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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Audiodedector Treiberstufe


Autor: Jochen M. (jochenmaier1973)
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Hallo,

hab obigen AudioDedector aufgebaut. Der macht folgendes: Audio Signal an 
LED brennt, Audio Signal aus LED aus. Funktioniert auch wunderbar die 
Schaltung. Nur beim Einschalten der Schaltung geht die LED kurz an. Weiß 
jemand warum, und wenn ja wie lässt sich das lösen???

P.S.: Der Opto-Koppler dient als Treiberstufe für eine andere Schaltung. 
Die LED ist nur zu Kontrollzwecken da...

Autor: _gast_ (Gast)
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Das ist kein Fehler, das ist ein Feature. Bei so viel Aufwand für eine 
so einfache Aufgabe könnte ich mir das jedenfalls vorstellen... :-)

Autor: Alexander Schmidt (esko) Benutzerseite
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Wenn die 9V halbwegs ohne Ripple sind dann geht folgende einfache 
Modifikation:
Parallel zu R7 ein Kondensator von 56µF (16V)
Blinkt die Led immer noch kurz auf, so mache den Kondensator größer,
z.B. 100µF oder 220µF.

Natürlich braucht die Schaltung dann ca. eine halbe Sekunde bis sie 
"scharf" ist.

Autor: Kai Klaas (Gast)
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Puh, wie aufwendig!

Kai Klaas

Autor: Jochen M. (jochenmaier1973)
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_gast_ schrieb:
> Das ist kein Fehler, das ist ein Feature. Bei so viel Aufwand für eine
> so einfache Aufgabe könnte ich mir das jedenfalls vorstellen... :-)

Kai Klaas schrieb:
> Puh, wie aufwendig!

wie würde es denn weniger aufwendig gehen???

Autor: Kai Klaas (Gast)
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>wie würde es denn weniger aufwendig gehen???

Wie hoch soll denn die Ansprechschwelle und das genau Timing sein?

Kai Klaas

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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Jochen M. schrieb:
> wie würde es denn weniger aufwendig gehen???

Ein 8-Pin-µC mit ADC, 3-4 Widerstände, 2 Kondensatoren und die LED (oder 
den Optokoppler).

Autor: Jochen M. (jochenmaier1973)
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Knut Ballhause schrieb:
>> wie würde es denn weniger aufwendig gehen???
>
> Ein 8-Pin-µC mit ADC, 3-4 Widerstände, 2 Kondensatoren und die LED (oder
> den Optokoppler).

Und wie soll das ganze aussehen???

Autor: Kai Klaas (Gast)
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Ich würde es so wie im Anhang machen.

Kai Klaas

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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Jochen M. schrieb:
> Und wie soll das ganze aussehen???

Klein und schnuckelig. Die Hauptarbeit wird es sein, die Platine 
herzustellen und 20...30 Zeilen Code in den Controller zu proggen.

Autor: Knut Ballhause (Firma: TravelRec.) (travelrec) Benutzerseite
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Kai Klaas schrieb:
> Ich würde es so wie im Anhang machen.

Geht auch, wird aber größer :-P

Autor: Johannes H. (menschenskind)
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Oha, genau so eine Funktionalität brauch ich.
Könnte jemand so freundlich sein und mir einige Funktionselemente der 
Schaltung von Kai Klass näher erläutern?
Gehen wir doch mal von Links nach rechts :)

Der 1. Kondensator, zieht der den Gleichanteil aus dem Signal raus?
Die beiden Widerstände gegen Masse bzw. VCC, welche Funktion haben die?
Dann der 470nF-Kondi, unten an der Widerstandsrückkopplung, wofür sorgt 
der?
Die Diode lässt alle positiven Pegel über ~0,5Volt durch, der nächste 
Kondensator wird zur Glättung da sein, aber was macht der 1Meg gegen 
Masse da?
Warum ist der Ausgang des 2. OPV mit 470k auf den Spannungsteiler 
rückgekoppelt?

Vielen Dank

Autor: HildeK (Gast)
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Johannes Hofmann schrieb:
> Der 1. Kondensator, zieht der den Gleichanteil aus dem Signal raus?
Es wird allgemein eine Trennung des DC-Anteils vorgenommen, weil ja die 
beiden Widerstände den Gleichanteil auf einen anderen Wert bringen 
sollen. Und, weil man dann unabhängig von irgendwelchen Gleichanteilen 
unbekannter Quellen ist.  Siehe auch nächste Antwort.

> Die beiden Widerstände gegen Masse bzw. VCC, welche Funktion haben die?
Die machen einen neuen, künstlichen Gleichanteil auf die halbe 
Betriebsspannung, da der OPA ja mit nur einer Versorgungsspannung 
betrieben wird.

> Dann der 470nF-Kondi, unten an der Widerstandsrückkopplung, wofür sorgt
> der?
Er sorgt dafür, dass nur Wechselspannung verstärkt wird, die 
Gleichspannung wird nicht verstärkt. Ansonsten würde durch den 
künstlichen Gleichanteil (s.o.) der 1. OPA sofort in die Begrenzung 
gehen.

> Die Diode lässt alle positiven Pegel über ~0,5Volt durch, der nächste
> Kondensator wird zur Glättung da sein, aber was macht der 1Meg gegen
> Masse da?
Wenn dein Signal wieder weg ist, dann muss hinten auch wieder 
ausgeschaltet werden. Der 1MΩ entlädt dazu die 470nF langsam. Der OPA 
ist so hochohmig am Eingang, dass der C kaum entladen würde, je nach Typ 
des OPA durch Offsetströme sogar noch weiter geladen werden könnte.

> Warum ist der Ausgang des 2. OPV mit 470k auf den Spannungsteiler
> rückgekoppelt?
Der zweite OPA ist als Komaparator geschaltet. Die 470k dienen dazu, 
eine Hysterese einzubringen, so dass dieser bei der Grenzamplitude 
zwischen Ein und Aus nicht andauernd hin- und herschaltet. Ich würde ihn 
allerdings noch etwas größer dimensionieren, so 1 MegΩ ... 3.3 MegΩ

Autor: Alexander Schmidt (esko) Benutzerseite
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Johannes Hofmann schrieb:
> Könnte jemand so freundlich sein und mir einige Funktionselemente der
> Schaltung von Kai Klass näher erläutern?
Klaro.

> Gehen wir doch mal von Links nach rechts :)


> Der 1. Kondensator, zieht der den Gleichanteil aus dem Signal raus?
Ja.

> Die beiden Widerstände gegen Masse bzw. VCC, welche Funktion haben die?
Sie legen den Nullpunkt des neuen Signals auf VCC/2.
Man hat nun einen Sinus mit dem Offset VCC/2.

> Dann der 470nF-Kondi, unten an der Widerstandsrückkopplung, wofür sorgt
> der?
Dass nur Wechselsignale verstärkt werden und nicht der Gleichanteil.

> Die Diode lässt alle positiven Pegel über ~0,5Volt durch, der nächste
> Kondensator wird zur Glättung da sein,
Ja.

> aber was macht der 1Meg gegen Masse da?
Er sorgt dafür, dass nach einer Zeit die Spannung wieder abfällt.

> Warum ist der Ausgang des 2. OPV mit 470k auf den Spannungsteiler
> rückgekoppelt?
Die Schaltung ohne den 470k ist einfach ein Komparator, der Das Signal 
am -Eingang mit dem am +Eingang vergleicht.
Am +Eingang liegt 150kΩ/(100kΩ+150kΩ)*VCC = 0.6*VCC an, am -Eingang 
0,5VCC+Signal.

Durch den 470k gibt sich eine Mitkopplung, sozusagen ein Schmitt 
Trigger.

PS: HildeK war schneller.

Autor: HildeK (Gast)
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Alexander Schmidt schrieb:
> PS: HildeK war schneller.

Nicht schlimm :-), meistens bin ich zu langsam.
Schön für den TO ist doch, dass sich unsere Aussagen decken!

Autor: Kai Klaas (Gast)
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Ah, ich sehe gerade, daß einige vor mir schneller waren! Naja, da ich es 
schon mal geschrieben habe...

Da du eine unsymmetrische Spannungsversorgung hast (+9V, single supply), 
erzeugt die Schaltung mit den beiden 100k Widerständen eine Hilfspannung 
von 4,5V, auf die die Audio-Wechselspannung draufgepackt wird. Der 100n 
Cap dient dabei als Koppleglied für die Audio-Wechselspannung und die 
unterschiedlichen DC-Potentiale (links: was auch immer, rechts: 4,5V).

Damit der erste OPamp diese Gleichspannung von 4,5V nicht mitverstärkt, 
sondern nur die Audio-Wechselspannung, befindet sich in Serie zum 1k 
Widerstand ein 470nF Cap. In der Gegenkopplung findest du einen 
100k...1M Widerstand, weshalb der erste OPamp Gleichspannung mit V=1 
verstärkt, Wechselspannung aber mit rund 100...1000. Untere 
Grenzfrequenz dabei ist rund 1/(2 x pi x 1k x 470n) x Hz = 340Hz, um 
einen gewissen Schutz gegen eingestreuten Netzbrumm zu bieten. Du kannst 
den Cap aber auch noch etwas kleiner machen.

Am Ausgang des ersten OPamp stellt sich also eine Spannung von 4,5V DC 
ein, der, sofern vorhanden, eine kräftig verstärkte 
Audio-Wechselspannung überlagert ist.

Wenn kein Audiosignal anliegt, liegt hinter der Diode eine DC-Spannung 
von rund 4V an. Der 1M Widerstand erzwingt ja einen kleinen DC-Strom und 
damit einen Spannungsabfall über Diode. Der 470n-Kondensator parallel 
zum 1M Widerstand lädt sich ebenfalls auf rund 4V auf.

Wenn dagegen ein ausreichendes Audiosignal anliegt, wird der 470n Cap 
auf eine höhere Spannung aufgeladen, nämlich auf 4V plus den 
Scheitelwert der verstärkten Audio-Wechselspannung.

Fällt das Audio-Signal wieder weg, entlädt sich der 470n Cap wieder über 
den 1M Widerstand auf rund 4V, aber etwas zeitverzögert, mit der 
Zeitkonstante 1M x 470n x sec = 0,47sec. Ein bißchen Haltezeit ist hier 
wichtig, damit der Optokoppler auch während der negativen Halbwellen des 
Audio-Signals eingeschaltet bleibt. Wenn du andere Haltezeiten brauchst, 
kannst den Cap auch verkleinern oder vergrößern. Für eine 
Einschaltautomatik einer Aktiv-Box, die den ganzen Verstärker ans Netz 
schaltet, beispielsweise, sind natürlich deutlich längere Haltezeiten 
wünschenswert.

Der zweite OPamp ist einfach als Komparator mit Hysterese geschaltet, 
der feststellt, ob die Audio-Wechselspannung über einen bestimmten Wert 
steigt. Der mitkoppelnde 470k Widerstand stellt eine Hysterese von rund 
1V ein und verhindert, daß der Komparator ganz schnell hin- und 
herschaltet, wenn die Spannung am Kondensator gerade an der 
Umschaltschwelle des Komparators liegt: Der Komparator schaltet die LED 
ein, wenn die Spannung am Cap auf rund 5,8V steigt, aber erst wieder 
aus, wenn sie unter 4,8V fällt.

Kai Klaas

Autor: MaWin (Gast)
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> Weiß jemand warum, und wenn ja wie lässt sich das lösen???

Nimm mal statt dem uralten TL081 einen OpAmp der nicht unter Phase 
Reversal leidet, wie den LM358.

Autor: Johannes H. (menschenskind)
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Hallo folgendes Problem:
ich habe die Klaas-Schaltung jetzt mal so aufgebaut bis zur Diode, doch 
es ist kein Signal feststellbar. Ich messe ohne Audiosignal 4,17Volt. 
Mit nem MP3-Player dran steigt diese dann maximal auf 4,8V und das bei 
voll aufgedrehtem Player! Hab mal nachgemessen, das sind 100mV. Bei nem 
Verstärkungsfaktor (hab 1k und 1Meg-Ohm) von 10000 müsste da doch 
eigentlich mehr passieren.
Hab auch die Schaltung mehrfach kontrolliert, nix falsch verbunden. Hab 
halt nur nen 358er OPV. Ist das evtl. der Grund? Konnte aber im 
Datenblatt nix verdächtiges finden.
Wenn ich den Kondensator an der OPV-Rückkopplung entferne, dann steigt 
die Ausgangsspannung auf 7,18V und bleibt da, selbst wenn ich die 
Pegelanhebung mittels des Spannungsteilers entferne.
Ich versteh grad gar nix mehr :)
Der müsste dann doch zumindest das reine Audio-Wechselsignal 
verstärken??

Autor: Schubkarre (Gast)
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>Hab mal nachgemessen, das sind 100mV. Bei nem Verstärkungsfaktor (hab 1k
>und 1Meg-Ohm) von 10000 müsste da doch eigentlich mehr passieren.

Vergrößere mal den 470nF Cap.

>Hab auch die Schaltung mehrfach kontrolliert, nix falsch verbunden. Hab
>halt nur nen 358er OPV.

Der verträgt sich nicht so gut mit dem 1M Widerstand, weil sein Input 
Bias Strom zu groß ist. Bitte den TS912 oder einen anderen geeigneten 
CMOS-OPamp nehmen.

Autor: Johannes H. (menschenskind)
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Hab scheinbar noch paar Verständnisprobleme.
Also Schaltung jetzt aufgebaut mit 100K und 1K als Verstärkung,
1,2uF anstatt 470nF. So ohne die Zentrierung auf Vcc/2 messe ich mit 
meinem Multimeter(DC), wie die Spannung langsam auf 9 Volt ansteigt. AC 
liegt sie konstant bei 20mV. Wohlgemerkt, der MP3-Player läuft mit 
vollem Pegel.

So mit Vcc/2 messe ich DC 4,12 bis 4,70V. AC jedoch schöne 2,5-3,5V.

Jetzt die generelle Frage: Was messe ich da eigentlich?
Wieso steigt im DC-Mode ohne Vcc/2 die Spannung langsam auf 9V??? Es 
müsste mir doch eigentlich nur das verstärkte Audiosignal angezeigt 
werden.
Und warum messe ich AC so eine hohe Spannung, obwohl da ja der 
Gleichanteil rausgezogen wird, also die VCC/2. Also ja eigentlich nur 
das verstärkte Audiosignal anliegen müsste.

Wär nett, wenn sich jemand erbarmen könnte. :)
Das frisst mir grade zuviel Zeit. Ich dachte aufbauen und gut, aber 
scheinbar noch nicht...

Autor: Kai Klaas (Gast)
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>Also Schaltung jetzt aufgebaut mit 100K und 1K als Verstärkung,
>1,2uF anstatt 470nF. So ohne die Zentrierung auf Vcc/2 messe ich mit
>meinem Multimeter(DC), wie die Spannung langsam auf 9 Volt ansteigt. AC
>liegt sie konstant bei 20mV. Wohlgemerkt, der MP3-Player läuft mit
>vollem Pegel.

Diesen Fall wollen wir nicht betrachten, weil er absurder Murks ist.

>So mit Vcc/2 messe ich DC 4,12 bis 4,70V. AC jedoch schöne 2,5-3,5V.

Ist doch wunderbar! Was mißt du denn ohne MP3-Player am Eingang?

>Wieso steigt im DC-Mode ohne Vcc/2 die Spannung langsam auf 9V??? Es
>müsste mir doch eigentlich nur das verstärkte Audiosignal angezeigt
>werden.

Weil du den OPamp mit irgend einer Fehlbeschaltung wahrscheinlich völlig 
außerhalb seines normalen Betriebsbereichs quälst.

>Und warum messe ich AC so eine hohe Spannung, obwohl da ja der
>Gleichanteil rausgezogen wird, also die VCC/2. Also ja eigentlich nur
>das verstärkte Audiosignal anliegen müsste.

Das ist doch genau dein verstärktes Audiosignal!

Kai Klaas

Autor: Nobody (Gast)
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Lustig habe gerade genau das gleiche Problem :)

Aber warum nicht einfach das Signal gleichrichten?
Und dann die Spannung messen. Spannung Signal liegt an. keine/niedrige 
Spannung kein Signal.

Würde das gehen?
Ich bin etwas skeptisch, da ich nicht weiß wie ein Audio Signal 
aussieht.
Ich stelle es mir so vor:
- Wechselspannung
- Periode gibt die Tonhöhe
- Amplitude die Lautstärke
richtig?

Autor: Schubkarre (Gast)
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>Aber warum nicht einfach das Signal gleichrichten?

Weil es vielleicht zu klein ist? Vielleicht besser erst einmal 
verstärken und dann gleichrichten?

>Ich bin etwas skeptisch, da ich nicht weiß wie ein Audio Signal
>aussieht.

So ne Art Überlagerung von ganz vielen Sinusschwingungen.

>Ich stelle es mir so vor:
>- Wechselspannung
>- Periode gibt die Tonhöhe
>- Amplitude die Lautstärke
>richtig?

Genau.

Kai Klaas

Autor: Timo (Gast)
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Hallo Kai,

wie kommst du denn auf diese Schaltung. Hast du das alles ausgerechnet 
oder weiß man so etwas "auswendig" ?
Ich will mir auch eine Audioschaltung 2 (regelbare) Mono-Kanäle zu 
einem Monosignal bauen.
Deshalb würde mich interessieren, wie du da vorgegangen bist (:

Autor: Kai Klaas (Gast)
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>wie kommst du denn auf diese Schaltung. Hast du das alles ausgerechnet
>oder weiß man so etwas "auswendig" ?
>Ich will mir auch eine Audioschaltung 2 (regelbare) Mono-Kanäle zu
>einem Monosignal bauen.
>Deshalb würde mich interessieren, wie du da vorgegangen bist (:

Wenn man etwas länger mit diesen Standard-Schaltungen zu tun hat, fällt 
einem bei Bedarf schon ziemlich spontan eine brauchbare Schaltung ein. 
Das Fein-Tuning, also die Anpassung an eines konkretes Umfeld 
(Betriebsspannung, Nennpegel, etc.) mache ich dann gerne mit einem 
Simulator wie TINA.

Kai Klaas

Autor: Johannes H. (menschenskind)
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Hallo bei mir läuft's immer noch nicht. Also der 1. Teil macht ja jetzt 
sein Ding, doch beim 2. Schaltungsteil gibt's folgende Probleme: 
Spannung vor Diode halt VCC/2+Audiosignal, Spannung hinter dem 
Kondensator(1uF): 10V (betreib die SChaltung mit 12V)... hä??? Wie geht 
das denn?

Und am +-Eingang des 2. OPV liegen 8V an. Jetzt dachte ich eigentlich, 
wenn das Signal am --Eingang größer als das am +-Eingang ist, dass der 
OPV dann 0V am Ausgang anliegen hat. Diesen Pegel benötige ich nämlich 
um eine Timerschaltung mit einem 555er zu "resetten".
Aber leider mess ich hier so um die 5V.

Autor: Martino (Gast)
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>Spannung vor Diode halt VCC/2+Audiosignal

Ok!

>Spannung hinter dem Kondensator(1uF): 10V (betreib die SChaltung mit
>12V)... hä??? Wie geht das denn?

Ok! Vielmehr als 10,5V kommt aus dem LM358 nicht heraus. Abzüglich 0,5V 
für die Diode macht 10V DC. Alles im Lot.

>Und am +-Eingang des 2. OPV liegen 8V an.

Bei mir sind es rund 7,6V, wenn das Audiosignal zu klein ist, um den 
Komparator zum Umschalten zu bringen und rund 6,4V, wenn das Audiosignal 
groß genug ist.

>Jetzt dachte ich eigentlich, wenn das Signal am --Eingang größer als das
>am +-Eingang ist, dass der OPV dann 0V am Ausgang anliegen hat...Aber
>leider mess ich hier so um die 5V.

Dann liegt wahrscheinlich der Ausgang nicht dauernd auf 0V, sondern 
springt zwischen 0V und 10,5V hin und her, weil dein Eingangssignal noch 
zu klein ist und nicht dauernd über der Schaltschwelle liegt. Ein 
Multimeter im DC Betrieb zeigt dir dann nur einen Mittelwert irgendwo 
dazwischen an. Was zeigt das Multimeter denn im AC Bereich?

Autor: Martino (Gast)
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Nachtrag:

Bist du sicher, daß der Kondensator hinter der Diode 1µF hat? Und ist 
das wirklich ein 1M Widerstand dort?

Autor: Johannes H. (menschenskind)
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> Bist du sicher, daß der Kondensator hinter der Diode 1µF hat? Und ist
> das wirklich ein 1M Widerstand dort?
Ja, hab doch alles nochmal kontrolliert.

>Ok! Vielmehr als 10,5V kommt aus dem LM358 nicht heraus. Abzüglich 0,5V
>für die Diode macht 10V DC. Alles im Lot.
Ich messe DC 6,..V vor der Diode, also am Ausgang von OPV1 und wenn ich 
den Kondensator mit anschließe steigt diese Spannung aber auf 10V. Der 
Kondensator kann doch aber nicht eine größere Spannung besitzen, als 
die, die anliegt.
Ich werd diese Woche auch mal zu Conrad düsen und mir diesen CMOS-OPV 
besorgen.

Autor: Martino (Gast)
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>Ich messe DC 6,..V vor der Diode, also am Ausgang von OPV1 und wenn ich
>den Kondensator mit anschließe steigt diese Spannung aber auf 10V. Der
>Kondensator kann doch aber nicht eine größere Spannung besitzen, als
>die, die anliegt.

Doch, wenn da zusätzlich am Ausgang von OPV1 noch AC drauf ist, lädt 
sich der Kondensator doch mit den positiven Halbwellen des AC Signals 
auf. Das ist doch der Sinn der Sache: Sobald ausreichend AC Signal da 
ist, lädt sich der Kondensator auf eine höhere DC Spannung auf und der 
nachfolgende Komparator stellt dies fest.

Autor: Johannes H. (menschenskind)
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irgendwie steig ich da noch nicht dahinter. Hab jetzt das Audiosignal 
mal auf Masse gelegt.
Messe aber vor der Diode trotzdem noch 1,4V AC und danach 0,57V
Aber welches Wechselsignal liegt denn da noch an?
Ich messe ja AC eigentlich den Effektivwert der Spannung richtig?
Ach wenn ich doch mal ein Oszi hätte, wäre das alles viel einfacher.

Aber kann ich den Komparator überhaupt nutzen, wenn ich wirklich nen 
Low-Pegel für meine weiterführende Logik benötige? Mit der Diode, das 
funktioniert ja, klar, weil die ja nur nen geringen Potenzialunterschied 
braucht, damit sie leuchtet. Aber wie mach ich das? Hab hier noch nen 
LM393, aber wollte erst versuchen, ob es auch mit dem OPV geht.

Autor: Alexander Schmidt (esko) Benutzerseite
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Johannes Hofmann schrieb:
> Messe aber vor der Diode trotzdem noch 1,4V AC und danach 0,57V
> Aber welches Wechselsignal liegt denn da noch an?

Hoffentlich nicht mit einem Multimeter, da messen die Meisten im AC 
Bereich nur Schrott. Es sei denn es kann "TrueRMS".

Wichtig ist hier sowieso die Gleichspannung nach der Diode.


> Aber kann ich den Komparator überhaupt nutzen, wenn ich wirklich nen
> Low-Pegel für meine weiterführende Logik benötige?
Der Ausgang des rechten OPVs geht auf Low wenn ein Eingangssignal 
anliegt. Du kannst ja versuchsweise eine Led+470Ω gegen 
Versorgungsspannung an den Ausgang hängen.

Autor: Johannes H. (menschenskind)
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Soo, Schaltung zum "laufen" gebracht. Problem war das zu große 
Verstärkungsverhältnis.
Weiteres Problem nun aber: Ich schalte mit dem Detector über ein FF ein 
Relais, welches die Spannung für nen Verstärker-IC zu/abschaltet.
Beim Abschalten der Spannung gibt es aber irgendeinen starken 
EMV-Impuls, welcher auf meine Signalleitung einkoppelt. Diese paar mV 
reichen aber schon aus, um wieder ein "Audiosignal liegt an" zu 
erzeugen.
Somit hab ich also eine schöne bistabile Kippstufe :(

Ich werde heute noch mal versuchen, mit EMV-Klebeband, den Verstärker zu 
isolieren. Anderweitig hatte ich mir noch überlegt, ein GND-verbundenes 
Kabel so nahe wie möglich an meinen Signalpfad zu legen.

Und die nächste Frage: für ein Redesign, wäre es doch sinnvoller, mit 
einem Stromsensor den Stromfluss von der Audioquelle zu messen?

Danke

Autor: Elena (Gast)
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Erst einmal Respekt für dein Durchhaltevermögen! Viele anderen hätten 
schon längst das Handtuch geworfen.

Poste jetzt mal, wie deine Schaltung genau aussieht. Du scheinst ja 
erhebliche Veränderungen vorgenommen zu haben.

>Weiteres Problem nun aber: Ich schalte mit dem Detector über ein FF ein
>Relais, welches die Spannung für nen Verstärker-IC zu/abschaltet.
>Beim Abschalten der Spannung gibt es aber irgendeinen starken
>EMV-Impuls, welcher auf meine Signalleitung einkoppelt.

Genau das Problem hatten die früheren Heizungssteuerungen in den 70igern 
auch, die mit dem Aufkommenen der neuen CMOS4000 Chips kunstvolle FF 
Schaltungen enthielten, die bei dem kleinsten Störimpuls ausgestiegen 
sind. Heute ist man schlauer und vermeidet solche FF.

Brauchst du denn überhaupt ein FF? Der Komparator ist doch schon 
bistabil. Vergrößere besser den Kondensator beim Signal-Gleichrichter 
und füge unmittelbar vor dem Kondensator noch einen Widerstand ein. Das 
hilft dir auch, Störimpulse auszusieben.

Das Relais kannst du auch direkt vom Komparator, eventuell mit kleiner 
nachgesetzter Transistorstufe, schalten. Auch dort kannst du noch 
alternativ einen RC-Tiefpaß einfügen, um kurze Störimpulse auszusieben, 
am besten in Verbindung mit einem BS170 oder BS250 als Relaisschalter.

>Ich werde heute noch mal versuchen, mit EMV-Klebeband, den Verstärker zu
>isolieren.

Mach das besser mit einem mit Signalmasse verbundenen Abschirmblech, das 
du zwischen Störer und Gestörtem plazierst. Aber wenn du dieses 
zusätzliche, oben beschriebene Siebglied hast, brauchst du kaum diese 
Abschirmung.

Autor: Johannes H. (menschenskind)
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Hallo Elena
Das FF ist nicht das Problem, dieser SChaltungsteil funktioniert ohne 
Probleme.
Nur koppelt vom Verstärker auf meinen Audio-Input ein Störimpuls ein, da 
ich den Konnektor dafür direkt an dem IC platziert habe.
Aber mir ist vorgestern durch einen Schusselfehler mein Relais 
abgeraucht, welches die Spannung für den Verstärker zuschaltet. :(

Ein Freund meinte auch, ich sollte mir nen Verstärker mit nem richtigen 
Stand-By-Switch zulegen. Dieser hier hat ja nur nen MUTE-Eingang, damit 
nix knackt beim Einschalten.

Autor: Ute (Gast)
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Vergrößere mal in der Schaltung von Kai Klaas den 470nF Kondensator 
hinter der Diode auf 10...47µF und füge zwischen Diode und diesem 
Kondensator einen Widerstand von 1...10kOhm ein. Das sollte die kurzen 
Störimpulse wegfiltern. Ein weiterer Vorteil dieser Modifikation ist, 
daß der Verstärker bei kurzen Musikpausen nicht sofort ausgeschaltet 
wird.

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