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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Elektret-Mikrofon durch Line-In ersetzen


Autor: Joachim Schmidt (mithotyn)
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Hallo zusammen!

Ich hab ein Gerät, in dem ein kleines (zweipoliges) Elektret-Mikrofon 
vorhanden ist. Dieses möchte ich nun ausbauen und als Buchse nach außen 
führen. Ziel ist es, dort weiterhin entweder das besagte 
Elektret-Mikrofon anzuschließen, oder aber (mit entsprechender 
Vorschaltung) ein Line-Out eines PC's.

Mein Elektronikwissen ist sehr begrenzt, deswegen brauche ich Hilfe! :-)

Meine erste Idee war nun, dass ich den Line-Out des PC einfach per 
Spannungsteiler dort anschließen kann. (Mal vereinfacht Variante 1)

Dann hab ich mir mal angesehen, wie so ein Elektret-Mikrofon 
funktioniert und mir sind Zweifel gekommen. Im Elektret-Mikrofon 
arbeitet ja ein FET, der (einfach ausgedrückt) durch die Schallwellen 
mehr oder weniger leitend gemacht wird. Dabei wird dem Mikrofon eine 
Spannung zugeführt und das eigentliche Audio-Signal dann mit einem 
Kondensator ausgekoppelt.

Mir ist dann spontan ein Optokoppler eingefallen (Variante 2), der ja 
eigentlich das gleich tut, nur durch Licht gesteuert. Also wäre wohl das 
die beste Alternative? Hätte auch den Charme, dass beide Geräte 
galvanisch getrennt wären. Einziges Problem: Der Optokoppler steuert 
durch die LED nur beim positiven Signalteil aus, nicht beim negativen.

Kann ich dann sowas hier nutzen, um trotzdem nur einen Optokoppler zu 
nutzen: http://www.dl7maj.de/opto.pdf (Davon nur die "Sende"-Seite). Am 
PC hätte ich ja eine entsprechende Spannungsquelle zur Verfügung.

Und hier hörts dann auf mit meinem Wissen...

Wer kann mir hierbei helfen?

Danke und Gruß
Joachim

Autor: ingo (Gast)
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Variante 2 wird funktionieren, der Stromfluss duch den Speisewiderstand 
ist (meistens) nicht lebensnotwendig, und wenn, dann würde ich den nicht 
durch den Potischeifer führen, das kratzt nähmlich beim drehen. Ich 
würde daher vor den Potischleifer noch einen Kondensator schalten, dann 
sollte es funktionieren.
mfG ingo

Autor: ingo (Gast)
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Tschldigung, meinte Variante 1, die zweite Schaltung.
mfG ingo

Autor: Joachim Schmidt (mithotyn)
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Hi Ingo!

Danke für deine Antwort!

Leider kann ich an dem Speisewiderstand nix ändern, da der in dem Gerät 
fest verbaut ist. Der Poti muss auch nicht unbedingt sein. Ich weiß nur 
aktuell nicht, wie sich der Spannungsteiler berechnet, weil ich weder 
weiß, wie hoch die Spannung dort am Eingangs ein darf, noch weiß ich 
genau, was aus dem PC raus kommt. Deswegen erstmal ein Poti, bis die 
Pegelanpassung soweit stimmt. Dann kann das auch durch feste 
Widerstandswerte ersetzt werden.

Wie groß sollte der C sein, den ich da noch einbauen sollte?

Nochmal ne Frage: Um das Gerät vor Überspannung aus dem Line-Out zu 
schützen, wäre so eine Art "NF Limiter" sinnvoll, oder viel zu viel 
Aufwand? Kann der Pegel des Line-Out Schaden anrichten?

Gruß Joachim

Autor: ingo (Gast)
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Hallo Joachim!
Den Wert des Speisewiderstandes (wegen der Beeinflussung des 
Spannungsteilers) kannst Du leicht ermitteln:
Leerlaufspannung (bei offenem Eingang) geteilt durch Kurzschlussstrom.
Ich tippe mal auf den Bereich 1-10KOhm)
mfG Ingo

Autor: Bierhaubitze (Gast)
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Bedenke aber das du ein Stereosignal in einen Monoeingang schickst, 
demendsprechend brauchst du noch eine Brücke in deinem Eingang. Der 
Logik nach würde ich die beiden vorderen Pine des Klinkensteckers 
verbinden, aber es ist üblich die beiden hinteren Ringe zu verbinden.

Beide Verbindungsarten kommen in der Audiotechnik vor:
1. Möglichkeit: Cinch Y-Adapter hier werden die beiden Signalkabel 
verbunden.
2. Möglichkeit: Monoklinke in Stereoausgang hier wird das -Signal an die 
Masse gelegt.
Du solltest beides mal ausprobieren, beim 1. kannst du Brummen kriegen 
hast aber beide Seiten des Signals, Möglichkeit 2 geht auf jeden Fall, 
aber es fehlt eine Seite was vorallem beim alten Platten (vorallem 
Beatles) und Rock/Metal sehr stören kann. Und keine Angst Soundkarten 
sind normalerweise Kurzschlussfest.

Autor: MaoMei (Gast)
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Bierhaubitze schrieb:
> würde ich die beiden vorderen Pine des Klinkensteckers
> verbinden

An dem Ausgang "Links" und an dem Ausgang "Rechts" jeweils einen 1µF 
Keramik Kondensator anlöten und dann erst zusammenführen.

Links-----||-----.
                 |
Rechts----||-----'---- Poti----||----- Output
                        |
GND---------------------

Entkoppelt und senkt den Pegel

Autor: Joachim Schmidt (mithotyn)
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Danke für die Infos. Das mit dem Mono/Stereo ist kein Problem, da ich 
ein identisches Signal auf beiden Seiten habe, brauch ich eh nur eine 
Seite anzapfen. Oder ist es aus elektronischer Sicht sinnvoller, doch 
beide Seiten wie beschrieben zu verbinden, auch wenn sie beide das 
gleiche Signal tragen?

Noch was anderes:

Ich würd sicherheitshalber trotzdem gerne einen NF-Übertrager in die 
Leitung schalten. Da gibts ja bei Reichelt den bekannten 1:1 Übertrager 
für günstig.

Der hat auf beiden Seiten einen Spulenwiderstand von 4,6 Ohm. Das 
Standard-F Elektret-Mikrofon hat laut Datenblatt eine Ausgangsimpedanz 
von 2 kOhm. Und der Line-Out des PC hat nach diversen Quellen um die 100 
Ohm.

Sollte ich die Impedanzen dann sinnvollerweise mit parallelen 
Widerständen anpassen? Beidseitig?

Gruß

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