Hallo Forum,
wir tüfteln hier an einem kleinen Problem. Wie man aus der Zeichnung
sehen kann, wollen wir das Ausgangssignal Umess mit einen A/D-Wandler
auf einer C-Control Mega 128 auslesen. U mess liefert ein sauberes DC
Signal. Sobald wir es an den A/D-Wandler (Port F.0 und GND) anschliessen
bricht das Signal ein.
Nun haben wir ordentlich rumgemessen und festgestellt, dass es zwischen
den Massen eine U diff von ca. 1,4 V gibt. Das sollte erklären warum U
mess einbricht. Was uns nicht klar ist ... wie können wir das
kompensieren?
Das scheint uns ein Standardproblem zu sein, aber gefunden haben wir
bisher keine Lösung. Feuen uns über jeden Hinweis.
Viele Grüße,
die ratlosen Ratsuchenden
Entweder verbindet ihr die Massen anständig und geht dem Grund der
Massedifferenz auf den Grund (ist minus vom Sensor evetuell absichtlich
2 Diodenspannungen über Gnd um Spielraum gegen 0 zu bekommen?). Oder
aber, Ihr nehmt einen Differenzverstärker vorm ADC (AD620 etc.) bzw.
messt sowohl die Gnd Spannung als auch die Messspanunnung, für den Fall,
dass die Systeme bereits eine gemeinsame echte Masse haben und die 1,4 V
absichtlich da sind, um zu verhindern, dass kleine/negative Werte nicht
mehr ausgegeben werden können.
Schaltplan bzw. Beschreibung wie beide Teile mit Strom versorgt werden
wäre aber hilfreich.
Der Messverstärkers hat ein eingebautes Netzteil, hängt also direkt an
230V Netzspannung. Es sollte sich also ein Gleichrichter finden lassen,
der den Rest der Schaltung mit Gleichspannung versorgt. Das werden wir
morgen, äh bzw. nachher mal überprüfen und feststellen ob GND und U mess
(-) am Messverstärker das gleiche Potential haben.
Stimmt die 1,4 V sind echt auffällg ... wenn man an Diodenspannungen
denkt (was wir bisher nicht getan haben). Messzelle als auch
Messverstärker sind sowohl für positive als auch negative Werte
ausgelegt. Lässt sich mit der direkten Spannungsmessung von U mess auch
gut zeigen. Uns interessieren dazu gesagt nur die positiven Spannungen.
Der ADC der C-Control verarbeitet (soweit wir wissen) auch nur positive
Spannungen.
Die C-Control wird über ein eigenes Netzteil gespeist und ersetzt die
ursprüngliche Elektronik zur Aufnahme des Messwertes. Die stammt so etwa
aus den frühen 1990'ern und sitzt auf einer ISA-Karte in einem alten PC.
Vermutlich sind die Schaltungen irgendwie schon mit Erde verbunden
(Schuko-Netzteil?). Wären sie wirklich galvanisch getrennt, sollte die
Spannung nicht einbrechen, wenn man die Massen verbindet. Selbst bei
irgendwelchen Artificial Grounds aus Dioden oder Spannungsteilern sollte
die Spannung nicht wegbrechen, sondern maximal dürfte es schwingen.
Wir haben uns die Stromversorgung des Messverstärkers (MV) nochmal näher
angeschaut (siehe Bild). Minus des Messsignals ist identisch mit dem
Nullpotential des MV. Wir haben GND MV auch zu GND von anderen
Gerätschaften gemessen, das Offset bleibt dasselbe. genauso das
Einbrechen von Umess von 2,0 auf ca. 0,3-0,4 V, sobald wir eine
gemeinsame Masseverbindung herstellen.
Könnte das Problem schon bei der DC-Erzeugung liegen? 48,6 V (+1,4V?)
hinter dem PB153M sehen ja auch wieder irgendwie verdächtig aus.
Könnte man das Nullpotential MV nicht auch über den 7812 und 7912 neu
einregeln?
Wir hatten vor ein paar Wochen schonmal mit diesem, wie wir meinen,
identischen Aufbau experimentiert. Da hat alles so funktioniert ...
grmpf
DieRatsuchenden schrieb:> Die C-Control wird über ein eigenes Netzteil gespeist
Ist hoffentlich kein stromsparendes Schaltnetzteil mit Y-Kondensatoren
zwischen 230V und Ausgang?
DieRatsuchenden schrieb:> Da hat alles so funktioniert ...
Mit genau dem gleichen Netzteil oder Batterieversorgt?
Gruß Anja
Warum geht ihr mit fast 50V auf zwei 12V-Regler?? Der 7812 scheint ja
schon herunterzuregeln, die 11,3V sind jedenfalls nicht normal!
Auch die gemessenen 1,4V sind ohne Aussagekraft, wenn ihr nicht
dazuschreibt, wie ihr das gemessen habt. Ist das eine Gleichspannung
oder Wechselspannung? Ist das beispielsweise mit einem hochohmigen DVM
im AC-Bereich gemessen, könnt ihr noch viel größere Spannungen messen,
ohne daß das letztlich ein Problem darstellt. Also, hängt mal einen
niederohmigen Widerstand zwischen die beiden Massen und meßt dann den
Spannungsabfall über diesem Widerstand.
Es könnte eine Verkopplung mit der Erde sein. Ihr schreibt ja, daß das
eine ISA-Karte in einem alten PC ist. Also schaut mal, ob ihr mehr als
eine Erdverbindung in eurem Aufbau habt.
Kai Klaas
@Anja:
Aufbau ist, bis auf die Messzelle, mit dem früheren Aufbau identisch.
Die Messzelle ist neu und funktioniert einwandfrei (an anderer Schaltung
getestet).
@Kai:
Keine Ahnung ... wir haben den MV mit seiner Onboardversorgung nicht
gebaut. Das ganze ist so ca. 20 Jahre alt. Die ISA-Karte/PC ist nicht
mehr vorhanden, da sie durch die C-Control ersetzt wurde.
Bei den Spannungen handelt es sich um Gleichspannungen. Diese wurden mit
einem hochohmigen DVM (DigitalVoltMeter?) gemessen. Die Idee mit dem
Widerstand hatte ich auch schon ... allerdings hatten wir nur 1M Ohm
greifbar. Was natürlich genau nichts an unserem Ergebnis bewirkt, aber
immerhin hab ich mich erinnert das man sowas irgendwie beachten muss.
Es ist also wahrscheinlich, das es sich um einen Messfehler handeln
könnte. Das werden wir (leider) erst am Montag erfahren.
DieRatsuchenden schrieb:> Aufbau ist, bis auf die Messzelle, mit dem früheren Aufbau identisch.
Gerade schreibt Ihr noch: Der PC wurde durch C-Control mit eigenem
Netzteil ersetzt. Mein Verdacht ist nach wie vor ein Gleichtakt-Strom
vom C-Control-Netzteil.
Gruß Anja
Also, mit der Spannungsversorgung ist definitiv etwas faul, wenn da nur
11,3V am Ausgang ankommt.
Wie wollt ihr eigentlich mit einem Trafo ohne Mittelanzapfung ein
stabile bipolare Spannungsversorgung erzeugen?? Da driftet euch doch die
0V sonstwohin!
Kai Klaas
Vielen Dank für Eure Tipps. Wir haben das Problem gelöst ...
Die Signaladern im Stecker der Messzelle waren verkehrt herum angelötet.
Damit hatten wir ein Signal mit negativer Spannung. Der ADC der
C-Control hat darauf ein wenig unerwartet reagiert und wir haben Müll
gemessen.