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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Kondensator Kaputt? (Im Netzteil eines Monitors)


Autor: Philipp_E (Gast)
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Hallo Leute,
ich habe ein Problem bezüglich meines TFT Monitors. Seit kurzem ist das 
Phänomen zu beobachten, dass ich ihn einschalte und nachdem für ca. 2 - 
5 Sekunden ein normales Bild (Was eben gerade auf dem Desktop meines PCs 
angezeigt wird) kommt und dann der Bildschirm wieder abschaltet. Die 
Kontrollleuchte des Monitors bleibt jedoch grün. Das Spiel kann nun 
unendlich oft wiederholt werden.
Nachdem ich nun alle möglichen Fehlerquellen (PC, Einstellungen, etc.) 
ausgeschlossen habe, bin ich nun soweit, dass ich zu wissen glaube, dass 
ein Kondensator auf der Netzteilplatine der Bösewicht ist. Ich habe 
hierfür auch schon einen möglichen Kandidaten gefunden.

Da meine Elektrotechnikkentnisse nicht (mehr) die besten und frischesten 
sind, wollt ich - bevor ich den Lötkolben in die Hand nehme - euch aber 
nochmal um Rat und Meinung bitten.

Der Hinweis, auf den ich meine Theorie stütze, kommt aus dem Netz. Ein 
Unser mit selbigen Bildschirm und Problem meinte, dass es bei ihm ein 
Kondensator im Netzteil war und nach dessen Austausch alles wieder 
normal funktionierte.

Den Kondensator hab ich dadurch indentifiziert, da er leicht aufgebläht 
ist (siehe 2.Bild mitte). Alle anderen sehen soweit inordnung aus. 
Durchgemessen hab ich ihn leider nicht, da ich hier kein Messgerät habe.

Was meint ihr, könnte ich mit der Kondensatorvermutung recht haben? Und 
- falls man was erkennen kann - schaut der betreffende Kondensator auch 
für euch auch deffekt aus?

Um eure Hile wäre ich sehr dankbar. Würd den Bildschirm sehr gern 
behalten...
Vielen Dank! Phil

Autor: Floh (Gast)
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Philipp_E schrieb:
> - falls man was erkennen kann - schaut der betreffende Kondensator auch
> für euch auch deffekt aus?

jo.

Autor: Philipp_E (Gast)
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Ps. eine Anmerkung noch:
das ist die Beschreibung des Kondensators

Xunda, 105°C(M), 220µF, 25V

Autor: Thomas S. (thomas_s74)
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Hi
beim Austausch gibt es nicht viel zu beachten. Solltest aber Vorher alle 
kondensatoren auf der Platine entladen, da diese noch sehr hohe 
Spannungen führen könnten. Sonst halt wie immer: Polarität beachten und 
viel Glück!

Autor: Paul (Gast)
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Vielleicht kannst du uns auch noch verraten welche Firma derartigen 
Schrott verbaut. Das mit den Elektrolyt Kondensatoren hat sich ja in den 
letzten Jahren zu einer richtiggehenden Seuche entwickelt. Ein paar Cent 
mehr investiert und die Geräte halten Jahrzehnte. Aber vielleicht ist 
das ja auch gar nicht gewollt. Meine 20+ Geräte funktionieren noch, 
heute scheint die Mehrzahl der elektrischen Geräte noch mit Ach und 
Krach das Ende von Garantie und Gewährleistung (2 Jahre) zu erleben. 
Falls überhaupt.

Autor: Philipp_E (Gast)
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Ja, dann oute ich mal XEROX also Firma. Hab den selben fehler schon bei 
mehreren Usern gelesen. So scheint der Verdacht nahe zu liegen, dass ein 
Ökonom dem Ingenoer auf die Finger geschaut hat.

Hatte mir das auch überlegt. Da gibt man heute rund 200€ aus und wenn 
man sich nach gut 4 Jahren über ein kaputtes Gerät beschwert, schauen 
einen die Leute mit große Augen an... Tz!

Autor: Philipp_E (Gast)
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Thomas S. schrieb:
> Solltest aber Vorher alle
> kondensatoren auf der Platine entladen, da diese noch sehr hohe
> Spannungen führen könnten.

dazu hätte ich noch eine Frage. Wie genau und mit was kann ich die 
Kondensatoren entladen? Hab ja schon so einiges gelötet und gemacht, 
aber das leider noch nicht :-(
Ansonsten gehts zum Wochende hin mal ans Werk...

Lg!Philipp

Autor: Hannes (Gast)
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Entladen der Kondensatoren geht einfach:
1) Sanfte Methode: mit ner isolirten Zange einen widerstand (100R oder 
so) zwischen die zwei Pole.
2) Harte Methode: mit der isolierten Zange des C kurzschließen
3) Schnelle Methode: Alufolie auf teppich und platine draufdrücken, so 
dass unten alles kurzgeschlossen wird.

Mehtode 3 kann ich nicht empfehlen!


Ach ja und mach die Löcher im Gehäuse des Bildschirms größer. Auf der 
rückseite des bildschirms kommst i.d.R. nicht auf schönheit sindern auf 
Funktion an.
Ich hab schon soo oft solchen Bildschirmen neue Kondensatoren spandiert, 
nur weil den Dingern einfach zu warm wird und dann kommen die lustigsten 
verhalten bei raus!
Ich sag nur 2 Jahre dann läuft die Garranite ab und das Ding muss kaputt 
gehen!

Autor: Markus F. (5volt) Benutzerseite
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Philipp_E schrieb:
> Wie genau und mit was kann ich die Kondensatoren entladen?
Für Menschen gefährliche Spannungen liegen nur an dem primärseitigen 
Stütz-Elko an (das dürfte der große, horizonzal liegende Elko sein).
Im Betrieb liegt an diesem Elko gleichgerichtete Netzspannnug an, also 
ca. 325 Volt. Nach dem Ausschalten entlädt sich der Elko im Regelfall 
recht schnell (max. einige Minuten) auf ungefährliche Spannungen.
Bei manchen Netzteilen liegen an dem Elko aber noch nach Tagen bis 
Wochen gefährliche Spannungen an.

Entladen kann man Kondensatoren grundsätzlich über irgendeinen 
Widerstand; man kann z.B. auch eine 230V-Glühlampe nehmen.
Und man kann die Kondensatoren zum Entladen auch einfach kurzschließen; 
dann knallt's mehr oder weniger laut und der Kondensator ist sofort 
leer...
Das tut den Elkos aber nicht besonders gut und erzeugt hässliche Spuren 
an den Anschlüssen; also nicht unbedingt empfehlenswert ;)

Und die Niedervolt-Elkos am Ausgang dürften sich längst entladen haben. 
Für Menschen gefährliche Spannungen liegen da eh nicht an.
Um jede Gefährdung für die Schaltung zu vermeiden, kann man diese Elkos 
natürlich vorsichtshalber auch noch mal entladen; das ist aber in den 
meisten Fällen unnötig.

Autor: Kai Riek (kairiek)
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Hannes schrieb:
> Ich sag nur 2 Jahre dann läuft die Garranite ab und das Ding muss kaputt
> gehen!

und andere derartige Kommentare.

Das ist keine Abzocke seitens der Hersteller sondern Alterung der 
Bauteile - es soll aber durchaus Firmen geben die eine derartige Abzocke 
wirklich so praktizieren. Wenn ihr euch ein Datenblatt eines solchen 
Elkos anseht, ist da eine Lebensdauer in Stunden angegeben. Diese hängt 
natürlich stark von den Umgebungsbedingungen ab. So viel dazu.

Ich selbst habe schon ein paar Monitore auf diese Art und Weise wieder 
flott gemacht und werde es auch in Zukunft so machen. Habe anfangs ja 
auch gedacht, dass wäre Absicht und das Gerät geht nach der Garantiezeit 
kaputt.

Autor: mhh (Gast)
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Ka Ri schrieb:
> Habe anfangs ja
> auch gedacht, dass wäre Absicht und das Gerät geht nach der Garantiezeit
> kaputt.

Die "Absicht" dahinter ist das Verbauen von billigeren Teilen für mehr 
Gewinn/ billigerer Abgabepreis gegenüber Mitbewerbern. Wie lange die 
Geräte nach Ablauf der Garantie noch laufen, wird dem Hersteller egal 
sein. Der Großauftrag JETZT zählt, nicht das, was mal in 2 Jahren ist...

Autor: Florian V. (florianv)
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Ka Ri schrieb:
> Das ist keine Abzocke seitens der Hersteller sondern Alterung der
> Bauteile

Nun ja, aber ein gewissenhaft vorgehender Entwickler weiß um die 
Alterungsprozesse und kann seine Schaltungen so designen, dass das Gerät 
trotzdem eine sinnvolle Gebrauchslebensdauer hat.

Das Elkos altern ist ein ganz alter Hut. Und auch die Auswirkungen von 
Temperatur, Spannungen und Strömen auf die Lebensdauer sind altbekannt. 
Man muss das nur beim Entwickeln berücksichtigen, und daran scheint es 
oft zu hapern. Natürlich gibt es so ein Design nicht umsonst und das 
kann schnell mit der Anforderung "billig, billig, billig" kollidieren.

Autor: Martin V (Gast)
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Ich habe mal ein Praktikum in einer TV Werkstatt absolviert und dort 
mitbekommen, das fast alle Herrsteller extra Abteilungen unterhalten, 
die nur auf der Suche nach Materilielen sind die nur so und so viel 
Betriebsstunden halten, und diese Entwicklungskosten zahlt der dumme 
"Kunde"
schon mit. Nur bei Geräten die aus Nordkorea, China usw. kommen, werden 
diese Kosten durch nicht zeitlich begrenzte Materilielenforschung 
eingespart, womit auch die Geräte billiger sind. Natürlich lassen auch 
unsere Herrsteller in diesen Ländern produzieren, aber mit Auflagen 
deutscher Manager. Für mich ist das ein Verbrechen. Gut ich habe in 
meinem Pratikum so viel gelernt das ich weis wie und wo etwas 
durchgeknallt ist und wie man es prüft. Nur sehr wenige haben dieses 
Wissen und wer kennt schon jemanden der sich damit auskennt. Also 
Werkstatt und abzocken lassen, überprüfen dauert höchstens 20 Mi, ein 
teuerer Kondensator liegt höchstens bei 20 €, aber unter 200 € bekommt 
man nichts reperriert, also lieber gleich etwas neues und Hoffen und 
bangen das dieses Gerät wohl länger, das Gegenteil
wird immer häufiger eintreten, durch fehlende Gesetze.

Wo auch immer gerne Kondensatoren durchknallen ist bei 
Schmutzwasserpumpen,
die Pumpen liegen bei ca. 20€, ein Kondensator bei 15€ dann noch die 
Dichtung,also auch lieber eine neue.

Autor: Ben ___ (burning_silicon)
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Threadleichenausbuddler! ;)

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