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Forum: Offtopic Energiesparlampe - beworbene und tatsächliche Lebensdauer


Autor: Oliver Döring (odbs)
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Den Wünschen unserer Regierung folgend, habe ich nunmehr auch meinen 
Flur mit einer Energiesparlampe (Osram Duluxstar Stick 14W/827) 
ausgestattet.

Diese Lampe wird im Schnitt schätzungsweise 2 mal täglich für maximal 15 
Minuten genutzt. Beworben wird das Modell mit einer mittleren 
Lebensdauer von 10.000 Stunden und 20.000 Schaltzyklen.

Tatsächlich habe ich die erworbene Dreierpackung innerhalb von 1,5 
Jahren aufgebraucht.

Zufall, unsachgemäße Handhabung, näher zu untersuchendes Phänomen 
(Produktpiratie?!) oder normal?

Autor: H.Joachim Seifert (crazyhorse)
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Gehen im Prinzip genauso oft kaputt wie das herkömmliche Glühobst. Etwas 
besser bei Markenware im Gegensatz zum noname-Markt, aber nur in 
Ausnahmefällen die "durchschnittliche" Lebensdauer. Und welcher 
Korinthenkacker hebt sich schon die Kassenzettel auf, um den Müll zu 
reklamieren? Richtig, so gut wie keiner. Ich auch nicht, ich schreibe 
aber immer interessehalber das Einsetzdatum auf den Sockel. Wenn ich 
nicht so faul wäre und nicht einen Horror vor Papierbergen hätte, müsste 
man Händler/Hersteller den Kram vor die Füsse knallen. Ich finde sie 
nicht so schlecht, wie sie oft gemacht werden, für manche Sachen 
durchaus einsetzbar.
Aber warum lügen sie so dreist bei der Lebensdauer??
Für die wichtige (=gemütliche) Beleuchtung habe ich mit einem 
lebenslangen Vorrat eingedeckt. Egal, was den Klimakaspern einfällt, ich 
werde die auch benutzen, bis zum bitteren Ende :-)

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Die Betriebsdauer der Lampe unterliegt auch der statistischen Streuung. 
Selbstverständlich kann es da passieren, daß eine Lampe nur die Hälfte 
oder ein Viertel der angegebenen Lebensdauer erreicht. Andere leben 
wiederum 4 mal länger. Über die Streubreite findet man ja nichts auf den 
Packungen.

Ich hatte gelegentlich Lampen vom Discounter (Aldi). Manche lebten nur 2 
Monate, andere hingegen ewig.

Es gibt im Internet aber Tests, z.B. Stiftung Warentest.

Autor: Paul Baumann (paul_baumann)
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Gestern Abend hat es mir eine Energiesparlampe in meiner Küche zerlegt.
Es tat einen dumpfen Hieb und ich stand mit Grußerweisung in der dunk-
len Küche, weil der freundliche Leitungsschutzschalter auslöste.

Bei der Suche nach der Ursache stellte ich fest, daß sich der Ladeelko 
in der Energiesparlampe in Wohlgefallen aufgelöst hatte. Der Gute trug 
die
Aufschrift: 2,2 Mikrofarad / 300 Volt.

Entzückend! 300 Volt? -Das ist ein wenig Wenig!

Am Montag kommt eine 36 Watt Leuchtstofflampe an die Decke und Ruhe 
hat's.

Verdrossen
Paul

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Andererseits habe ich seit etwa 10 Jahren Halogen-Niedervolt-Glühobst. 
Da war noch nie eine einzige Birne defekt, obwohl die jede für sich 
alleine die Brenndauer schon weit überschritten haben. Allerdings 
gedimmt. Und das soll wiederum schlecht sein, und den Glühfaden durch 
Kristallisierungseffekte schneller altern, verspröden. Also mache ich 
folgendes: Alle paar Monate, lasse ich die denn mal auf 
Maximalhelligkeit eine Weile brennen. Dadurch rekristallisiert sich der 
Glühfaden. Hatte das mal irgendwo zufällig im Internet gefunden.

Autor: Jens G. (jensig)
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Also ich habe bis jetzt keinerlei Ausfälle zu beklagen.
Das dienstälteste Exemplar ist inzwischen so schätzungsweise 10 Jahre 
alt (Philips, SL*13 Comfort, 13W/550lm - falls es jemanden 
interessiert).
Ist zwar etwas kaltstartfaul bei 10°C, und nicht mehr so leuchtstark, 
und braucht bißchen zuim helle-werden, aber die Stelle, die es 
ausleuchten soll, isses egal. Wird jeden Tag einmal abends gezündet.
Ansonsten noch Megaman, Brilliant in Betrieb seit eins/zwei Jahren. Geht 
alles noch. Jden Abend für paar Stunden "unterwegs".
Kurzlebige hatte ich also biß jetzt noch keine.

Autor: A. None (bastelmaniac)
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Ist der normal Wahnsinn.

Die leben so lange wenn man denen ausschließlich saubere Netzspannung 
gibt, sie ja nicht mit Ein-/Ausschaltvorgängen belastet, stets optimale 
Klimatisierung der Lampe gewährleistet und was sonst nicht alles.

Habe als Konsequenz die restlichen Lampen die herkömliche Glühbirnen 
brauchten auch auf Halogen, oder Leuchtröhre umgestellt.

Leuchtröhren wird es noch eine ganze Weile geben, wenn die EU nicht 
anfängt auch die als "menschheitsberohende Technologie" zu betrachten.

Halogen kann ich irgendwann mal leicht auf LED umrüsten, wenn die LED 
Technik noch besser und billiger geworden ist.

Es ist überhaupt ein Witz, dass sich der Energiesparwahn besonders stark 
auf die Beleuchtung konzentriert. Einen gescheiten Halogendeckenfluter 
bekommen? In den meisten Baumärkten unmöglich geworden. Im Internet 
scheints noch Restposten zu geben.

Leuchtstoffröhre im bestimmten warmen Farbton bekommen, weil schon 
jahrelang so eingesetzt und auch andere Röhren im Raum die gleiche Farbe 
haben? Gibts nicht mehr, weil andere Röhre mit anderem Farbspektrum 
heller leuchtet.

Dazu kommt, dass ich bei der Energiesparlampe kaum die Vorschalttechnik 
usw. beeinflussen bzw. bewerten kann. Viele Energiesparlampen flimmern 
mir zu stark und beeinträchtigen mein Wohlgefühl doch erheblich - neben 
dem oft beschissenen Lichtspektrum.

Autor: Jens G. (jensig)
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@Paul Baumann
>Aufschrift: 2,2 Mikrofarad / 300 Volt.

>Entzückend! 300 Volt? -Das ist ein wenig Wenig!

Vielleicht war die für unterspannungsgeplagte Leute gedacht - musste 
noch mal in das Handbuch des Leuchtmittels gucken ;-)

Autor: Oliver Stellebaum (phetty)
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Die meisten ESL vertragen Ein/Ausschalten nicht so gut. Wenn man die 
Birne einmal reinschraubt und den Schalter ausbaut, leuchten die "ewig".
Blöd ist nur, dass man nicht mehr spart.
Ob man nur eine 7W-ESL 24/24 brennen lässt oder eine 60W insgesamt 2 
Stunden am Tag im Kellerflur bringts nicht. Da ist die ESL dann wohl 
sogar teurer.

Also lieber LED verwenden.

Autor: Oliver Döring (odbs)
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Ich konnte natürlich nicht widerstehen, und habe das Beweisstück mal 
seziert. Einen offensichtlichen Grund für den Ausfall gibt es nicht. Ob 
ich zu weiteren forensische Untersuchungen irgendwann Lust habe, weiß 
ich noch nicht.

Der Elko ist übrigens beschriftet mit 3,3 µF,  400 V,  105 °C. 
Beschriftet, wie gesagt...

357 Volt können bei Ausnutzung der zulässigen Netzspannungstoleranz nach 
einem Brückengleichrichter noch anliegen. Nicht gerade extrem 
"over-engineered", aber durchaus seriös dimensioniert.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Seit gestern, hörte ich die Energiesparlampendiskussion wieder in den 
Nachrichten. Das gefährliche Quecksilber. Und Überlegungen, den 
Glaskolben wegen Bruchgefahr durch einem Plastikkolben zu ersetzen.

Autor: Jens G. (jensig)
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>Seit gestern, hörte ich die Energiesparlampendiskussion wieder in den
>Nachrichten. Das gefährliche Quecksilber. Und Überlegungen, den
>Glaskolben wegen Bruchgefahr durch einem Plastikkolben zu ersetzen.

Jo - vor allem war das angeblich ein neues Ergebnis einer Untersuchung.
Dabei müssten die Leute sich nur mal ausrechnen, wieviel Hg in der Luft 
eines Raums von paar (10) m³ rumhängt, dann wüssten die, daß das immer 
noch einer Konzentration entspricht, der man eigentlich immer noch 
dauerhaft ausgesetzt sein darf (hatt ich schon mal in einem anderen 
Thread zusammengerechnet - MAK=100µg/m³ - zumindest noch vor einigen 
Jahren)

Autor: Markus F. (5volt) Benutzerseite
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>Seit gestern, hörte ich die Energiesparlampendiskussion wieder in den
>Nachrichten. Das gefährliche Quecksilber. Und Überlegungen, den
>Glaskolben wegen Bruchgefahr durch einem Plastikkolben zu ersetzen.

Jaja, mal wieder das Quecksilber...
Weil Quecksilber giftig ist und das ein Nachteil von ESLs gegenüber 
Glühobst ist, werden damit die ESLs natürlich immer schlecht gemacht. 
Ich halte die Gefährdung durch das Quecksilber für sehr gering.

Ansonsten die Erfahrungen von mir (bzw. meiner Eltern) mit Billig-ESLs:
2 Billig-ESLs (9 Watt; 2er Pack damals 4,95DM) haben viele Jahre 
gehalten, obwohl sie oft ein- und ausgeschaltetet wurden. Die dürften 
etliche 1000h Lebensdauer erreicht haben.

Dann 2 11 Watt Osram ESLs: Auch schon seit ein paar Jahren im Einsatz; 
haben mittlerweile sicher auch schon ~2000h Betrieb hinter sich. 
Riesiger Nachteil: Die Dinger brauchen ca. eine Minute, bis sie halbwegs 
hell sind. Also eher nicht empfeglenswert.

Eine 15W Billig-ESL: Hat ein paar Stunden gehalten...

Zwei 7W Billigst-ESLs (0,99€/Stück...): Seit August 2010 als 
Flurbeleuchtung im Einsatz; sehr seltsame Lichtfarbe (Licht ist etwas 
rosa...).

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Markus Frejek schrieb:

>Ich halte die Gefährdung durch das Quecksilber
>für sehr gering.

Solange du persönlich es bei Glasbruch vollständig einatmest, ist die 
Gefahr für die restliche Umwelt natürlich geringer, da hast du Recht. 
:-)

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