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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Problem mit Infrarotauslöser für Kamera


Autor: Kai S. (hugstuart)
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Hallo,
ich habe ein interessantes Problem mit einem selbstgebauten 
Infrarotauslöser für Canon-Digitalkameras. Ich habe diesen gestern auf 
Lochraster aufgebaut. Es wird eine Infrarot-LED direkt über einen 
Ausgangspin eines Attiny85 angesteuert (ohne Vorwiderstand, da die LED 
kurzzeitig durchaus 100mA ziehen darf). Das Ganze hat gestern auch sehr 
gut funktioniert, heute jedoch nicht mehr. Die erste Vermutung war, dass 
ich durch die hohe Stromentnahme den uC geschrottet habe. Wenn ich 
jedoch die Infrarot-Diode beim Senden mit einer Videokamera beobachte, 
sehe ich, dass diese weiterhin ein moduliertes Signal abstrahlt. Nun 
habe ich testweise die LED mal an zwei Ausgangsports des uC 
angeschlossen, um mehr Strom treiben zu können. Es klappt jedoch 
weiterhin nicht. Ist es möglich, dass sich durch zu hohen Strom die 
Lichtfarbe der LED verändert hat, so dass die Fotokamera dieses Licht 
nicht mehr wahrnimmt?

MfG
Kai

Autor: Kai S. (hugstuart)
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Hat denn keiner eine Idee, bevor dieser Thread in der Versenkung 
verschwindet?

Autor: Stefan B. (stefan) Benutzerseite
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> Ist es möglich, dass sich durch zu hohen Strom die
> Lichtfarbe der LED verändert hat,

Alles ist möglich. Die Alterung einer LED wird durch Überstrombetrieb 
beschleunigt. Zur Alterung gehört auch die Alterung der transparenten 
Verkapselungsmasse. Die Alterung der Verkapselungsmasse kann sich durch 
Verfärbung zeigen. Durch die Verfärbung kann sich die emittierte 
Lichtwellenlänge ändern.

> so dass die Fotokamera dieses Licht
> nicht mehr wahrnimmt?

In deinem Fall ist es IMHO unwahrscheinlich. Der Empfänger wird nicht 
auf eine exakte Lichtwellenlänge mit Bandbreite paar nm bestehen.

> Es wird eine Infrarot-LED direkt über einen
> Ausgangspin eines Attiny85 angesteuert (ohne Vorwiderstand, da die LED
> kurzzeitig durchaus 100mA ziehen darf).

Das ist abschreckend genug. Warum drei Bauteile (2xWiderstand, 
1xTransistor) für paar Cent einsparen und damit einen paar Euro Schaden 
(AVR, IR-LED) riskieren? Die Zahl der selbstmörderischen Helfer ist 
damit drastisch gesunken.

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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Kai S. schrieb:
> (ohne Vorwiderstand, da die LED kurzzeitig durchaus 100mA ziehen darf)
Aber nicht der uC-Pin...

> Nun habe ich testweise die LED mal an zwei Ausgangsports des uC
> angeschlossen, um mehr Strom treiben zu können.
Das wird den uC eher noch weiter in Richtung Grenzbereich treiben...

Seis drum: zeig doch einfach mal deine Schaltung
Vielleicht fällt dann jemandem was ein/auf...

Autor: Peter R. (pnu)
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Die LED wird kaum zerstört oder beschädigt sein. Da die Ports einen 
Innenwiderstand haben, wird der Strom begrenzt.  Solange die LED nicht 
auf Dauer-Ein geschaltet wurde, dürfte die LED noch komplett sein.

Eine wahrscheinlichere Ursache dürfte darin bestehen, dass sich die 
Taktfrequenz des Kontrollers geändert hat, sodass die Kamera die Impulse 
nicht mehr richtig auseinander sortiert.

Die intern durch einen RC-Oszillator erzeugte Taktfrequenz ist nur auf 
einige Prozent genau. Da können Verschiebungen der Betriebsspannung 
(ganz neue Batterie im Vgl zu schon benutzte) die Taktfrequenz so 
verändern, dass die Kamera die Bitfolge nicht mehr erkennt.

Eine andere Ursache könnte sein, dass das Licht der LED zu stark oder zu 
schwach auf den Sensor der Kamera fällt, da inzwischen irgendwie Sender 
oder Empfänger verschoben wurden.

Autor: Kai S. (hugstuart)
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Hi,
erstmal vielen Dank für die Antworten. Die Schaltung ist ganz einfach 
beschrieben: Der uC bekommt seine Betriebsspannung über einen 7805. Die 
LED ist mit der +-Seite direkt an PB3 angeschlossen und wird dann per 
Software ein- und ausgeschaltet. Spannung kommt durch ein Labornetzteil. 
Die Software habe ich von einer Homepage und leicht modifiziert. Dort 
wurde ebenfalls die LED direkt an den uC angeschlossen (an drei Pins) 
und kein externer Quarz benutzt. Leider habe ich den Link nicht mehr. 
Dass die Taktfrequenz nicht ganz genau ist, ist mir klar. Ich kann mir 
jedoch nicht vorstellen, dass sie sich quasi über Nacht verändert, vor 
allem da die Rahmenbedingungen weitestgehend konstant blieben.

MfG
Kai

Autor: 8AF6lUf8OT (Gast)
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Hau's weg, baus neu richtig auf, fertig!

Autor: mexman (Gast)
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Hallo,

"Ich kann mir jedoch nicht vorstellen..."

ist nicht gerade ein wissenschaftlicher Ansatz.

Frequenz messen ist angesagt.
Wer ein wie auch immer geartetes Projekt von einer anderen Webseite 
nachbaut und dazu eigentlich nicht die Kenntnisse oder Messmittel hat, 
hat entweder Glueck oder verloren.

Wenn kein Quarz vorhanden ist, veraendert die Frequenz sich z.B. mit der 
Temperatur!

Also.....nicht im Trueben stochern sondern MESSEN!


Gruss

Michael

Autor: Andreas Rettig (weisseruebe)
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Nach meiner Erfahrung ist so was recht empfindlich auf die Pausenzeiten 
zwischen den Impulsen. Die Trägerfrequenz ist nicht so wesentlich, aber 
bei den Pausen dazwischen ist es kritisch.
Versuche mal, Deine Wartefunktion ein wenig zu variieren - im Falle 
einer For-Schleife einfach mal ein leicht variierten Endwert probieren.

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