Oszillator mit 750 THz -> leuchtet Antenne blau?

Gast #1980726
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Hi!

Ich hab mal ne theoretische Frage:
Angenommen, ich hätte einen Oszillator mit einer Frequenz von 750 
Terahertz. Das ist die Frequenz von blauem Licht. Wenn ich nun eine 
Antenne an diesen Oszillator anschließe, leuchtet die Antenne dann blau?
Klar müsste man die Antenne an die Frequenz anpassen, um ein möglichst 
gutes Abstrahlverhalten zu erzielen. Aber auch eine nicht angepasste 
Antenne funktioniert, nur halt nicht so gut. Für die Fragestellung kann 
man annehmen, die Antenne sei ausreichend angepasst bzw. der Oszillator 
liefert genügend Energie um die Fehlanpassung auszugleichen.

PP
Gast #1981042
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Sicher.

Im Gegensatz zu Ultraschall und elektromagnetische Längstwellen die 
unterschiedliche physikalische Phänomene bei gleicher Frequenz sind ist 
Licht nichts anderes als eine elektromagnetische Welle wie der Rundfunk 
auch.

Die Leitung zur Antenne darf natürlich kein Kupferkabel sein, weil das 
750THz nicht mehr leitet sondern reflektiert.
Bei so hohen Frequenzen tun es Hohlwellenleiter oder Glasfasern.

Und so kritisch ist die Anpassung nicht, das Ende darf halt nicht 
spiegeln, Stichwort Brewster Winkel.
#1981162
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MaWin schrieb:
> ist
> Licht nichts anderes als eine elektromagnetische Welle wie der Rundfunk
> auch.

Sprich eine blau led. (Oszilator)


Die Antenne würde dann So aussehen. (Sprich eine Glasfaseranntenne die 
leuchtet.... xD)

http://www.mikrocontroller.net/attachment/60072/Lichtleiter.jpg

PS: Hohleiter kommen bei THZ nicht mehr in frage.

Ich Glaub er hat sich das ein bisschen so vorgestellt als das das Kupfer 
blau zu leuchten beginnt oder dergleichen. Leider nicht möglich....
#1981469
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MaWin schrieb:
> Die Leitung zur Antenne darf natürlich kein Kupferkabel sein, weil das
> 750THz nicht mehr leitet sondern reflektiert.

Hallo MaWin,
kannst du das noch ein bisschen ausführen? Das Gegenteil von Reflexion 
ist Absorption. Und Absorbieren tut Kupfer auch bei 750 kHz kaum.

Was spricht gegen ein Koaxialkabel bei 750 THz? natürlich rein 
hypothetisch. Sollte natürlich vom Durchmesser kleiner ~Lambda/2 sein, 
damit keine Rundhohlleitermoden auftreten.
Bandbreite von Koaxialkabeln ist doch DC bis zur ersten Mode! Verluste 
außen vor.

Verbessere mich, falls ich auf dem Schlauch stehe...

Silvio
#1981711
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Silvio K. schrieb:
> Was spricht gegen ein Koaxialkabel bei 750 THz? natürlich rein
>
> hypothetisch. Sollte natürlich vom Durchmesser kleiner ~Lambda/2 sein,
>
> damit keine Rundhohlleitermoden auftreten.
>
> Bandbreite von Koaxialkabeln ist doch DC bis zur ersten Mode! Verluste
>
> außen vor.

Theoretisch hast du recht. Aber rechne mal den Ausendurchmesser von 
lambda Halbe bei 400nm aus. Also ein Koaxkabel mit maximal 200nm 
Durchmesser habe ich noch keines gesehen. Vielleicht versucht sich ja 
mal ein Kabelhersteller daran . -:)
´
Auch dürfte die Dämpfung schon nach wenige cm so hoch sein, das am Ende 
nichts mehr auswertbares ankommt. Also von der Theorie wohl ja, aber 
nicht umsetzbar.

Man könnte jetzt den Hohlleitereffekt ausnützen.
Man könnte jetzt diskutieren ob ein Monomode-Glasfaserkabel nicht schon 
eine Art Hohlleiter ist.

Ralph Berres
#1982121
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Hallo Ralph,
mir ging es nur um die Theorie.
Bei solchen Frequenz stellt sich auch die Frage, ob man die Strahlung 
als Photonenstrom ansieht oder nicht. Bzw. man könnte ja auch mal 
überlegen, welche Vorstellung man von einem Photon bei, sagen wir, 1 GHz 
oder noch besser 13 MHz haben sollte :-)
Oder: Ist ein DC-Photon unendlich groß und unendlich schwach E=h x Ny 
=0? Ist es dann überhaupt noch da?

Gruß

Silvio
#1982180
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Das mit den Physikern ist so eine Sache. Elektrotechniker und Physiker 
sprechen zwei verschiedene Sprachen, obwohl sie oft das Gleiche meinen. 
Vom
resultierenden Streit unter Kollegen kann ich ein Lieb singen :-) Ich 
bin dann der Dritte der sich freut...

Viele Grüße

Silvio
Gast #1982758
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Hi!

Die Frage war ernst gemeint. Mir ist schon klar, dass es einen 
elektronischen Oszillator mit 750 THz  nicht gibt. Ist nur ein ein 
Gedankenexperiment. Die Ausgangsleistung des Oszillators können wir 
dabei beliebig groß machen.

@Silvio:
>Bei solchen Frequenz stellt sich auch die Frage, ob man die Strahlung
>als Photonenstrom ansieht oder nicht. Bzw. man könnte ja auch mal
>überlegen, welche Vorstellung man von einem Photon bei, sagen wir, 1 GHz
>oder noch besser 13 MHz haben sollte :-)
>Oder: Ist ein DC-Photon unendlich groß und unendlich schwach E=h x Ny
>=0? Ist es dann überhaupt noch da?
Das bringt mich auf ne Frage: Bei welchen Wellenlängen gilt der 
Welle-/Teilchendualismus des Lichts?

>Das mit den Physikern ist so eine Sache. Elektrotechniker und Physiker
>sprechen zwei verschiedene Sprachen, obwohl sie oft das Gleiche meinen.
Das mit den Physikern kann ich bestätigen. Ich hab ihm die Frage 
gestellt und er hat ca. 10 Minuten geredet, ohne eine Antwort zu geben. 
:-)

@MaWin / Ralph Berres
>Im Gegensatz zu Ultraschall und elektromagnetische Längstwellen die
>unterschiedliche physikalische Phänomene bei gleicher Frequenz sind ist
>Licht nichts anderes als eine elektromagnetische Welle wie der Rundfunk
>auch.
Das hört sich für mich plausibel an. Also müsste es gehen.

>Die Leitung zur Antenne darf natürlich kein Kupferkabel sein, weil das
>750THz nicht mehr leitet sondern reflektiert.
Es braucht kein Kabel zur Antenne. Ich nehm ganz normales Kupferkabel 
und schließ es direkt an den Oszillator an.

@Mike K.
Kanns du genauer erklären, warum das nicht möglich ist?

@Ralph Berres
Ein Glasfaserkabel ist imho ein Hohlleiter.


Zur Diskussion:
Mein Radio "sieht/empfängt" die elektromagnetischen Wellen die die 
Antenne des Senders ausstrahlen. Meine Augen können elektromagnetisch 
Wellen "sehen/empfangen" auch elektromagnetische Wellen, nur halt in nem 
anderen Frequenzbereich.
Gast #1982860
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Tatsächlich funktioniert es! Ich habe selbst schon Strukturen 
hergestellt die als Antennen für Licht funktionieren, allerdings nicht 
Kupfer sondern Gold (Kupfer ginge auch, hat bloß größere Verluste) und 
nicht für blaues Licht sondern Infrarotes. Funktionieren kann es bis zur 
Plasmafrequenz des Metalls.
Wer mehr wissen will, das ganze ist unter dem Stichwort Plasmonic zu 
finden.

Steffen (Physiker)
Gast #1983408
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Hi!

steffen.mdv, wie schafst du es, die Spannung so schnell abzuschalten? 
Wenn ich mich nicht verrechnet habe, müsste sie innerhalb von 1,67 
Femtosekunden für 500nm Licht abgeschaltet werden.
Persönliche Seite #1983444
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Paulchen Panther schrieb:
>>Oder: Ist ein DC-Photon unendlich groß und unendlich schwach E=h x Ny
>>=0? Ist es dann überhaupt noch da?
> Das bringt mich auf ne Frage: Bei welchen Wellenlängen gilt der
> Welle-/Teilchendualismus des Lichts?

Die Energie ist halt nicht stetig, sondern quantisiert und kann nie Null 
werden.

Der Welle/Teilchen Dualismus gilt immer, die resultierenden Effekte sind 
halt nicht immer vorhanden. Du kannst zum Beispiel auch die 
Wellenfunktion eines Menschen ausrechnen. Such mal nach Dekohärenz.
Gast #1998236
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Ein Photon ist kein Teilchen, sondern eine Eigenschaft.

Eine Masse ist kein Teilchen, sondern eine Eigenschaft.

Ein Stier mit einem Lebendgewicht von 1000kg läuft mit 40km/h auf einen 
Weidezaun zu. Die Drähte haben einen Abstand von 20cm.

Wie weit neben dem Hauptmaximum findet man in 100m Entfernung das erste 
Nebenmaximum?

Wieviel kg Hinterschinken findet man im 1. Nebenmaximum rechts neben dem 
Hauptmaximum?



Ein Physiker
Gast #1998560
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Tron schrieb:
>>Es braucht kein Kabel zur Antenne. Ich nehm ganz normales Kupferkabel
>
> Und ein Kupferkabel ist also kein Kabel, wie ? oder was ?
Ich brauche kein Kabel ZUR Antenne. Mit Kabel ist kein blanker Draht 
sondern ein geschirmtes Koaxialkabel gemeint.
Gast #2329914
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Also kann man sich das eigentlich so vorstellen, dass die elektrisch 
zugeführte Energie an der Aussenseite des blanken Kupfers (Antenne ist 
ja nur der Teil ohne Schirmung wenn ich nicht irre) die Elektronen der 
Kupfermolekühle in ein anderes Energieniveau (gequantelte Stufen) 
springen lässt und beim zurückfallen in das ursprüngliche Energieniveau 
würde ein Photon ausgesendet.

Welches dann eben das sichtbare Licht repräsentieren würde.

So wie zB bei einem Kupfer-Dampf-Laser?


Entspricht das so ungefähr der Erkenntnis?
#2337479
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Oben schrieb jemand (ist schon länger her), Hohlleiter kämen bei
Tera-Hertzen nicht mehr in Frage.

Da muss ich doch auch mal etwas zu sagen:

Der Mann hat offenbar noch nie in einen Beamer hineingeschaut!
Was da hinter dem IR Filter sitzt und in die Optik mündet ist ein
Hohlleiter für Terahertzen ;)

BTW, diese Dinger lassen sich auch prima noch in oberen G-Hertz 
Bereichen
als HLs einsetzen.

Gruß
Peter
#2337621
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Peter Krengel schrieb:
> Was da hinter dem IR Filter sitzt und in die Optik mündet ist ein
>
> Hohlleiter für Terahertzen ;)

Die müssen aber winzig sein. so maximal 400nm breit?

Hohlleiter haben eine untere Grenzfrequenz. Diese wird duch die 
Abmessung bestimmt. Die Grenze ist lambda/halbe. Also bei der Farbe rot 
ca 400nm.
Die Ausbreitung geschieht durch E und H Felder. Wenn man im selben Mode 
bleiben will ist die Bandbreite auch sicherlich nicht mehr als 1 Oktave.

Selbst Monomode Lichtwellenleiter sindmit ihren 50um Durchmesser noch zu 
groß dafür.

Ralph Berres
Gast #2340022
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Ist doch ein grausliger Thread.
Und es gibt immer wieder Schlaumeier, die ihn
nach oben poppen lassen. (OK, ich jetzt auch...)

Aber wenn einfach nur Technikbegriffe zusammen-
gewürfelt werden, die physikalisch nichts miteinander
zu tun haben - THz und Hohlleiter etc. - und niemand
das einsehen will, dann ist das doch nur Troll-erei.

Gute Nacht
vergesst den Quatsch.

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