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Forum: Offtopic Komische Sicherung, die man zurückstellen kann.


Autor: Thomas S. (thomas_s74)
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Ich habe solch eine Sicherung bei mir gefunden. Ich kenne diese 
Sicherungen schon lange. Aber leider weiß ich nicht, wie die heißen. Ich 
hab ein Bild gemacht: http://img139.imageshack.us/i/dsci0018e.jpg/

Ist zwar schlechte Qualität aber man sollte was erkennen. Wenn diese 
Sichernug auslößt, dann drückt sich so ein knopf raus. Wenn die 
Sicherung wieder leitend sein soll muss man nur den knopf wieder 
reindrücken. Ich finde diese Sicherungen einfach praktisch und wollte 
jetzt ein paar davon bestellen.

Wie heißt diese Sicherung?

MFG
Thomas

Autor: Oliver Heinrichs (Firma: OliverHeinrichs.de) (dobson)
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Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Das kann eine Rücklötsicherung bzw. Umkehrauslöser sein. Ich hab von den 
Dingern auch noch ein paar hier liegen. Kann sie aber nicht verwenden, 
da ich den passenden Sicherungshalter nicht habe. Die wurden früher in 
fernmeldetechnischen Einrichtungen verwendet, z.B. in der 
Telefonvermittlungsstelle.

Die Funktion basiert auf Wood'schem Metall, welches bei etwas über 60°C 
schmilzt. Den Umkehrauslöser mußte man nach dem Auslösen aus der 
Halterung entnehmen, und umgekehrt wieder einsetzen.

Mag sein, daß dies nicht die gewünschte Antwort zu deiner Frage ist. Ich 
kenne noch was anderes, und zwar auch einen Auslöser als Überlastschutz 
in einem Netzteil. Der basiert auf Bimetall. Und hieß laut Anleitung 
einfach nur Schutzschalter.

Autor: Thomas S. (thomas_s74)
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Rückstellbarer Geräteschutzschalter heißt das ding also. Danke

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Wilhelm Ferkes schrieb:
> Das kann eine Rücklötsicherung bzw. Umkehrauslöser sein.

Die sehen aber deutlich anders aus...

Autor: Markus F. (5volt) Benutzerseite
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Das ist ziemlich sicher ein "thermischer Geräteschutzschalter". Ungefähr 
sowas:
http://www.reichelt.de/?ACTION=3;ARTICLE=52930;PROVID=2402

Die Dinger funktionieren ganz einfach: Einer der Kontakte ist direkt mit 
einem Bimetallstrreifen verbunden. Der Bimetallstreifen hat am oberen 
Ende (in Richtung Rückstellknopf) einen kleinen Haken.
Dieser Haken hakt in den zweiten Kontakt ein. Der zweite Kontakt wird 
durch eine Feder nach oben gedrückt; an diesem Kontakt ist auch der 
Rückstellknopf befestigt.
Fließt nun Strom, erhitzt sich der Bimetallstreifen und verbiegt sich. 
Bei Überstrom wird der streifen so heiß, dass er sich so weit verbiegt 
dass der Haken den zweiten Kontakt loslässt. Danit springt der Kontakt 
nach oben und der Strom wird unterbrochen.
Nach dem Abkühlen kann man den Kontakt mit dem Rückstellknopf wieder 
runterdrücken, er rastet dann wieder an dem Haken vom Bimetall-Streifen 
ein und der Strom kann wieder fließen.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Uhu Uhuhu schrieb:

>Die sehen aber deutlich anders aus...

Der Umkehrauslöser sieht etwa aus wie das Bauteil links im Bild.

Wobei meine Exemplare aus Vollmetall sind, und gut 50 Jahre alt sind.

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Das Bauteil links im Bild sieht verdächtig nach einer Batterie 
(Primärzelle) aus ...

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Rufus Τ. Firefly schrieb:
> Das Bauteil links im Bild sieht verdächtig nach einer Batterie
> (Primärzelle) aus ...

Das meine ich auch...

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Hier sind Rücklötsicherungen abgebildet: 
http://www.pollin.de/shop/t/NTQ4OTA5OTk-/Bauelemen...

Autor: Sven F. (doncarlos)
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Wobei zu den Teilen von Pollin, oder prinzipiell zu den Rücklötauslösern 
der Deutschen Post / Telekom zu sagen wäre, daß ohne die zugehörigen 
Si-Halterungen das eine Bastelei ohnes Gleichen wird, also so gesehen 
absoluter funktionaler Schrott.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Sven F. schrieb:
> Wobei zu den Teilen von Pollin, oder prinzipiell zu den Rücklötauslösern
> der Deutschen Post / Telekom zu sagen wäre, daß ohne die zugehörigen
> Si-Halterungen das eine Bastelei ohnes Gleichen wird, also so gesehen
> absoluter funktionaler Schrott.

Tja, die stammen eben noch aus einer Zeit, als man mit Verstand an die 
Lösung von Massenproblemen ging, statt einfach hirnlos loszuklotzen.

Autor: Sven F. (doncarlos)
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w.z.b.w. , in den Raum gestellte Behauptungen, ohne jeglichen Hinweis, 
ist doch sehr "vielsagend", v.a. in der Bandbreite!

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Sven F. schrieb:

>Wobei zu den Teilen von Pollin, oder prinzipiell zu
>den Rücklötauslösern der Deutschen Post / Telekom
>zu sagen wäre, daß ohne die zugehörigen Si-Halterungen
>das eine Bastelei ohnes Gleichen wird, also so gesehen
>absoluter funktionaler Schrott.

Ohne Si-Halterung macht man mit dem Umkehrauslöser in der Tat nicht 
viel. Das ist aber, glaube ich, auch bei anderen Sicherungstypen so.

Nun, es war in den 1950-er Jahren eine Vorgabe, eine kleine Sicherung zu 
entwickeln, die beim Auslösen keinen Müll produziert. Und das war eine 
reife Leistung.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Wilhelm Ferkes schrieb:
> Ohne Si-Halterung macht man mit dem Umkehrauslöser in der Tat nicht
> viel. Das ist aber, glaube ich, auch bei anderen Sicherungstypen so.

Nein, eine Feinsicherung kann man auch einlöten. Eine Rücklötsicherung 
braucht eine Feder, die in der Fassung eingebaut ist, sonst schmilzt 
zwar das Lot, unterbricht aber nicht den Stromkreis.

Im Prinzip ist das ein Heizwiderstand, der eine vorgespannte Lötstelle 
wärmt. Wenn das Lot schmilzt, verschiebt die Vorspannung den Kontakt so, 
daß der Stromkreis unterbrochen ist.

Man nimmt dann den Einsatz aus der Fassung und setzt ihn umgekehrt 
wieder ein.

Autor: Sven F. (doncarlos)
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@ Uhu , wem wolltest du diesen Fakt mit dem Rücklötauslöser nun 
erklären, doch sicher nicht Wilhelm und mir?
Und ein Bild / Skizze sagt bekanntlich mehr alds 1000 Worte.
Ich geh mal so eine Halterung in den historischen Utensilien suchen, und 
stell dann ein Bild hier rein.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Oh Entschuldigung Sven, ich hoffe, ich bin dir nicht zu nahe getreten...

Aber wie wärs denn, wenn du die Bilder hier einstellst?

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Uhu Uhuhu schrieb:

>Nein, eine Feinsicherung kann man auch einlöten.

Sicher, das ist OK. Den Umkehrauslöser verwendet in der Regel auch kaum 
jemand. Wer noch welche hat, z.B. aus dem Abriß alter Anlagen, sammelt 
sie als Museumsstücke. So wie ich es tue.

Ich weiß noch gar nicht mal, ob diese Sicherungen heute noch an ihrem 
ursprünglichen Verwendungsort eingesetzt werden. Bzw., wo Pollin die her 
hat (Restbestände der Post, Bahn, Siemens, Recycling der Schrottanlagen, 
etc.?), und wer sie noch verwendet.

>Im Prinzip ist das ein Heizwiderstand

Danke, ich habe die bestens detaillierte Beschreibung hier liegen. 
Handbuch der Fernmeldetechnik, Band 10, Grundlagen der Schaltungs- und 
Meßtechnik.

Der Unterschied zwischen Rücklötsicherung und Umkehrauslöser war 
übrigens der, daß erstere der Vorgänger der verbesserten zweiteren war.

Außer dem fehlenden Sicherungshalter brauchte man auch noch ein 
Sicherungsprüfgerät, was den Einsatz in fremden Anwendungen also 
nochmals erschwert.

Was es auf der Welt sonst noch so an dieser Art Sicherungen gibt, und 
wie diese aussehen, weiß ich nicht. Deshalb vermutete ich was ähnliches 
im Bild links.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Wilhelm Ferkes schrieb:
> Danke, ich habe die bestens detaillierte Beschreibung hier liegen.

Du Scherzkeks - was nutzt uns hier die "bestens detaillierte 
Beschreibung" in deiner Schublade?

Im Übrigen bist du auch nicht gerade als Experte aufgefallen, als du die 
Batterie, die auf dem Foto im Eingangsposting als Größenvergleich 
abgebildet ist, für eine Rücklötsicherung hieltst.

Offenbar liebst du es, Verwirrung zu stiften.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Uhu Uhuhu schrieb:

>Im Übrigen bist du auch nicht gerade als Experte
>aufgefallen, als du die Batterie, die auf dem Foto
>im Eingangsposting als Größenvergleich abgebildet
>ist, für eine Rücklötsicherung hieltst.

Wie schon gesagt, ich vermutete sowas ähnliches, weil ich nicht weiß, 
was es da an Bauformen und Bezeichnungen weltweit sonst noch gibt. Und 
zwar genau aus dem Grunde, weil dort oben ein langer Stift heraus 
schaut.

Solch eine Batterie, habe ich im Leben noch nie gesehen (wie manch 
andere Dinge auch).

Und von wegen Größenvergleich: Ich sehe am Bild auch keinen 
Vergleichsmaßstab.

>Offenbar liebst du es, Verwirrung zu stiften.

Keineswegs hatte ich vor, mich an der Sache hochzuziehen. Das macht 
jetzt jemand anders. Ich hatte doch oben ausdrücklich betont, daß meine 
Idee nicht die gewünschte Antwort sein kann. Aber ein Vorschlag. 
Immerhin vermerkte der TE nicht, ob er das rechte oder linke Teil meint.

Autor: Icke ®. (49636b65)
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Sven F. schrieb:

> Und ein Bild / Skizze sagt bekanntlich mehr alds 1000 Worte.
> Ich geh mal so eine Halterung in den historischen Utensilien suchen, und
> stell dann ein Bild hier rein.

Bin mal so frei. Etwas runterscrollen.

http://www.ddr-rechentechnik.de/html/body_vermittl...

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Ah ja - den Sicherungshalter hatte ich noch nicht gesehen...

Wirklich pfiffig.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Icke ®. schrieb:

>Bin mal so frei. Etwas runterscrollen.

>http://www.ddr-rechentechnik.de/html/body_vermittl...

Sehr schön. Ähnlich bis gleich sah aber auch die westdeutsche Technik 
aus.

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Wilhelm Ferkes schrieb:
> Ähnlich bis gleich sah aber auch die westdeutsche Technik aus.

Das dürfte ja wohl Erbe der Reichspost gewesen sein.

Seit wann sind diese Rücklötsicherungen eigentlich im Einsatz gewesen?

Autor: Thomas S. (thomas_s74)
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Rücklötsicherungen sind sch***. Die muss man ja immer umdrehen. Sowas 
braucht kein Schwein.  Rückstellbare Geräteschutzschalter-das ist doch 
was!

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Thomas S. schrieb:
> Rücklötsicherungen sind sch***. Die muss man ja immer umdrehen.

Nur rat mal, was billiger und robuster ist.

Autor: Sven F. (doncarlos)
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@ Icke ,
ich danke dir für die Mühe, daß du mir die Arbeit nach der Suche hier zu 
Hause und im I-Net abgenommen hast.
Bin selbst auf einer ähnlichen Seite
http://www.bayern-online.com/v2261/artikel.cfm/203...
nicht zum Erfolg gekommen, dafür aber dort länger hängen geblieben, als 
alter Telefoner.

@ Uhu du machst dich hier richtig gut als Projektleiter, ehrlich!

Autor: Thomas S. (thomas_s74)
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Und außerdem muss so eine Rücklötsicherung doch immer Vertikal stehen?

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Wilhelm Ferkes schrieb:
> Solch eine Batterie, habe ich im Leben noch nie gesehen

Ja sag bloß, in der Eifel gibts keine AA-Zellen...

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Thomas S. schrieb:
> Und außerdem muss so eine Rücklötsicherung doch immer Vertikal stehen?

Wieso? Den Druck macht doch die Feder.

Autor: Thomas S. (thomas_s74)
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Uhu Uhuhu schrieb:
> Den Druck macht doch die Feder.

Ok, dann hab ich da was falsch verstanden. Hinterher ist man immer 
klüger :D. Wie sieht es eigentlich mit PTC´s aus? Halten die kurzzeitig 
hohe ströme aus oder haben die auch ihre Grenzen? Theoretisch müssten 
die ja flink auslösen (bei hohen Strömen)

Autor: Sven F. (doncarlos)
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Also der Seite von hier
http://www.ddr-rechentechnik.de/html/body_vermittl...
muß man doch etwas Oberflächlichkeit unterstellen, das sieht man ja nur 
absolut alten Technikkram, nichts wie ATZ64/65 MSN70 PCM30/32, keine 
Koordinatenschalter und elektron. RSM oder Vermittlungstechnik.
Nur mal so als Bsp., nicht daß jemand auf die Idee kommt, dort "Drüben" 
wurde nur uralte und primitive Steinzeittechnik verbaut.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Uhu Uhuhu schrieb:

>Das dürfte ja wohl Erbe der Reichspost gewesen sein.

Ja. Man hat bei Gründung der DDR wohl alles übernommen, wie es war, auch 
die Hersteller auf DDR-Gebiet. Das dürfte auch genügt haben, das System 
dort eigenständig weiter zu führen und weiter zu entwickeln. Wie man 
sieht, hieß das System hüben wie drüben System 50. Im Westen wurde wohl 
mehr als im Osten verbessert bzw. erneuert.

>Seit wann sind diese Rücklötsicherungen eigentlich im Einsatz gewesen?

Ich schaue mal nach, weiß es nicht ganz exakt. Aber zumindest ab dem 
System 50 (50 steht für Entwicklungsjahr). Teilautomatische Wählsysteme 
(mit Dreieckwähler, Vorläufer des Hebdrehwählers (Viereckwähler)) gab es 
bis zurück in die 1920-er Jahre.

Meine Literatur stammt von 1974 und beschreibt ausschließlich die 
Systeme 50 und 55, die beide noch bis Mitte der 1990-er Jahre im Einsatz 
waren. Im Grunde ist das bei mir auch eher Museumszeugs, und ein 
Andenken an die Ausbildung.

Wegen Copyright, da müßte ich den Herausgeber durchaus mal anschreiben, 
ob es für mich nach dieser langen Zeit gelockert werden kann. Denn es 
hätte sich heute schon gelohnt, die Beschreibung mit Schnittbildern mal 
zu scannen. Aber ich nehme ein Copyright sehr ernst, und setze mich 
keineswegs in die Nesseln. Man weiß nie...


Thomas S. schrieb:

>Rückstellbare Geräteschutzschalter-das ist doch was!

OK, die gab es vor mehr als einem halben Jahrhundert wohl noch nicht. 
Oder sie entsprachen den Einsatzkriterien nicht, was auch immer. 
Außerdem macht es keinen Sinn, den Knopf einfach so wieder einzudrücken, 
ohne nach der Auslöseursache zu suchen.

Übrigens waren die Umkehrauslöser träge, Auslösezeit ca. 40 Sekunden bei 
Auslösestrom, der knapp das Doppelte des Nennstromes beträgt. Bei sehr 
hohen Strömen sind sie auch verbrannt, aber das Telefonnetz ist ja kein 
Energienetz, und etwas hochohmiger. Das Wartungspersonal brauchte keine 
Ersatzsicherungen mitzuführen. Und umgedreht und wieder eingesetzt war 
die Sicherung in 15 Sekunden.

Autor: Icke ®. (49636b65)
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Sven F. schrieb:
> @ Icke ,
> ich danke dir für die Mühe, daß du mir die Arbeit nach der Suche hier zu
> Hause und im I-Net abgenommen hast.

Keine Ursache, ist bei mir als Bookmark gespeichert.

> nichts wie ATZ64/65 MSN70 PCM30/32

Zu den Anlagen findet im Web allgemein sehr wenig und ich kenne keine, 
die noch betriebsfähig irgendwo steht. Finde ich auch schade, bin bei 
der NVA an MSN70, TW55 und GWN ausgebildet worden. Die ATZ habe ich mir 
in der Truppe dann notwendigerweise selbst erarbeitet.

Kannst aber eine für den Hobbykeller kaufen:

http://katalog.nordelektrik.de/index.php?cat=KAT03...

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Sven F. schrieb:

>Nur mal so als Bsp., nicht daß jemand auf die Idee
>kommt, dort "Drüben" wurde nur uralte und primitive
>Steinzeittechnik verbaut.

Ach, das behauptet doch niemand. Hab sogar gestern noch einen vorbei 
fahrenden Trabbi gesehen, da ist auch vieles unverwüstlich.

Interessiert hätte mich wohl mal, ob man drüben auch das System 55 (mit 
EMD-Wähler) noch kannte. Denn es wurde ziemlich genau während der Zeit 
der Mauerschließung aufgebaut. Ich fand es damals sehr imposant, auch 
wenn immer noch alles mechanisch war.

Autor: Icke ®. (49636b65)
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Wilhelm Ferkes schrieb:

> Interessiert hätte mich wohl mal, ob man drüben auch das System 55 (mit
> EMD-Wähler) noch kannte.

Ich habe nie einen Motorwähler in echt gesehen, geschweige denn eine 
damit aufgebaute Vermittlung. Dieser Seite zufolge gab es das System 55 
in der DDR nicht:

http://www.ighft.de/technik/system55/system_55.htm

Autor: Uhu Uhuhu (uhu)
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Sven F. schrieb:
> Nur mal so als Bsp., nicht daß jemand auf die Idee kommt, dort "Drüben"
> wurde nur uralte und primitive Steinzeittechnik verbaut.

Oh Mann, dir kann man aber auch garnichts recht machen...

Im Übrigen war die mechanische Vermittlungstechnik alles, nur nicht 
primitiv.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Icke ®. schrieb:

>Ich habe nie einen Motorwähler in echt gesehen, geschweige
>denn eine damit aufgebaute Vermittlung.

Danke für die Info.

Im Link weiter oben konnte man das Geräusch im Wählersaal eines System 
50 hören. In der Großstadt, in einer 20000-er Vermittlungsstelle, sind 
dir zu Hochlastzeiten (Mittags) die Ohren wegen des Lärmes weggeflogen. 
Der EMD-Wähler hatte ein feineres leiseres Surren. Die Lärmpegelsenkung 
war sehr beachtlich.

Im gerade geposteten Link sieht man leider nur die Kontaktbank mit 
Edelmetall-Schleifern. Ich hab ihn auch schon im Internet gesehen, da 
ich gelegentlich durch die Museumstechnik surfe. Mal sehen, ob ich heute 
noch was finde...

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Uhu Uhuhu schrieb:

>Im Übrigen war die mechanische Vermittlungstechnik alles,
>nur nicht primitiv.

Meine Grundbuchreihe ist immerhin einen halben Meter breit im Regal. Das 
war nur für die Azubis. Und da sind die Zusatzblätter und laufenden 
Neuerungen nicht drin. Die gesamte Literatur wird wohl eher eine 
LKW-Ladefläche beanspruchen.

Die TK-Technik war (und ist immer noch) eine der Haupt-Antriebsfedern 
der Technisierung, und Ausbau der Infrastrukturen. Fast noch mehr als 
das Auto.

Ich wäre nicht böse darüber gewesen, zu dieser Zeit Entwickler an diesen 
Dingen gewesen zu sein. Wenn man sich die Links oben mal anschaut, die 
Technik war alle reichlich aufwändig, und meines Erachtens nicht weniger 
interessant, als heute der µC- und PC-Kram. Und schließlich und 
letztendlich basieren die heutigen Dinge immer auf Vorherigem.

Irgendwann, wird einer auch die aktuellen Forenthemen als überholt und 
alt empfinden, das ist eben der Zahn der Zeit.

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