Baustrom private Baustelle

OP #2013083
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Liebe Auskenner,

ich werde demnächst in meinem Garten in Berlin die 50 Jahre alte 
Holzlaube abreißen und eine neue bauen. In der alten Laube an der Wand 
ist jetzt ein Stromzähler (so ein schwarzes Teil mit Drehscheibe), 
Sicherungen, dahinter dann Steckdosen/Verbraucher - ganz normal.

Nun brauche ich ja zum neu Bauen auch Strom. Ich darf ja die Plombe am 
Zähler nicht beschädigen - aber wie bekomme ich am günstigsten den 
Zähler nach draußen und dann in das neue Haus wieder 'rein? Und was muß 
ich draußen mindestens hinbauen für den Baustrom, wo dann der Zähler, 
Sicherungen und Steckdosen vorübergehend 'reinkann? Holzkiste? 
Ausleihen?
OP #2013196
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Also Dein "ja" bezieht sich auf das Ausleihen? Aber bei den Dingern mit 
Zähler, die man mieten kann, müßte ja der Zähler abgeklemmt und wieder 
angeklemmt werden.

Das kostet einerseits, und man muß jemanden dafür bestellen. Ich habe 
auch gehört, daß diese alten schwarzen Zähler nicht mehr verbaut werden 
und man dafür jetzt so einen "Kindersarg" an die Wand bauen muß..

Kann ich das nicht verhindern, wenn ich sozusagen das Stück Wand mit dem 
Zähler 'raussäge und dann draußen irgendwie geeignet überdache?
Persönliche Seite #2013259
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Rainer Unsinn schrieb:
> Also Dein "ja" bezieht sich auf das Ausleihen? Aber bei den Dingern mit
> Zähler, die man mieten kann, müßte ja der Zähler abgeklemmt und wieder
> angeklemmt werden.

Ja, so ist das.

Rainer Unsinn schrieb:
> Das kostet einerseits, und man muß jemanden dafür bestellen.

Das kannst Du nicht umgehen. Das ist ein Eingriff in die Hauptzuleitung 
Deines Hauses/Deiner Hütte, und den darf nur ein ordnungsgemäß 
bestallter Elektroinstallateur durchführen. Du solltest davon 
unbedingt die Finger lassen.

Rainer Unsinn schrieb:
> Ich habe
> auch gehört, daß diese alten schwarzen Zähler nicht mehr verbaut werden
> und man dafür jetzt so einen "Kindersarg" an die Wand bauen muß..

Der Zähler selbst könnte sogar beibehalten werden, aber die sogenannte 
Zählertafel (das ist das Ding, auf das der Zähler geschraubt wird und 
das auch den Sicherungskasten enthält) muss den aktuellen 
Ausführungsvorschriften des EVU entsprechen. Das nennt sich TAB 
("technische Anschlussbeschreibung") und wird alle paar Jahre 
aktualisiert:

http://de.wikipedia.org/wiki/TAB_2007

Rainer Unsinn schrieb:
> Kann ich das nicht verhindern, wenn ich sozusagen das Stück Wand mit dem
> Zähler 'raussäge und dann draußen irgendwie geeignet überdache?

Das könntest Du zwar, aber dann kannst Du auch gleich Deine 
verschiedenen Versicherungen (Haftpflicht, Gebäudeschutz etc.) kündigen.

Such Dir einen zugelassenen Elektriker Deines Vertrauens, bzw. höre Dich 
in Deinem Laubenpieperverein nach vertrauenswürdigen Elektrikern um, und 
besprich das mit dem, auch unter der Maßgabe, daß Du natürlich keine 
Unsummen ausgeben möchtest.
OP #2013290
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Danke.. Nur um Mißverständnisse zu vermeiden: Ausführen soll das schon 
ein zugelassener Elektriker, aber ich will vermeiden, daß der mir 
"goldene Wasserhähne" verkauft, sprich ich möchte vorher wissen, was 
unbedingt notwendig ist und was nur "nice to have".

z.B. werde ich auch einen Blechschuppen vorübergehend da stehen haben - 
wenn da das rausgesägte Stück Wand 'reinkäme, könnte ich damit doch 
erstmal neu bauen..?
#2013331
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Wie sieht das eigentlich aus, wenn am Hausanschlußkasten die Plombierung 
vergessen wurde? Ich kenne einen Fall, wo das so ist. Der Hausbesitzer 
dort hat angeblich, als der Zähler ausgetauscht wurde nachgefragt, laut 
eigenen Angaben jedoch "keine sinnvolle Antwort" erhalten. Allerdings 
scheut er sich auch, beim lokalen E-Werk anzurufen, da er befürchtet, 
ihm würde sonst "Stromdiebstahl" oder ähnliches unterstellt.

Einen offenen Schwarzmarkt für diese EVU-Plomben scheint es auch nicht 
zu geben, sein Hauselektriker wollte den Hausanschlußkasten angeblich 
ebenfalls nicht "nachplombieren".

Wie kommt man aus so einer Situation wieder 'raus? Laut Hauseigentümer 
besteht der Sachverhalt der fehlenden Plombe schon seit 10 Jahren. 
Einerseits findet er es praktisch, im Falle des Falles (welcher das auch 
immer sein könnte ist mir nicht klar, wenn zwischen Hausanschlußkasten 
und Zählerkasten etwas schief geht hat man wahrscheinlich sowiso ärgere 
Probleme) die dort ansässigen 3x63A Diazed-Sicherungen austauschen zu 
können, andererseits hat er natürlich Befürchtungen in Bezug auf die 
Konsequenzen seitens des EVUs, falls die Sache auffliegt (obwohl er 
selbst ja gar nichts gemacht hat).

Iwan
#2013545
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Иван S. schrieb:
> Allerdings
> scheut er sich auch, beim lokalen E-Werk anzurufen, da er befürchtet,
> ihm würde sonst "Stromdiebstahl" oder ähnliches unterstellt.

Hier machen das die Stadtwerke nicht selbst, sondern man beauftragt 
einen akreditierten Elektriker. Wenn man einen gut kennt, ist das kein 
größeres Problem - man beauftragt ihn eben, die Elektroanlage zu 
überprüfen.
#2013568
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Rainer Unsinn schrieb:
> ich werde demnächst in meinem Garten

Genau das ist das Stichwort.

D E I N Garten.
Kein Schwein kann Dir da reinfummeln, alles gehört Dir allein.

Wenn das eine Gartenanlage ist erfolgt die Übergabe am 
Gemeinschaftszähler, dahinter kannst Du machen was Du willst.

Ich bin auch Berliner, sag Bescheid wenn Du Hilfe benötigst,
Es ist einfacher als alles was hier geschrieben wurde.
Gruß
#2013600
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Opi Wahn schrieb:
> D E I N Garten.
> Kein Schwein kann Dir da reinfummeln, alles gehört Dir allein.
>
> Wenn das eine Gartenanlage ist erfolgt die Übergabe am
> Gemeinschaftszähler, dahinter kannst Du machen was Du willst.

Für mich stellt sich das so dar, daß der OP ein Grundstück hat ("mein 
Garten"), auf dem sich eine schrebergartenähnliche Hütte ("die 
Holzlaube") befindet. Es ist zweifelhaft (aber natürlich nicht 
auszuschließen), daß sich neben der Hütte noch ein anderes Objekt auf 
dem Grundstück befindet, denn wozu hat er sonst den Zähler in der Hütte.

Unsere Gartenlaube hat jedenfalls keinen, aber die steht auch mit dem 
Wohnhaus auf gemeinsamem Grundstück. In dem Fall ist es natürlich 
trivial den Strom einfach vom Wohnhaus zu ziehen (und, wenn man es 
unbedingt haben will, in der neuen Laube wieder einen Zähler zu 
installieren, finanzoptimierend ohne offizielle Plombierung, also bei 
Mitverrechnung über's Haus).

Genaueres in diesem Falle weiß man nicht.

Iwan
#2013720
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@Rainer Unsinn
Das mach zwar dein GARTEN sein aber das Netz gehört bis zum 
Hausanschlusskasten dem für dich massgebenden EVU(örtlicher
Netzbetreiber). Dafür gabs mal sogar die Verordnung AvBEltV
die durch die Verordnung StromGVV abgelöst wurde und die früher
der EVU Zutrittsrechte zu deinem Grundstück und zu ihrem Anschluss
garantierte. Ob das noch aktuell gültig ist, weiß ich nicht, aber
durchlesen würde ich es mir, weil da auch von Mitteilungspflichten
die Rede ist. Fachlich muss da sowieso ein Fachmann ran und nicht
so ein Vereinskumpel ohne EVU-Zulassung. Einen Baustromverteilerkasten
kann man bei kurzfristigen Einsatz wahrscheinlich mieten und
bei längerem Einsatz auch kaufen. Der Zähler wird dann umgesetzt
und dann neu verblomt. Für Eigenleistung ist da nur wenig Spielraum
weil strenge Normen und Vorschriften beachtet werden müssen.
Für den Fachmann hat man aber die freie Wahl und kann sich Angebote
machen lassen und nimmt dann halt den günstigsten.

Wenn es nur ein privater Nebenzähler ist, sieht die Sache anders aus.
Aber eine Fachmann sollte da schon seinen Kopf hinhalten.
Nicht das erste mal das bei Bauarbeiten elektrische Anlagen
beschädigt wurden die dann gefährlich wurden.
#2013973
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Leo ... schrieb:
> @Gerry E.
> Und wieder einer der glaubt die Weisheit mit Löffeln gefressen
> zu haben. Aber ne große Klappe riskieren und nicht die geringste
> brauchbare Information hier beitragen, das haben wir gern. Langeweile?

Nee, eigentlich nicht.
Ist doch genau so, man braucht eigentlicht nur die Beiträge des TO 
aneinander zu reihen, und schon kommt wohl WAS heraus?
Eigentlich will der TO ja nur einen Deckelpreis wissen, damit er nicht 
über's Ohr gehauen wird von Fachleuten. Von Selbermachen finde ich dabei 
garnichts.

Und was bitte hat das mit Klappe zu tun?
Ich weiß sehr wohl von was ich spreche, kenne genug Elektriker 
persönlich und weiß auch mit was die so kochen, also ruhig Blut.
Gast #2014030
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Da ich aus beruflichen Gründen selbst oft am Bau war, meistens aber 
Großgebäude:

Da wird es einen Baustromverteiler geben müssen, der natürlich von 
autorisierten Personen auf- und wieder abgebaut wird.

Über die Bemessung kann man sich gerne streiten. Wir fluchten auf dem 
Bau oft über Stromklau. Der Verteiler hatte nur eine Anzahl Steckdosen. 
Und wer gerade Strom brauchte, steckte einen anderen aus. Wer der 
Übeltäter war, kam meistens nicht heraus. Und da ging man eben hin, und 
machte es genau so. An einem lauten Brüll aus irgend einer Ecke, konnte 
man erkennen, wer der nächste ohne Strom war. Wie im normalen Leben. Es 
war fast immer so, auf allen Baustellen. Kostet aber Ressourcen. Dann 
hat irgendwer am falschen Ende in der Anschlußleistung gespart.
OP #2014209
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Hey, kein Grund zum Streiten. Also es ist eine Gartenparzelle innerhalb 
einer Kleingartenkolonie. Da steht nur die Laube und sonst kein Haus. 
Auf dem Weg gibt es so Kästen, wo man mit so einer Zange die Sicherungen 
für mehrere Gärten wechseln kann (hab ich mal gesehen).

Wenn Ich einen Baustromverteiler mieten muß (ich werd ihn wohl ca. 4 
Monate brauchen) dann muß ich halt. Aber wenn es auch in meinem 
Blechschuppen während dieser Zeit billiger einzubauen geht (und ich also 
den Baustromverteiler nicht mieten muß), würde ich das Geld auch gerne 
sparen.. also: muß ich?

Den Elektriker für's Umklemmen (einmal 'raus, einmal wieder 'rein ins 
neue Haus) brauche ich ja in jedem Fall.

Dann kommt noch erschwerend hinzu (habe gestern mal gemessen): Für die 
neue Stelle im neuen Haus muß die Zuleitung ca. 3 Meter länger sein. 
Setzen die da 'ne Muffe? Ansonsten müßte man ja das Ganze Kabel (ca. 
30m) bis zum Kasten am Weg erneuern??
OP #2014473
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Ich bekomme so ein Anschreiben von Vattenfall, wo ich den Zählerstand 
eintrage, oder online kann ich auch melden. Vor Ort war schon länger 
keiner mehr. Also Jeder ist einzeln Stromkunde, im Gegensatz zum Wasser 
z.B.

Ich habe keinen "Kraftstrom", falls Du das meinst, nur ganz normale 
230V. Die Scheibe im Zähler mit der roten Markierung dreht sich, ja.. 
:-)
#2014563
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>sparen.. also: muß ich?
Den Baustromverteiler brauchts du in JEDEM FALL, egal ob der drin
oder draußen steht. Weitere Vorgehensweisen sollte man mit der
Kolonieleitung abklären. Mitteilung reicht vielleicht schon.
Den Rest mit dem EVU und einem Meisterbetrieb mit EVU-Zulassung.

Klar kann man ne Muffe zum Verlängern setzen, ist gängige Praxis.
Deswegen muss man kein Kabel ausbuddeln.
#2014827
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Denke daran das du bis jetzt noch für dein Zähler Bestandsschutz hast??

Wenn du nach Neubau das Teil wieder zulassen willst , muß ein Zählerfeld
den Vorschriften entsprechend angebracht werden.
Könnte schon mal 500 Eus kosten.

Auch hier gilt,wer viel fragt der bekommt viel Antworten.
Gast #2015025
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@Rainer:

OK, ich habe etwas fett aufgetragen, war auch nur Großbaustellen 
gewohnt.

Was ist in der Kolonie mit Nachbarn, mit denen man sich gut versteht? 
Wie ich sehe, habt ihr schon was stärkeres als Lichtstrom, wenn auch 
kein Kraftstrom. Für die meisten Baumaschinen könnte es da sogar 
reichen. Ob man sich über die Grundstücksgrenze Strom leihen darf, wäre 
auch eine interessante Frage. Und ob eine Baubehörde, die davon Wind 
bekommt, Anzeige erstatten könnte.

Von TK-Leitungen weiß ich jedenfalls ganz sicher, daß man sie nicht 
selbst aufs Nachbargrundstück verlängern darf. Unter Umständen noch 
nicht mal, wenn es dir selbst gehört, oder du nebenan was angemietet 
hast. Da gelten Hoheitsrechte, es ist somit strafbar. Bei allem gilt 
aber: Wo kein Kläger, da kein Richter. Ich habe da schon so manches 
gesehen.
Gast #2015269
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Rainer Unsinn schrieb:

>Wilhelm, das Kabel zum Nachbarn ist eine sehr
>gute Idee! Da hätte ich auch selber drauf kommen
>können - so kostet mich der erste Streich nur
>einen Kasten Bier.. :-)

Wenn es denn wirklich geht. Bezahle ihm mal den halben Strom an, oder 
sogar ganz im Voraus, meinetwegen monatsweise. Einfach des 
nachbarschaftlichen Friedens wegen. Wie auch immer. Um den Nachbarn im 
Vorfeld keineswegs zu verärgern. Er tut dir ja auch einen Gefallen, wenn 
das Ding denn so klappt... Das kommt auf jeden Fall billiger als ein 
Baustromkasten. Aber besser kannst du es doch gar nicht bekommen. ;-)
#2015519
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Juppi J. schrieb:
> Wilhelm Ferkes schrieb:
>> Von TK-Leitungen weiß ich jedenfalls ganz sicher, daß man sie nicht
>>
>> selbst aufs Nachbargrundstück verlängern darf.
>
> Das ist ein allgemeiner Irrtum.
> Sogar das Fernsehen hat das zeigen der Verlängerung Einzieherei
> eingestellt.
> Suche einmal das zuständige Gesetz?!
>
> P.s. Meine Stromlieferung über gesicherte Anschlüsse.
>
> MfG

Mensch Juppi, kannst du dieses Kunstwerk mal in normales Deutsch 
übersetzen?
#2016148
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@Juppi
>Juppi, wieviel Blut hast du denn noch im Alkohol?
Vorsicht, als ich zum Neujahr mich über den möglichen Promillerestwert
bei unseren Moderatoren respektvoll ausgelassen habe ist das schnell
gelöscht worden. Schade um die Worte.

>ich verzeihe Dir.
Als nächstes muss sich uhu wohl noch dafür entschuldigen das
er überhaupt geboren wurde?

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