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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Induktivität einer Spule


Autor: Bobo (Gast)
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Hallo zusammen,


wenn ich mit dem Resonanzverfahren eine Induktivität messen möchte ist
es dann zwingend notwendig als Signaltyp den Sinus zu benutzen?

Wie sieht es mit einem Dreieck/Sägezahn/Rechteck aus?

Was sagen die Profis dazu?
Welchen Signaltyp verwenden die Profis?


Dann nochmal kurz etwas zum Resonanzverfahren. Mich interessiert dabei 
die grundlegende Vorgehensweise, bzw. gibt es mehrere.

Ich habe gelesen das man einen gewissen Frequenzbereich wählt, schaut wo 
die höchste Amplitude(bei Resonanz) liegt und dann mittels 
Resonanzfrequenz und bekannter Kapazität die gesuchte Induktivität 
erhält.

Mein Vorgehen wäre anders. Ich würde eine feste Frequenz wählen und 
mittels bekannter Kapazität die sich einstellende Frequenz messen. 
Daraus müsste sich meines erachtens auch die Induktivität errechnen 
lassen. Mir fällt gerade auf, das ganze hat dann nur wenig mit 
Resonanzfrequenz zu tun, sehrwohl aber mit der Frequenzabhängigkeit des 
Schwingkreises.


Beste Grüße
Bobo

Autor: ArnoR (Gast)
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Bei dem Resonanzverfahren wird der Schwingkreis nur hochohmig mit wenig 
Energie zum Ausgleich der Verluste versorgt (angestoßen) und schwigt 
weitgehend frei. Die Signalform ist dann automatisch Sinus.

Bobo schrieb:
> Mein Vorgehen wäre anders. Ich würde eine feste Frequenz wählen und
> mittels bekannter Kapazität die sich einstellende Frequenz messen.

Wie willst du eine "sich einstellende Frequenz" messen, wenn du der 
Schaltung doch eine bestimmte aufzwingst?

Autor: Sven W. (Firma: basement industries) (dj8nw)
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Bobo schrieb:
> Hallo zusammen,
>
>
> wenn ich mit dem Resonanzverfahren eine Induktivität messen möchte ist
> es dann zwingend notwendig als Signaltyp den Sinus zu benutzen?
Ich würde mal sagen alles andere als Sinus hat Oberwellen, also kannst 
da keine Resonanz messen....
> Wie sieht es mit einem Dreieck/Sägezahn/Rechteck aus?
siehe oben

...
> Ich habe gelesen das man einen gewissen Frequenzbereich wählt, schaut wo
> die höchste Amplitude(bei Resonanz) liegt und dann mittels
> Resonanzfrequenz und bekannter Kapazität die gesuchte Induktivität
> erhält.
richtig
> Mein Vorgehen wäre anders. Ich würde eine feste Frequenz wählen und
> mittels bekannter Kapazität die sich einstellende Frequenz messen.
> Daraus müsste sich meines erachtens auch die Induktivität errechnen
> lassen. Mir fällt gerade auf, das ganze hat dann nur wenig mit
> Resonanzfrequenz zu tun, sehrwohl aber mit der Frequenzabhängigkeit des
Wie, du willst eine feste Frequenz "sich einstellen lassen"
Versteh ich jetzt nicht...

Gruß, Sven

Autor: Falk Brunner (falk)
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@  Bobo (Gast)

>wenn ich mit dem Resonanzverfahren eine Induktivität messen möchte ist
>es dann zwingend notwendig als Signaltyp den Sinus zu benutzen?

Mehr oder weniger ja.

>Mein Vorgehen wäre anders. Ich würde eine feste Frequenz wählen und
>mittels bekannter Kapazität die sich einstellende Frequenz messen.

Wie soll sie bei FESTER Frequenz eine Frequenz einstellen?

Mfg
Falk

Autor: Olaf (Gast)
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> Ich würde mal sagen alles andere als Sinus hat Oberwellen, also kannst
> da keine Resonanz messen....

Das sollte im Prinzip trotzdem gehen. Allerdings besteht eine gewisse 
Gefahr das es dann auch mal auf einer der Oberwellen schwingt.

Olaf

Autor: Bobo (Gast)
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Okay die sich verändernde Frequenz bei fester Frequenz, was für ein 
dummer Anfängerfehler.

Danke für die Antworten, das hat geholfen :)

Beste Grüße
Bobo

Autor: Christoph A. (shadowrunner93)
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Ein (idealer) Rechteck beinhaltet alle Frequenzen, der Schwingkreis wird 
mit seiner Resonanzfrequenz ( die mit ziemlich Sicherheit im Rechteck 
enthalten sein wird ) schwingen.

Am Oszilloskop siehst du nach steigender Flanke des Rechtecks eine 
gedämpfte Schwingung mit einer bestimmten Güte und Frequenz. Die 
Frequenz des Rechtecks ist ziemlich egal, bestimmt sie doch nur die 
Anzahl der Schwingungen zwischen zwei Perioden des Rechtecks.

Damit kannst du z.B. den Wert einer Spule in einem LC-Schwingkreis 
bestimmten, sofern du einen bereits bekannte Kapazität verwendest ^^

Mfg
Christoph

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Christoph A. schrieb:
> Ein (idealer) Rechteck beinhaltet alle Frequenzen

Nein, er enthält jede zweite Oberwelle, aber das war's schon.

Autor: Christoph A. (shadowrunner93)
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Jörg Wunsch schrieb:
> Christoph A. schrieb:
>> Ein (idealer) Rechteck beinhaltet alle Frequenzen
>
> Nein, er enthält jede zweite Oberwelle, aber das war's schon.

Wieso funktioniert meine Methode zur Induktivitätsbestimmung dann?

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Christoph A. schrieb:
> Wieso funktioniert meine Methode zur Induktivitätsbestimmung dann?

Weil du den Schwingkreis auf seiner Resonanz anregst, nicht weil
die Rechteckschwingung bereits die nötige Frequenz enthält.

Mit einem Speicheroszilloskop könntest du die abklingende Schwingung
bereits nach einmaliger Anregung (also Frequenz nahe 0) aufzeichnen
und auswerten.

Die Methode funktioniert übrigens nur, wenn der Generator einen
relativ hohen Innenwiderstand hat, damit er nicht selbst den
Schwingkreis massiv bedämpft.

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