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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Licht stört Radio


Autor: Jens T. (jaytee)
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Hallo,

ich habe folgendes Problem. Ich hab in der Küche ein Kofferradio stehen. 
Funktioniert auch wunderbar. Aber sobald ich im Nebenraum die 
Deckenlampe anschalte, rauscht es. Die Lampe ist so eine 
12V-Pendel-Halogenlampe mit Trafo an der Decke.
Auch wenn ich das Radio in der Küche an eine Steckdose anschließe, die 
in einem anderen Stromkreis ist, stört es trotzdem.

Was kann man da machen? Ist schon blöd, wenn man Radio hören will, 
müssen die Leute im Nebenraum immer im Dunkeln sitzen ;-)

Danke!
Jens

Autor: xxxxxxxxxxxxxx (Gast)
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Bist du sicher, das die Lampe an einem Trafo läuft und nicht an einem 
Schaltwandler. Die verursachen deutlich mehr Störungen und haben gerne 
mal eine Mindestlast. Eventuell wurde auch die nicht eingehalten.

Autor: Sascha (Gast)
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Hallo, das Problem hat ein Bekannter von mir auch gehabt.
Darauf hin habe ich bei ihm eine kleine EMV Messung gemacht und der 
Wandler (elektronischer Ballasttrafo) war eindeutig das Problem. Er hat 
darauf hin seinen Lieferanten angesprochen und bekam nach zwei Wochen 
einen neuen, der dann auch ging.

Das problem sind heute unsere Kaufleute in den Baumärkten, noch nie was 
von CE gehört, aber lustig aus China Importieren, das kann mal teuer 
werden.

Gruß Sascha


PS.wird auch ein anderes Radio gleich gestört ? Es kann auch am Radio 
liegen.

Autor: Jens T. (jaytee)
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Kann ich von außen erkennen, ob es ein Trafo der Schaltwandler ist? Gibt 
es Merkmale?

Ob ein anderes Radio gestört wird, weiß ich nicht. An anderen Stellen im 
Haus hören wir über Satellit Radio. Muss mal sehen, ob ich noch ein 
anderes Radio irgendwo hab.

Jens

Autor: Messfehler (Gast)
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Jens T. schrieb:
> Kann ich von außen erkennen, ob es ein Trafo der Schaltwandler ist? Gibt
> es Merkmale?

Am Gewicht. Wenn er sich wie ein gutes Kilo teures Kupfer anfühlt, ist 
es ein echter Trafo.
Wenn es eher soviel wiegt wie ein Notebooknetzteil, isses ein 
Schaltwander.

Autor: Jens T. (jaytee)
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Dann ist es ein Schaltwandler...

Mal angenommen, ein anderes Radio wird auch gestört, würde es dann 
helfen mit einem Widerstand die Last zu erhöhen?

Jens

Autor: Messfehler (Gast)
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Jens T. schrieb:
> Dann ist es ein Schaltwandler...
>
> Mal angenommen, ein anderes Radio wird auch gestört, würde es dann
> helfen mit einem Widerstand die Last zu erhöhen?

Eher weniger.

Was man versuchen kann, ist die fehlende Sekundärbeschaltung 
nachzurüsten: Shottky-Diode, Spule, Low-ESR-Elko.

Vielleicht reicht aber auch schon ein Klappferrit über den 
Ausgangskabeln.

Autor: Messfehler (Gast)
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Messfehler schrieb:
> Shottky-Diode

Asche auf mein Haupt, meine natürlich eine Schottky-Diode.

Autor: xxxxxxxxxxxxxx (Gast)
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Wenn ein zweites Radio auch gestört wird liegt am Schaltnetzteil. Da 
gibt es jetzt zwei Möglichkeiten. Lampe zurückgeben und Ersatz verlangen 
(wegen unzulässiger Funktionsstörung) oder die genannten Filter 
hinbasteln und hoffen das es hinterher noch funktioniert.

Autor: Erich (Gast)
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Lampe zurückgeben und andere kaufen, wo "echter" schwerer Trafo 50Hz 
drin ist.

Der wird dann das Radio nicht mehr stören, aber wenn's dumm läuft 50 Hz 
Brummgeräusche verursachen.

Oder Lampe mit Halogenbirnen die direkt mit 230 ~V laufen.

Autor: Jens T. (jaytee)
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Ich bedanke mich recht herzlich.
Lampe zurückgeben ist leider keine Option, da sie schon locker > 5 Jahre 
alt ist. Sie hat also die älteren Rechte als das Radio ;-)

Trotzdem danke!
Jens

Autor: oszi40 (Gast)
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Jens T. schrieb:
> 12V-Pendel-Halogenlampe

Dann ist Dein Pendel eine wunderbare "Antenne". Freu Dich, daß sich Dein 
Nachbar noch nicht beklagt hat und wirf den "elektronischen Trafo" weg.

Autor: Michael_ (Gast)
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Nimm eine alte verbotene Glühbirne!
Du bist nur ein Opfer der EU-Sparlampen-Mafia.

Autor: Lukas K. (carrotindustries)
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Michael_ schrieb:
> Nimm eine alte verbotene Glühbirne!
> Du bist nur ein Opfer der EU-Sparlampen-Mafia.

Räusper Es geht hier um elektronische Trafos für Halogenlampen, nicht 
um Heißkathodenröhren mit integriertem Vorschaltgerät und Edison-Sockel.

Autor: Michael_ (Gast)
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>Räusper Es geht hier um elektronische Trafos für Halogenlampen, nicht
Nein, verstehe ich nicht. Erkläre doch bitte!
Übrigens, Halogen wird auch verboten!

Autor: avion23 (Gast)
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Hallo Michael,
gib bitte die Quelle dafür an. Danke.

Autor: Ralph Berres (rberres)
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Sascha schrieb:
> Das problem sind heute unsere Kaufleute in den Baumärkten, noch nie was
>
> von CE gehört, aber lustig aus China Importieren, das kann mal teuer
>
> werden.

Wieso ist doch OK. CE steht für China Export -:)

Ralph Berres

Autor: Sascha (Gast)
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Hallo Ralph,
mein Kollege hat das gestern auch zu mir gesagt und meinte noch, dass 
das Logo CE wohl auch etwas anders aussieht. Darauf hin muste ich lachen 
und dachte das ist wohl wiedermal typisch.....

Ich selbst bin auch Opfer eines solchen Ballasttrafos geworden. Der gab 
nach einem halben Jahr den Geist auf und da zerlegte ich das Ding.

Es ist mir unverständlich wie man so etwas überhaupt bauen darf. Eine 
selbst oszilierende Halbbrücke mit 100KHz bei 310V geht über Kondensator 
auf Ringkerntrafo. Und jetzt kommts, die Sekundärseite ohne EMV Filter 
und ohne Gleichrichtung also 100KHz direkt auf die Birnen.
Mann das Ding wirft ja Oberwellen sagenhaft.

Ja es lebe der Elektrosmoke........

Also bei mir kommt keine Sparlampe und  sonstiges ins Haus.
Bei mir im Elektronik Labor wird das licht mit LEDs erzeugt.
Da ich Funktechnik mache brauche ich saubere Umgebung.

Gruß Sascha

Autor: Ralph Berres (rberres)
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Hallo Sacha

Ich mache auch viel mit Funktechnik als Funkamateur.
Bei mir ist zwar mein Labor mit Leuchtsofflampen in einer Rasterleuchte 
beleuchtet, allerdings noch mit einen konventionellen Vorschaltgerät. 
Das heist mit Drossel und Starter. Schaltnetzteile habe ich ( bis auf 
wenigen Messgeräten der Fa Rohde&Schwarz und meinen PCs) keine im 
Einsatz.

Ich habe übrigens auch kein Wlan im Einsatz. Alles noch konventionell.

Was die China Exporte betrifft, beobachte ich das mit großer Skepsis.

Hier ein Link wo mein Labor auch zu sehehn ist.

Ralph Berres

Autor: Ralph Berres (rberres)
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Ralph Berres schrieb:
> Hier ein Link wo mein Labor auch zu sehehn ist.

Hab den Link für Sacha vergessen.

http://www0.fh-trier.de/~berres/

Autor: schockiert (Gast)
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Ralph Berres schrieb:
> Hier ein Link wo mein Labor auch zu sehehn ist.

MEINE FRESSE! Ist das [1] alles Privatbesitz oder gehört das der FH? Wie 
viele zehntausend Euro stehen da rum?

[1] http://www0.fh-trier.de/~berres/meine%20Werkstatt/...

Autor: Ralph Berres (rberres)
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schockiert schrieb:
> MEINE FRESSE! Ist das [1] alles Privatbesitz oder gehört das der FH? Wie
>
> viele zehntausend Euro stehen da rum?

Ich habe das mal ausgerechnet. Wenn man Preise von Singer und Rosenkranz 
zugrunde legt, sind es irgendwo bei 70000 € Aber die Strassenpreise sind 
sicherlich niedriger.

Das ist mein kleines privates Reich, was noch ausbaufähig ist.
Ich bin z.B. noch auf der Suche nach einen bezahlbaren 
Synthesizergenerator 2-18GHz und einen VNA bis ca 8 GHz.

Aber da muss ich noch ein paar Jährchen sparen.

Aber keine Angst nur das wenigste ist neu gekauft. Das meiste sind 
gebrauchte Geräte. Neu sind die für einen Hobbyisten nicht zu bezahlen.

Ralph Berres

Autor: schockiert (Gast)
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Nett. :-) Bei den meisten Geräten erkenne ich nicht mal wozu die 
überhaupt gut sind...

Autor: Klaus (Gast)
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@Ralf
Hast Du für das Foto extra aufgeräumt, oder sieht das bei Dir immer so 
ordentlich aus? ;)

Autor: Ralph Berres (rberres)
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Das könnte ich dir notfalls auch erklären.

Ralph Berres

Autor: schockiert (Gast)
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Ralph Berres schrieb:
> Das könnte ich dir notfalls auch erklären.
(Ich vermute das bezieht sich auf meinen Post.)
Lass mal gut sein. ;-)

Autor: Ralph Berres (rberres)
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Hallo Klaus

Meistens. Nach ein abgeschlossenes Projekt räume ich immer erst mal auf.

Aber ich glaube wir kapern gerde dem Jens seinen Tread.

Ralph Berres

Autor: Jens T. (jaytee)
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Kapert ihr nur. Für mich ist meine Frage beantwortet. Also tut euch 
keinen Zwang an ;-)

Autor: Michael_ (Gast)
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>gib bitte die Quelle dafür an. Danke.
http://www.energiekosten-unternehmen.de/energiespa...
Gut, nur die der Klasse C ab 2016.

Autor: JAn (Gast)
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Hi Ralph

Ich bin auch Funkamateur.. und ich versuche die angeborene Angst vor 
SNT's zu überwinden.
Da ich mit dieser einstellung nicht alleine war.. dachte ich mir :
Ich sehe das mal als herausforderung.
Angefangen habe ich mit meiner "Therapie" in dem ich einen 12V19V 
Notebookwandler mit CLC Siebung beidseitig entstört habe, so das ich 
Schleptop und KW-TRX gemeinsam an einen Bleiakku anschließen konnte.
Weiter ging es dann mit einem DCDC-Wandler für eine GRC-9.
Auch hier konnte ich später keinen Unterschied zwischen Anodenbatterie 
und Wandler feststellen.
Dann Sepic für meine neue Funkbox mit LiFePO4... man will ja schließlich 
mit 5-24V die Kiste laden können.. ;-)

Fazit :
Also, das was wir über PI-Filter gelernt haben, kann man auch wo anders 
noch einsetzen.

Und das ist eigendlich auch das Sichwort für den Fragesteller.
Also erst mal würde ich schauen, was überhaupt da ist.
Macht er DC oder AC ? Bei AC ist das erst mal doof.. weil jetzt müsste 
ich erst mal weitersehen, ob eine umrüstung auf DC überhaupt statthaft 
ist, oder ob es nicht besser ist, ein altes PC-Netzteil zu mißbrauchen.
Falls ich aber die Grundfrequnz von der Kiste kenne, könnte ich anfangen 
zu rechnen, und nen oberwellenfilter entwerfen (lassen, weil ich bin zu 
faul für den Taschenrechner.. hi)
Achja.. und Netzfilter an den Eingang tütteln.

Ansonsten ist es z.T. wirklich frustrierend zu sehen, was man alles 
einsparen kann, was z.B. nicht primär dazu dient, aus 230V 12V zu 
erzeugen....

73 de JAn

Autor: Lukas K. (carrotindustries)
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JAn schrieb:
> Macht er DC oder AC
(Fast) Alle elektronischen Trafos machen AC, und zwar übelster Sorte: 
Die Sekundärwindung des HF-Trafos wird ohne jegliche Filterung an die 
Ausgangsklemmen geführt. Raus Kommt dann ca. 50kHz mit 50Hz 
amplitudenmoduliert. Mir ist es ein Rätsel, wie die durch die 
EMV-Prüfung kommen.

Autor: Ralph Berres (rberres)
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Jan

Es kommt immer darauf an welche Anforderungen man an Störfreiheit 
stellt.

Wenn man sich nach den gültigen EN-Normen richten will, ist eine 
Filterung sicher noch in einen preislichen Rahmen machbar.
Will man aber eine absolut saubere Spannung aus seinen Netzteil 
beziehen, dann ist es fast aussichtslos ein Schaltnetzteil zu zähmen.
Es wird immer über irgendwelche Umwege die HF seinen Weg zu den 
Auagangsleitungen finden, und damit auch abgestrahlt werden.

Die logische Konsequenz kann dann nur sein, 1. Schaltnetzteile wenn es 
irgendwie geht zu vermeiden, und 2. den Bau von Schaltnetzteilen den 
Leuten zu überlassen, die damit schon reiclich Now-How gesammelt haben. 
Insbesonders bei der Filterung.
Hut ab vor Leuten , die sich privat mit der Materie erfolgreich 
auseinander setzen. Doch mein Interessenschwerpunkt liegt mehr in der
HF-Technik und der dazugehörigen Messtechnik. Da will ich mir nicht noch 
eine Baustelle aufhalsen.

Die elektronischen Vorschaltgeräte und auch die Low Kost 
Laptop-Schaltnetzteile sind jedenfalls von so übler Sorte, das man sie 
glatt verbieten müßte. Sie sind einer der Gründe warum es in der Stadt 
immer schwieriger wird störungsfrei KW zu empfangen. Diese Störungen 
reichen teilweise bis in den UHF Bereich.

Ralph Berres

Autor: Jan (Gast)
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Ralph,

Die Entstörung von SNT's ist doch auch nichts anderes, als einen Sender 
zu bauen, der keine Oberwellen abstrahlt.
Und wenn ich Kurzwellengeräte damit betreibe, liegen meine Anforderungen 
doch auch ziemlich hoch.. oder ?
Ich meine, Keine Pfeifstelle, die vom Wandler herrührt, im Bereich von 
1.6 bis 30MHZ.. (12MHZ bei der GRC9).. klingt nach erfolg.
Zum ersten mal darüber nachgedacht habe ich darüber als ich ne SEG15d 
repariert hatte.
Die hatte für die PLL einen 24V 5V Stepdown mit uA723.
Der Aufbau, war wirklich interessant. die CLC Siebung wurde jeweils in 
einer Separaten Kammer untergebracht.

Also, mit Deiner Messtechnik.. da hätte ich so einige Ideen :
z.B. wie kann man seinen Schaltwandler so designen, das man eine 
Rauscharme Spannung für einen VFO hat..
Da habe ich noch keine Idee wie ich das mit einfachen Mitteln messen 
könnte.. ich könnte höchstens eine versuchsschaltung tütteln, die die 
Großsignalfestigkeit gegenüberstellt.. (Linear vs Schaltregler)

Achja.. nen kleinen Trick will ich noch verraten :
bei der CLC Siebung, setze ich 2 - 3 verschiedene Kondis parallel ein  :
Einen im uF Bereich, einen im nF Bereich, einen im pF Bereich.
Das habe ich alles aus dem Bauch heraus da reingetüttelt.. was ich nicht 
richtig nachmessen konnte, ist welchen effekt, gerade der pF Kondi 
hatte.

Du siehst.. ich will Dich reizen ;-)

Aber mit Deinen Tools, kannst Du dazu beitragen Mythen wie
"Es wird immer über irgendwelche Umwege die HF seinen Weg zu den
Auagangsleitungen finden,"
zu wiederlegen, und OM's fundierter als Ich Tips zu geben, wie man mit 
der neuen Technik umgehen kann.
(Vieleicht liest ja auch mal ein Chinese mit.. ;-) )

73 de JAn

Autor: Ralph Berres (rberres)
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Hallo Jan

Moderne KW Empfänger haben einen intermodulationsfreien Dynamikbereich 
von
gut 100db. Die Empfindlichkeit bewegt sich bereits schon fast im 
Nanovoltbereich. Man muss also die Oberwellen dieses 
Breitbandkammgenerators sprich SNT welche sich ja im Voltbereich 
abspielen
schon sehr gut abschirmen. Bei einen Sender hat man es ja mit einer 
diskreten Frequenz mit Oberwellen in überschaubarer Größenordnung zutun, 
da die Grundwelle ja schon einigermasen sinusförmig ist.

Ich selbst habe mich erst einmal an das Design eines 12V auf 15V+15V+5V 
Wandlers getraut, und jede Menge Stress gehabt bis ich das halbwegs 
ruhig bekommen habe. Es fängt schon mit einen EMV gerechten Design der 
Leiterplatte an, und hört bei den Filtern am Ein und Ausgang noch längst 
nicht auf. Da ist dann eine HF- Dichte Büchse mit 
Durchführungskondensatoren notwendig. Die Büchse muss an dem Deckel 
leitfähige Federleisten haben welche um den ganzen Deckel drum herum 
geht.

Es gibt glaube ich auch Schaltnetzteile die mit einen Sinuswandler 
arbeiten und nicht so giftigen Müll produzieren.

Was die Kondensatoren betrifft, ist dein Bauchgefühl richtig. Die 
Kondensatoren haben nämlich eine Serieninduktivität bedingt durch die 
Anschlussdrähte. Also entsteht bei irgendeiner Frequenz Resonanz. Ab da 
werden die kondensatoren induktiv, also mit zunehmender Frequenz wieder 
hochohmiger. Wenn man sich die Datenblätter anschaut , stellt man fest, 
das die Serienresonanz um so tiefer rutscht je größer die kapazität ist.
Deswegen schaltet man in solchen kritischen Fälle mehrere Kondensatoren 
parallel die sich in ihrer Kapazität um mehrere Dekaden unterscheiden. 
So hat man einigermasen gewährleistet, das immer wenigstens eine 
Kapazität für die jeweilige Frequenz niederohmig und vor allem noch 
kapazitiv ist.

Bei meinen Frequenzzählereingangsteil bis 12GHz habe ich einen 10nF 
einen 100pf und einen 1pF SMD Kondensator parallel geschaltet um bei 12 
GHz noch kapazitiv zu sein.

Aber falls du mal Messungen im HF Bereich machen willst, kannst du mich 
gerne besuchen.

Ralph Berres

Autor: JAn (Gast)
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Hallo Ralph,

>schon sehr gut abschirmen.
Das erinnert mich an die Reperatur, meines ehemaligen FT757SX :
Ich schließe ein dämpfungsglied an, das Super abgeschirmt ist (4mm 
alugehäuse aus UMTS Technik, ) an Doppeltgeschirmtes Koax...
und ?
Ich höre bei 5 Watt auf den dummy den TRX im 3 Meter entfernten Radio...
Himmelarschundzwirn.. dachte ich mir.. wozu habe ich mir eben noch ein 
40dB Leistungsdämpfungsglied gebaut ??
Dann mal ein vergleich : Die SEG15d war am Dämpfungsgleid 
mucksmäuschenstil !

Naja.. also wie gesagt, mit dem KW, RX teste ich ob, meine 
Schaltwandlerbasteleien pfeiffen oder nicht.
Wobei ich sagen muss, wenn TRX und Schaltwandler, nebeneinander liegen, 
an der selben Stromversorgung hängen, und ich mit 1m Draht immer noch 
keine Pfeifstelle ausmache, die beim wechsel auf Batterie (SNT OFF) 
verschwindet, dann definiere ich das Teilchen als "entstört". Weil 
besser ist dann für mich ein Lineares NT auch nicht.
Übrigens, wenn man hingeht, und versucht einen schlecht gemachten 
Wandler zu entstören, dann kann es gut sein, das man ihn insgesammt 
verbessert.
z.B. mein Notebook StepUp, hat durch das Alugehäuse eine viel bessere 
Kühlung bekommen, und wird nur noch Handwarm.

Was das EMV-Gerechte Design betrifft : Ich tüttel meist auf Lochraster. 
Allerdings versuche ich bei der Masseführung ein wenig aufzupassen. Und 
wie ich welche übrigen Drähte lege.
Also, als ob ich ne Single Endet Endstufe aufbaue.. ;-)
Und, ich belasse es bei maximal 100KHZ. (Da müssen sich die Oberwellen 
schon ein wenig anstrengen.. hi. )

>Es gibt glaube ich auch Schaltnetzteile die mit einen Sinuswandler
>arbeiten und nicht so giftigen Müll produzieren.
Jepp ! Nennen sich Royer Converter (Artikel findest Du sogar hier), die 
sind ziemlich effiezent, und störungsarm.
Was doch eine einfache Drossel am Eingang so alles bewirken kann...

Ich habe spassershalber mal mehere Energiesparlampen seziert :
Die die störten hatten keine Drossel vor dem gegentaktwandler.. die die 
ruhig waren, hatte eine.
Problem ist bei dem nur, die Ausgangsspannung zu regeln.

Besuchen.. eigendlich gerne.. aber zu weit weg. z.Z. bin ich auch QRL 
mäßig in ganz anderen ecken.

glg JAn

Autor: Ralph Berres (rberres)
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JAn schrieb:
> Wobei ich sagen muss, wenn TRX und Schaltwandler, nebeneinander liegen,
>
> an der selben Stromversorgung hängen, und ich mit 1m Draht immer noch
>
> keine Pfeifstelle ausmache, die beim wechsel auf Batterie (SNT OFF)
>
> verschwindet, dann definiere ich das Teilchen als "entstört". Weil
>
> besser ist dann für mich ein Lineares NT auch nicht.

Das ist schon eine Leistung, den so gut zu entstören. Hut ab.

JAn schrieb:
> Ich höre bei 5 Watt auf den dummy den TRX im 3 Meter entfernten Radio...
>
> Himmelarschundzwirn.. dachte ich mir.. wozu habe ich mir eben noch ein
>
> 40dB Leistungsdämpfungsglied gebaut ??
>
> Dann mal ein vergleich : Die SEG15d war am Dämpfungsgleid
>
> mucksmäuschenstil !

Der Yeasu ist halt fernöstliche Fast Food Technik nur eben nicht aus 
China. Aber Kenwood und Icom sind auch nicht viel besser. Von dem 
Kenwood
TS700 und TS770 kann ich dir Storys erzählen.

JAn schrieb:
> Und, ich belasse es bei maximal 100KHZ. (Da müssen sich die Oberwellen
>
> schon ein wenig anstrengen.. hi. )

Hängt von der Impulsform ab. Bei Rechteck nimmt der Pegel mit 
zunehmender Frequenz ziemlich konstant ab. 1/3 3F, 1/5 5F, 1/7 7F usw. 
Sind es aber Nadelimpulse sieht die Sache sehr viel ungünstiger aus.

JAn schrieb:
> Besuchen.. eigendlich gerne.. aber zu weit weg. z.Z. bin ich auch QRL
>
> mäßig in ganz anderen ecken.

Wo wohnst du denn? Doch hoffentlich nicht in Australien.

Ralph Berres

Autor: JAn (Gast)
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Hallo Ralph,

>Das ist schon eine Leistung, den so gut zu entstören. Hut ab.
Genau das bezweifel ich.
Jedenfalls nachdem ich nen Schaltwandler für die RT77 der GRC9 gebaut 
hatte, der mit der einfachen CLC Siebung auch mucksmäuschenstill war.
Der Wandler 12V->1.4V für die Heizspannung.. das selbe.
Das gleiche dann noch mal aufgebaut.. für nen Kumpel(Röhrenfreak, kein 
bezug zu halbleitern).. Das gleiche.
Wobei ich den Test immer im komplett zusammengebauten Zustand 
durchgeführt hatte. Der erste Wandler für die GRC9 hatte sogar nur ein 
Gehäuse aus Platinenmaterial, hatte aber keine grosse leistung zu 
erbringen.
Deswegen glaube ich eher, das die Ängste eher "Mythisch" als real sind.

>Hängt von der Impulsform ab. Bei Rechteck nimmt der Pegel mit
>zunehmender Frequenz ziemlich konstant ab. 1/3 3F, 1/5 5F, 1/7 7F usw.
>Sind es aber Nadelimpulse sieht die Sache sehr viel ungünstiger aus.
Ja aber selbst dann müsste ich doch was zwischen 1,6 und 30MHZ was 
hören.

Ich denke, was fehlt, das ist ein Tutorial : Schaltregler für Dummies, 
Ham's.oder Angsthasen ;-)
Als ich z.B. fragen hatte, bezüglich SNT's für den VFO oder RX, bin ich 
auf eine Mauer des Schweigens gestossen. Stattdessen wurden 1000 andere 
vorschläge gemacht.
Hinweise, das die SEG15d das schon in den 70ern hatte, komplett 
ignoriert..
Gegen so eine Mauer kommt imho nur ein verdammt gut recherchierter 
Artikel mit Meßergebnissen von Geräten, die ich nicht habe.
Gerüchte allerdings verbreiten sich bei uns Hams aber leicht.. ;-)
(Gut das mein Lieblingslehrer uns immer und immerwieder uns einpaukte : 
Hinterfragt alles... ALLES ! )

Achso.. ich wohne in Aachen.. aber bin z.Z. viel unterwegs um mich über 
wasser zu halten, aber das nur mit Zug...
Deswegen.. ;-)

glg JAn

Autor: Ralph Berres (rberres)
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JAn schrieb:
>>Hängt von der Impulsform ab. Bei Rechteck nimmt der Pegel mit
>
>>zunehmender Frequenz ziemlich konstant ab. 1/3 3F, 1/5 5F, 1/7 7F usw.
>
>>Sind es aber Nadelimpulse sieht die Sache sehr viel ungünstiger aus.
>
> Ja aber selbst dann müsste ich doch was zwischen 1,6 und 30MHZ was
>
> hören.

Naja diese Impulse liegen ja auf der Primärseite des Wandlers, und auf 
der Sekundärseite vor dem Gleichrichter. Nach dem Ladeelco sind die 
Impulse ja schon mal sehr stark abgeschwächt. Aber handelsübliche DC-DC 
Wandler und vermutlich auch AC-DC Wandler haben auf dem Ausgang immer 
noch einen Ripple von einigen , bis einigen 10mV. Diese müssen dann um 
mindestens 80db
am Ausgang unterdrückt werden, damit sie nicht irgendwelche Störungen 
verursachen. Das geht wohl mit HF Filter ala Collinsfilter, wobei das 
letzte C Bestandteil des Durchführungskondensators sein muss. Auf jeden 
Fall muss die Netzteilbüchse absolut HF-dicht sein. Bleibt dann noch die 
Magnetfelder des Wandlertrafos und der Speicherdrossel. Da kommen 
eigentlich nur Induktivitäten mit geringer Streuung in Frage.

Man kann , um die magnetische Strueung im Wandlertrafo zu verringern, 
die Primärwicklung 2 mal wickeln und parallel schalten. Die Wicklung 1 
ganz innen und die Wicklung 2 ganz aussen. Da beide Wicklungen ( 
hoffentlich ) der gleiche Strom  fliest und das gleiche magnetische Feld 
erzeugen, sollte eigentlich kaum Streufluss erzeugt werden. Das habe ich 
in irgendeinen Tuturial über SNT mal gelesen. War das nicht in den 
UKW-Berichte?

Für störkritische Anwendungen würde ich auf jeden Fall einen 
Sinuswandler bevorzugen, ( wurde von einen Professor aus Nairobi glaube 
ich mal in den UKW-Berichten veröffentlicht ).

Ich hatte bei meinen 25Amp Labornetzteil auch ernsthaft über einen SNT 
oder wenigstens einer Kombination aus SNT und Linearnetzteil 
nachgedacht.
Doch es tat sich so ein gewaltiger Berg an Problemen auf ( nicht nur das 
Störspektrum, sondern auch das Regelverhalten bei extremen Lastsprüngen 
) das ich schnell wieder davon abgekommen bin und lieber eine 
unfreiwillige Heizung im Extremfall in Kauf nehme.

Rohde&Schwarz setzt zwar heute auch nur noch SNT ein, aber der Aufwand 
an Entstörung ist erheblich. Nicht zu vergleichen mit dem fernöstlichen 
Fast food Schrott in den handelsüblichen ( Baumarkt ) Leuchtkörpern und 
PC-Bereich.

Ich persöhnlich tue mir freiwillig den Stress nicht an, auch wenn ich 
vielleicht in der Denkweise etwas antiquiert bin. Aber wenn ich diesen 
potentiellen Störsignalproblemen aus dem Weg gehen kann so mache ich 
das.

Ralph Berres

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