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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Relais Haltespannung reduzieren


Autor: David (Gast)
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Habe eine ordendliche Anzahl Relais, welche mit 24V Gleichstrom 
betrieben werden. Diese sind praktisch den ganzen Tag durchgehend 
geschalten und verbraten entsprechend Leistung. Da es ja wesentlich 
weniger Energie braucht um ein Relais zu halten, als es zu schalten, 
könnte man doch Theoretisch die Spannung über der Spuhle nachdem das 
Relais geschalten hat, reduzieren um so die Leistungsaufnahme zu 
verringern.
Gibts da entsprechende IC's, wie wird das üblicherweise gemacht? Leider 
fehlen mir gerade die entsprechenden Stichworte, so dass ich mit google 
nicht weiterkommen...

Autor: Peter (Gast)
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man könnte es mit einem Kondensator und Widerstand machem, dafür müsste 
man aber den Haltestrom, die Anzugszeit und den Anzugsstrom wissen.

Autor: Erich (Gast)
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Du solltest die Relais durch eine bistabile Varianten ersetzen, also 
Relais, die nur zur Umschaltung kurz Energie benötigen.

Ein gängiger Kleinsignaltyp ist z.B.

tq2-L-24V
tq2-L2-24V

Die Kennzeichnung "L" steht hierbei für "latch" (=bistabil), die 
folgende 2 zeigt die Variante mit zwei Spulen.

Jeweils Variante mit einer oder mit 2 Spulen.

Details dazu über GOOGLE Suche: "bistabile Relais"

Autor: Erich (Gast)
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Nachtrag Typenauswahl Leistungsrelais bistabil

http://www.schalten-und-bewegen.de/index.php5?29a19

Autor: Guter Rat (Gast)
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Ich würde die Relais-Spannung, wenn das die Ansteuerung hergibt,
per PWM auf Haltespannung reduzieren, habe damit recht gute Erfahrungen
gemacht. Die PWM-Frequenz sollte aber bei so 20kHz liegen,
sonst können Pfeifgeräusche auftreten, ist dann nicht so lustig.

Zur Sicherheit noch einen Blick ins Datenblatt der Relais, ob
PWM-Betrieb zulässig ist!

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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Erich schrieb:
> Du solltest die Relais durch eine bistabile Varianten ersetzen, also
> Relais, die nur zur Umschaltung kurz Energie benötigen.

Kann man so nicht sagen.
Der Grund könnte ja auch der sein, dass die Relais bei einer Störung 
dann automtisch abfallen.

Sonst könnte man ja auch nachsehen, ob die Relais einen 2.ten Satz 
Kontakte haben, die man anstatt als Schliesser als Öffner betreiben kann 
und ganz einfach die Ansteuerung umdrehen.

Autor: Alexander Schmidt (esko) Benutzerseite
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Guter Rat schrieb:
> Zur Sicherheit noch einen Blick ins Datenblatt der Relais, ob
> PWM-Betrieb zulässig ist!

Gibt es einen Grund, warum das nicht gehen sollte?!

Autor: Peter (Gast)
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Alexander Schmidt schrieb:
> Gibt es einen Grund, warum das nicht gehen sollte?!
ja wenn der Pulsierende Strom im dem Metall zu viele Wirbelströme 
erzeugt und sich damit der Relay zu stark erhitzt.

Autor: Pulsierer (Gast)
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Peter schrieb:
> Alexander Schmidt schrieb:
>> Gibt es einen Grund, warum das nicht gehen sollte?!
> ja wenn der Pulsierende Strom im dem Metall zu viele Wirbelströme
> erzeugt und sich damit der Relay zu stark erhitzt.

Definitv ist das nicht der Fall, somit vollkommen irrelevant!!

Autor: oszi40 (Gast)
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Pulsierer schrieb:
> vollkommen irrelevant!!

VOLLKOMMEN würde ich nicht sagen! Wenn z.B. kleine Signale geschaltet 
werden koppelt der PWM-Dreck kapazitiv über die Kontakte ein.

Dann lieber über 2 Dioden entkoppelt verschiedene Spannungen anlegen?

Autor: Peter (Gast)
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Pulsierer schrieb:
> Definitv ist das nicht der Fall, somit vollkommen irrelevant!!

kannst du das auch begründen? Es steht wohl fest das eine PWM mehr 
Induktion erzeugt als Gleichspannung.

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Man könnte mit 2 Spannungen arbeiten, z.B. 24V und 15V.
Die Relais werden immer über eine Diode von den 15V versorgt.
Und wenn ein Relais anziehen soll, schaltet der MC für einige ms die 24V 
ein.

Man braucht also für alle Relais zusammen nur einen zusätzlichen 
Ausgang, der die 24V einschaltet.


Peter

Autor: MaWin (Gast)
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> Man könnte mit 2 Spannungen arbeiten, z.B. 24V und 15V.
> Die Relais werden immer über eine Diode von den 15V versorgt.
> Und wenn ein Relais anziehen soll, schaltet der MC für einige ms die 24V
> ein.
> Man braucht also für alle Relais zusammen nur einen zusätzlichen
> Ausgang, der die 24V einschaltet.

Leider kann man sie so nicht mehr ausschalten,
warum also nicht gleich Drahtbrücken einsetzen ?

Autor: Icke Muster (Firma: my-solution) (hendi)
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Ich hab das so verstanden, dass die 24V zusätzlich zu vorhandenen 
Steuerleitungen "überlagert" werden soll. Steuerausgang 15V und 24V zum 
durchschalten.

Autor: Peter Dannegger (peda)
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@MaWin

Nochmal gaaanz langsam zum Mitschreiben:

Ein einziger high-side Treiber vom MC schaltet kurz mal den Pluspol der 
Relais von 15V auf 24V um.
Solange kein Relais ziehen muß, liegen also immer nur 15V an.
Die einzelnen low-side Treiber vom MC schalten dann die Relais an oder 
aus.


Peter

Autor: Stefan P. (form)
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David schrieb:
> Habe eine ordendliche Anzahl Relais, welche mit 24V Gleichstrom
> betrieben werden. Diese sind praktisch den ganzen Tag durchgehend
> geschalten und verbraten entsprechend Leistung.

Vielleicht einfach den gegenüberliegenden Wechsler-Kontakt verwenden?
Dann brauchst Du die Relaisspulen nur zu bestromen wenn Dein Verbraucher 
aus sein soll.

Zur Reduzierung des Spulenstromes eigenen sich R und C (parallel) 
hervorragend. Kontaminierung durch PWM würde ich mir nicht antun...

Autor: Anja (Gast)
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Peter Dannegger schrieb:
> Ein einziger high-side Treiber vom MC schaltet kurz mal den Pluspol der
> Relais von 15V auf 24V um.
> Solange kein Relais ziehen muß, liegen also immer nur 15V an.
> Die einzelnen low-side Treiber vom MC schalten dann die Relais an oder
> aus.

Hallo,

so kenne ich das auch. Wobei die Leistung je nach Relais und 
Umgebungsbedingungen (Vibrationen) auch teilweise auf 1/10 Nennleistung 
oder sogar noch darunter reduziert werden kann.

Ein weiterer wichtiger Aspekt (zumindest bei DC-Leistungskreisen) ist 
die Abschaltdauer. Falls dies wichtig ist sollte die Schaltung so 
ausgelegt sein daß die Freilaufströme erst bei höheren Spannungen 
kurzgeschlossen werden.

Gruß Anja

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