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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Muss man zum E-Entwickler geboren werden?


Autor: Martin Wessels (Gast)
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Hallo Leute,

da ich jetzt meinen ersten Job angetreten habe stelle ich mir immer 
wieder folgende Frage:

Kann man als normaler, in die Gesellschaft integrierter Mensch überhaupt 
ein guter Entwickler werden? Ich habe mich in meiner DA aus Interesse 
mal an Elektronikentwicklung versucht (Embedded SW + HW) und ich muss 
sagen es war sau kompliziert, da man einfach ewig viel beachten muß und 
ich keine Erfahrung mitgebracht habe; aber es hat Spaß gemacht. In 
dieser Zeit durfte ich einige Enwickler einer Tochterfirma kennenlernen, 
welche mich allerdings ein wenig davon abgeschreckt haben weiter in 
dieser Richtung arbeiten zu wollen. Die meisten sahen aus, als wenn die 
noch nie Sonnenlicht gesehen haben, geschweige denn ne Freundin 
abbekommen.. Dann waren die meisten so ängstlich und haben nie 
irgendwelche interessanten Hobbys sondern meist irgendwas in Richtung 
Funken oder RC oder sowas.

Auch einen jungen angehenden Studenten mit gerade mal 18 durfte ich dort 
kennen lernen. Dieser war fachlich eine Granate. Der hatte deutlich mehr 
Wissen im Bereich SW + HW als ich hatte (und vermutlich jemals haben 
werde). Der konnte wirklich alles. Aber es war ein richtig krasser 
Freak. Während wir an Herrentag mit Freunden durch die Gegend gezogen 
sind hat der Bücher übers Programmieren gelesen -.-.. Ansonsten 
interessiert den auch NUR Elektronik. Frauen oder irgendwelche Hobbys. 
Fehlanzeige. Papa war E-Technik Prof...

Dann hab ich noch einen guten Kumpel, der auch Elektronik Entwickler ist 
und EXTREMST introvertiert ist. Der spricht so leise, dass der einem 
schon in die Ohrmuschel steigen muss, damit man was versteht. Außerdem 
meldet er sich nie von sich aus bei Eltern bzw. Freundeskreis. Er lebt 
extremst allein. Aber er ist super sympatisch und nett und einfach ein 
fachliches Genie, aber ebn auch ein sonderbarer Mensch.

Zu guter Letzt noch die Entwickler aus der jetzigen Firma. Auch diese 
(zumindest die Elektronikentwickler!!) unterstreichen DURCHWEG das 
Klischee eines introvertierten Einzelgänger-Ingenieurs. Fachlich ganz 
weit oben; menschlich interessant irgendwo zwischen Knäckebrot und 
Körnerbrötchen...

Eigentlich mag ich die Elektronik und auch das Programmieren sehr gerne; 
nur wenn ich sehe mit was für Leuten man dort arbeitet (zu denen man 
sich ja mit den Jahren zwangsläufig entwickelt) stelle ich mir 
tagtäglich die Frage ob man tatsächlich zum Elektronik-Entwickler 
geboren sein muss..

Vielleicht hat ja einer ähnliche Erfahrungen oder kann mich wenigstens 
entkräftigen.

Viele Grüße,

Martin

Autor: Klaus (Gast)
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Ich finde du solltest erstmal selber an deinen sozialen Fähigkeiten 
arbeiten, wenn ich sehe, mit welcher Geringschätzung du hier über 
Menschen schreibst, bloß weil sie andere Interessen und im Leben andere 
Prioritäten gesetzt haben als du.

Autor: Michael H. (michael_h45)
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Martin Wessels schrieb:

> Muss man zum E-Entwickler geboren werden?
Meine Meinung: ja, aber nicht so wie du das jetzt in den Kontext 
stellst, denn...
> noch nie Sonnenlicht gesehen haben, geschweige denn ne Freundin
...das muss nicht gleichbedeutend damit sein.
Sicher zieht die Sparte die cojoneslosen Bleichnasen an, aber die kommen 
nie weit, eben weil sie sich nichts trauen.
Sollte so einer wirklich längere Zeit weiter über dir in der Hirarchie 
stehen, mach nen Bogen um die Firma - da stimmt was nicht.

Meine Erfahrung: Es gibt genug normale Menschen auch in dieser Sparte.

Autor: Michael H. (michael_h45)
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Klaus schrieb:
> bloß weil sie andere Interessen und im Leben andere
> Prioritäten gesetzt haben als du.
würde dir zustimmen, wenn sie das denn freiwillig getan hätten...

überm teich gibts da diese nette spitzfindigkeit: childless by choice 
und childless by choice of others ^^

Autor: Matthias (Gast)
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Nun ja, die allgemein als 'Freaks' oder 'Nerds' bekannten Mitmenschen 
sind im Kreise der E-Techniker imho deutlich überrepräsentiert. Es gibt 
aber auch hier genügend normale Menschen, meist daran erkennbar, daß sie 
tausend verschiedene Hobbies haben und in jedem einzelnen Vollgas geben. 
Das sind dann auch diejenigen, die später die Karriereleiter 
hochklettern.
Die Freaks hingegen bleiben ihr Leben lang in ihren Entwicklerbutzen 
hängen, was dem Image des E-Technikers sicher nicht zuträglich ist.
Letztlich ist es genau diesem Umstand zu verdanken, warum ich doch noch 
karrieremäßig auf die Tube drücke: Geld und Ruhm ("Boah, der ist 
Abteilungsleiter!") hat mich nie gereizt, aber die Aussicht die nächsten 
30 Jahre in einer Kammer mit den Friemels zusammensitzen zu müsen....

Autor: Mine Fields (Gast)
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Die Elektronikentwickler, die ich kenne, sind eigentlich relativ normale 
Leute. Die Single-Quote in den Firmen, in denen ich bisher war, war auch 
ziemlich niedrig, nicht selten waren es Familienväter.

Klar, ab und zu trifft man auch mal einen Nerd an, aber in meiner 
eigenen Erfahrung sind die in der Unterzahl. Das hängt aber sicherlich 
auch von der Firma ab - wenn in einer Firma viele Nerds anzutreffen 
sind, werden sich dazu auch immer eher Nerds hinzugesellen.

Wobei ich schon sagen muss, dass die Hobbies von vielen 
Entwicklungsingenieuren schon ziemlich extrem sein können. Von Oldtimern 
bis Arktikexpeditionen war da scho alles dabei.

Autor: Christian R. (supachris)
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Also bei den etwa 40 Elektronik- und Software-Entwicklern bei uns gibts 
keinen einzigen introvertierten und nur 2 oder 3 Singles. Die meisten 
haben Frau und Kind(er) und einen völlig normalen Lebenswandel mit 
Hobbys, Freunden, Kultur usw.
Wer weiß, was du da für Leute kennen gelernt hast.

Autor: Valentin Buck (nitnelav) Benutzerseite
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Um heute in der Gesellschaft erfolgreich zu sein, muss man besonders 
sein.
Etwas zu können, reicht nicht mehr.
Man muss in etwas extrem gut sein.

Allerdings finde ich es auch merkwürdig,
NUR das fachliche zu machen.

Es muss ein Hobby sein, sonst macht es keinen Spaß.
Es muss Spaß machen, sonst interessiert es einen nicht.
Wenn es einen nicht interessiert, ist man nicht dafür zu gebrauchen.

Diese sehr introvertierten Leute sind zum Großteil kaum introvertiert.
Sie reden nur nicht gerne mit Leuten, die keine Ahnung haben.
Guck dir mal Hackerspaces an.
Von der Lautstärke her, ganz normal.
Vom Gespräch verstehen die "normalen" Leute trotzdem nichts.

Unsere Gesellschaft wird von Leuten bestimmt, die ihrem Leben eine 
Richtung geben. Jedenfalls die Gesellschaft, in der ich gerne leben 
würde.
Denkst du nicht, dass Steve Jobs, Bill Gates und Larry Page Genies sind?
Anstatt saufen zu gehen haben sie Erfindungen gemacht, die unser Leben 
verändern.
Und die waren auch nicht alleine.
Denk nur mal an Steve Jobs und Steve Wozniak.
Die haben sich nicht in Kellergewölben verkorchen, weil sie so große 
Angst vor der Welt hatten, sondern haben ihren eigenen Computer 
entworfen, gebaut und vermarktet.

Nerds sind keine weltfremden Leute.
Im Gegenteil. Sie existieren in hier und jetzt, im Real Life und in 
virtuellen Welten und sie BEHERRSCHEN diese.

Andere Leute folgen dem Ruf der Masse.
Alle hören die gleiche Musik, gucken die gleichen Fernsehsendungen, 
stumpfen ab.

Diese Leute sollen glücklicher sein?

Man kann in der Welt einiges erreichen.
Du kannst auch noch ein guter SW/HW-Ingeneur werden.
Nur musst du es akzeptieren, anstatt dir die Birne rauszuballern mal 
etwas zu lernen.

Wie ich schon erwähnte, diese Leute sind nicht gesellschaftsabgewendet, 
sie wollen einfach nur Leute, die sie auch verstehen.

Das ist wie bei Fussballklubs:
Man gehört zu einem Team.

Die erwähnten Hobbys, RC und Funken sind nun mal häufige Hobbys unter 
Elektronikern. Und es sind Hobbys.
Hast du schon mal mit jemandem aus Borneo oder Suriname geredet?
Hast du schon mal eine Medaille bei einem RC-Flugwettbewerb (-> 
Gesellschaft) gewonnen?

Klar, es gibt ein paar Leute, die wirklich weltfern sind.
Aber die meisten sind kommunikativ und freundlich, wenn man sich auf 
ihrem Niveau bewegt.

Es gibt genügend Nerds, die auch eine Freundin haben.
Manchmal (selten, aber steigend) gibt es auch 
Nerd(m)-Nerd(w)-Beziehungen.

Diese Leute sind Teil der Gesellschaft.
Diese Leute beherrschen ihren Teil.
Diese Leute haben auch Hobbys.
Diese Leute sind nicht weltfern.

Guck dir mal den 27C3 oder so was an.
Dann weißt du, wie die sind.

Mit freundlichen Grüßen,
Valentin Buck

Autor: Zwölf Mal Acht (hacky)
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Es gibt auch Kommunikative und es gibt auch hoechst kommunikative 
Entwickler. Die ersteren wollen sich austauschen, und die Zweiteren 
wollen sich positionieren.

Es gibt Leute, ich nenn die nicht mehr wirklich Entwickler, die brauchen 
einen Monat um drei Transistoren auf einer Leiterplatte zu 
positionieren. Die Posaunen diese Super-Entwicklung dann in die Welt 
hinaus und positionieren sich als die Groessten. Natuerlich ist diese 
Entwicklung dann mit Gebrauchsmusterschutz und Patenten ueberzogen und 
echt teuer am Markt. Zum Glueck machen es mir diese Leute leicht, ihnen 
zu bedeuten, dass ich nicht in ihrer Liga spiele, daher muss ich mich 
auch nicht damit aufhalten.

Autor: X- Rocka (x-rocka)
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Ich würde sagen: Zufall, dass du solche "Nerds" kennengelernt hast.

Die Elektronikentwickler, die ich kenne, sind ganz normale Menschen, 
nach meinem Geschmack meist intelligenter und mit gutem Humor 
ausgestattet. Keiner dabei ohne Hobbys (im Gegenteil, einige Musiker wie 
ich) und keiner mit Kommunikationsproblemen.

Autor: MaWin (Gast)
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> Kann man als normaler ... Mensch
> überhaupt ein guter Entwickler werden?

Nein.

Wenn du 'gut' mit 'herausragend' übersetzt,
ist klar, daß ein normaler Mensch
niemals herausragend sein kann,
das widerspricht schon der Definition.

Aber alle Menschen sind verschieden,
und einige davon eignen sich gut als Entwickler.

Bloss wenn man Studium und Job ohne Talent
sondern nur mit den Dollarzeichen in den Augen
und bereitgestelltem Aktenköfferchen durchlebte,
wird man sicher kein guter Entwickler.

Um so herausragender Leute sind, auch in Musik,
Schauspiel, Sport, um so unnormaler sind sie.
Denn Normal ist je gerade durch dem Durchschnitt
entsprechend definiert.

Autor: G. (Gast)
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**************************************************
sagen es war sau kompliziert, da man einfach ewig viel beachten muß
****************************************************

Da hast Du gesehen, wohin der Hase läuft. Entwicklung ist heute mehr 
denn je Paragrafenmanagement und Beachten von Vorschriften

Ich bin bei Dir, wenn Du infrage stellst, ob man Entwickler werden kann:

Was das kreative Element angeht, muss man dafür ein Interesse haben und 
sozusagen dafür geboren sein. Daher bin ich gegen Werbung für den 
Ingenieurberuf.

Autor: Martin Wessels (Gast)
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Stefan L. schrieb:
> Wobei ich schon sagen muss, dass die Hobbies von vielen
> Entwicklungsingenieuren schon ziemlich extrem sein können. Von Oldtimern
> bis Arktikexpeditionen war da scho alles dabei.

Hi Stefan,

also meine Definition von "extrem" befindet sich ziemlich genau hier:
http://www.goprocamera.com/ (einfach Trailer laufen lassen :-) )

In meinem Bekanntenkreis gehen halt viele Leute eher solchen Hobbies 
nach als Hallenhalma oder Wettlöten.

Von daher sollte man vielleicht mein "normal" auf Leute beschränken die 
solchen Aktivitäten leidenschaftlich nachgehen. Gibt es hier 
Entwicklungsings die sowas (in der Art) machen???

MaWin schrieb:
>> Kann man als normaler ... Mensch
>> überhaupt ein guter Entwickler werden?
>
> Nein.

Also da ich dein Wort ja immer sehr zu Schätzen weiß würde ich gern 
wissen, ob du glaubst, dass man als Ingenieur mit solchen 
Freizeitinteressen wie im Video zu sehen eine reelle Chance hat ein 
guter E-Entwickler zu werden... So merkwürdig diese Frage erscheint. 
Denk da mal bitte drüber nach.

Von den Entwicklern die ich bisher kennenlernen durfte, hat sowas nicht 
mal ansatzweise jemand gemacht. Vielleicht habe ich noch nicht die 
richtigen Entwickler kennengelernt; vielleicht bin ich mit meinen 
Interessen von Hobbys/Lebensart dieser Klasse und dem Anspruch 
Elektronik entwickeln zu wollen auch ganz allein auf weiter Flur :-D

hmm

Autor: MaWin (Gast)
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> vielleicht bin ich mit meinen
> Interessen von Hobbys/Lebensart dieser Klasse und dem Anspruch
> Elektronik entwickeln zu wollen auch ganz allein auf weiter Flur

Du bist auf jeden Fall kein normaler Mensch, denn durchschnittliche 
Menschen stürzen sich nicht irgendwo runter.

Thrill und (wenn man es besser machen will als andere) Geltungsbedürfnis 
sind nicht unbedingt die notwendigen Kerneigenschaften eines 
E-Entwicklers.

Aber das schliesst ja nicht aus, daß man irgendetwas nützliches für die 
jeweilige Sportart mit Fachkompetenz entwickelt,, was andere nie machen 
werden weil ihnen die Kenntniskombination fehlt. Wirkliches high tech 
kommt aber wohl von anderen.

Die jedoch nie eine Ski-Slalomabfahrt (oder so) gewinnen werden.

Kein Mensch kann alles, jeder kann etwas, man sollte seine Talente 
finden und nutzen.

Autor: Jeeves (Gast)
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"Schämen sollten sich die Menschen,
die sich gedankenlos der Wunder der Wissenschaft und Technik bedienen,
und nicht mehr davon geistig erfasst haben,
als die Kuh von der Botanik der Pflanzen, die sie mit Wohlbehagen 
frißt."

(Albert Einstein auf der Eröffnung der Funkausstellung Berlin 1930)

Autor: X- Rocka (x-rocka)
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Jeeves schrieb:
> "Schämen sollten sich die Menschen,
> die sich gedankenlos der Wunder der Wissenschaft und Technik bedienen,
> und nicht mehr davon geistig erfasst haben,
> als die Kuh von der Botanik der Pflanzen, die sie mit Wohlbehagen
> frißt."
>
> (Albert Einstein auf der Eröffnung der Funkausstellung Berlin 1930)

Jau, 1930.

2011 sieht das schon anders aus. Oder gibt's Leute hier, Die bei allen 
techn ischen Dingen, die sie benutzen, auch wissen, wie es funktioniert?

Autor: AKKS (Gast)
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Moin,

also ich btreibe zwar keinen X-Sport mehr, aber als Jugendlicher war ich 
doch begeisterter Aggressive-Skater(incl. mehrtägigem Aufenthalt im 
Krankenhaus) und Kampfsportler(Tae-Kwon-Do). Heute beschränke ich mich 
auf Squash und gelegentlich mal Snowboarden oder Enduro fahren. Wobei 
meine Motorradfahrweise mich auch schon öfter fast ins KH und einmal 
fast unter die Erde gebracht hat.

Ich bin allerdings erst seit fast zwei Jahren Beruflich Entwickler, also 
es kann ja sein dass ich demnächst nur noch Mikado mache.

Autor: Nachtaktiver (Gast)
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Aber so verallgemeinern kann man das auch nicht!
Ich möchte nicht sagen das ich später ein Top Entwickler werde, aber
wenn ich mich reinhaue dann könnte ich ein "vernünftiger"-Entwickler 
werden.

Als ich den Text vom Themenersteller gelesen habe, hatte ich schon ein 
wenig Angst weil Bücher über Programmieren lese ich auch, aber ein 
solchen Buch wird sofort beiseite gelegt wenn im Freundeskreis etwas 
unternommen wird.
Es ist nur ein Hobby, nicht mehr - nicht weniger.
Bin ich aber deswegen Introventiert? - Keinesfalls.
Ich denke eher das ich draußen im echten Leben hyperkommunikativ bin.

Ingesamt möchte ich sagen das man nicht als Entwickler geboren sein 
muss.
Man hat sein Leben selbst in der Hand und wenn man etwas erreichen 
möchte
dann kann man das auch, wenn man sich auch entsprechend in Zeug legt und 
seine Chancen effektiv nutzt. Oder anders gesagt:
Vielleicht wird es auch mal einen Abend geben an dem dann doch mal das 
Programmierbuch gelesen wird, anstatt das man mal in die Kneipe geht und 
mit den Jungs eine Runde Skat kloppt - aber Opfer muss jeder erbringen.

Es hängt ganz von dir ab ob du nun hinterher einer von diesen 
Introventierten-Entwickler bist oder nicht bist.

Dazu möchte ich aber noch sagen das ich dieses Bild des völlig 
introventierten E-Technikers kein bisschen verstehen kann.
Bei mir an der Uni mag es den ein oder anderen Introventierten, 
Nerd-Geek und sogar Homophobe Menschen geben, aber insgesamt sind das 
alles offene Menschen - Aber solche Leute gibt es auch in anderen 
Sparten.

Natürlich sind Entwickler technisch verspielt und dann wird eine 
Alarmsirene an einen Prüfstand montiert welche bei einen Fehler im Test 
laut vor sich hin surrt und mach einer sich vor Lachen nicht mehr halten 
kann. Vorallen wenn dann der Auftraggeber anruft und dies mitbekommt, 
und seinen gewünschten Alarmton dann doch nicht mehr haben möchte.
Aber das sind auch Dinge welche die Arbeit doch sehr angenehm gestalten.

Mal schauen..
Ich bin früher Skateboard gefahren und bin Parcour gelaufen. :D

Autor: Bürovorsteher (Gast)
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> Kann man als normaler, in die Gesellschaft integrierter Mensch überhaupt
> ein guter Entwickler werden?

Eher nicht. Entwickler wird man nicht per Studienabschluss; man ist 
innerlich ein Entwickler und studiert dann das als dafür passend 
erachtete Fach.
Das heißt aber nicht, dass man ungewaschen im ranzig riechenden 
Norwegerpullover in spärlich erleuchteten und nasskalten Kellerräumen 
irgendwelche zweifelhaften Erfindungen zusammenfrickelt.
Das Sozialverhalten kann teilweise deviant sein, da man sich mit Blinden 
meist nicht über Farben unterhalten kann, aber ansonsten sind auch 
Entwickler nicht auf den ersten Blick verhaltensauffällig, teilweise 
haben sie sogar Frau und Kinder.

Autor: Heinrich (Gast)
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Martin Wessels schrieb:
> Kann man als normaler, in die Gesellschaft integrierter Mensch überhaupt
> ein guter Entwickler werden?

Was ist schon normal?

Aber die Frage die du stellt würde ich auch mit NEIN beantworten.

Als guter Entwickler muss man letztlich v.a. eines machen: nachdenken 
und konzentriert arbeiten. Weniger: herumschwatzen.

Privat eher: Bücher lesen, Strategiespiele (wie z.B. Schach), 
intelligente Gespräche mit Gleichgesinnten, weniger: Hampelhobbys haben 
und Partys besuchen und mit linear-brainern reden müssen (das tut 
irgendwann sogar weh).

Eher herausfinden zu wollen wie die Dinge wirklich funktionieren, 
weniger Welt der Wunder - Bildung.

Das nerdige was die Leute so introvertiert erscheinen lässt, ist 
tatsächlich, keine Lust zu haben in dem Ozean der Unwissenheit jedesmal 
den Lehrer spielen zu wollen.

Ein guter Entwickler kannst du als - 'was man so normal nennt' - schon 
werden - aber ein sehr guter, vermutlich nicht.

Beziehungstechnisch ist man als Nerd auch eher der Verlierer - geht aber 
z.B. mit einer WE-Beziehung ganz gut: In der Woche ist man der Nerd und 
am WE schaltet man sein Gehirn ab und macht das, was die Anderen auch 
machen.

Autor: Klaus (Gast)
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Heinrich schrieb:
> Privat eher: Bücher lesen, Strategiespiele (wie z.B. Schach),
> intelligente Gespräche mit Gleichgesinnten, weniger: Hampelhobbys haben
> und Partys besuchen und mit linear-brainern reden müssen (das tut
> irgendwann sogar weh).

Juri, bist du es?

Autor: Heinrich (Gast)
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Von Juri hab ich zuletzt gelesen das er vom russischen Geheimdienst 
abgeholt wurde und derzeit in Sibirien Nachhilfe in Mathematik gibt in 
irgendeinem Gulag - für wenig Geld. Man hat ihn eine Zeit lang ans Bett 
gefesselt, weil er immer geschrieen hat: Alle dumm! Alle dumm! Alle 
dumm!
Warscheinlich chemisch ruhig gestellt.

:-)

Autor: Helmut S. (helmuts)
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Passend zum Thema von Dilbert:

http://www.youtube.com/watch?v=CmYDgncMhXw

Autor: X- Rocka (x-rocka)
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Wie schon gesagt, die Entwickler die ich kenne, sind alle recht "normal" 
und kommunikativ und intelligent.

Ich habe ein Jahr in den USA in einer reinen Entwicklungsfirma 
gearbeitet (30 Ingenieure, 1 BWLer, 1 Sekretärin), auch alle "normal" 
und kommunikativ und intelligent.

Autor: Ach je (Gast)
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Leute, es sind Schulferien, da kommen die Trolle wie "Martin Wessels" 
aus allen Löchern, und Ihr habt nichts besseres zu tun, als ihn zu 
füttern?

Autor: Christian R. (supachris)
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Kommt eben drauf an, was man normal nennt. Wenn normal ist, dass man 
sich 3 mal pro Woche komplett besäuft und jede Nacht am Wochenende 
durchgehend unterwegs ist und Party macht, dann kenne ich tatsächlich 
wenige Entwickler, die da reinpassen. Wenn normal allerdings 
Familienmensch mit Frau und Kind(ern) ist, die abends gerne mal Kultur 
besuchen, ins Restaurant gehen und am Wochenende klettern gehen oder so, 
dann kenne ich da viele Entwickler, die da reinpassen. Komasaufen und 
Ballermann wirst du bei Entwicklern kaum finden.

Autor: Richard M. (thebluebrain)
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Ja, ich weiß, der Thread ist schon alt. Das Thema aber zweifelsohne 
zeitlos.

Als "betroffener Nerd" möchte ich aber auch meinen Senf dazu geben. ;)

Ist man denn gleich ein Nerd oder einer dieser "seltsamen Gestalten", 
nur weil man noch andere Interessen hat, als jeden Tag nach Feierabend 
und am Wochenende mit den Kumpels rum zu hängen und Bier zu trinken?
Das gleiche gilt auch für Leute, die z.B. eine bestimmte Sportart sehr 
exzessiv betreiben.

Martin Wessels schrieb:
> Dann waren die meisten so ängstlich und haben nie
> irgendwelche interessanten Hobbys sondern meist irgendwas in Richtung
> Funken oder RC oder sowas.

Das zeigt leider, wie wenig Ahnung du hast.
"RC" soll langweilig sein? z.B. ein Fluggerät zu bauen und dieses dann 
zu steuern. Mit vielen anderen in der freien Natur zusammen zu sein, bei 
Treffen, zum gemeinsamen Grillen am Flugplatz, Ausflüge zu machen, ...

Funken ist zwar jetzt auch nicht mein persönliches Ding, aber trotzdem 
respektiere ich es. Und ich denke es ist sehr wohl interessant, mit 
anderen Leuten, die vielleicht sehr weit entfernt sind und/oder an sehr 
abgelegenen Orten dieser Welt leben, zu kommunizieren.


Martin Wessels schrieb:
> Frauen oder irgendwelche Hobbys. Fehlanzeige.

Ähhh, was sind denn für DICH "Hobbies", wenn Funken, RC und Elektronik 
keine sind?

Ich für meinen Teil hatte schon mehr Frauen, als meiner jetzigen lieb 
ist.
Das konnte ich aber schon immer sehr gut miteinander vereinbaren.
Dazu muss man aber nicht von Freitag bis Sonntag Abend mit den Kumpels 
abhängen.


Der Grund, warum einige Leute besonders gut und wissend in Ihrem Fach 
sind, ist aber auch, weil sie sich damit beschäftigen.
"Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen." wie es so schön heißt.
Wenn man NUR mehr draußen ist, Sport macht, mit Freunden zusammen ist, 
etc. Woher soll dann das Wissen kommen?
Ein kurzes Studium oder ein paar Jahre im Job, machen noch keinen guten 
Programmierer. Wenn einen das nicht auch persönlich interessiert, wird 
das nix.
Du wist auch keinen Spitzensportler finden, der außerhalb seiner 
Wettkämpfe nur vor dem Fernseher liegt.

Früher wurden Menschen, die ein Verständnis für komplexe Dinge hatten, 
als Hexer bezeichnet. Heute halt als "seltsam", "Nerds" oder ähnliches.
Wir leben nun mal in einer Technik-Welt. Und mir ist es auch schlichtweg 
zu blöd, wegen jedem Mist einen Techniker zu rufen, nur um an der 
Haussteuerung was zu ändern, das Handy zu flashen oder das Heimkino zu 
verkabeln.
Ich gehe dem lieber selbst auf den Grund und kenne mich dann auch aus.

zu meiner Person:
m, 40, verheiratet, Kinder, gutaussehend, sportlich ;)
Beruf: selbstständig, Programmierer und Entwickler (tlw. auch HW)
Hobbies: Modellbau, Elektronik, Auto, Computer, programmieren, Technik, 
Multimedia und das eigene Heim- bzw. Privatkino

Autor: Manfred (Gast)
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Richard M. schrieb:
> zu meiner Person:
> m, 40, verheiratet, Kinder, gutaussehend, sportlich ;)
> Beruf: selbstständig, Programmierer und Entwickler (tlw. auch HW)
> Hobbies: Modellbau, Elektronik, Auto, Computer, programmieren, Technik,
> Multimedia und das eigene Heim- bzw. Privatkino

OK, Du hast Frau und Kinder - ansonsten kommst Du aber der Beschreibung 
des Threaderstellungskaspers erschreckend nahe: Deine Hobbies liegen 
passend zum Beruf.

Autor: Richard M. (thebluebrain)
Datum:

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Ja, eben genau deswegen.
Ich wollte damit aufzeigen, dass auch beides geht.
Eine Nacht bis in die Morgenstunden im "Kammerl" in Elektronik 
vergraben, am nächsten Abend Sex, drugs and Rock'n'Roll. :)

Ich soll hierbei auch keineswegs als Ausnahme herhalten.
Gerade vom Modellbau kenne ich viele(!) die auch technisch voll auf Zack 
sind, aber genauso Frau/Freundin haben, Sport machen, mit Kumpels 
abhängen, etc.

Extrema in beide Richtungen wird es immer geben. Die einen können nicht 
mal ein Ikea-Regal aufbauen, die anderen würden ohne P*rn*s nicht 
wissen, wie eine Vagina ausschaut.

Was da auch immer für Leute in der Firma, wo der TE 'Martin Wessels' 
arbeitet sind. Oder eben, wie er sie wahr nimmt.
Ich frage mich auch, ob er mit jedem stundenlange Gespräche geführt hat, 
um darüber urteilen zu können, wofür sie sich interessieren, oder wie 
deren Freizeit ausschaut.
Nur, weil jemand im Büro nicht ständig Titten-Bilder an die Kollegen 
schickt, heißt das doch noch lange nicht, dass er sich nicht für Frauen 
interessiert oder eine Freundin hat.
Einfach idiotisch das ganze!

: Bearbeitet durch User
Autor: Volker SK (vloki)
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Richard M. schrieb:
> Einfach idiotisch das ganze!

Einen 6 1/2 Jahre alten Trolltread ausgraben?

Autor: dercr (Gast)
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Volker S. schrieb:
> Einen 6 1/2 Jahre alten Trolltread ausgraben?

Warum nicht? Das Thema ist wie von Richard gesagt nicht weniger aktuell 
als vor 6 Jahren

Autor: Richard M. (thebluebrain)
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Volker S. schrieb:
> Einen 6 1/2 Jahre alten Trolltread ausgraben?

... auf den noch immer verlinkt wird.

Außerdem: sei nicht so vorschnell, jemanden als Troll zu bezeichnen.
Nicht jeder, der dummes Zeug schreibt, ist gleich ein Troll.
Einige sind schlichtweg wirklich so dumm. :)

Autor: Volker SK (vloki)
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dercr schrieb:
> Volker S. schrieb:
>> Einen 6 1/2 Jahre alten Trolltread ausgraben?
>
> Warum nicht?...

Richard M. schrieb:
> Nicht jeder, der dummes Zeug schreibt, ist gleich ein Troll.
> Einige sind schlichtweg wirklich so dumm. :)

OK, dann weiterhin viel Spaß ;-)

: Bearbeitet durch User
Autor: Trollbeitragsbewerter (Gast)
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Dieser Beitrag erhält 2 von 10 möglichen Punkten.

Schon bei der Wahl der Zielgruppe (Elektronik-Entwickler) versagt der 
Beitrag. Attribute wie "Introvertiert" oder "gesellschaftlich 
verkümmert" dichten einfach gestrickte Mitmenschen eher Informatikern 
an, welche hier teils auch vertreten sind.

Außerdem ist der Text wenig überzeugend. Die Wahl der Sprache und häufig 
gebrauchte Herforhebungen sind übertriebn und atypisch für Subkultur, 
welhce der Text vermutlich verkörpern will (arrogante Schnösel).

Einzig die Wahl des Zeitpunktes (Samstag abend) ist relativ geschickt. 
Die Wahrscheinlichkeit in der Zielgruppe genau dann Personen zu finden, 
die sich angepsrochen fühlen, ist dann höher.

Aber was dem Beitrag fehlt, ist etwas für einen Trollbeitrag elementares 
: Üblich ist es, Dissens zwischen zwei Gruppen zu säen, um eine 
möglichst angeregte Diskussion zu erreichen. Hier fehlt die zweite 
Gruppe.

2 Punkte gibt es für die Mühe, den Text so detailliert und lange zu 
gestalten.

Autor: Offene Fragen (Gast)
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Was immer noch unklar ist: Wer steckt hinter diesen Beitraegen, die ja 
offensichtlich seit vielen Jahren mit grossem Aufwand verfasst werden? 
Der Stil ist in ungefaehr immer der selbe.
Soll da ein gewisses Bild von den Nutzern des Forums vermittelt werden, 
um die Seriositaet der Beitraege in Frage zu stellen?
So etwas macht doch keine Privatperson, oder? Wer koennte Interesse an 
solchen Kampagnen haben?

Autor: Martin Schlüter (led_martin)
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Nun hänge ich mich auch noch an diesen uralten Thread,

ein Aspekt fehlt mir hier noch: Manche Menschen, wie z.B. ich, mit 
deutlicher autistischer Veranlagung, sind einfach schon immer 'anders' 
und landen fast zwangsläufig bei Hobbys wie der Elektronik, oder anderem 
'Bastlerkram', weil sie in der Gesellschaft keinen Anschluß finden. Da 
ist dann, bei der Berufswahl, die Entscheidung für ein enstsprechendes 
Fach auch nicht mehr weit. Früher haben solche Menschen in 'diesen' 
Berufen auch ihre Niesche gefunden, heute sind sie selbst dort 
unerwünscht, trotz oft vorhandenen speziellen Begabungen.

Mit freundlichen Grüßen - Martin

Autor: Volker SK (vloki)
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Offene Fragen schrieb:
> So etwas macht doch keine Privatperson, oder? Wer koennte Interesse an
> solchen Kampagnen haben?

Hoffentlich schützt mich mein Aluhut vor denen ;-)

Autor: Marc Horby (marchorby)
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Martin Wessels schrieb:
> Muss man zum E-Entwickler geboren werden?
------------------------------^^


Naja, was willst du ungeboren auch erreichen?

Autor: genervt (Gast)
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Martin S. schrieb:
> trotz oft vorhandenen speziellen Begabungen.

Kann es sein, dass außer dir niemand von dieser Begabung weiß.

Autor: Richard M. (thebluebrain)
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I.d.R. gibt es zwei verschiedene Menschen:
"Künstler" und Techniker.
Die einen tuen sich bei logischen Sachen leichter, die anderen bei 
abstrakten. (ist das der richtige Ausdruck?)

Ich zu Beispiel habe mich in der Schule in Fächern wie Mathematik, 
Labor, Physik und Chemie immer relativ leicht getan, einfach weil es 
logisch ist und immer gleichen Regeln folgt.
Dafür habe ich mich in Fächern wie Geschichte und Sprachen schwerer 
getan.

Bei Elektronik oder Technik-Kram, wo andere meinen das so "sooo 
kompliziert", kann ich das teilweise nicht nachvollziehen.
Meiner Meinung nach ist das aber in 99% der Fälle schlicht der Faulheit 
der Leute geschuldet.
Die wollen nichts probieren, nichts studieren, sich nicht damit 
beschäftigen.
"Ich kann das nicht, also rühre ich es auch nicht an."

Obwohl z.B. das "Play >" Symbol schon seit den allerersten 
Kassetten-Recordern gleich geblieben ist, bis hin zu aktuellen UHD 
Blu-Ray Player, können Leute z.B. Ihren DVD Player bedienen, fühle sich 
aber gleich total überfordert, eine Blu-Ray abzuspielen.

Ich habe dafür Probleme z.B. einen Stoff für die Vorhänge auszusuchen, 
der dann auch ins Zimmer passt. :D

Autor: Volker SK (vloki)
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Richard M. schrieb:
> Ich habe dafür Probleme z.B. einen Stoff für die Vorhänge auszusuchen,
> der dann auch ins Zimmer passt. :D

Ne, du hast lediglich das Problem, dass es dir nicht egal ist, dass 
irgendjemand anderer denken könnte, der Stoff würde nicht passen ;-)

Autor: Cyborg (Gast)
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Geboren wird man in keinen Beruf, sondern man hat sich irgendwann
mal ENTSCHIEDEN, nicht mehr und nicht weniger und das war es dann
auch schon.

Autor: Marc Horby (marchorby)
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Cyborg schrieb:
> Geboren wird man in keinen Beruf, sondern man hat sich irgendwann
> mal ENTSCHIEDEN, nicht mehr und nicht weniger und das war es dann
> auch schon.

Du kennst anscheinen die MikroconTroller-Profis hier aus dem Forum 
nicht!

Autor: Richard M. (thebluebrain)
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Cyborg schrieb:
> Geboren wird man in keinen Beruf, sondern man hat sich irgendwann
> mal ENTSCHIEDEN, nicht mehr und nicht weniger und das war es dann
> auch schon.

Jein würde ich sagen.
In den seltensten Fällen wird jemand z.B. seit seiner Kindheit tanzen, 
malen oder musizieren und dann plötzlich Softwareentwickler werden 
wollen.
Oder umgekehrt, ein Computer-Freak, der plötzlich Modedesigner werden 
möchte. :D

Mein Sohn hat schon bevor er in die Schule kam, die Aufgaben aus dem 
Rechenheft der 4. Klasse lösen können und seinen Großeltern erklärt er 
das Handy. :)
Da würde es mich schon sehr wundern, wenn der nicht mal was in Richtung 
Technik machen wollen würde.
Wobei es ja auch da unzählige Wege gibt. Von Medizintechnik, mit einem 
sozialen Aspekt über Maschinenbau bis hin zu Luft- und Raumfahrt oder 
eben auch etwas in Richtung EDV, IT, Internet, ...

Ein bisschen Zeit hat er ja noch, und wer weiß schon, wo sich die 
Technik hin entwickeln wird.
Zu Zeiten der ersten Consumer-Mobiltelefone hat sich auch noch keiner 
träumen lassen, zu was das noch alles führen wird, von der 
Apple-"Religion" über Apps, Internet- und Youtube-Stars und Millionäre, 
Internet of Things, Smart-TVs, etc.

Bei mir war das auch eher klassisch.
Als Kind ein Elektronik-Bastler und jetzt noch immer. :)

Autor: Sebastian S. (amateur)
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Zum E-Entwickler wird man nicht geboren, den Schaden holt man sich erst 
später.
Manche sind sogar dagegen immun und Entwickeln trotzdem.

Autor: genervt (Gast)
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Autor: Richard M. (thebluebrain)
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Sebastian S. schrieb:
> Zum E-Entwickler wird man nicht geboren, den Schaden holt man sich erst
> später.
> Manche sind sogar dagegen immun und Entwickeln trotzdem.

Die Frage ist auch, wie man "dazu geboren" definiert.
Ob das etwa eine genetische Grundlage hat?
Intelligenz selbst ist ja schon nicht ausschließlich genetisch bedingt, 
sondern multicausal.

Und Elektronik- oder Software-Entwickler ist sicherlich auch viel zu 
spezifisch.
Ich denke aber schon, dass es genetisch bedingt ist, ob man tendenziell 
in dieser oder eine ganz andere Richtung Begabung hat, sprich, die Logik 
und Abläufe dahinter halt einfacher versteht, oder sich schwer tut.

: Bearbeitet durch User
Autor: Cyborg (Gast)
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Richard M. schrieb:
> oder sich schwer tut.

Wie Wissen vermittelt und wieviel davon im Gedächtnis
gespeichert wird, ist nicht nur für Elektronikberufe
entscheidend.

Beitrag #5046449 wurde von einem Moderator gelöscht.
Autor: Manfred (Gast)
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Martin S. schrieb:
> Nun hänge ich mich auch noch an diesen uralten Thread,
> ein Aspekt fehlt mir hier noch: Manche Menschen, wie z.B. ich, mit
> deutlicher autistischer Veranlagung, sind einfach schon immer 'anders'
> und landen fast zwangsläufig bei Hobbys wie der Elektronik, oder anderem
> 'Bastlerkram', weil sie in der Gesellschaft keinen Anschluß finden. Da
> ist dann, bei der Berufswahl, die Entscheidung für ein enstsprechendes
> Fach auch nicht mehr weit.
Ich fühle mich angesprochen, überlege schon lange, ob bei mir nach 
heutigen Maßstäben nicht auch Autismus diagnostiziert worden wäre.

Da war mal auf einer Familienfeier ein kleiner Junge um 8 Jahre, mir bis 
dato unbekannt, der ganz scharf beobachtete, sich offenbar aber nicht 
wohl fühlte. Den habe ich mir gegriffen und mich mit ihm beschäftigt. 
Seine Eltern kamen ganz erschrocken um die Ecke, ich dürfe das garnicht, 
weil er autistisch sei ... mir kam der recht normal rüber und wir 
verstanden uns gut.

Also: Was ist Autismus - vermutlich nur eine Überdiagnose für "anders 
sein als die primitive Masse"?

Cyborg schrieb:
> Geboren wird man in keinen Beruf, sondern man hat sich irgendwann
> mal ENTSCHIEDEN, nicht mehr und nicht weniger und das war es dann
> auch schon.
Richtig, aber es gibt Veranlagungen, deren Herkunft mir unklar ist. 
Meine Eltern und Großeltern waren beruflich mit Holz und Leder 
unterwegs, das liegt mir garnicht - ich wollte elektrisch und habe die 
notwendigen Denkstrukturen. In der Schule habe ich nie ein ordentliches 
Bild gemalt, meine Handschrift ist komplett Scheiße, aber in Rechnen und 
Physik war ich immer ganz vorne.

Autor: Martin Schlüter (led_martin)
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<Offtopic>

@Manfred (Gast):
Ich habe mich inzwischen recht intensiv mit meiner 'Behinderung' 
auseinandergesetzt. Autismus gibt es in sehr unterschiedlichen 
Ausprägungen, sowohl von der Art her, als auch von der Intensität. Von, 
für den Normalbürger, kaum wahrnehmbar, bis zu nicht ohne ständige 
Betreuung lebensfähig ist da alles dabei. Ich kann, mit Einschränkungen, 
eigenständig leben, brauche aber für Alltägliches deutlich länger, und 
Vieles ist auch recht anstrengend für mich. Reizüberflutung ist ein 
großes Problem für mich, und auch das ständige 'überrollt werden' in der 
heutigen, viel zu hektischen Zeit. Sicheres Autofahren ist, bei dem 
heutigen 'Krieg' auf den Straßen, unmöglich, zu stressig, und die 
Situation oft zu unübersichtlich. Auf der Haben-Seite steht eine starke 
Inselbegabung für Naturwissenschaft und Technik, habe beim Abitur, am 
Technischen Gymnasium, Physik als erstes Leistungsfach gewählt (Da haben 
mich alle für verrückt erklärt), und mit minimalem Lernaufwand 
Maximalpunktzahl erreicht. Im Gegensatz zu Dir habe ich auch eine 
gewisse Kreativität, im Kunstunterricht war ich zwar nicht der Beste, 
aber bei den Besseren dabei, ich will auch, wenn es Zeit und Verfassung 
(momentan sehr schlecht) zulassen, mich mal mit dem Zeichnen 
beschäftigen. Auch bei so mancher Technik-Bastelei bin ich schon darauf 
angesprochen worden, daß das Gebaute doch, neben der eigentlichen 
Funktion, auch recht ästhetisch sei. Auch wenn ich vorallem Technisches 
mache, von meiner Art, und Arbeitsweise her, bin ich näher an einem 
Künstler, als an einem Industriearbeiter. Leider gibt es dafür kaum noch 
geeignete Nieschen. Allgemein nehme ich die Gesellschaft zunehmend als 
Feindselig wahr. Menschen sollen heute zunehmend zu 'Normteilen' werden, 
meine Erkenntnis ist aber, daß jeder Mensch ein 'Sondermodell' ist, und 
Anspruch auf ein geeignetes Umfeld samt Arbeitsumgebung haben sollte. 
Wärend Erwachsene, mir gegenüber, oft distanziert bis ablehnend sind, 
wenden sich Kinder öfers mal mir zu. Solche Erlebnisse, wie Du sie 
beschreibst hatte ich auch schon.

Mit freundlichen Grüßen - Martin

</Offtopic>

Autor: Manfred (Gast)
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Martin S. schrieb:
> <Offtopic>
>
> @Manfred (Gast):
> Ich habe mich inzwischen recht intensiv mit meiner 'Behinderung'
> auseinandergesetzt. Autismus gibt es in sehr unterschiedlichen
> Ausprägungen, sowohl von der Art her, als auch von der Intensität.

Ich kommentiere Deinen Text jetzt nicht Stück für Stück durch, aber er 
ist lesenswert und im Detail interessant.

Für mich persönlich besteht kein Handlungsdruck, ich bin über 60 und 
fest im Beruf ... aber ich überlege halt manchmal.

Und au, doch: "Allgemein nehme ich die Gesellschaft zunehmend als
Feindselig wahr."

Danke Dir!

Gruß
Manfred

Autor: genervt (Gast)
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Martin S. schrieb:
> <Offtopic>
....
> </Offtopic>

Das klingt schwer nach selbstdiagnostiziertem "Autismus".

Autor: Martin Schlüter (led_martin)
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@Manfred (Gast):

Bei mir ist es leider ein massives Problem, ich bin 51, arbeitslos, 
momentan krankgeschrieben, Zukunft ungewiss ...

Mit freundlichem Gruß - Martin

Autor: Richard M. (thebluebrain)
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genervt schrieb:
> Das klingt schwer nach selbstdiagnostiziertem "Autismus".

Wenn du so genervt bist, dann schwirr ab!!!

Autor: Richard M. (thebluebrain)
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Martin S. schrieb:
> Wärend Erwachsene, mir gegenüber, oft distanziert bis ablehnend sind,
> wenden sich Kinder öfers mal mir zu.

Kinder (vor-)urteilen i.d.R. nicht.
Erwachsene werden wohl auch oft das Problem haben, nicht zu wissen, wie 
sie reagieren oder was sie sagen sollen.

Autor: genervt (Gast)
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Richard M. schrieb:
> Kinder (vor-)urteilen i.d.R. nicht.

Heilige Einfalt! Du hast nicht oft mit Kindern zu tun, sonst würdest du 
so etwas nicht von dir geben!

Autor: A. B. (sfalbuer)
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Mir ist noch eingefallen dass die Leute mit den "extremen Hobbys" doch 
oft eher die langweiligeren sind, die, wenn sie einmal ihre GoPro-Reifen 
Erlebnissen vom Stapel gelassen haben, eigentlich gar nicht mehr so viel 
zu erzählen haben.

Wenn du coole Techies haben willst geh halt in die USA, denn das 
Hochhalten von Lifestyle Distinktionsmerkmalen spielt dort noch eine 
größere rolle als hier.

Gruss

A.B

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