Also die EU wird immer mehr zum Kasperletheather.
Erst vor kurzer Zeit wurde das Glühbirnenverbot eingeführt und die
Energiesparlampen gehypt.
Jetzt sollen die Energiesparlampen verboten werden. Wegen
Gesundheitsgefährdung.
Offensichtlich ist die Gewinnspanne an den Dingern wegen der Chinaware
auch schon zu gering. Klar, die Dinger sind in letzter Zeit richtig
billig geworden und sind schon zum Glühbirnenpreis zu bekommen. 1,99 für
3 Stück. Schon gesehen.
Also muss man wohl jetzt wieder was verbieten und das nächte hypen. Die
LEDs. Die neuen Wunderlampen. Da dran lässt sich noch verdienen. Schaut
euch mal die Preise an. Trotz China.
Aber da wird sich auch noch ein Grund für ein Verbot finden lassen. Wie
wärs mit Elektrosmog? Wenn die billigen LED Treiber/Netzteile schön den
Äther vollstopfen mit irgendwelchen Störungen.
Als nächstes kommt dann die Renaissance der Kerzen, Fackeln und Öllampen
in Europa oder was?
Wenn alle Ideen der EU so gut wären...
Eine dieser Lampen hat ca 3.5 mg Hg, etwa zwischen 20 bis 40
Leuchtmittel pro Haushaltr gibt es, die tägliche Maximale Dosis Hg
beträgt 3 µg ( als Dampf). Man kann sich die Zunahme der Belastung
ausrechnen.
Das betrifft alle Menschen, aber die Wirkung der Hg-Dämpfe auf Kinder
ist bis zu 12 mal grösser als die auf Erwachsene.
Wenn eine Leuchtmittel anfängt zu flackern, hat es 70 % seines
Hg-Inhaltes per Diffusion durch das Glas verloren.
Nun denk mal nach.
Gruss
Robert
Sicher, gesund ist das nicht.
Grade die Billigteile sind sehr Quecksilberhaltig.
Dazu kommt bei der ESL noch jede Menge Elektronikschrott, da die
Vorschaltgeräte fest eingebaut sind und die Billigteile sehr schnell
kaputt gehen.
Lampen von Markenherstellern haben deutlich geringere HG Werte und
halten Mehrmals solange.
Die EU sollte das Glühlampenverbot einfach ersatzlos streichen.
Energiesparlampen total verbieten ist aber auch nicht der richtige Wert.
Man sollte höchstens einen strengen HG Grenzwert setzen.
Und ansonsten dem Verbraucher die Wahl überlassen. Die EU braucht ja
nicht alles vorzugeben.
Es sind ja alles mündige Bürger, die selbst entscheiden sollten, ob sie
lieber ihre Stromrechnung oder ihre Gesundheit strapazieren.
Und was ist mit Quecksilber der bei der Kohle Verbrennung entstehen.
Wenn man eine Lampe sachgerecht gebraucht, (und die Entsorgung besser
klappen würde) Ist das enthaltene Quecksilber völlig unbedenklich.
Skeptiker schrieb:> Lampen von Markenherstellern haben deutlich geringere HG Werte und> halten Mehrmals solange.
Dann mach das doch einfach, du willst doch schon wieder das die auch so
böse EU wieder was ändert....
Skeptiker schrieb:> Als nächstes kommt dann die Renaissance der Kerzen, Fackeln und Öllampen> in Europa oder was?
(Achtung Ironie)
All das erzeugt Ruß und Feinstaub. Beides gilt als Krebserregend.
Wiso nicht gleich alle Lampen verbieten?
Aufstehn wenn der Hahn krät und schlafen gehn wenn es dunkel wird.
Inclusive Nachtfahrverbot für Autos und Züge.
Hallo,
Wird wirklich mal Zeit, das die LED INCLUSIVE der richtigen Treiber sich
durchsetzt. Haben vor 3 Jahren 3 Stück 230V/3W und 3 Stück 12V/3W
gekauft. Bei den 230V Typen hat es nach knapp 3000 Stunden die Netzteile
zerlegt. Die mit 12V laufen noch...
Man sollte auch mal darüber nachdenken - egal ob LED oder ESL die
Elektronik aus dem Leuchtmittel in die Beleuchtungseinheit zu verbannen.
Dort könnte dann eine langlebige elektronik verbaut werden, die ein
Lampenleben lang hält.
Der größte Reinfall ist denke ich aber immer noch die Kaltlicht Spiegel
Halogen Lampe. 60 Watt Glühbirne in einer Lampe machen den Raum Hell.
Bei diesen tollen einbau Spots müssen es schon 5x20W sein.
Gruß,
Tubie
Markus Müller schrieb:> Wiso nicht gleich alle Lampen verbieten?> Aufstehn wenn der Hahn krät und schlafen gehn wenn es dunkel wird.>> Inclusive Nachtfahrverbot für Autos und Züge.>
weil das ZU gut wäre
Tubie schrieb:> an sollte auch mal darüber nachdenken - egal ob LED oder ESL die> Elektronik aus dem Leuchtmittel in die Beleuchtungseinheit zu verbannen.> Dort könnte dann eine langlebige elektronik verbaut werden, die ein> Lampenleben lang hält.
Gibts auch. Aber das findet man nicht im Baumarkt. Und E27 hat das auch
nicht.
Das sind dann G23/G24/2G11 Sockel und andere.
Solche Lampen bekommt man in der Regel von deutschen Markenherstellern
über den Elektrogroßhandel
Meiner Meinung nach heißt unser Problem nicht Energiesparlampe, sondern
Chinagelumps und nicht fachgerechte Entsorgung.
Trotzdem sollte man das Glühbirnenverbot aufheben und wieder auf den
Stand von früher gehen. Wo man kaufen konnte, was man für richtig hielt.
Weis sowieso nicht was es an der Energieeffizienz der guten alten
Glühbirne auszusetzen gibt.
Bei uns in der Stube ist man von der zusätzlichen Wärmequelle ganz
angetan, daher haben unsere Glühbirnen 100% Wirkungsgrad :-)
Skeptiker schrieb:> Meiner Meinung nach heißt unser Problem nicht Energiesparlampe, sondern> Chinagelumps und nicht fachgerechte Entsorgung.
Das Problem liegt eher an der Geldgier der Wirtschaftsbosse und der
"Geiz ist Geil"-Haltung einiger Konsumenten!
Sooo und morgen geh ich Glühwürmchen fangen und baue mir eine
Glühwürmchenzucht auf. Gibt es da auch irgendwelche Bestimmungen von der
EU .. evtl. wegen Käfighaltung?
MfG
AVR-Frickler
Was soll man dazu sagen die "paar" mg Hg in den ESL's sind ja wirklich
nicht viel - bei ordentlicher handhabung und entsorgung. Da wird jetzt
ein riesen Aufstand gemacht.
Aber Gift Spielzeug für unsere kleinsten aus China, welches mit allem
möglichem Dreck verseucht ist darf weiterhin importiert werden. Für
manche der Giftstoffe gibt es hier noch nichtmal einen Grenzwert.
Das ist ein Beispiel von ganz ganz vielen - Wer macht hier den Aufstand?
Grüße,
Tubie
Wie groß ist der Anteil des Lichtstromes am Gesamtverbrauch?
Und davon können wir ca. 50% sparen, weil nicht alle Lampen durch
"Sparlampen" ersetzt werden können.
Wie groß ist denn dann die Ersparnis wirklich ?
R. Freitag schrieb:> Wenn eine Leuchtmittel anfängt zu flackern, hat es 70 % seines> Hg-Inhaltes per Diffusion durch das Glas verloren.
Hallo, gibt es dazu eine verlässliche Quelle?
R. Freitag schrieb:> Eine dieser Lampen hat ca 3.5 mg Hg, etwa zwischen 20 bis 40> Leuchtmittel pro Haushaltr gibt es, die tägliche Maximale Dosis Hg> beträgt 3 µg ( als Dampf).
Angenommen deine Angaben stimmen, dann ist man deutlich unter der
maximalen Dosis, denn man nimmt - geschätzt von mir - nur 1% des Hgs aus
der Luft auf.
0,7 * 3,5mg * 30 / 10yr = 20µg/d
> Wenn eine Leuchtmittel anfängt zu flackern, hat es 70 % seines> Hg-Inhaltes per Diffusion durch das Glas verloren.
Kannst du diese Aussage irgendwie belegen, denn ich glaube die meisten
Ausfälle rühren vom Verbrauch der Elektroden oder defekt des
Vorschaltgeräts her.
> Gruss> Robert
Gruß, Alexander
Auf Wikipedia gibt es einen Artikel zu Energiesparlampen, dort stehen
auch ein paar Zeilen zur Quecksilberemission:
http://de.wikipedia.org/wiki/Kompaktleuchtstofflampe#Quecksilber-Emissionen
Von Diffusion durch das Glas im normalen Betrieb steht da nichts.
Dass eine Diffusion auftritt, ist jedoch bekannt:
"Bei allen Verwertungsoptionen ist zu beachten, dass
Leuchtstofflampenglas durch Diffusionsvorgänge während der
Gebrauchsphase Quecksilber aufnimmt[...]"
http://www.umweltbundesamt-daten-zur-umwelt.de/umweltdaten/public/theme.do?nodeIdent=2313
Wie tief das in der Gebrauchsphase eindiffundiert, bzw. wie viel davon
an die Umgebung abgegeben wird, hab ich nicht gefunden.
Schätzungsweise ist es aufgrund der Partialdrücke (Innen, Außen) so,
dass das in sehr geringer Menge vorhandene Quecksilber zwar nach außen
diffundieren kann, jedoch wesentlich schlechter, als die in großer Menge
und hohem Druck vorhandene Luft nach innen diffundiert. Zudem ist
Quecksilber (Atomradius 150 pm) größer als Stickstoff (Molekülradius 110
pm) oder Argon (Atomradius 71 pm).
Daher gehe ich davon aus, dass die Lebensdauer der Lampe dadurch
begrenzt ist, dass Luft in die Lampe diffundiert und nicht dadurch, dass
Quecksilber herausdiffundiert und schließlich zu wenig drin ist.
Eine Lampe enthält Quecksilber und Neon mit wenigen Millibar. Die
Partialdruckdifferenz von Stickstoff ist nahezu 0,7 Bar. Grob geschätzt,
diffundiert der Stickstoff also mindestens einen Faktor 100 schneller.
Angenommen eine Lampe hat ein Gasvolumen (Neon) von 20 ml bei 5 mBar,
dann sind das etwa 0,1 mg. Wenn auch nur genau so viel Luft dazu kommt,
ist die Lampe nicht mehr zündbar. In dieser Zeit ist höchstens ein
hundertstel der dazugekommenen Luftmasse an Quecksilber entwichen.
Das wären etwa 10 µg über die gesamte Lebensdauer.
Nach meinen Erfahrungen mit Leuchtstofflampen ist es so, dass bei
Verwendung von EVGs die Ausfallursache meistens eine defekte Heizwendel
ist, und nicht, dass die Lampen Gas gezogen haben. Demnach ist die
Diffusion noch geringer als angenommen.
Wenn eine Lampe zerbricht, sieht das natürlich anders aus.
Das ist jedoch bei Glühbirnen auch nicht ungefährlich wenn sie gerade
brennen, denn viele Glühdrähte enthalten im Wolframdraht mehrere Prozent
(radioaktives) Thorium zur Verbesserung der Lebensdauer durch die
Veränderung der Kristallstruktur.
http://www.patent-de.com/19990708/DE69601767T2.html
Ich war schon einmal dabei, als der Glaskolben von einem 2kW
Halogenbrenner explodiert ist und die Glühwendel weitergebrannt hat. Da
steigt dichter weißer Rauch aus der Lampe auf, das ist das verdampfende
und oxidierende Material der Glühwendel.
Welche Leuchtmitteltypen welcher Hersteller thoriumhaltig sind, konnte
ich noch nicht herausfinden. Aber es handelt sich wohl besonders um die
leistungsstarken Typen von Halogenlampen.
Grüße,
Peter
Wieso baut man die ESL nicht einfach stabiler, so das sie nicht einfach
zu zerbrechen sind. Z.b. Plastikkappe über dem Glass ? dann gäbe es doch
kein Grund mehr für ein verbot.
Silvia A. schrieb:>Wieso baut man die ESL nicht einfach stabiler, so das>sie nicht einfach zu zerbrechen sind. Z.b. Plastikkappe>über dem Glass ?
Das schlug kürzlich unsere Bundeskanzlerin vor. Den Glaskolben aus
Kunststoff.
@ Silvia A. (silvia)
>zu zerbrechen sind. Z.b. Plastikkappe über dem Glass ? dann gäbe es doch>kein Grund mehr für ein verbot.
Wärmestau?
Merke: Ein technisches Problem von massenartikeln löst man nicht in der
Mittagspause. Schon gar nicht machen das Politiker.
MFG
Falk
>Merke: Ein technisches Problem von massenartikeln löst man nicht in der>Mittagspause
Die besten Ideen kommen mir immer dann, wenn ich ein bischen abstand zum
Problem habe. Das kann die Mittagspause sein, oder auch eine Sitzung auf
dem Stillen ortchen.
>Wärmestau?
So heiss werden die nicht
kurzes googeln ergab dieses Bild
http://www.e-werk-stengle.de/bilder/sparlampen/energiesparlampe-5.jpg
also scheint es ja nicht unmöglich zu sein.
>Wieso baut man die ESL nicht einfach stabiler, so das sie nicht einfach>zu zerbrechen sind. Z.b. Plastikkappe über dem Glass ? dann gäbe es doch>kein Grund mehr für ein verbot.
So etwas ähnliches gibt es schon für den Einsatz in der Nähe von
Lebensmitteln, in Reinräumen, Krankenhäusern usw.
Der Kunststoff sorgt dafür, dass die Lampe beim Bruch als Ganzes und
nahezu ohne Austreten von Leuchtstoff ausgebaut und entsorgt werden
kann.
http://www.osram.de/osram_de/Professionals/Allgemeinbeleuchtung/Leuchtstofflampen/pdf_LL-Literatur/103S007DE_SPLIT_control.pdf
Meiner Ansicht nach ist die LED als deutlich bessere Alternative
anzusehen. Es gibt mittlerweile wirklich angenehme Lichtfarben, die
einer Glühbirne sehr ähnlich sind. Wichtig ist, dass das Vorschaltgerät
gut ist und nur einen kleinen Stromrippel an der LED erzeugt. Lösungen
mit direktem Netzbetrieb flimmern mit 50 oder 100 Hz und das sollte man
nicht unterstützen.
Vor vielen Jahren hat sich schon gezeigt, dass das Flimmern von
Energiesparlampen mit direktem Netzbetrieb sehr stört und deshalb wurden
bald darauf nur noch Lampen mit EVG eingesetzt. Und jetzt gibt es schon
wieder Flimmertechnik, nur dass es diesmal LEDs sind.
Aus technischer Sicht lässt sich problemlos ein Netzteil konstruieren,
das die LED nahezu flimmerfrei mit Gleichstrom treibt.
Mich stört das Flimmern ganz erheblich und deswegen werde ich nur Lampen
einsetzen, die diesen unangenehmen Effekt nicht haben.
Grüße,
Peter
es ist also so, dass frühner (tm) kein Quecksilber in den ESL drin war.
Dann, mit dem Gesetzesbeschluß der EU, hat man sofort die Produktion der
ESL umgestellt und all das überflüssige Quecksilber, von dem die
ESL-Hersteller nicht wissen was sie damit tuen sollen, in die Lampen
eingefüllt.
Dass die ESL-Hersteller soetwas gemeines tun, DAS konnte nun wirklich
niemand in Brüssel wissen!
Man haben wir ein Glück dass es nur Quecksilber und kein Senfgas ist!
R. Freitag schrieb:> Wenn eine Leuchtmittel anfängt zu flackern, hat es 70 % seines> Hg-Inhaltes per Diffusion durch das Glas verloren.
Völliger Unsinn.
> Nun denk mal nach.
Ja, das empfehle ich - dringend!
Chris D.
Markus Müller schrieb:> Aufstehn wenn der Hahn krät und schlafen gehn wenn es dunkel wird.
Dann fehlt uns aber noch ein EU-Gesetz, das definiert, wann der Hahn zu
krähen hat und wann es denn dunkel ist.
Stell dir mal vor, was ohne so ein Gesetz passiert?
Ich bin stolzer Besitzer einer rund 100 Jahren alten Glühlampe(220
Volt,100 Watt) der Firma AEG(aus Erfahrung gut).Die funktioniert
noch,wird aber nur ganz selten zum Funktionsnachweis mit leichter
Unterspannung(210 Volt) angemacht.Meine Enkel sind begeistert von dem
"Leuchtmittel".
Günther N. schrieb:>> noch,wird aber nur ganz selten zum Funktionsnachweis mit leichter> Unterspannung(210 Volt) angemacht.
Schaut: So wird Strom gespart ;o)
Terraner . schrieb:> Dann fehlt uns aber noch ein EU-Gesetz, das definiert, wann der Hahn zu> krähen hat und wann es denn dunkel ist.> Stell dir mal vor, was ohne so ein Gesetz passiert?http://www.kanzlei-prof-schweizer.de/guterrat/urteile.html?id=1502
Auszüge aus dem Sachverhalt:
Der Kl. verlangt vom Bekl. in erster Linie Unterlassung der Hahnhaltung
auf seinem Grundstück bzw. hilfsweise schalldichte Verwahrung des Hahns
und Beseitigung des Komposthaufens an der Grenze zu seinem Grundstück.
Der Kl. ist Eigentümer eines Grundstücks in München-Obermenzing und
bewohnt eine auf diesem Grundstück gelegene Einfamilien-Doppelhaushälfte
zusammen mit seiner Ehefrau und den beiden Kindern im Alter von neun und
sechs Jahren. Der Bekl. wohnt mit seinen Eltern in einem Einfamilienhaus
auf dem ca. 1350 qm großen Nachbargrundstück. Dieses rechteckige
Grundstück grenzt mit seiner Schmalseite in voller Länge an das kl.
Grundstück. Direkt hinter der Grundstücksgrenze befindet sich auf Seiten
des Kl. der Garten, die Terrasse und der Spielplatz. Unmittelbar
angrenzend, gegenüber dem Kinderspielplatz, befindet sich die
Kompostanlage des Bekl.; die Entfernung bis zum Wohnhaus des Kl. beträgt
ca. 8 m. Der Bekl. errichtete Ende 1984 im rückwärtigen Teil seines
Grundstücks, nahe der Grenze zum Kl., einen Hühnerstall, in dem er
seither 4 Hühner und 1 Hahn hält. Aufgrund eines Bescheides der Stadt
wird der Hahn nachts in einem schalldichten Stall aufbewahrt.
Gleichzeitig mit der Errichtung des Hühnergeheges verlegte der Bekl.
seine Kompostanlage an die gemeinsame Grundstücksgrenze. Auf dieser
werden Gartenabfälle und gelegentlich Stallmist gelagert. Beide
Grundstücke befinden sich in einem allgemeinen Wohngebiet. Der Hahn auf
dem Grundstück des Bekl. kräht täglich mehrfach zu unterschiedlichen
Zeiten. Das LG hat den Bekl. *verurteilt, den Hahn von 20 Uhr - 8 Uhr
und an Samstagen, Sonn- und Feiertagen von 12-15 Uhr schalldicht zu
verwahren* und den Komposthaufen zu beseitigen.
...
Es besteht ein Anspruch gem. § 1004 I 2 BGB, da das Krähen während der
Nacht, den frühen Morgenstunden und an freien Tagen zur Nachmittagszeit
eine wesentliche Beeinträchtigung des Eigentums des Kl. darstellt und
somit *keine Duldungspflicht gem. §§ 1004 II, 906 I BGB besteht.* ...