Korallen betonieren

OP #1966695
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Ist jetzt mal völlig offtopic:

Heute standen wir vor einer gemauerten Grotte in einem
Garten der Jahrhundertwende. ( Grotten waren damals Mode )

Das Teil ist so groß, daß dort ein kleiner Tisch mit 4 Stühlen
hineinpasst. So ein richtig lauschiges Eck.

Leider ist diese Grotte stark beschädigt, es fehlen " Steine"

Diese Brocken ( Fußballgroß ) bestehen aus Gestrüpp ( Weißdorn? )
das mit einer Zementbrühe mehrfach überzogen wurde, und
täuschend echt Korallen imitiert.

Jetzt müßte man 3-4 Schubkarren voll nachbauen und fehlende Teile
ersetzen.

Guugel gibt nichts her, die Leute, die das zur Jahrhundertwende
gebaut haben, sind nicht so einfach greifbar.

Wo könnten wir ansetzen, um ein " Rezept" für die richtige
Betonüberzugsmischung rauszukriegen?
#1967223
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hm, evtl. kann auch ein Stuckateur helfen? Ja, ich weiß, die arbeiten 
normalerweise mit Gips aber möglicherweise hat ein derartig 
ausgebildeter Fachmann das Wissen wie man sowas mit Beton realisiert. 
Andernfalls kannst du ja mal z.B. im Saurierpark Kleinwelka anrufen (so 
es den noch gibt) die haben / hatten ziemlich große Betonskulpturen mit 
einem Drahtskelett gebaut, möglicherweise können die dir auch 
weiterhelfen...
Gast #1967332
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Es wurde warscheinlich Sumpfkalk (gelöschter Kalk) verwendet,
Den kann man mit einer geeigneten Spritze in mehreren Schichten 
aufbringen.
An der Luft härtet er dann aus (muss aber relativ lange, vor Regen 
geschützt werden).
OP #1967910
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Also:

Diesmal nichts für die Kirche.
Diese Grotte ist in dem schönen alten Garten eines Weinguts.

Zurück zu den gefakten Korallen. Im ersten Moment könnte man glauben,
da wäre ein kleines Riff abgeholzt worden. Das ist wirklich gut
gemacht. ( Morgen mache ich Bilder )

Die Haltbarkeit ist ja auch gut, immerhin ist das über 100 Jahre alt.

Vieleicht findet sich ja doch noch ein Rezept in einem alten Buch.
So selten war das damals nicht.

Grüße Bernd
OP #1981175
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Hallo Uhu,

das ist schon selbst hergestellt.
Basis sind Weißdorn oder Schwarzdornäste, die mehrmals in
(Zementbrühe?) getaucht wurden.

Diese Schicht ist 3-5 mm dick und äußerst widerstandsfähig.
( Sie ist auch frostfest und über hundert Jahre beständig )

( Warum zum Teufel haben die die Zusammensetzung nicht
aufgeschrieben? )

Grüße Bernd
#1981192
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Ich glaub nicht, daß das so schwierig nachzumachen ist. Nimm normalen 
Portlandzement, rühre eine leicht dickflüssige Brühe an und tunke da 
deine Äste rein, oder gieß die Brühe drüber. Dann laß dem Zement genug 
Zeit und Feuchtigkeit, abzubinden.

Wenn du das Spiel 3-4 mal machst, bekommst du eine recht stabile Schicht 
auf dem Holz. Dünne Schichten sind stabiler, als eine dicke.

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