Analoge Referenz belasten/puffern sinnvoll?

Gast #1969551
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Hallo,

ich baue eine analoge Messschaltung in der zweiten Version.
Beim Vorgänger habe ich eine Referenz ADR42x für drei AD-Wandler. Die 
Referenzeingänge brauchen Ströme im uA-Bereich.

Ist es vorteilhaft/nachteilhaft, wenn ich direkt neben die Eingänge noch 
100nF-Kondensatoren setzte, oder ist es besser einen Widerstand nach 
Masse zu schalten, so das die Leitung leicht belastet wird?
Ich hoffe dadurch das Rauschen noch kleiner zu kriegen.

Ein Bastler
Gast #1969560
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Also Referenzspannungen sind generell eigentlich nicht dazu bedacht, 
belastet zu werden - anders als ein Spannungsregler, der zur Regelung 
oft eine Grundbelastung benötigt (welche aber meist im IC schon 
vorhanden ist).

Pufferkondensatoren stören an solchen Stellen natürlich nie - nahe am IC 
versorgen sie diesen und "beruhigen" die Leitung.

Wie du ja schon selber geschrieben hast, liegt der Verbrauch an 
REF-Eingängen im Bereich nahe 0.
#1969654
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>Pufferkondensatoren stören an solchen Stellen natürlich nie - nahe am IC
>versorgen sie diesen und "beruhigen" die Leitung.

Doch - je nach Referenz sollte man nicht wahllos irgendwelche C's da 
ranbammeln. Denn manche Referenzen sind nur in bestimmten C-Bereichen 
stabile, in anderen eher nicht. Der Standard-TL431 von TI z.B. ist so 
einer. Je nach eingestellter Spannung zw. (grob) 10nF bis 1µF ist der 
nicht stabil. Darüber/darunter ist er's.
Gast #1969725
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>Ist es vorteilhaft/nachteilhaft, wenn ich direkt neben die Eingänge noch
>100nF-Kondensatoren setzte,...

Beim ADR42X scheint das zu gehen. Du hast ja sicher auch das Datenblatt 
gelesen??

>Ich hoffe dadurch das Rauschen noch kleiner zu kriegen.

Dazu müßtest du den Ausgangscap wahrscheinlich noch etwas vergrößern. 
Ist aber fraglich, ob das überhaupt was bringt.

Warum stört dich denn das Rauschen?

Kai Klaas
Gast #1970020
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Bastler schrieb:
> Ich hoffe dadurch das Rauschen noch kleiner zu kriegen.

Dann viel Spaß: Die Referenz hat einen Innenwiderstand von < 20 mOhm.
Rechne mal den Kondensator aus den Du brauchst um einen Tiefpaß mit
deiner benötigten Grenzfrequenz zu erhalten.

Beim Breitbandrauschen hast Du ja vielleicht noch eine gewisse Chance. 
Beim
niederfrequenten 0.1 .. 10 Hz rauschen brauchst Du schon einen seeehr 
großen Kondensator.
Du wirst entweder mehrere Referenzen über Ausgleichswiderstände parallel 
schalten müssen oder einen aktiven Tiefpaß nachschalten.

Gruß Anja
#1970398
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Bastler schrieb:
> Hallo,
>
> ich baue eine analoge Messschaltung in der zweiten Version.

Schaltplan ?

> Beim Vorgänger habe ich eine Referenz ADR42x für drei AD-Wandler. Die
> Referenzeingänge brauchen Ströme im uA-Bereich.
>
> Ist es vorteilhaft/nachteilhaft, wenn ich direkt neben die Eingänge noch
> 100nF-Kondensatoren setzte, oder ist es besser einen Widerstand nach
> Masse zu schalten, so das die Leitung leicht belastet wird?
> Ich hoffe dadurch das Rauschen noch kleiner zu kriegen.

Von welcher Auflösung (bit) Deiner A/D reden wir hier?
Wieviel Bits davon sind Deiner Meinung nach "verauscht2?
Gast #1971766
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In unseren Messschaltungen bauen wir kleine Belastungswiderstände ein.
Die Referenzquellen werden mit 5-10% von dem was der Hersteller als 
Maximum angibt belastet. Eine Parallelschaltung von Widerstand und 
Kondensator hat sich bewährt.
Aus den Referenzeingängen von Wandlern kommen manchmal Leckströme 
heraus,
weshalb die Referenzquelle dann als Senke arbeiten muss. Hier haben die 
Bausteine oft schlechtere Eigenschaften, als wenn sie als Quelle 
arbeiten.

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