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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Ausgangsstrom Agilent 33220A


Autor: Chnut (Gast)
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Hi, kann mir jemand sagen, welchen Ausgangsstrom der Agilent 33220A 
Funktionsgenerator liefern kann? Ich find das gar nicht im Datenblatt. 
Würde eigentlich gerne einen FET ansteuern und frage mich ob ich den 
MOSFET-Treiber wirklich brauche.

Danke und Gruss

Autor: John Drake (drake)
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Im Datenblatt steht: max. 10Vss an 50Ohm, Ausgangsimpedanz: 50Ohm.

Was ist dir noch unklar?

Autor: Chnut (Gast)
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John Drake schrieb:
> Im Datenblatt steht: max. 10Vss an 50Ohm, Ausgangsimpedanz: 50Ohm.
>
> Was ist dir noch unklar?

Würde ja im Prinzip 0.2A heissen, ich habe einfach Probleme damit, wie 
man überhaupt einen Gatetreiber anständig dimensioniert. Wie macht ihr 
das?

Rechnet ihr einfach mit der Gatekapazität aus, wie lange es dauert bis 
ich das Gate über Threshholdspannung habe?
Gruss

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Genau so.

Autor: Johannes (Gast)
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> Rechnet ihr einfach mit der Gatekapazität aus, wie lange es dauert bis
> ich das Gate über Threshholdspannung habe?

> Genau so.

Das funktioniert nicht wirklich. Die Gate-Kapazität ist keine Konstante, 
du solltest dir da eher die Gate-Charge Kurve anschauen. Die gilt aber 
auch nur für eine ganz bestimmte Drain-Spannung.

Deshalb ist es im Normalfall einfacher, wenn man einen Gate-Widerstand 
R_G einbaut, der ungefähr den Datenblattangaben entspricht und den 
benötigten Strom für den Gate-Treiber abschätzt mit der Formel I = 10V / 
R_G (Für 15V Treiberspannung).

Damit hat man dann einen guten Startwert, Messungen sind danach aber auf 
jeden Fall notwendig.

Mit einem Funktionsgenerator kann man nach meiner Erfahrung nur sehr 
kleine MOSFETs ansteuern, der Innenwiderstand von 50 Ohm ist für 
kräftige MOSFETs zu groß. Deshalb würde ich immer einen Gate-Treiber 
einsetzen und diesen mit dem Funktionsgenerator ansteuern.

Autor: Chnut (Gast)
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John Drake schrieb:
> Im Datenblatt steht: max. 10Vss an 50Ohm, Ausgangsimpedanz: 50Ohm.
>
> Was ist dir noch unklar?

Würde ja im Prinzip 0.2A heissen, ich habe einfach Probleme damit, wie 
man überhaupt einen Gatetreiber anständig dimensioniert. Wie macht ihr 
das?

Rechnet ihr einfach mit der Gatekapazität aus, wie lange es dauert bis 
ich das Gate über Threshholdspannung habe?
Gruss

Johannes schrieb:
>> Rechnet ihr einfach mit der Gatekapazität aus, wie lange es dauert bis
>> ich das Gate über Threshholdspannung habe?
>
>> Genau so.
>
> Das funktioniert nicht wirklich. Die Gate-Kapazität ist keine Konstante,
> du solltest dir da eher die Gate-Charge Kurve anschauen. Die gilt aber
> auch nur für eine ganz bestimmte Drain-Spannung.
>
> Deshalb ist es im Normalfall einfacher, wenn man einen Gate-Widerstand
> R_G einbaut, der ungefähr den Datenblattangaben entspricht und den
> benötigten Strom für den Gate-Treiber abschätzt mit der Formel I = 10V /
> R_G (Für 15V Treiberspannung).
>
> Damit hat man dann einen guten Startwert, Messungen sind danach aber auf
> jeden Fall notwendig.
>
> Mit einem Funktionsgenerator kann man nach meiner Erfahrung nur sehr
> kleine MOSFETs ansteuern, der Innenwiderstand von 50 Ohm ist für
> kräftige MOSFETs zu groß. Deshalb würde ich immer einen Gate-Treiber
> einsetzen und diesen mit dem Funktionsgenerator ansteuern.

Bei 600pF Gatekapazität und 50Ohm komm ich auf 30ns, was eigentlich für 
1kHz Betrieb reichen sollte. Nun hab ich aber das Problem von 12V, 
Funktionsgenerator schafft aber nur 10V, also sperrt mein p-MOSFET 
nicht.
Gate-Driver sind bestellt, würde jedoch gerne bis morgen eine 
Versuchsschaltung aufbauen. Meint ihr mit einer einfachen 
Emitterschaltung am Eingang des Gates klappt das? Klar, der 
Ausgangswiderstand muss <50Ohm sein...

Autor: John Drake (drake)
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Dir ist schon klar, dass du 20Vss zur Verfügung hast, wenn du den 
50Ohm-Ausgang nicht mit 50Ohm abschließt, sondern (nahezu) leerlaufen 
lässt?

Autor: Johannes (Gast)
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> Bei 600pF Gatekapazität und 50Ohm komm ich auf 30ns, was eigentlich für
> 1kHz Betrieb reichen sollte. Nun hab ich aber das Problem von 12V,
> Funktionsgenerator schafft aber nur 10V, also sperrt mein p-MOSFET
> nicht.

Wenn nur die Schaltfrequenz entscheidend ist, dann kannst Du den MOSFET 
ruhig ziemlich hochohmig ansteuern. Mit 600 pF ist das ja ein relativ 
kleiner MOSFET, da ist auch die Flankensteilheit nicht so schlecht. 
Kommt aber drauf an, was du am MOSFET-Ausgang für eine Flankensteilheit 
benötigst.

> Dir ist schon klar, dass du 20Vss zur Verfügung hast, wenn du den
> 50Ohm-Ausgang nicht mit 50Ohm abschließt, sondern (nahezu) leerlaufen
> lässt?

Ja, das sollte funktionieren. Die Frage ist, wie weit man die 
Offset-Spannung hochdrehen kann. Aber auch wenn nur 5V Offsetspannug 
rauskommt und der Generator unbelastet eine Amplitude von > 8V (also 16 
Vss) ausgibt, wird das so gehen.

Autor: Chnut (Gast)
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John Drake schrieb:
> Dir ist schon klar, dass du 20Vss zur Verfügung hast, wenn du den
> 50Ohm-Ausgang nicht mit 50Ohm abschließt, sondern (nahezu) leerlaufen
> lässt?

völlig richtig, hab ich glatt vergessen...danke!

Autor: Chnut (Gast)
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Johannes schrieb:

> Wenn nur die Schaltfrequenz entscheidend ist, dann kannst Du den MOSFET
> ruhig ziemlich hochohmig ansteuern. Mit 600 pF ist das ja ein relativ
> kleiner MOSFET, da ist auch die Flankensteilheit nicht so schlecht.
> Kommt aber drauf an, was du am MOSFET-Ausgang für eine Flankensteilheit
> benötigst.

Später kommt da schon ein Treiber rein, nur schon wegen der kleineren 
Verluste während dem Ein/Auschalten

Autor: Ralph Berres (rberres)
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Johannes schrieb:
> Die Frage ist, wie weit man die
>
> Offset-Spannung hochdrehen kann. Aber auch wenn nur 5V Offsetspannug
>
> rauskommt und der Generator unbelastet eine Amplitude von > 8V (also 16
>
> Vss) ausgibt, wird das so gehen.

Die Summe des Wechelspannungsanteil und des Offsets( Gleichspannung ) 
ist in jeder Richtung begrenzt auf maximal 20V im Lehrlauf. Bei 50 Ohm 
Last die Hälfte.

Welche Spannung  ( Leerlauf oder bezogen auf einen Z ) man im Display 
des 33220 angezeigt bekommt, kann man einstellen ( Utiliti Output-Setup 
Load
und nach Eingabe des Wertes oder high-Z mit done bestätigen ).


Ralph Berres

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