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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Folgende Schaltung erlaubt?


Autor: Sven (Gast)
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Hi.

Ich habe einen Spannungsreduzierer mit einem 230/ 2x12V Trafo gebaut.

Ist so eine Schaltung überhaupt zulässig? Der Trafo ist ja normalerweise 
nicht dafür gebaut, ihn so zu verwenden.

Der entnehmbare Strom müsste bei der Schaltung wohl 10A sein (Strom der 
Sekundärwicklung) oder irre ich?

Für was brauche ich den Spannungsreduzierer? Wir haben hier meisstens 
235V Netzspannung und ich habe eine empfindliche Röhrenendstufe mit 
208/220V

Autor: Andreas K. (derandi)
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Sven schrieb:
> Hi.
>
> Ich habe einen Spannungsreduzierer mit einem 230/ 2x12V Trafo gebaut.

Meine Glaskugel hat Sonntags frei.

Autor: Sven (Gast)
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Hier mal ein Bild

Autor: Finger Weg (Gast)
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Lass die Finger vom Strom !!!

Autor: Lampenfieber (Gast)
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>Lass die Finger vom Strom !!!
Warum ? ist doch ein vernünftiger Ansatz. Ich wüsste nichts, was dagegen 
spricht.

Autor: oszi40 (Gast)
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Sven schrieb:
> Der entnehmbare Strom müsste bei der Schaltung wohl 10A sein (Strom der
> Sekundärwicklung) oder irre ich?

1.Zu dieser Fragestelleung sollte man bemerken,daß elektischer Strom 
gefährlich ist.
2. Bei falscher Wickelrichting erhöhst Du die Spannung!
3. Die Bemessung des Trafos richtet sich nach der Leistung.
4. Bei 10A sekundär sollte dieser Cul-Draht ca. 2,5 mm Durchmesser od 
4,91mm² haben.

5. Es gibt auch schöne Stelltrafos z.B. bei Statron. 
http://www.statron.de/

Autor: Mr.Volt (Gast)
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Die Differenz zwischen 208V~ und 220V~ ist wohl 12, wo bleiben da die 
anderen 12?

Autor: Michael D. (etzen_michi)
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Das gezeigte Gerät schafft aber keine 2200kW.

Autor: Juppi J. (juppiii)
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Andreas K. schrieb:
> Meine Glaskugel hat Sonntags frei.

War auch ohne Zeichnung eindeutig,wer das Problem kennt.

@Sven
Vielleicht gibt es noch alte Spannungsstabilisatoren(für 
Fernsehgeräte),der DDR.

Diese haben wir früher auch die Musik Anlagen genommen.
Er sollte aber von 170v auf 220v transformieren.
Abwärts war glaube ich von 240V.

Edit:machen keine 10A,nicht richtig gelesen.
Gruß

Autor: Michael_ (Gast)
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Hier ein Beispiel. Die kriegst du hinterhergeworfen.
Es macht aber "nur" 1,86A!
Ebay-Artikel Nr. 220706895426
Ich habe aber noch einen Stelltrafo mit 10A im Keller. Selbstabholung 
ist Bedingung.

Autor: Johannes (Gast)
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> Ist so eine Schaltung überhaupt zulässig? Der Trafo ist ja normalerweise
> nicht dafür gebaut, ihn so zu verwenden.

Das ist nach meiner Meinung schon zulässig, allerdings solltest Du dir 
darüber im klaren sein, dass man damit keine Potentialtrennung hat. Aber 
vermutlich kommt danach noch ein Trafo, der die Isolation macht.

> Der entnehmbare Strom müsste bei der Schaltung wohl 10A sein (Strom der
> Sekundärwicklung) oder irre ich?

Ja, der Ausgangsstrom fließt ja nur durch die Sekundärwicklung, nicht 
primärseitig.

@Mr.Volt
> Die Differenz zwischen 208V~ und 220V~ ist wohl 12, wo bleiben da die
> anderen 12?

12 V hat fallen zwischen der Eingangsspannung und dem ersten Abgriff ab, 
die anderen 12V zwischen den beiden Abgriffen. Bei einem idealen 
Übertrager ergeben sich rechnerisch bei 235V Eingangsspannung die 
Ausgangsspannungen 223 V und 211 V, aber hier geht es ja nicht so sehr 
um Genauigkeit.

Da die Trafo-Sekundärspannung unter Nennlast angegeben ist und darin die 
Trafoverluste im Vorwärtsbetrieb brücksichtigt sind, bekommt man hier 
eine etwas größeren Wert, weil der Trafo "rückwärts" betrieben wird; es 
wird Energie von der Sekundärseite auf die Primärseite transportiert. 
Dadurch wird man statt 12V eher 13-14 V Spannungsabfall haben, aber bei 
235 V Eingangsspannung passt das ganz gut.

@Michael Dierken
> Das gezeigte Gerät schafft aber keine 2200kW.

Das will man auch nicht, es reichen 2,2 kW ;-)

> ich habe eine empfindliche Röhrenendstufe mit 208/220V

Braucht die Röhrenendstufe gleichzeitig 208 V und 220 V AC? Oder braucht 
die vielleicht 220V und 208V Gleichspannung? Wenn die Spannug für die 
Röhrenendstufe so exakt eingehaltren werden muss, wäre eine 
elektronische Spannungsregelung vermutlich besser, die Netzspannung ist 
in der Regel nicht sehr stabil.

Autor: Frank Xy (flt)
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Bevor das hier noch weiter abdriftet:

Von einem "Spartransformator" hat hier wohl noch keiner was gehört?

Einfach mal googeln...

Autor: eProfi (Gast)
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Deine Schaltung funktioniert bestens!
Es gibt eine Variante:
235V --s
       S   12V-Wicklung
       S
       |-----------> ca. 223V
       S
       S   12V-Wicklung
       S
       |-----------> ca. 211V
       S
       S
       S
       S
       S   230V-Wicklung
       S
       S
       S
  0V --S----------->

Der Unterschied ist, dass die 230V-Wicklung nicht am Eingang, sondern am 
Ausgang hängt und dadurch die Spannungsreduzierung etwas geringer 
ausfällt.
Außerdem sind die Leerlaufverluste geringer, da der Kern weniger 
magnetisiert wird.

> Der entnehmbare Strom müsste bei der Schaltung wohl 10A sein
> (Strom der Sekundärwicklung) oder irre ich?
Wenn der Trafo 240VA hat, hast Du recht.



Michael: Standort des Stelltrafos? Bin interessiert!

Autor: Michael_ (Gast)
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Da die Ströme in einem Röhrengerät relativ gleich sind, würde ich das 
mit Widerständen machen. Bzw. habe ich schon gemacht.
Entweder direkt vor dem Netztrafo oder in der Anoden- bzw. Heizleitung.
220V gibt es ja sowieso nicht mehr.

Autor: Helmut S. (helmuts)
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Sven schrieb:
> Hi.
>
> Ich habe einen Spannungsreduzierer mit einem 230/ 2x12V Trafo gebaut.
>
> Ist so eine Schaltung überhaupt zulässig? Der Trafo ist ja normalerweise
> nicht dafür gebaut, ihn so zu verwenden.
>
> Der entnehmbare Strom müsste bei der Schaltung wohl 10A sein (Strom der
> Sekundärwicklung) oder irre ich?
>
> Für was brauche ich den Spannungsreduzierer? Wir haben hier meisstens
> 235V Netzspannung und ich habe eine empfindliche Röhrenendstufe mit
> 208/220V

Hallo Sven,
Dieser Aufbau kann dich oder andere umbringen(Lebensgefahr).
Mach das ja nicht. Du hast damit die Phase(230V) auf der Sekundärseite. 
Dein gesamter Verstärker ist damit mit der Phase verbunden. Bei 
Berührung besteht Lebensgefahr. Kauf dir einen Trenntrafo der 
entsprechende Anzapfungen auf der Sekundärseite hat.
Helmut

Autor: Michael_ (Gast)
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Michael: Standort des Stelltrafos? Bin interessiert!
Sa , Spartrafo

Sieht so ähnlich aus. Dies hier ist sicher kein Trenntrafo.
Ebay-Artikel Nr. 380298229148
Bei meinem ist noch ein Dreheinschalter dran. Der hakt etwas und geht 
nur in einer Richtung zu drehen. Funktioniert aber.

Autor: Michael_ (Gast)
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>Dieser Aufbau kann dich oder andere umbringen(Lebensgefahr).
>Mach das ja nicht. Du hast damit die Phase(230V) auf der Sekundärseite.
Wieso? Das geht schon.

Autor: Helmut S. (helmuts)
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Weil keine Netztrennung (von der Phase) vorhanden ist.
Je nachdem wie herum man den Stecker in die Steckdose steckt, sind die 
230V an der Stelle wo 0V steht.

Autor: Johannes (Gast)
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> Weil keine Netztrennung (von der Phase) vorhanden ist.
> Je nachdem wie herum man den Stecker in die Steckdose steckt, sind die
> 230V an der Stelle wo 0V steht.

Er braucht die Schaltung doch, um die Netzspannung von 235V auf 220V zu 
reduzieren. Ohne diese Schaltung hat er auch keine Netztrennung, es wird 
also dadurch nicht gefährlicher...

Autor: Helmut S. (helmuts)
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Das war es doch was ich bemängele. Der Threadersteller hat keinen 
weiteren Trafo. Deshalb fragt er ja ob das erlaubt ist. Geht einfach 
davon aus, dass der Threadersteller kein Elektriker ist.

Autor: Peter R. (pnu)
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Mann, Mann, wo habt Ihr Elektrotechnik gelernt, dass Ihr teilweise 
solchen Unsinn verbreitet !

Der Spartrafo ist bei solchen geringen Spannungsuntersetzungen genau das 
Richtige.

bei 2200 W Leistung muss die Sekundärwicklung (hier 12V, da 230V auf 
220V übersetzt wird) den Strom des Verbrauchers vertragen, also 10A.

Die Baugröße des Trafo muss für 10A bei 12V sekundär geeignet sein, also 
für mindestens 120W.

Das Problem mit der Netztrennung stellt sich nicht:

Das 220V- Gerät ist ja für den Anschluss an einer Steckdose gebaut. Also 
ist es sicher in bezug auf Berührspannung.

Der Spartrafo muss natürlich sicher in ein Gehäuse gebaut sein, die 
Leitungen N und PE müssen auch VDE-gerecht durchgeführt sein.

Autor: Johannes (Gast)
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> Das 220V- Gerät ist ja für den Anschluss an einer Steckdose gebaut. Also
> ist es sicher in bezug auf Berührspannung.

Woher weist Du das? Ich bin mir nicht mal sicher, ob der Fragesteller 
220 V und 208 V AC braucht oder doch eher DC. Ich kann mir nicht 
vorstellen, dass die Endstufe zwei AC-Eingänge hat.

Für DC kommt dann ja noch ein Gleichrichter und Elko dazu, da hat man 
dann nochmal ganz andere Spannungen.

Bevor er das nicht klärt, ist es nicht sinnvoll, hier zu spekulieren 
oder konkrete Vorschläge zu machen.

Für einen Nicht-Elektrotechniker ist es vermutlich einfacher und 
kostengünstiger, den Trafo aus der Ursprungsfrage zu verwenden als einen 
Spartrafo zu berechnen und evtl. noch selber zu wickeln.

Autor: Sven (Gast)
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Hi.

was willste denn für den Trafo, Michel? Und wo ist er abzuholen?


Das mit diesem Trafo ist quasi nur ein Workaround, weil ich nichts 
anderes mehr habe.
Der Originaltrafo ist leider zerstört.

Das war ein Trafo 220V auf 12/208V. Wobei Masse auf dem Abgriff 208 V 
liegt, d.H. man hat einmal 12V und einmal 208V. Außerdem wurde noch 220V 
Wechselstrom benutzt, sind auch noch andere Trafos drin, die noch 
funktionieren.


Der Trafo ist mir wahrscheinlich wegen der höheren Netztspannung (235 
statt 220) durchgebrannt. Der Verstärker funktioniert aber auch mit 
dieser Ersatzkonstruktion.

Autor: Paul Baumann (Gast)
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@Peter

Genau so ist das. Juppi beschrieb ja weiter oben schon, daß es zu DDR-
Zeiten Spartransformatoren industriell hergestellt gab. Das hier ist
auch nichts Anderes.

MfG Paul

Autor: Sven (Gast)
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Der Originaltrafo ist also quasi ein 1:1 Trafo mit Anzapfung bei 208V 
gewesen.
Keine Ahnung, wo man sowas nachkaufen kann.

Autor: oszi40 (Gast)
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Suchmaschine/Gelbe Seiten Trafowickelei? Für Geld machen die was.

Autor: Johannes (Gast)
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> Das war ein Trafo 220V auf 12/208V. Wobei Masse auf dem Abgriff 208 V
> liegt, d.H. man hat einmal 12V und einmal 208V.

Der Originaltrafo war also ein Trafo mit Potentialtrennung? Dann 
solltest Du auch wieder einen mit Potentialtrennung einbauen. Du 
könntest einen 1:1 Trenntrafo nehmen und dann die Beschaltung mit dem 
12V-Trafo machen, aber das braucht mehr Platz.

Die Potentialtrennung muss auf jeden Fall vorhanden sein!

Autor: Mr.Volt (Gast)
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Beim Spartrafo gilt:

   S_b = (U1-U2)/U1 x S_d


S_b = Bauleistung
U1  = Oberspannung
U2  = Unterspannung
S_d = Durchgangsleistung


    1L1 ----+--------------------------------------
            |
    1N ---- | ---------------------------------+-
            |                                  |
           ---                                 |
           ||| Si                              |
           |||                                 |
           ---  I_1                 <--        |
            |                       I_2-I_1    |
            |----------OOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOO-+
                    Reihen-   |    Parallel-   |
                    wicklung  |    wicklung    |
                              | I_2            |
     2L1 ---------------------+--------------- | --
                                               |
     2N ---------------------------------------+---

Autor: Gästle (Gast)
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Danke Männer!

Ich habe schon eine ganze Weile überlegt wie ich in dem einem oder 
anderem alten Gerät die Hitze und Stromaufnahme des bei 240V in Sätigung 
gehenden Netztrafo, der für 220V bestimmt war, wegbekomme.

In einem Vorwiderstand wollte ich mein Geld auch nicht verheizen,
Sven hat schon richtig gedacht.
Ein Netztrafo als Spartrafo mißbraucht ist des Rätsels Lösung.

Die Leistung des Trafo muß der Stromaufnahme des Gerätes entsprechen.
Es findet natürlich keine Netztrennung statt und muß auch für diese 
Anwendung nicht statt finden. Die Polung der Wicklungen zueinander ist 
zu beachten evtl. noch die Verhältnisse im Leerlauf.

Der Aufbau muß lediglich mit der dem verwendeten Gehäuse (Isoliert oder 
Metall)entsprechenden Schutzklasse erfolgen!!! (Für Laien -> beim 
Elektor gut und ausreichend beschrieben) Eine Sicherung Primärseitig 
nicht vergessen.

Autor: Etrick (Gast)
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Die Frage ist nicht beantwortet, ob an der Sekundärseite des bisherigen 
Trafos etwas zugeschaltet wird. Das wäre u.U. kritisch.

Wird nur auf der Primärseite gearbeitet, ist die korrekte 
Dimensionierung/Überlastschutz das einzige Problem.

Das gemalte Bild ist schlecht verstehbar. Mir fehlen der 2. Kern und 
Spulen...

Autor: Blackbird (Gast)
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Aus meiner, zugegebenermaßen etwas sehr alten, Trafowickelpraxis ist mir 
noch sehr lebhaft in Erinnerung, daß die Sekundärwicklung eines 
Netz-Trenntrafos anders gewickelt wird als die Primärwicklung. Wenn bei 
der Sekundärwicklung die 2.Lage zu Ende gewickelt wurde, konnte ruhig 
mal der Draht auf die untere Lage durchrutschen - Isolationsprobleme bei 
der Niederspannung (von einer Wickellage auf die nächste) gab es nicht.

Ganz anders bei der Primärseite: da wurde immer jede Lage per Isolation 
getrennt, die Ränder der Lagenisolation waren "gefiedert" damit ja keine 
Wicklung auf die darunterliegende Wicklung rutschen konnte.

Mir stellt sich jetzt die Frage bei dieser nicht vorgesehenen Anwendung 
eines Trenntafos als Spartrafo, ob die Wicklungsisolation das lange 
mitmacht?

Blackbird

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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Blackbird schrieb:
> Mir stellt sich jetzt die Frage bei dieser nicht vorgesehenen Anwendung
> eines Trenntafos als Spartrafo, ob die Wicklungsisolation das lange
> mitmacht?
Ja, das geht, weil dort ja auf der Sekundärwicklung eben nur genau diese 
geringe Spannungsdifferenz auftreten wird, für die deren 
Wicklungsisolation auch ausgelegt ist.
Dort werden niemals 230V zwischen zwei Drähten auftreten können.

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Sven schrieb:
> Hi.
>
> Ich habe einen Spannungsreduzierer mit einem 230/ 2x12V Trafo gebaut.
>
> Ist so eine Schaltung überhaupt zulässig? Der Trafo ist ja normalerweise
> nicht dafür gebaut, ihn so zu verwenden.


Ist so zulässig und verwertbar.

>
> Der entnehmbare Strom müsste bei der Schaltung wohl 10A sein (Strom der
> Sekundärwicklung) oder irre ich?

korekt.

>
> Für was brauche ich den Spannungsreduzierer? Wir haben hier meisstens
> 235V Netzspannung und ich habe eine empfindliche Röhrenendstufe mit
> 208/220V

Aha, in dem Fall und wenn es Dir hilft: Dafür habe ich hier einen 
original Trafo, der für sowas gebaut und spezifiziert ist. 230V auf 
208V.

Solltest Du also eine professionelle Lösung anstreben, dann kannst Du 
das Ding gerne haben, PN an mich genügt.

Autor: Peter R. (pnu)
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Worin unterscheidet sich ein von vornherein als Spartrafo geschalteter 
Trafo von einem 230V/12V Trafo, bei dem die 12-V-Wicklung entsprechend 
geschaltet ist?

Doch nur durch die gesonderte Isolation zwischen 12V und 230 V. Die hat 
aber doch nur Einfluss auf die Belastungsgrenze.

Nimmt man die 12V-Wicklung in reihe mit der 230V-Wicklung, ergibt sich 
eher eine Entlastung des Eisens, da die 230V-Wicklung dann nur etwas 
unter 220V abkriegt.

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Peter R. schrieb:
> Worin unterscheidet sich ein von vornherein als Spartrafo geschalteter
> Trafo von einem 230V/12V Trafo, bei dem die 12-V-Wicklung entsprechend
> geschaltet ist?
>
> Doch nur durch die gesonderte Isolation zwischen 12V und 230 V. Die hat
> aber doch nur Einfluss auf die Belastungsgrenze.

Nein, das spielt nun gar keine Rolle bei der Betrachtung.

>
> Nimmt man die 12V-Wicklung in reihe mit der 230V-Wicklung, ergibt sich
> eher eine Entlastung des Eisens, da die 230V-Wicklung dann nur etwas
> unter 220V abkriegt.

Völliger Nonsens.

Autor: thorstendb (Gast)
Datum:

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> ich habe eine empfindliche Röhrenendstufe mit 208/220V

Hi,

Spartrafo...

ich denke mal, die 12V sind zum Heizen in Reihenschaltung. Hast du dann 
nicht zwischen Heizung und Anode oder Kathode der Röhre ggf. 200V 
anliegen?

Ich habe mir für meinen Röhren-Amp extra Trafos besorgt, die die rund 
200V Röhrenspannung und die (in meinem Fall) 6.3V Heizspannung auf der 
Sekundärseite liefern, und (somit) beides vom Netz isolieren.

Autor: MaWin (Gast)
Datum:

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> Ist so eine Schaltung überhaupt zulässig?

Entgegen allen dummschwatzenden Bedenkenträgern hier im Forum:

Ja.

Die Schaltung funktioniert so und ist zulässig.
Du nutzt nicht die Isolierwirkung des Trafos, aber das ist egal.
Die Spannungsverhältnisse sind nicht auf's Prozent genau so wie auf dem 
Trafo aufgedruckt, aber immerhin besser als 235V direkt ins alte Gerät.

Belastungsgrenze ist die maximale erlaubte Strombelastung der sekundären 
Wicklungen, es liegen ja nur deren Drähte zwischen Eingang zum Ausgang.

Autor: Johannes (Gast)
Datum:

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@MaWin
>> Ist so eine Schaltung überhaupt zulässig?

>Entgegen allen dummschwatzenden Bedenkenträgern hier im Forum:
>Ja.

Hast Du den Thread eigentlich gelesen? Im Original war ein Trafo mit 
Potentialtrennung eingebaut, der hatte einen Abgriff für 208V und 12V.

Diesen Trafo möchte er jetzt durch diese Schaltung ersetzen, also ohne 
Potentialtrennung.

> Du nutzt nicht die Isolierwirkung des Trafos, aber das ist egal.

Das würde ich so nicht behaupten. Zumindest nicht wenn es ein Ersatz für 
den original Trafo sein soll.

Autor: Alexander Schmidt (esko) Benutzerseite
Datum:

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Johannes schrieb:
> Im Original war ein Trafo mit Potentialtrennung eingebaut,
> der hatte einen Abgriff für 208V und 12V.
Quatsch.

Seine Röhrenendstufe hat einen Trafo, der primär Abgriffe für 208V und 
220V hat. Davor will er einen Spartrafo schalten um von den 235V bei 
ihm im Netz auf 220V zu kommen.


Egal wie sicher oder unsicher seine Röhrenendstufe ist, durch einen 
Spartrafo davor ändert sich an der Sicherheit nichts.

Autor: Johannes (Gast)
Datum:

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> Quatsch.
> Seine Röhrenendstufe hat einen Trafo, der primär Abgriffe für 208V und
> 220V hat. Davor will er einen Spartrafo schalten um von den 235V bei
> ihm im Netz auf 220V zu kommen.

Warum macht sich eigentlich niemand die Mühe und liest zumindest die 
Beiträge des Fragestellers?

Zitat:
> Der Originaltrafo ist leider zerstört.

und

> Der Originaltrafo ist also quasi ein 1:1 Trafo mit Anzapfung bei 208V
> gewesen.

Autor: Alexander Schmidt (esko) Benutzerseite
Datum:

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Johannes schrieb:
> Warum macht sich eigentlich niemand die Mühe und liest zumindest die
> Beiträge des Fragestellers?
>
>> Der Originaltrafo ist leider zerstört.
> und
>> Der Originaltrafo ist also quasi ein 1:1 Trafo mit Anzapfung bei 208V
>> gewesen.

Sorry, du hast natürlich Recht. Diesen Beitrag habe ich tatsächlich 
überlesen.
Dann darf man diese Konstruktion natürlich nicht einsetzen.

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
Datum:

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Sven schrieb: (Ganz am Anfang)
> Ich habe einen Spannungsreduzierer mit einem 230/ 2x12V Trafo gebaut.
> Ist so eine Schaltung überhaupt zulässig?

Sven schrieb: (3 Stunden später)
> Das mit diesem Trafo ist quasi nur ein Workaround, weil ich nichts
> anderes mehr habe. Der Originaltrafo ist leider zerstört.

Jaja. Schei... Salamitaktik.
Hätte Sven gleich zu Anfang gesagt, was Sache ist, dann wäre der Fred 
recht schnell beendet gewesen...  :-/

Zusammengefasst: Ein Spartrafo ist nicht verboten.
Aber in dieser Anwendung schlicht ungeeignet.

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
Datum:

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Johannes schrieb:
> @MaWin
>>> Ist so eine Schaltung überhaupt zulässig?
>
>>Entgegen allen dummschwatzenden Bedenkenträgern hier im Forum:
>>Ja.
>
> Hast Du den Thread eigentlich gelesen? Im Original war ein Trafo mit
> Potentialtrennung eingebaut, der hatte einen Abgriff für 208V und 12V.


Trenntrafo vorschalten wäre eine Lösungsvariante.

Autor: MaWin (Gast)
Datum:

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> Hast Du den Thread eigentlich gelesen?

Die ersten 20 Beiträge schon, in denen der OT ja schon ein mal 
klargestellt hat was er mit der Ursprungsfrage meint...

Wenn Sven erst im 22. Beitrag damit rausrückt, welchen Pfusch er baut, 
dann ist ihm nicht zu helfen. Klarer Fall von zu blöd zum Fragen.

Wobei ich nach diesem 22. Beitrag dann auch das erste Mal unsicher wäre, 
was er meint, immerhin sagt er vorher ja daß seine Schaltung 
funktioniert. Wäre dort eine Potentialtrennung nötig gewesen, hätte es 
wohl geknallt. Ich bin mir nach dem 22. Beitrag also lediglich unsicher 
ob sein Aufbau wirklich so ist wie im 1. Beitrag beschrieben, aber noch 
nicht informiert, wie es wirklich ist. Ich hab aber auch keine Lust mehr 
so einen Depp zu fragen, da kommt eh nix bei raus.

Autor: dtz (Gast)
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Ich würde auf den ganzen Mist verzichten und das Problem einfacher, 
billiger und besser lösen.

Eine wirkliche Lösung ist ein Trafo leider nicht, da die Netzspannung 
heute ordentlich schwankt (die Röhrengeräte früher waren auch schon 
darauf ausgelegt).

Dennoch kann man heute sehr niedrige und sehr hohe Abweichungen bei der 
Netzspannung messen.

Da ich mehrere schon recht in die Jahre gekommene Musikboxen -oft mit 
Röhrenverstärker und Selengleichrichter - betreibe, hatte ich die 
gleichen Probleme.

Deshalb die Lösung:
Billige gebrauchte Online USV (Unterbrechungsfreie Stromversorgung) bei 
welcher sich die Ausgangsspannung einstellen lässt.

Mittels Programm (welches du kostenlos vom Hersteller erhältst) und USB 
Kabel kannst du die Geräte auf 220 Volt Ausgang umstellen.

Empfehlen kann ich nur die gebrauchten Geräte von "Masterguard", welche 
es immer wieder günstig bei Ebay gibt. Preislich zwischen 25 und 30 Euro 
bei 800 Watt Belastbarkeit die größeren Kosten ein wenig mehr.

Mit Glück findet man auch einstellbare Netzstabilisatoren.

Achtung: Es ist nicht jede Online USV geeignet!

Autor: Niklas (Gast)
Datum:

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MaWin schrieb:
> Die Schaltung funktioniert so und ist zulässig.

Das hat auch niemand bezweifelt.

MaWin schrieb:
> Entgegen allen dummschwatzenden Bedenkenträgern hier im Forum:

Die Bedenken resultieren einzig und allein daraus das man wissen sollte 
was man tut, wenn man so etwas macht. Wenn ein Profi das macht: OK. Wenn 
aber ein absoluter Laie sich so ein Teil installiert kommt schneller zum 
Stromunfall, als so mancher vermuten würde...

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