Mikrowellendetektor

OP #1987052
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Hallo
Da ich jetzt mal mit einem Magnetron experimentieren will und Sicherheit 
bei mir groß geschrieben wird will ich einen Mikrowellendetektor bauen, 
der mir sagt, ob Strahlung aus dem Faradayschem Käfig entweicht.

Alle, die Sicherheitsbedenken haben: Ich weiß, was ich da tuhe, ich 
werde auch sicherlich keine 1000W durch den Magnetron jagen. Ich werde 
die Leistung auf etwa 50W begrenzen. Ich habe Erfahrung im Umgang mit 
Hochspannung und ich werde den Magnetron im Faradayschen Käfig 
betreiben, der geerdet ist.

Jetzt will ich zu meiner eigenen Sicherheit einen Mikrowellendetektor 
bauen. Dieser soll die HF Strahlung empfangen und in ein optisches und 
akustisches Signal umwandeln. Der Test des Detektors soll mit einem MG 
auf ca. 5W ablaufen.

Wie ließe sich dieser Detektor realisieren? Akustische und optische 
anzeige ist sehr leicht zu bauen. Nur wie messe ich die Strahlung, die 
im besten Fall nicht vorhanden ist? Darlingtonschaltung mit vorgelegter 
Spannung an der Basis? Dabei dient die Basis als Antenne

MFG
Thomas
#1987624
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Ernsthaftes wissenschaftliches Interesse, oder doch eher "just for fun" 
bis "mal sehen was so passiert" - aber "sicher" bitte?

Sicherheit fängt dort an, wo man unnötige Risiken vermeidet. D.h. 
blödsinniges Zeug von wenig Nutzwert sein lässt.

Ansonsten sorg wenigstens dafür, dass deine Mitmenschen auf keinen Fall 
in Mitleidenschaft gezogen werden können.

Mir mag da, übertrieben formuliert, eher die Galle hochkommen im 
Vergleich zum Durschschnitt, aber ich habe schon genug zweifelhafte 
"Experimente" mitbekommen mit teils unschönem Ausgang (nein nix mit 
tödlichem Ausgang).
OP #1987912
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A. F. schrieb:
> Ernsthaftes wissenschaftliches Interesse, oder doch eher "just for fun"
>
> bis "mal sehen was so passiert" - aber "sicher" bitte?
Sicheres(!) just for fun! (was meint ihr, wofür der Detektor ist!)

>
> Ansonsten sorg wenigstens dafür, dass deine Mitmenschen auf keinen Fall
>
> in Mitleidenschaft gezogen werden können.

Wird gemacht! Die Versuche sollen sicher sein! Sobald irgendein Risiko 
besteht, wird der Magnetron auch nicht in Betrieb genommen! Ihr scheint 
nicht kapiert zu haben, dass es mir um Sicherheit geht. Klar, das ein 
Magnetron ein großes Sicherheitsrisiko darstellt. Aber wenn man es 
richtig macht sollten keine Risiken mehr bestehen.

Natürlich könnte ich das so machen: 
http://www.youtube.com/watch?v=R_DKblzdbJI&feature=related
Aber ich bin nicht lebensmüde!


Frohe Weihnachten!
Persönliche Seite #1987961
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Thomas S. schrieb:
> A. F. schrieb:
>> Ansonsten sorg wenigstens dafür, dass deine Mitmenschen auf keinen Fall
>>
>> in Mitleidenschaft gezogen werden können.
>
> Wird gemacht! Die Versuche sollen sicher sein! Sobald irgendein Risiko
> besteht, wird der Magnetron auch nicht in Betrieb genommen!

Ich seh das Risiko im Magnetron. Oh, dann hat sich der Thread ja 
erledigt ;-)
#1988303
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> Ich seh das Risiko in der Strahlung.

Ich sehe das Risiko darin das Du neben dir selbst auch noch
andere Unbeteiligte mit der (sofern du das in Gang bekommst)
Energiereichen HF-Strahlung beschädigen kannst.

Wenn Du erklären kannst warum die Türen von Mikrowellenherden eigentlich
dicht sind, dann kannst Du weitermachen.
OP #1988316
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Björn Wieck schrieb:
> Wenn Du erklären kannst warum die Türen von Mikrowellenherden eigentlich
>
> dicht sind, dann kannst Du weitermachen.

Die Türen sind dicht, weil das Gitter vor dem Fenster wie ein 
Faradayscher Käfig wirkt. Die Strahlung kann nicht durch das Gitter. Die 
Strahlung wird vom gitter aufgehalten, da es sozusagen "der kürzeste 
Weg" ist. Ich weiß es nicht genau, aber ich vermute, dass das Gitter 
auch geerdet ist.
#1988331
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Thomas S. schrieb:
> Die Türen sind dicht, weil das Gitter vor dem Fenster wie ein
> Faradayscher Käfig wirkt. Die Strahlung kann nicht durch das Gitter. Die
> Strahlung wird vom gitter aufgehalten, da es sozusagen "der kürzeste
> Weg" ist. Ich weiß es nicht genau, aber ich vermute, dass das Gitter
> auch geerdet ist

Nein. Falsch. Die Tür ist elektrisch komplett Isoliert.
Wie kann es also Sein das die Mikrowellen trotzdem nicht durchkommen?
Gast #1988332
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Thomas S. schrieb:

>Ich weiß es nicht genau, aber ich vermute, dass das
>Gitter auch geerdet ist.

Das Gerät wird eine Schutzerde haben.

Ein Faraday'scher Käfig und Erde sind zwei verschiedene paar Schuhe. Das 
eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Der Käfig kann sich auch auf dem 
Potential 1 Megavolt gegenüber Erde befinden...

http://de.wikipedia.org/wiki/Faradayscher_K%C3%A4fig
#1988367
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Was interessierts dem Gitter wenn die HF kurzwelliger ist?
Da geht es halt durch.

@(thomas_s74) : Du willst dringend wissen wie HF geht und noch mehr 
willst du wissen wie man die im Griff hat.

Maximal Experimente sind hier nicht mehr nötig, das haben schon andere
vor uns gemacht und einige mussten deswegen mit ihrem Namen herhalten.
Gast #1988371
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Thomas S. schrieb:

>Das weiß ich auch. Ich meine, dass durch die Erdung
>des Gitters das Gitter selbst nicht in Resonanz zum
>Magnetron schwingen kann. Wenn du verstehst, was ich
>meine.

So ein Gerät wird wohl so konstruiert sein, daß da keine unerwünschten 
Effekte wie Resonanzen mit dem Gehäuse entstehen.

Und die Lochgittermaske der Tür ist so fein, daß da auch keine 
2GHz-Wellen signifikant heraus dringen. Vielleicht bis 1mm hinter das 
Gitter...

Was willst du also mit einem Mikrowellendetektor?

Du solltest echt erst mal das Abi fertig machen, und dann ein 
E-Technik-Studium. Oder Physik. In Mathe und Physik bist du hoffentlich 
genau so gut wie in den Fragen hier. Ganz im Ernst. Ich schätze dich 
dafür fast als excellent ein, da du interessiert erscheinst. Danach 
erübrigen sich manche banalen Fragen.
#1990393
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Thomas S. schrieb:
> Die Türen sind dicht, weil das Gitter vor dem Fenster wie ein
>
> Faradayscher Käfig wirkt. Die Strahlung kann nicht durch das Gitter. Die
>
> Strahlung wird vom gitter aufgehalten

Das ist nur die eine Hälfte der Wahrheit.

Die Löcher sind sehr viel kleiner als die Wellenlänge der Strahlung, 
deswegen kann die Strahlunh nicht durch die Tür. Bleibt noch die zweite 
Hälfte der Wahrheit. Nämlich die Frage , Wieso ist die Tür so dicht, das 
die Strahlung nicht seitlich an der Tür austritt.

Antwort. Die Länge der Spalten an der Tür sind genau Lambda 1/4 breit. 
Also der Türrahmen ist rund um die Öffnung ca 6cm breit. Dadurch 
transformiert sich der Widerstand am Spaltende ( äusere Kante der Tür ), 
welche hier hochohmig ist, auf 0 Ohm am Spaltanfang ( Innere Kante der 
Tür ).
Dadurch kann am Spalt keine HF austreten. Den selben Trick wendet man 
bei
Hohlleiterflansche auch an.Die müssen nicht Wasserdicht verschraubt 
sein.
Die innere Nut dient keineswegsz zur Aufnahme eine Gummidichtung, 
sondern bewirkt das selbe wie bei der Tür einer Mikrowelle.

Ralph Berres
OP #1990485
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Ralph Berres schrieb:
> Die Löcher sind sehr viel kleiner als die Wellenlänge der Strahlung,
> deswegen kann die Strahlunh nicht durch die Tür. Bleibt noch die zweite
> Hälfte der Wahrheit. Nämlich die Frage , Wieso ist die Tür so dicht, das
> die Strahlung nicht seitlich an der Tür austritt.
> Antwort. Die Länge der Spalten an der Tür sind genau Lambda 1/4 breit.
> Also der Türrahmen ist rund um die Öffnung ca 6cm breit. Dadurch
> transformiert sich der Widerstand am Spaltende ( äusere Kante der Tür ),
> welche hier hochohmig ist, auf 0 Ohm am Spaltanfang ( Innere Kante der
> Tür ).
> Dadurch kann am Spalt keine HF austreten. Den selben Trick wendet man
> bei
> Hohlleiterflansche auch an.Die müssen nicht Wasserdicht verschraubt
> sein.
> Die innere Nut dient keineswegsz zur Aufnahme eine Gummidichtung,
> sondern bewirkt das selbe wie bei der Tür einer Mikrowelle.


Genau das selbe wollte ich grad auch sagen!

Ich hab mir aber ein anderes Projekt vorgenommen. So ne kleine VTTC ist 
nicht so gefährlich wie ein MG. Thread ist denk ich mal also closed!

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