Im Prinzip - ja
Ionisierende Strahlung kann man theoretisch mit jeder Diode nachweisen -
das muss keine spezielle Photodiode sein. Jeder neuere Teilchendetektor
an den großen Beschleunigerexperimenten (CDF, D0 am Tevatron oder Alice,
CMS am LHC) nutzt genau das aus...
Mit dem Lawineneffekt hat das erst einmal auch nichts zu tun. Neben
Licht erzeugt jede Art von ionisierender Strahlung in einem Halbleiter
Elektron-Loch-Paare. Passiert das an einem (depletierten) p-n-Übergang,
werden diese getrennt und können als Ladung detektiert werden.
Im Gegensatz zu einem Geiger-Zählrohr wird die generierte Ladung aber
nicht "intern" verstärkt. Für hochenergetische Teilchen (z.B. aus der
Höhenstrahlung) bekommt man nur so etwas wie 500 Elektronen pro µm
Silizium, die das Teilchen durchdringt. Für eine typische Diode mit
wenigen 100µm Dicke bekommt man also einige 10.000 Elektronen als zu
detektierendes Signal. Zeitlich spielt sich das in wenigen ns ab. Man
braucht also schon schnelle und sehr rauscharme Verstärker, um das zu
detektieren. (Vom Leckstrom einer normalen Diode und dem Rauschen
dadurch will ich gar nicht reden)
Es gibt aber tatsächlich spezielle Avalanche (Photo-)Dioden, bei denen
die erzeugte Ladung den Lawinendurchbruch auslöst und damit das Signal
quasi direkt in der Diode verstärkt. Das geht aber nicht mit einer
normalen Photodiode und braucht ebenfalls eine spezielle Ansteuerung und
Auswertung.
Wahrscheinlich ist es deutlich einfacher an ein gebrauchtes
Geiger-Müller-Zählrohr zu kommen, als einen Halbleiterdetektor "von
Hand" zu bauen.