Schnelligkeit von Optokopplern?

Gast #2000443
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Hallo alle,

ich wollte mal zum ausprobieren die Line-In Buchse von einem alten 
Rechner als Oszi nutzen. Ich weiß, dass das nur bis in den kHz Bereich 
geht, aber ich möchte das gerne mal ausprobieren.
Da ich aber nicht gleich meine Soundkarte zerstören will, wollte ich das 
galvanisch trennen. Sind normale Optokoppler schnell genug oder muss ich 
da was beachten?
Damit ich auch höhere Spannung nutzen kann (Audio nur bis 1,7 V) wollte 
ich das mit Widerständen und einem Spannungsteiler machen. Funktioniert 
das?
Und eine Frage hab ich noch. Was passiert, wenn meine Frequenz mal 
schneller ist als die Soundkarte das kann?

Hoffe, dass ihr mir das erklären könnt.
#2000553
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Experimentierfreudiger schrieb:
> Da ich aber nicht gleich meine Soundkarte zerstören will, wollte ich das
> galvanisch trennen.
Eine gewöhnliche AC-Kopplung über einen Kondensator reicht doch völlig.
Ganz Vorsichtige können auch einen praktisch beliebigen Ringkern 
bewickeln.

> Damit ich auch höhere Spannung nutzen kann (Audio nur bis 1,7 V) wollte
> ich das mit Widerständen und einem Spannungsteiler machen. Funktioniert
> das?
Sicher.
Auf der PC-Seite zur Sicherheit 3 Schottky-Dioden seriell in 
Sperrrichtung gegen Masse und 3,3V.

> Und eine Frage hab ich noch. Was passiert, wenn meine Frequenz mal
> schneller ist als die Soundkarte das kann?
Meinst du, ob etwas kaputtgeht? Nein...
Ansonsten siehe Aliasing und Interleaving.
Gast #2001250
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Bernd B. schrieb:
> übertragen nur digitale Signale

"NUR" ist Lüge. Genaues weiß das jeweilige dazugehörige Datenblatt.


Wenn eine LED heller oder dunkler leuchtet, durch entsprechende 
Ansteuerung, dann ist auch der zugehörige Fototransistor/Diode besser 
oder schlechter beleuchtet.

Optokoppler mit Fotodioden sind oft schneller.


Wiki http://de.wikipedia.org/wiki/Optokoppler
http://www.mikrocontroller.net/articles/Optokoppler
Gast #2001374
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Es gab mal Audio-Optokoppler nach folgendem Prinzip:
-2 gematchte Optokoppler in einem Gehäuse
-Die Sendedioden in Reihe geschaltet
-Ein OP treibt beide Sendedioden in Reihe geschaltet
-Ein Transistorausgang zum Ausgang
-der zweite Ausgang als Rückführung an den OP, der die Sendedioden 
treibt
-Arbeitspunkt Class A

Das ging recht linear, da der OP die Nichtlinearität gut ausgeregelt 
hat. Im Prinzip geht das auch mit getrennten Optokopplern, man sollte 
diese aber selektieren, weil der OP Abweichungen zwischen beiden 
Optokopplern nicht erkennen kann.
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #2001625
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Experimentierfreudiger schrieb:
> ich wollte mal zum ausprobieren die Line-In Buchse von einem alten
> Rechner als Oszi nutzen.
> Da ich aber nicht gleich meine Soundkarte zerstören will
Ganz pragmatisch: um die Soundkarte würde ich mir keine Sorgen machen, 
denn für 5€ bekommst du wieder eine neue. Und wenn du sie tatsächlich 
kaputtmachst, dann hast du etwas gelernt: nämlich, was man nicht machen 
sollte... ;-)
#2001731
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Lothar Miller schrieb:
> Ganz pragmatisch: um die Soundkarte würde ich mir keine Sorgen machen,
> denn für 5€ bekommst du wieder eine neue. Und wenn du sie tatsächlich
> kaputtmachst, dann hast du etwas gelernt: nämlich, was man nicht machen
> sollte... ;-)

Jau,  schließlich ist er Experimentierfreudiger.

Aber: Wenn er mal aus versehen kein potentialfreies Signal hat, ist 
gleich noch mehr als die Soundkarte platt.
Da hilft nur galvanische Trennung oder USB-Soundkarte an Notebook. Das 
ist über sein Netzteil in gewissen Spannungsgrenzen potentialbefreit...
Allerdings kann er sich dann die Finger am Notebook verbrennen wenn es 
denn Netzspannung ist.

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