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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Wird MEGA168 per Rxd Txd mit Spannung versorgt?


Autor: Findus (Gast)
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Hallo,

entwickle grad einen Slotcar Regler und verwende einen MEGA168.
Der Regler soll per USB Anbindung Daten senden und empfangen.
Diese Funktion soll aber nur aktiv sein wenn eine bestimmte Taste
beim einstecken des Reglers an die Stromversorgung gedrückt wird.
Das klappt auch, aber nur wenn die USB Verbindung nicht eingesteckt ist.
Sobald die USB Verbindung eingesteckt ist wird der M168 schon aktiv.
Ich verwende den Mini-USB-UART-Umsetzer von ELV und hab nur TxD, RxD und 
Masse mit dem M168 verbunden (nicht den +5V und auch nicht den +3,3V)

Kann es sein, dass der Mega168 via RxD und oder TxD mit Spannung 
versorgt wird? Wenn ja, wie kann man das verhindern?

Danke für jede Hilfe/Info

Gruß Findus

Autor: Justus Skorps (jussa)
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da wird wohl Strom über die internen Schutzdioden der Pins 
fließen...entkoppeln über OK sollte helfen..

Autor: Stefan B. (stefan) Benutzerseite
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Findus schrieb:

> Kann es sein, dass der Mega168 via RxD und oder TxD mit Spannung
> versorgt wird? Wenn ja, wie kann man das verhindern?

Kann sein. Abhilfe: M168 mit Spannung (Vcc) versorgen.

Autor: Findus (Gast)
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Justus Skorps schrieb:
> entkoppeln über OK sollte helfen..


Danke Justus, aber was ist mit entkoppeln über OK gemeint?

Gruß Findus

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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Findus schrieb:
> Kann es sein, dass der Mega168 via RxD und oder TxD mit Spannung
> versorgt wird? Wenn ja, wie kann man das verhindern?
Nur der RXD kann das tun. Und weil der inaktive Pegel bei der 
RS232-Strippe high ist, wird der uC über die interne Schutzdiode mit 
Strom versorgt.

Findus schrieb:
> Wenn ja, wie kann man das verhindern?
Probiers mal mit einem hochohmigen Widerstand in der RXD-Leitung (10k 
aufwärts).
Oder mit einem Pullup und einer Diode:
       
                                   Vcc
                                    |   
                               .----o---.
                               |        |
                               -        |
                              | |       |
                              | |       |
                               -        |
                               |        |
 Conrads Modul RXD -----|<-----o------ RXD uC
                                 
Aber irgendwie ist das alles ein wenig Murks...  :-/

Autor: Uwe K. (uku)
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Hallo Findus,

hatte das gleiche Problem mit einem ATtiny2313.

TxD des USB-Moduls versorgt über die interne Schutzdiode den µC.

Ich habe es mit der Beschaltung im Anhang gelöst.

Mit der Schottky-Diode wird die parasitäre Spannung auf Vcc abgeleitet.
(die Schottky-Diode hat eine geringere Flussspannung als die interne 
Schutzdiode und übernimmt daher den Strom)

Zusammen mit den Widerständen ergibt sich ein Spannungsteiler, welcher 
die Spannung an Vcc auf unkritische Werte absenkt.
(In meinem Beispiel ca. 0,2 V )

Gruss uku

Autor: Findus (Gast)
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Hallo Uku,

da bin ich ja froh, dass das Problem bekannt und gelöst ist.
Danke für die Info. Werde mir die Diode besorgen (R's habe ich)
und das ganze mal versuchen.

Danke auch allen Anderen für die Hilfe.

Gruß Findus

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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Uwe K. schrieb:
> Mit der Schottky-Diode wird die parasitäre Spannung auf Vcc abgeleitet.
> (die Schottky-Diode hat eine geringere Flussspannung als die interne
> Schutzdiode und übernimmt daher den Strom)
Es ist egal, wie die Spannung nach Vcc kommt, und daher auch, ob du 
dafür die interne Diode oder eine externe nimmst...
Der Knackpunkt an der Schaltung ist der Spannungsteiler R1/R2, der aus 
5V am TTLserIN nur noch max. ca. 0,8V an Vcc macht. Die Schaltung wird 
garantiert auch funktionieren, wenn du die externe Diode rauslässt.

Uwe K. schrieb:
> Zusammen mit den Widerständen ergibt sich ein Spannungsteiler, welcher
> die Spannung an Vcc auf unkritische Werte absenkt.
> (In meinem Beispiel ca. 0,2 V )
Diese 0,2V lassen sich aber so ohne weiteres nicht begründen:
5V ---.
      |
      V
      -
      |
     4k7  R1
      |
      |
      o---- Vcc (uC)
      |
     1k  R2
      |
 GND--o---- GND (uC)
Zur Vereinfachung habe ich hier mal die Reihenfolge der Diode und des R1 
getauscht (möglich, weil Reihenschaltung). Damit habe ich über R1+R2 ca. 
4,5V. Und damit über R2 eine Spannung von 4,5V/5,7 = 0,8V.

Wenn du nur 0,2V misst, dann hast du parallel zum R2 (an Vcc) offenbar 
noch weitere Verbraucher.

Wie gesagt:
Lothar Miller schrieb:
> Findus schrieb:
>> Wenn ja, wie kann man das verhindern?
> Probiers mal mit einem hochohmigen Widerstand in der RXD-Leitung (10k
> aufwärts).

Autor: Uwe K. (uku)
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Was will uns der Hersteller in der Spec sagen ?

Benutzt NICHT die internen Schutzdioden !!!

Gruss uku

Autor: dave (Gast)
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Der Beitrag ist zwar schon ein bisschen älter, aber trotdem ne Frage.
Ich hab das gleiche Problem, ich will dass 2 MyC. miteinander quatschen 
via UART.

Wie kann mit oben vorgestellter Lösung dann die Kommunikation überhaupt 
noch funktionieren, wenn der HIGH Pegel dann nur noch 0,8V hat ?

Und was soll die externe Diode bringen ??

grüße

Autor: MicroSD (Gast)
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dave schrieb:
> Wie kann mit oben vorgestellter Lösung dann die Kommunikation überhaupt
> noch funktionieren, wenn der HIGH Pegel dann nur noch 0,8V hat ?

Wenn beide Kommunizieren wollen/sollen, brauchen doch eh beide Strom?
Also: Beide mit Strom versorgen, direkt verbinden.


@uwe, auch wenn ers vermutlich nicht liest:
Uwe K. schrieb:
> Was will uns der Hersteller in der Spec sagen ?
>
> Benutzt NICHT die internen Schutzdioden !!!

Nein. Damit will der Hersteller sagen: Die internen Schutzdioden haben 
eine Vf von 0.5V.

Wievel Strom die vertragen steht woanders, bei den AVRs IIRC ziemlich 
versteckt irgendwo.

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