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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Formel für Preisberechnung!


Autor: Arthur (Gast)
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Hallo zuzsammen,

wie berechnet Ihr den Endpreis euer Produkte (Elektronik)? gibts da eine 
allgemein Formel?

Autor: Leo ... (-headtrick-)
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Mindestens das doppelte nehmen was man selbst an Kostenaufwand hatte.
Musst allerdings auch auf Konkurrenzpreise achten sonst verkaufst du
nichts. Ansonsten kannste auch nach oben hin verrückt spielen.
Angebot und Nachfrage werden letztendlich den Preis regeln.

Autor: MaWin (Gast)
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Die "übliche" Formel sagt:Nimm so viel wie du kriegen kannst.

Dabei verzieht es aber den Meisten gehörig das Maß, denn es
gibt immer einige Dumme die viel zu viel für ein Produkt
bezahlen.

Das funktioniert also nur bei Einzelstücken, wenn du
ein einzelnes Haus verkaufen willst, ein Bild oder ein
sonstiges von dir geschaffenes einmaliges Kunstwerk.

Die Kunst ist es dabei jemanden zu finden, der so viel
zahlt.

Klügere verlangen also so viel, daß der Gewinn maximal
ist, in der Annahme: Bei niedrigerem Preis sinkt der
Gewinn aber steigt die Anzahl. Laffer-Kurve mit Punkt
des Optimums. Ist natürlich schwer zu treffen, aber bei
den üblichen Produkten grosser Konzerne wird's versucht.

Richtig Kluge lernen aber von denen, die in Deutschland
reich geworden sind, z.B. den Albrecht Brüdern von ALDI.
Die haben nämlich einen ganz einfachen Grund warum sie
reich geworden sind, sie haben anders gerechnet, als es
ihnen ihre Väter oder Berater vorgerechnet haben:

Di haben den Preis genommen, der notwendig war, um selbst
einen bescheidenen kleinen Gewinn einfahren zu können.
Also Einkaufspreis + Aufwand (Laden, Löhne) + Steuern +
ein bischen Gewinn = Verkaufspreis ist die Berechnung der
Aldi-Brüder gewesen.

Denn ehrlich währt immer noch länger als Gier.

Dummerweise ist der eine nun tot und hatte nichts von dem
Geld, nicht mal ein zusätzliches Lebensjahr.


Bei gefertigten Elektronikprodukten ist der übliche
Bruttopreis an Endverbraucher in Deutschland etwa
das 4-fache der Herstellungskosten (da sind die
Entwicklungskosten verteilt über die Stückzahl mit drin)
oder das 5-fache der Produktionskosten (da fehlt dieser
Entwicklungsaufwand). Aber manche Firmen nehmen auch das
10-fache, nur werden die damit nicht reich. Es ist ein
Irrglaube, das man mit hohen Preisen auch viel verdient.

Ähnlich ist es bei Autos, ein PKW kostet in der Produktion
ca. 25% des Endverkaufspreises, teure Autos wie Bugatti
werden jedoch subventioniert, bei Veyron mit 1 Mio pro Auto.

Baust du ein Objekt zu Hause selbst zusammen, kannst du
sagen: Das, was die Einzelteile zusammen dich als privaten
Einzelabnehmer im Einzelhandel gekostet haben ist auch
der Verkaufspreis des Fertigproduktes. Wobei Dinge wie
eine Platine als Einzelstück, ein Spritzgussgehäuse als
Einzelstück die Rechnung erheblich in Schieflage bringen
können. Man müsste da eher eine selbstgeätzte Platine
und ein selbst gebohrtes Fertiggehäuse ansetzen.

Alles nur als Anhaltspunkt.

Autor: Chris (Gast)
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Ganz grobe Faustregel: Mindestens das 2,5-fache der Herstellkosten (das 
sind Fertigungskosten + Materialkosten). Wenn Du noch wirklich was dran 
verdienen möchtest, dann mehr.

Autor: jetzt mal Gast (Gast)
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Früher hat man nach der Formel Eigenkosten + Gewinn = Verkaufspreis 
gerechnet. Heute rechnet man anders herum:
1. Martktwert ermitteln aus Preisen der Mitbewerber, Größe des Marktes 
abschätzen.
2. Entwicklungskosten, Kosten für Material, Produktion, Nebenkosten 
abschätzen. Aus der Marktgröße die Anzahl der verkaufbaren Einheiten 
ermitteln. Daraus ermittle ich meinen Selbstkostenpreis.
3. Wenn nach Abzug der Eigenkosten vom Marktwert ein genügender Gewinn 
bleibt wird produziert und zum Marktwert angeboten.

Autor: MaWin (Gast)
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4. Inzwischen hat sich der Markt verändert, der Preis ist auf die Hälfte 
gefallen aer die Kunden kaufen trotzdem das doppelt so teure Modell des 
Mitbewerbers weil's einfach schicker ist (iPod...)
5. Die ach so marktorientierte Firma die immer nur nachplappert was die 
anderen tun macht pleite oder beantragt Staatshilfen

Autor: Maxi (Gast)
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Sowas lernst in BWL, wie Preise richtig kalkuliert werden.
Max

Autor: Bürovorsteher (Gast)
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Bei mir passt Materialeinkaufspreis mal 3,5 ganz gut.
Entwicklungskosten gehen extra.

Autor: oszi40 (Gast)
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> Bei mir passt Materialeinkaufspreis mal 3,5 ganz gut.
> Entwicklungskosten gehen extra.

Pi mal Daumem= 3 Transistoren a 20 Cent
und eine Dienstreise nach Moskau mit Hotelübernachtung mit einem Tee a 
12,10€ ?

Manchmal fallen etwas mehr Spesen als Materialkosten an. Von 
Garanielleistungen abgesehen ...

Autor: Bürovorsteher (Gast)
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> Pi mal Daumem= 3 Transistoren a 20 Cent
> und eine Dienstreise nach Moskau mit Hotelübernachtung mit einem Tee a
> 12,10€ ?

Ich rede hier von Produktionsmengen eines durchschnittlich teuren 
Gerätes.
(ca. 1k5 Stück/a à 100 €) und nicht von Prototypen.
Verkauf als OEM-Erzeugnis, d.h. Vertrieb geht mich nichts mehr an, da 
fallen also auch keine diesbezüglichen Kosten an.

Autor: Rainer S. (Gast)
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Was sind denn das für Milchmädchenfragen:

Es wird immer das vorlangt, was der Markt hergibt. In München kostet der 
Elisenlebkuchen momentan 2,50 in Nürberg 1,60 in Erlangen 1,50.

Produktionskosten scheren da nicht. In Müchen lieget er halt länger, bis 
ihn einer kauft.

Autor: Bürovorsteher (Gast)
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Garantieleisungen musste ich in den letzten sieben Jahren auch nicht 
erbringen. Dientsreisen hasse ich und lehne sie aus tiefstem Herzen ab, 
da sie sowohl verschwendetes Geld als auch verschwendete Zeit sind.

Autor: oszi40 (Gast)
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Bürovorsteher schrieb:
> Garantieleisungen musste ich in den letzten sieben Jahren auch nicht
> erbringen.

Kommt ganz darauf an, was man und wieviel man verkauft.
Erinnere Dich am Rückrufaktionen z.B.T*yota

Autor: Leo ... (-headtrick-)
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>In Müchen lieget er halt länger, bis ihn einer kauft.
Ne, den kauft die Laufkundschaft, die sich das leisten kann
und nicht durch halb Bayern fährt um den billigsten zu finden.

>Dientsreisen hasse ich und lehne sie aus tiefstem Herzen ab,
>da sie sowohl verschwendetes Geld als auch verschwendete Zeit sind.
Finde ich auch und daher fahre ich auch nur, wenn der Nutzen im
Vergleich zum Aufwand, vorteilhaft ist.

Autor: MaWin (Gast)
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> Ne, den kauft die Laufkundschaft, die sich das leisten kann

Du meinst die Touristen

> und nicht durch halb Bayern fährt um den billigsten zu finden.

und die Deppen, die extra durch halb Bayern fahren, um in München 
doppelt so teuer einkaufen gehen zu können...

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