Unternehmen). Da Betriebe eine gewisse 
Schwerbehinderten-Quote erfüllen müssen, und ansonsten eine Strafabgabe 
zahlen müssen, kam das dem Betrieb gar nicht so unrecht.

Grundsätzlich ist er aber kaum eingeschränkt. Er muß auch regelmäßig 
(jeden Monat oder so) zur Vorsorge-Untersuchung, aber macht dieses sogar 
in seiner Freizeit (Ü-Std-Ausgleich). Er muß halt ein bichen aufpassen 
mit seiner etwas eingeschränkten Immunabwehr, nicht im Wind-Zug zu 
sitzen (Großraumbüro). Ansonsten sind keine Einschränkungen bemerkbar.

Autor: Heute mal anonym (Gast)
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Ich bin nicht schwerbehindert nach der Definition. Ich komme auf 20-30, 
eventuell, wenn man es hochspielt vielleicht auf 40 Punkte in der 
Bewertung (ab 50 bekommt man einen Ausweis). Deshalb wird das nichts 
bringen.

Zu Verschweigen habe ich vor dem Arzt nichts, weil ich außer der 
nachweisbaren Krankheit kerngesund bin. Aber im Vorstellungsgespräch mit 
einem Nichtmediziner würde ich wohl nichts sagen. Da die Krankheit im 
Ingenieurberuf keine Einschränkung darstellt, dürfte damit auch keine 
Anfechtung möglich sein.

Autor: Leo ... (-headtrick-)
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Es wird wohl eher darum gehen ob deine Tätigkeit bzw. der
Arbeitsplatz Gefahrpotenzial besitzt und ob du die Gefahr
bewältigen kannst. Wenn du z.B. Epileptiker bist, dürfte
der Einsatz an einer Maschine mit minimalen Schutz nicht
sinnvoll sein, wenn die Gefahr besteht das du in die
laufende Maschine(z.B. Drehbank) fällst, oder so.
Normalerweise ist der Arzt Schweigepflichtig, aber er muss eine
Arbeitsunfähigkeit, falls die festgestellt wird, mit dir besprechen.
Im öffentlichen Dienst, speziell Polizei und Feuerwehr muss man sogar
topfit sein, sonst fliegt man schon wegen ner Kleinigkeit raus.
Kurzsichtigkeit, ist glaub ich, kein Kriterium, würde das aber nicht 
beschwören.
Um so wichtiger sollte daher eine ausführliche fundierte 
Tätigkeitsbeschreibung sein an der du Gefahren erkennen und bewerten
kannst.
Gesundheitsuntersuchungen werden entweder bei Einstieg in gefahrgeneigte
Berufe gemacht oder bei großen Firmen denen die Berufsgenossenschaft
ohnehin ständig im Nacken sitzt.

Schwerbehindertenausweis macht erst ab 50% Sinn, hab ich mir sagen
lassen. Dann soll es auch bei Hartz 4 extra Geld geben.

Autor: Heute mal anonym (Gast)
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>Es wird wohl eher darum gehen ob deine Tätigkeit bzw. der Arbeitsplatz 
Gefahrpotenzial >besitzt und ob du die Gefahr bewältigen kannst.
Das ist verständlich und das macht mir auch keine Sorgen. Als Ingenieur 
dürfte es mit meiner Krankheit absolut keine Probleme geben, weil sich 
im Alltag halt nicht zeigt und auch nicht mit einer plötzlichen 
Verschlechterung zu rechnen ist. Wenn es schlimmer werden sollte, 
kündigt sich das Wochen oder Monate vorher an. Allerdings kann ich eine 
Verbeamtung wohl vergessen, nicht weil man als Beamter gefährdet ist, 
sondern einfach, weil sich die Behörden absichern wollen, dass man nicht 
zu früh berufsunfähig wird oder krankheitsbedingt ausfällt. Und darum 
geht es einiges Firmen wohl auch.

Autor: Läubi .. (laeubi) Benutzerseite
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Bei solchen Untersuchungen geht es auch oft darum, deinen "Zustand" bei 
Betriebsantritt festzustellen, damit du nicht später sagen kannst dies 
oder das wurde durch deine Arbeit bei diesem AG hervorgerufen.

Autor: Leo ... (-headtrick-)
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@Läubi
...wie soll das gehen wenn der Arzt davon nichts wusste oder das
nicht festgestellen konnte, so tiefgründig sind die Untersuchungen
ja nicht? Durch die ärztliche Schweigepflicht hat der Arbeitgeber
ja kaum eine Handhabe, selbst wenn später raus kommt das du kaputte
Kniee hattest, oder so.

Autor: Heute mal anonym (Gast)
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>Kniee
Nach verschiedenen Quellen ist auch der Plural Knie ;-) Ich hätte es 
aber nicht gewusst.

Es ist wohl durchaus üblich, mit der Gesundheitsuntersuchung bestimmte 
Krankheiten nachzuweisen um Haftung (Berufskrankheit) auszuschließen 
(Rückenprobleme bei Lagerarbeitern, Infektionen bei 
Krankenhauspersonal).
Aber aus den Antworten lese ich raus, dass ich mir nicht so große Sorgen 
machen muss, wie ich dachte. Dann ist die Untersuchung, wenn überhaupt 
eine gemacht wird, schon fair.

Autor: Paul (Gast)
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1. Ist diese Art der Untersuchung überhaupt zulässig, da notwendig?

2. Laß die Untersuchung beim medizinischen Dienst der Krankenkasse 
machen. Die sind jedenfalls nicht befangen gegenüber der Firma.

3. Bei Firmen mit einer größeren Mitarbeiterzahl (glaube ab 15) sind sie 
verpflichtet, Schwerbehinderte bevorzugt einzustellen. Tun sie das 
nicht, müssen sie eine Strafgebühr bezahlen. Je nach Unternehmen kann 
das sogar die Chance auf Beschäftigung erhöhen (Großunternehmen), weil 
Du Geld für die sparst (so die Theorie). In der Praxis ist die 
Strafgebühr zu niedrig, um die Nachteile aufzuwiegen (mehr Urlaub, 
besserer Kündigungsschutz).

4. Behinderungen sind nur anzugeben, wenn sie festgestellt wurden 
(Ausweis) und für die berufstypischen Tätigkeiten relevant sind 
(Möbelträger mit Rückenschaden). Solange das Gehirn noch in Ordnung ist, 
dürfte es beim Ing. also keine Probleme geben.

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