Warum muss das unbedingt ein "All-In-One" Gerät sein? Die meisten
LCR-meter messen immer mit Wechselstrom, man kann damit also keinen
Gleichstromwiderstand messen.
Nimm lieber ein normales Multimeter für
Strom/Spannung/Widerstand/Frequenz, ... und ein LCR-Meter für
Induktivität und Kapazität.
> Eines der halbwegs brauchbaren Geräte weil a) noch bezahlbar und b) wenn
> man sich die Herstellerangaben betrachtet scheint mir das TH2821 das
> Pinsonne anbietet. Ob es was taugt weiß ich nicht.
Dieses Gerät funktioniert recht gut, es hat aber seine Grenzen. Die
Auflösung in der Kapazität geht bis 0,01 pF, mit der optionalen
SMD-Pinzette kann man damit wirklich sehr kleine Kapazitäten messen,
wenn man vorher einen Nullpunkt-Abgleich macht.
Probleme gibt es bei großen Typ-2 Keramik-Kondensatoren (X7R, Z5U, ...),
da passen die angezeigten Werte überhaupt nicht. Das kommt vermutlich
daher, dass die Messung mit einer sehr kleinen sinusförmigen Spannung
ohne Gleichanteil gemacht wird, da wirken sich die nichtlinearen
Eigenschaften der Typ2 Keramik ziemlich stark aus. Für solche
Kondensatoren ist ein "normales" Multimeter mit Kapazitätsmessung
wesentlich besser geeigent.
Ähnlich sieht es bei Trafos mit Eisenkern aus, auch hier ist die
Induktivität sehr stark von der Amplitude des Mess-Signals abhängig.
Dafür braucht man ein Messgerät, bei dem man die Amplitude des
Mess-Signals einstellen kann und das eine wesentlich größere Amplitude
hat.