> Stimmt jetzt die obere oder untere Antwort?
Das mit dem Rauschen stimmt.
Der Verstärker, der den Quarzt zum Schwingen bringen soll,
legt zwangsweise immer etwas rauschen an die Quartzanschlüsse.
Jener wiederum filter alles weg ausser der Freqeunz, auf
der er eines Tage schwingen wird. Also wird im Endeffekt nur
die Quarztferqeunz verstärkt.
Und das kann ganz schön lange dauern, aus der d.s.e FAQ:
> Wie lange dauert es bis der Quartzoszillator eines uC sauber läuft ?
Von: Oliver Bartels, Oliver Betz, Uwe Hercksen, Rafael Deliano
Typischerweise kommt so ein uC Quarzoszillator bei z.B. 8 MHz in <1ms
hoch, die Amplitude ist dann aber noch nicht völlig stabil.
Berechenbar ungefähr über die Güte Q der Gesamtschaltung als gespiegelte
Exponentialfunktion:
A(t) = A0 (1- exp(- (omega t) / (2 Q) ) )
Das Omega ist wie gehabt 2 pi f_res, die Güte von einem Wald- und
Wiesen-Quarz alleine liegt ca. bei 40000 bis 50000, das Loaded Q (Quarz
mit Schaltung als Last) eher <10000 je nach Chip und Schaltung.
Keramikschwinger schwingen offensichtlich deutlich schneller an als ein
Quarz.
Anderer Aspekt beim Einschalten des Gateoszillator ist die
RC-Zeitkonstante (R parallel zum Quartz, C nach Masse) die erstmal auf
VCC/2 hochgelaufen sein muß damit überhaupt was schwingt. Kleiner Kerko
und 1 MOhm statt 10 MOhm ist schneller.
Der Colpitts-Oszillator eines 68HC912D60A ist so schlapp, daß er mehrere
Millisekunden braucht. Aber der uC rennt schon bei kleinsten Amplituden
los und stürzt dann gerne mal ab, wenn das Rauschen schneller war als
der maximal mögliche Bustakt.