Hallo,
wir haben einen 3,3v zu 12v UpStepper geplant. Im Anhang sind die Werte
zu sehen. Laut eines Kollegen kommen bei 3,3vIn nur 3vOut heraus. Das
wäre zuwenig und riecht auch nicht nach Upstepping. Kann bitte jemand
auf das o.g. sehen und uns bitte einen Ansatz für die Fehlerfindung
geben?
Das einzige, was anders beschaltet wurde: statt des 740µ hat der Kollege
nur 220µ gehabt. Hat dann aber später 500µ parallel gelegt. Ergebnis das
selbe: 3v.
Ich danke Euch sehr!
Ich schreibe die Kommazahlen dort immer mit Punkt, was auch zu leicht
abweichenden Ergebnissen führt, da die Nachkommastelle einfach
eliminiert wird!
Ob das allerdings die (einzige) Ursache der Fehlfkt. ist... Oft ist die
Wahl der Spule u./o. Diode falsch!
> Das einzige, was anders beschaltet wurde: statt des 740µ hat der> Kollege nur 220µ gehabt. Hat dann aber später 500µ parallel> gelegt. Ergebnis das selbe: 3v.
1. Man nimmt keine Spulen wie man gerade Bock hat, sondern
man berechnet die!
2. Die Verwendung von automatischen Berechnungsseiten, egal ob
im Internet oder selbst programmiert ist okay wenn man sowas
auch mal selbst von Hand gemacht hat damit einem klar ist worauf
da ankommt.
3. Ich haette ein paar Bedenken ob der interne Transistor 100mA/12V
bei nur 3v Eingangsspannung schafft.
4. Wenn die Eingangsspannung nur 3V betraegt dann wird es wichtig sich
Gedanken um den Widerstand R zu machen. Auch das steht irgendwo
im Datenblatt. Allerdings etwas kleingedruckt in einer Fussnote.
Einfach abschreiben aus Schaltungen anderer Leute funktioniert dann
nicht mehr.
Olaf
Ach, Olaf, Du schreibst selbst von einem Blick ins Datenblatt und
verfasst dann einen fragwürdigen Pkt. 3...
Zzgl. wäre ein Blick in die Application notes sicher nicht verkehrt.
> Ach, Olaf, Du schreibst selbst von einem Blick ins Datenblatt und> verfasst dann einen fragwürdigen Pkt. 3...
Ich werde ja hier nicht dafuer bezahlt fuer andere Leute die
Datenblaetter durchzurechnen. :-) Aber von 3V nach 12V bei 100mA ist es
ja schon ein weiter Weg. Da muss man schonmal drueber nachdenken.
> Zzgl. wäre ein Blick in die Application notes sicher nicht verkehrt.
Das schadet nie und gerade beim 34063 ist da eigentlich fast jeder Fall
vorbildlich vorgerechnet.
Lediglich bei 3V Eingangspannung ist es wichtig sich R nochmal genau
anzuschauen. Wie schon gesagt, das steht da irgendwo nur in einer
kleinen Fussnote. Mit der normalen Beschaltung fuer die 5V nach
irgendwas Converter klappt es da nicht mehr richtig.
Olaf
Mahlzeit,
um mich mal zu Outen, der Kollege bin dann wohl ich.
Und der erste Aufbau mit 3V Vout hat sich auch erledigt.
Die gewünschten 12V werden erzeugt,das klappt alles,
es fehlte der Ct wobei ich halt mehrfach im Internet die Schaltung
aufgebaut wurde ohne Ct ... aber gut, ich hab mir jetzt angesehen wie
der IC funktioniert. Der Ct ist natürlich nötig weil sonst das C im RC
Glied fehlt.
Was jetzt noch mehr als verwunderlich ist: Der Wirkungsgrad liegt bei
50%.
Ct=798 pF => 820pF
Ipk=694 mA
Rsc=0.432 Ohm => 0,5 Ohm
Lmin=66 uH => 68uH
Co=193 uF
R=180 Ohm
R1=1.5k R2=13k (12.08V)
Die restlichen Werte Stimmen soweit, aber ich hab bei 12V und 70mA am
Ausgang 3,3V 660mA am Eingang ...
Habt ihr Erfahrung darin ob es in der Abschaltzeit der Diode liegen
könnte ?
JKW schrieb:> Was jetzt noch mehr als verwunderlich ist: Der Wirkungsgrad liegt bei> 50%.
Der Schalttransistor wird hier gesättigt betrieben. Zwar ist sein
Längverlust dadurch grösser, seine Schaltzeit aber auch. Niedrigere
Schaltfrequenz probieren.
Was für eine Spule wird verwendet? Typ, Datasheet, ...
> Habt ihr Erfahrung darin ob es in der Abschaltzeit der Diode liegen> könnte ?
Wenn du eine 1N4001 verwendet hast, dann bestimmt.
> Der Wirkungsgrad liegt bei 50%.
Und ?
Was hast du erwartet.
Ist doch relativ gut.
Von 3V werden 0.33V (10%) an Rsc vernichtet,
weitere 10% als Ansteuerleistung des Schalttransistors,
weitere 10% im Schalttransistor selber
noch mal 10% in der Diode am Ausgang.
Kommt doch ungefähr hin, der Rest wird auf die
Spule zu schieben sein.
Mir kommt übrigens R mit 180 Ohm viel zu gross vor,
nimm mal eher 18 Ohm (falls das nicht schon der Fall
ist).
MaWin schrieb:> Mir kommt übrigens R mit 180 Ohm viel zu gross vor,> nimm mal eher 18 Ohm (falls das nicht schon der Fall> ist).
Der Endstufentransistor sollte in dieser Schaltung nicht übersättigt
werden, sonst steigt dessen Abschaltzeit zu sehr an. Datasheet/AN legt
ein Beta von 20 nahe, was mich eher in die Richtung 62 Ohm bringt.
> Ist doch relativ gut.
Das hab ich auch so gedacht. Man kann da keine Wunder mehr erwarten.
Auch wenn man vielleicht hier und da noch ein bisschen was optimieren
kann. Zum Beispiel sollte der Elko am Eingang sehr gut sein. Wenn die
Spannung da beim schalten nochmal um 100mV zusammenbricht ist das bei 3V
viel schlimmer als bei einem Schaltregler der mit 12V am Eingang
arbeitet.
> Mir kommt übrigens R mit 180 Ohm viel zu gross vor,> nimm mal eher 18 Ohm (falls das nicht schon der Fall> ist).
Das ist ja das was ich schon die ganze Zeit sage. 180Ohm ist der
Standardwert der sonst immer genommen wird und selbst wenn er fuer eine
bestimmte Anwendung besser sein koennte, es geht trotzdem.
Bei 3V muss er aber anders sein. Ich koennte mir auch vorstellen das es
ein bisschen vom Hersteller des 34063 abhaengt da man ja bereits an den
Grenzen des ICs arbeitet. Ich hab mal einen 3V nach 5V Konverter gebaut
da hat die Schaltung mit dem falschen Wert ueberhaubt nicht
funktioniert.
Olaf
Olaf schrieb:> Das ist ja das was ich schon die ganze Zeit sage. 180Ohm ist der> Standardwert der sonst immer genommen wird und selbst wenn er fuer eine> bestimmte Anwendung besser sein koennte, es geht trotzdem.
180 Ohm => Basisstrom des Schalttransistors = ca. 11mA, entspricht hier
einer Verstärkung von ca. 60. Das erhöht den Längsverlust entsprechend.
Das Nomad-Sheet rechnet an dieser Stelle dummerweise nicht, sondern
setzt fest 180 Ohm ein.
> Datasheet/AN legt ein Beta von 20 nahe,> was mich eher in die Richtung 62 Ohm bringt
1.14A peak, Beta 20 = 57mA Basisstrom
3V- 0.33V (Rsc) - ca. 1V (Ube T bei 1A) - ca. 0.4V (Uce sat T bei 57mA)
1.27V / 0.057A = 22 Ohm, daher sagte ich 18 Ohm.
Entscheidend ist, daß ein Transistor der gerade 1A durchlässt, an der
Basis nicht 0V hat, sondern eien Ube von ca. 1V (meiste ien halbe Ucesat
+ Ube von 0.7V)
MaWin schrieb:> 1.14A peak, Beta 20 = 57mA Basisstrom
Dort wo er die 50% beklagt waren es Ipk=694 mA. Wobei ich mit 2V über R
etwas über den Daumen peilte, du andererseits die 0,33V gleich zweimal
abgezogen hast (Vin=3,3V, nicht 3V).
Lothar Miller schrieb:> Mal zu den Grundlagen: wie werden Spulen zusammengeschaltet, dass sich> die Induktivität addiert?
Wer hat eigentlich jemals behauptet das es dabei um die Spule geht.
Es ging um Co 8)
Bei Schottky-Dioden drauf achten, dass die Sperrspannung nicht unnötig
hoch ist. Deren Durchlassspannung steigt mit der zulässigen
Sperrspannung erheblich an.
Die Drossel wiederum sieht mir nicht nach einer Speicherdrossel aus,
sondern nach einer Festinduktivität, und es ist zudem ein Maximalstrom
von 410mA angegeben.
Wenn Schaltfrequenz runter, dann Drossel rauf. Ausserdem bringt das mit
einer Drossel nichts, die jedesmal in Sättigung läuft, da dann die
Abschaltung per Rsc die Einschaltzeit verkürzt und somit die
Schaltfrequenz erhöht.
> Elko am Eingang, 100nF / 47my.F beides getestet .. kein Unterschied ..> selbst ein gigantischer 10.000 myF ändert nichts.
Schalte mal lieber 4Stk 47uF parallel. Oh...und natuerlich welche mit
kleinen Innenwiderstand. Wenn ich da oben 10000uF lese dann hab ich den
Eindruck das ist einfach ein alter Mist aus der Bastelkiste der fuer ein
linear geregeltes Netzteil gedacht war.
Olaf
> Spule> http://www.produktinfo.conrad.com/datenblaetter/52...
Sag mal träumt ihr ?
Laut Berechnung und eurer Angabe sollte es eine 68uH Spule sein,
laut diesem Datenblatt kann die 410mA,
und euer Schaltstrom liegt bei 1.14A.
Was soll das ?
Wen willst du verarschen ?
Keep cool, MaWin. Dass man nicht jede x-beliebige Drossel passender
Induktivität einsetzen kann erschliesst sich nicht jedem Anfänger
sofort. So lernt man.
Gott o Gott.
Für wie Wahrscheinlich hällst du es, das es aus purer Böswilligkeit
geschehen ist. Genau genommen wollte ich eine andere Spule kaufen die
ich leider nicht bekommen habe. Ich hab daher kurz entschlossen eine
"ähnliche" genommen. Das die nur 410mA abkonnte hab ich tatsächlich
übersehen, aber ich hatte bei Leibe nicht vor damit jemand hinters Licht
zu führen.
Wenn du so gültig wärest würdest noch ein Quantil deiner Zeit opfern,
würdest du mir eine Spule nennen können, die ich nachher bei Conrad in
Hannover am Tresen bekommen könnte? Nach Möglichkeit kein SMD Bauteil.
Vielleicht schaffen wir dann doch noch mehr als 50% Wirkungsgrad.
JKW schrieb:> ich leider nicht bekommen habe. Ich hab daher kurz entschlossen eine> "ähnliche" genommen. Das die nur 410mA abkonnte hab ich tatsächlich> übersehen,
Deren 1,4 Ohm allerdings auch. Bei ~1A Spulenstom entsteht so auch ohne
Sättigung schon ein mörderischer Verlust, denn die >1V darfst du gegen
die Eingangsspannung rechnen. Abzüglich Rsc und Transistor bleiben von
der übern Daumen 2,5V übrig, von denen die Spule dann allein durch ihren
Widerstand gut 1V verliert.
> Nach Möglichkeit kein SMD Bauteil.
Weshalb? Nicht alles was SMD heisst braucht eine Lupe. Die o.A. Drossel
hat eine Kantenlänge von ~1cm, mit zwei Drähten wird aus der in
Nullkommanix ein bedrahtetes Bauteil und mit einen Tropfen Klebstoff
wackelt sie auch nicht.
Jupp, der primäre Nachteil wäre nur, das es die Drossel nicht vor Ort
gibt. Klar kann man sowas bestellen, nur sind 7€ Versand für einen 1€
Artikel immer sehr ärgerlich. Ich hätte nur gehofft das es eine gibt die
direkt vor Ort zu beziehen wäre. Wenn sich da nichts findet würde ich
sie notfalls auch bestellen. JKW
Guckst du bei CSD, der versendet billiger. 3,75€ Versand für 0,85€ sieht
natürlich immer noch schräg aus, aber damit musst du leben. IT-WNS
versendet zwar noch billiger, hat aber sowas auch nicht.
Alternativ kannst du natürlich versuchen, einen passenden Spulenkern
selber zu bewickeln. Spulen sind immerhin die einzigen Bauteile, die man
sich selber herstellen kann. Aber frag mich da nicht nach Details.
Noch ein paar Cent billiger gibts eine bei ebay. Und die ist noch nicht
einmal aus China.
Super, dank dir.
Ich werd nachher mal hingehen zu Conrad. Ich glaube wenn die Artikel
nicht vorrätig sind können sie die bestellen ohne das man die
Versandkosten zahlen muss. Ich dachte nur es könnte noch eine
Alternative geben, aber falls nicht dann isses so ..
Vielen Dank für deine / eure Hilfe. Ich werd es euch wissen lassen was
dabei rausgekommen ist wenn Interesse besteht.
JKW schrieb:> Super, dank dir.> Ich werd nachher mal hingehen zu Conrad. Ich glaube wenn die Artikel> nicht vorrätig sind können sie die bestellen ohne das man die> Versandkosten zahlen muss. Ich dachte nur es könnte noch eine> Alternative geben, aber falls nicht dann isses so ..> Vielen Dank für deine / eure Hilfe. Ich werd es euch wissen lassen was> dabei rausgekommen ist wenn Interesse besteht.
Ja, besteht ;)
Und wenn du grad dabei bist, besorg dir auch low-ESR Elkos, an Stelle
der vermutlich bisher von euch eingesetzten Standardtypen. Der Ripple
auf der Ausgangsspannung wird es dir danken (die Lebensdauer der Elkos
evtl. auch).
Also folgende Conrad Nummern würden erstmal was bringen.
440444 - 62
449818 - 62
449754 - 62
447214 - 62
Plenty of choice.
"So the problem is choice?
You already made the choice. You just have to find out why."
MFG
Falk alias Neo
Bei der Stabkerndrossel sollte man allerdings im Auge behalten, dass die
ein recht grosses Streufeld produziert. Wär also besser, wenn sich in
näherer Nachbarschaft nichts befindet, das dadurch gestört würde.
Falk Brunner schrieb:> 447214 - 62
Hmm die würde mir gefallen, ich war allerdings vorhin schon da und hab
dann erstmal die SLF10145T-680M1R2-PF geordert.
Ich denke der wird in wenigen Tagen da sein. Mal sehen obs damit besser
wird.
Notfalls verzichten wir auf den StepUp.
Gruß JKW
Hey Leute,
besten Dank.
Mit der richtigen Spule (SLF10145T-680M1R2-PF) hab ich den Wirkungsgrad
auf 89% verbessern können.
Damit kann man arbeiten.
Gruß JKW