Moin zusammen,
ich erstelle gerade ein Gehäuse für eine Printbuchse. Wie ihr sicherlich
wisst, sind die Beinchen der meisten Buchen nicht rund, sondern ein
langes schmales Recheck. Somit wäre es ja sicherlich doof jetzt einfach
eine Bohrung mit dem Durchmesser der längeren Seite zu nehmen.
Jetzt dachte ich mir, dass ich mir ein Rechteck auf der Ebene 22
(Bohrloch) erstelle und das dann dem Lötpunkt überlagere.
Wenn ich die Platine zu Hause fertige sollte das ja kein Problem sein,
doch gibt das evtl. Murks bei pcb-pool, etc.?
Wie macht ihrs denn?
Danke im Vorraus!
Schönen zweiten Adenvt noch
Marcel
Marcel schrieb:> Jetzt dachte ich mir, dass ich mir ein Rechteck auf der Ebene 22> (Bohrloch) erstelle und das dann dem Lötpunkt überlagere.
Jetzt verrat mir mal, wie du ein eckiges Loch bohren willst... ;)
Marcel schrieb:> Wie ihr sicherlich> wisst, sind die Beinchen der meisten Buchen nicht rund, sondern ein> langes schmales Recheck. Somit wäre es ja sicherlich doof jetzt einfach> eine Bohrung mit dem Durchmesser der längeren Seite zu nehmen.
Richtig, denn du musst den Abstand von zwei diagonal gegenüberliegenden
Kanten nehmen. Wenn dein Pin z.B. 0,5x0,3mm ist, dann passt er
logischerweise nicht in ein 0,5er Loch.
Zu dem Maß addierst du dann noch ein bisschen Sicherheit und rundest auf
den nächstgrößeren Bohrdurchmesser auf.
Zu vielen Bauteilen gibt es übrigend ein Datenblatt mit Maßzeichnung,
vorgeschlagenem Pinabstand und Bohrlochdurchmesser.
Das kannst du dann 1:1 übernehmen, dafür ist es ja schließlich auch
gedacht... ;)
MfG Stefan
Stefan B. schrieb:> Das kannst du dann 1:1 übernehmen, dafür ist es ja schließlich auch> gedacht... ;)
Genau das habe ich ja gemacht. Und wenn du dir die Footprints anschaust,
dann sind das "längliche" Löcher, die wahrscheinlich nicht gebohrt
sondern gefräst werden. Denn wenn ich hier bohre, dann bohre ich in die
anderen Löcher rein. Außerdem hast du dann aufgrund des großen Abstands
zwischen der Stirnfläche der langen Seite des Rechtecks und dem
Bohrloch, was mit dem Lötzinn gefüllt werden muss. Sehr unchick. Zumal
man bei professionell gerouteten Platinen ebenfalls lange schmale
Konturen findet.
Vielen Dank
Marcel
David .. schrieb:> Es gibt auch die möglichkeit Fräsen zu lassen, dann musst du die Form> des Loches eben auf den entsprechenden Layer legen.
Das heißt also nehme einen Lötpunkt mit Borhlochdurchmesser 0mm und
überlagere den beispielweise mit einem Rechteck auf Ebene 25 (Fräsen)?
Wird das PCB-Pool erkennen? Hat jemand damit Erfahrung?
Danke im Vorraus
Marcel schrieb:> Und wenn du dir die Footprints anschaust,> dann sind das "längliche" Löcher, die wahrscheinlich nicht gebohrt> sondern gefräst werden. Denn wenn ich hier bohre, dann bohre ich in die> anderen Löcher rein.
Den Footprint würde ich mir gern anschauen, aber ich sehe nix... ;)
Gib doch mal bitte nen Link dazu, damit man sich das vorstellen kann.
Jeder halbwegs professionelle Fertiger kann dir auch sogenannte
Langlöcher fräsen, allerdings kostet sowas meistens Aufpreis.
Marcel schrieb:> Das heißt also nehme einen Lötpunkt mit Borhlochdurchmesser 0mm und> überlagere den beispielweise mit einem Rechteck auf Ebene 25 (Fräsen)?
Nimm kein Rechteck, sondern eine Linie mit dem Durchmesser der
"schmaleren" Seite.
Denn du wirst immer einen Innenradius haben, exakt rechteckig
funktioniert logischerweise nicht.
Marcel schrieb:> Wird das PCB-Pool erkennen? Hat jemand damit Erfahrung?
Am besten fragst du da mal direkt nach.
Die werden dir schon sagen, wie sie die Daten haben wollen.
MfG Stefan
Stefan B. schrieb:> auch sogenannte> Langlöcher fräsen
Super Stefan! :-) Genau diese Vokabel hatte mir gefehlt und schwups auch
schon was dazugefunden bei PCB-Pool:
Stefan B. schrieb:> Jeder halbwegs professionelle Fertiger kann dir auch sogenannte> Langlöcher fräsen, allerdings kostet sowas meistens Aufpreis.
Und der ist leider nicht ganz billig :-(
Stefan B. schrieb:> Nimm kein Rechteck, sondern eine Linie mit dem Durchmesser der> "schmaleren" Seite.> Denn du wirst immer einen Innenradius haben, exakt rechteckig> funktioniert logischerweise nicht.
Geniale Idee, daran hatte ich noch gar nicht gedacht! :-)
PS: Das Footprint zum Bauteil findest du indes hier
http://www.lumberg.com/Produkte/PDFs/1613_22.pdf
Vielen Dank euch allen :-)
Schöne Grüße
Marcel
Hm, 12€ mehr ist natürlich viel, vor allem wenns ein Einzelstück werden
soll...
In Serienproduktion fällt sowas dann eben nicht mehr so ins Gewicht.
Marcel schrieb:> PS: Das Footprint zum Bauteil findest du indes hier>> http://www.lumberg.com/Produkte/PDFs/1613_22.pdf
Autsch, das Ding ist ja echt fies. ;)
Und beim Übertragen der Maße dran denken, die letzte Zeichnung mit den
Lochabmessungen ist von der Lötseite aus gesehen.
Also wenn der Stecker normal "von oben" bestückt wird, musst du deine
Zeichnung spiegeln, sonst ist das waagerechte Langloch auf der falschen
Seite...
Am besten vor dem Auftrag das Layout ausdrucken und alle Teile zur Probe
hinhalten, ob sie auch passen.
Sonst wird der Spaß noch teurer. ;)
Marcel schrieb:> Vielen Dank euch allen :-)
Kein Problem, ich helfe immer gerne wenn ich kann! :)
MfG Stefan
Stefan B. schrieb:> Und beim Übertragen der Maße dran denken, die letzte Zeichnung mit den> Lochabmessungen ist von der Lötseite aus gesehen.
Ups! Na siehste, wieder in der Eile überlesen ^^ - merci beaucoup! :-)
Anbei nochmal das Footprint der Buchse in aller Schönheit. Der
"Restring" ist imme größer als 0.15mm, also in den PCB-Pool Maßen :)
Stefan B. schrieb:> Am besten vor dem Auftrag das Layout ausdrucken und alle Teile zur Probe> hinhalten, ob sie auch passen.
Das mache ich immer - und man findet immer irgendetwas. Auf jedenfall
ein Muss :-)
Vielen Dank nochmals :-) - Mein Abend ist gerettet