Hallo zusammen,
wir möchten an einem Prüfstand ein Reifendruck Überwachungssystem
verwenden, das mit einer Funkfrequenz von 433 MHz arbeitet. Der Reifen
mit dem Sender befindet sich innerhalb eines geschlossenen Blechkasten
(Unfall- und Lärmschutz), dieser verhindert jedoch die Übertragung des
Funksignals an den Empfänger außerhalb des Kastens.
Welche Möglichkeiten gibt es das Funksignal aus dem Blechkasten zu
übertragen?
Aze schrieb:> Welche Möglichkeiten gibt es das Funksignal aus dem Blechkasten zu> übertragen?
Per Funk an einen Empfänger, welcher sich ebenfalls innerhalb des
Blechkastens befindet. Von dort aus mittels Kupfer nach aussen.
Gruß,
Magnetus
Aze schrieb:> Welche Möglichkeiten gibt es das Funksignal aus dem Blechkasten zu> übertragen?
Ein geschlossener Blechkasten ist ein Faraday'scher Käfig und für
elektromagnetische Wellen prinzipiell undurchdringbar. Da gibt's dann
nur die Möglichkeit, ein Loch zu bohren und entweder die Antenne
außerhalb anbringen oder ganz weg vom Funk zu gehen und die Daten
kabelbebunden zu übertragen...
Hallo,
sorry, ich bin in Sachen Funktechnik noch ziemlich unbedarft.
Kann eine Antenne das Funksignal 1 zu 1 aus dem Kasten übertragen ohne
an einen Empfänger angeschlossen zu sein?
Hallo,
ich muß das System etwas genauer beschreiben.
Der Sender befindet sich auf dem drehenden Reifen, somit kann das Signal
nicht direkt abgegriffen werden.
Es muß auf jeden Fall das Funksignal übertragen werden.
Der Blechkasten ist bereits Bestand und könnte nur mit großem Aufwand
ersetz werden.
Magnus Müller schrieb:> Per Funk an einen Empfänger, welcher sich ebenfalls innerhalb des>> Blechkastens befindet. Von dort aus mittels Kupfer nach aussen.>>>> Gruß,>> Magnetus
ein kleines loch zu bohren sollte doch kein problem sein. wie groß ist
der empfänger denn? hat er platz im kasten. Oder den Empfänger außen
anbringen und die antenne durch ein loch in den kasten führen.
Aze schrieb:> Kann eine Antenne das Funksignal 1 zu 1 aus dem Kasten übertragen ohne> an einen Empfänger angeschlossen zu sein?
Prinzipiell schon. Man verbindet zwei Antenne, ein im Kasten, eine
außerhalb. Die erste empfängt das Signal, leitet es an die zweite
weiter, die es dann wieder abstrahlt. Quasi ein passiver Repeater. Es
gibt/gab solche Konstuktionen für besseren Handyempfang im Auto, die man
an die Scheibe klemmt. Eine Antenne ist draußen, und mit einer flachen
Leitung verbunden mit einer Antenne im Innenraum.
Ich glaube nicht, dass er die Möglichkeit hat die Antene nach außen zu
legen, da der Sender wohl nicht Marke Eigenbau sein wird.
Möglichkeit A: Mehrere Löcher, deren Durchmesser für die Frequenz
ausreicht und zwar in jeder Wand der Kiste. Dazu gibt es eine schöne
Formel, mag die nicht suchen.
Möglichkeit B: Eine Wand Offen zu lassen, und die Öffnung in die
Richtung zu platzieren, dass niemand dabei umkommt.
Die zweite Antwort, die von Magnus, war gut: Empfänger ebenfalls in den
Blechkasten stellen, schließlich stellt dieser Versuchsaufbau die
Wirklichkeit am besten nach. Im Auto sind Sender und Empfänger
schließlich nicht durch einen Blechkasten voneinander getrennt.
Zumal die Funkübertragung bei den Reifendruckkontrollsystemen ohnehin
nicht ganz ohne und entsprechend anfällig ist...
Uwe ... schrieb:> Prinzipiell schon. Man verbindet zwei Antenne, ein im Kasten, eine>> außerhalb. Die erste empfängt das Signal, leitet es an die zweite>> weiter, die es dann wieder abstrahlt. Quasi ein passiver Repeater. Es>> gibt/gab solche Konstuktionen für besseren Handyempfang im Auto, die man>> an die Scheibe klemmt. Eine Antenne ist draußen, und mit einer flachen>> Leitung verbunden mit einer Antenne im Innenraum.Beitrag melden | Bearbeiten |
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Klingt sehr vielversprechend. Wie hoch würde der Übertragungsverlust
ausfallen?
hans Flip schrieb:> Loch mit Drahtantenne>> Hast du diese Antwort verstanden ?
Wie müsste diese Drahtantenne aussehen?
Zu den anderen Antworten mit dem Empfänger im Kasten.
Der Empfänger ist Plastikkasten mit Displayanzeige, das eigentlich für
die Überwachung des Reifendrucks im Auto gedacht ist. Es kann den
Reifendruck und die Temparatur an den 4 Reifen erkennen.
Es dürfte nicht so einfach sein die Signale abzugreifen und im Computer
auszuwerten.
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Nachtrag:
Der gesammte Dipol von Antennenspitze zu Antennenspitze muss 1/2 Lambda
sein - also 34,6cm
Jetzt sollte aber eigentlich alles klar sein ...
Gruß
Jobst
Williwilli schrieb:> Ein geschlossener Blechkasten ist ein Faraday'scher Käfig und für> elektromagnetische Wellen prinzipiell undurchdringbar.
Soweit die Theorie.
In der Praxis ist es so daß ein echter Faradayscher Käfig noch andere
Kriterien erfüllen muß, außer nur "geschlossenes Metall" außenrum.
Der vorliegende Käfig hat zum einen relativ schlechte Leitfähigkeit, zum
anderen ist er deutlich größer als die verwendete Wellenlänge. Es wird
also in jedem Fall auch außen Senderenergie meßbar sein. Jetzt kommt es
nur noch darauf an, die Empfängerantenne günstig zu plazieren, und schon
ist das Problem gelöst. Zumindest wenn der Empfänger empfindlich genug
ist.
Weitere Verbesserungen können mit der Empfängerantenne erreicht werden;
da der Sender und damit die Polarisation sich dreht wird eine
Helixantenne sinnvoll sein. Mit einem zusätzlichen Reflektor
ausgestattet, ist die Empfindlichkeit auch gleich einige dB größer.
Wenn du das nicht machen kannst, kannst du das vorhaben wohl vergessen.
Das ist definitif die allersimpelste lösung. vll. ist in dem
Plastikkasten ein empfängermodul, das du auslagern kannst. wenn
nicht,lässt du eben das display durch eine aussparung im ksten kucken.
Ich denke, einfacher als einen Dipol zur Hälfte innen und die andere
Hälfte aussen zu befestigen geht nicht:
- 35cm Kupferdraht (z.B. 1,5mm² aus Installationsleitung) nehmen - der
muss nicht mal abisoliert sein.
- Loch oben in Stahlwand bohren
- Draht zur Hälfte einstecken und
entweder Umbiegen, so daß er wie ein umgedrehtes U nach unten hängt
oder gerade lassen und so befestigen.
Die beiden Drahthälften müssen nur möglichst gerade sein.
Solltet Ihr innerhalb von 5 Minuten geregelt bekommen.
Gruß
Jobst
Hallo zusammen,
vielen Dank für eure guten und schnellen Antworten.
Ich werde zuerst die Antennenvariante ausprobieren, sie ist wirklich
einfach umzusetzen.
Nochmals vielen Dank an Alle. Ein klasse Forum.
lg
Aze
♪Geist schrieb:> Ich glaube nicht, dass er die Möglichkeit hat die Antene nach außen zu>> legen, da der Sender wohl nicht Marke Eigenbau sein wird.>>>> Möglichkeit A: Mehrere Löcher, deren Durchmesser für die Frequenz>> ausreicht und zwar in jeder Wand der Kiste. Dazu gibt es eine schöne>> Formel, mag die nicht suchen.>>>> Möglichkeit B: Eine Wand Offen zu lassen, und die Öffnung in die>> Richtung zu platzieren, dass niemand dabei umkommt.
Möglichkeit C:
Man befestigt im Kasten eine kleine Antenne für 433Mhz, bohrt ein Loch
und setzt aussen nochmals eine Antenne für 433Mhz. Dann wird das Signal
nach aussen geleitet, und man muss an der Elektronik nichts rumbasteln.
Hi
>Man befestigt im Kasten eine kleine Antenne für 433Mhz, bohrt ein Loch>und setzt aussen nochmals eine Antenne für 433Mhz. Dann wird das Signal>nach aussen geleitet, und man muss an der Elektronik nichts rumbasteln.
Mit der Idee kommst zu spät.
MfG Spess