AC Motor Drehzahl regeln

Gast #2015702
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Hallo zusammen

Ich bin auf der Suche nach einer Schaltung um bei meinem AC Pumpenmotor 
(Gartenwasserpumpe 400W 203V) die Drehzahl einzustellen.
Ich habe einige Beiträge gefunden in welchen das mit einer Pwm-Schaltung 
beschrieben wurde. Ich begreife allerdings nicht ganz wie das 
funktionieren soll...

Ich habe schon einige PWM Schaltunegn gebaut um DC-Motoren zu betreiben, 
wobei die Motoren dann jeweils mit einem Fet in der (-) Leitung 
gesteuert wurden.
Aber wie soll das mit AC gehen?

kann mir jemand weiterhelfen?

danke und Gruss

Hanns
Persönliche Seite #2016130
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Der Motor muss für die Betriebsart mit Spannungsstellung geeignet sein, 
bei normalen Asynchronmaschinen wird dabei der Anker zu heiß. Deshalb 
ist ein Derating oder eine Ankerkühlung notwendig um die durch den hohen 
Schlupf entstehende Ankertemperatur in Grenzen zu halten. Denn im Anker 
wird die Differenz zwischen Nenndrehzahl und eingestellter Drehzahl 
multipliziert mit dem aktuellen Drehmoment als zusätzliche 
Verlustleistung frei.

Kondensatormotoren sind in der Regel dafür garnicht geeignet.

Grüße,

Peter
Gast #5545758
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Ich hole mal nach sieben langen Jahren die Leiche aus dem Keller... Aber 
vielleicht interessiert es ja doch noch jemanden.

Ich war selbst auf der Suche nach einer Möglichkeit, einen 230 V AC 
Motor mit Anlaufkondensator in der Drehzahl zu steuern und stolperte 
über dieses Forum.

Eine Regelung war/ist bei mir an der Stelle nicht nötig. Ich entsann 
mich einer Schaltung, die das Problem m. E. recht einfach und dennoch 
"elegant" löst. Sie ist zu finden in den Schaltunterlagen zur 
Tonbandmaschine A77 der Fa. Studer-Revox. Kurz beschrieben ist der Motor 
in Reihe mit der Wechselstromseite eines Brückengleichrichters, der auf 
der Gleichstromseite durch einen Transistor mehr oder weniger 
"kurzgeschlossen" wird. Schaltet man den Transistor per PWM, so dürften 
sich die Verluste sehr niedrig halten, der Motor wird weiterhin mit 50 
Hz betrieben und nur die verfügbare Leistung verändert sich.
Natürlich kann der Motor mittels µ-Controller und Drehzahlnehmer auch 
noch geregelt werden und bietet dann eine recht stabile Drehzahl.
Gast #5545930
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Das mit der Gleichrichterbrücke erinnert mich an das Mittelalter und der 
Hexenverbrennung:
viel Wissen ist verloren gegangen.
Wir hatten das schon vor 35 Jahren gemacht. Aber nicht mit Transistor, 
sondern mit Triac.
DDR Elektonikwaschmaschine mit Z8 Controller.
Gast #5546653
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hecki schrieb:
> Ich entsann mich einer Schaltung, die das Problem m. E. recht einfach
> und dennoch "elegant" löst.

Keine Schaltung löst das Problem, einen Drehstrom-Asynchronmotor mit 
Vetriebskondensator "elegant" in der Drehzahl zu beeinflussen.

Denn die Motoren sind frequenzabhängig und durch den angebauten 
Kondensator auf eine Frequenz (50Hz) festgelegt.

Alle Schaltungen, ob Vorschalttrafi, Sinzsdimmer, Phasenanschnittdimmer 
oder Vorwidetstand können bei diesen Motoren nur eines erreichen: Ihre 
Kraft mit Drehmoment so weit abschwächen, dass der Schluft zwischen 
Drehfeld und Fotor immer grösser wird und der Motor sozusagen an der 
Last durchrutscht.

Nur bei drehzshabhängiger Last, wie Ventilatirflügeln und 
Pumpenpropellern, bildet sich dann eine mit der Kradt sinkende Drehzahl 
aus. Bei anderen Anwendungen, die einfach ein bestimmtes Drehmoment 
benötigen damit es sich dreht (Automobil, Töpferscheibe, Kreissäge, 
Hobelmaschine, Säge...), bleibt der Motor einfach nur stehen.

Die einzig "elegante" Lösung ist es, den Kondensator an solchen Motoren 
zu entfernen und sie mit einem 3-phasigen für Kondensatormotore 
geeigneten (also 90/180 Grad Phase statt 120 Grad Phase) 
Frequenzumrichter zu betreiben (oder den Motor durch einen echten 
Drehstrom oder BLDC zu ersetzen).

Aber das kostet halt Geld und so kommt es zu allerlei abstrusem Pfusch 
um den Geiz ausleben zu können. "Elegant" ist das aber nicht.
Gast #5546698
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Der Andere schrieb:
> npn schrieb:
>> Er meint sicherlich einen Thyristor.
>
> Das ist aber ein deutlich gravierenderer Fehler als die
> Rechtschreibfehler von MaWin. Denn da stimmt zumindest das Fachliche.

Das eine hat doch mit dem anderen gar nichts zu tun.
Und keiner behauptet, daß MaWin etwas fachlich falsches gesagt hat.
(Firma: Funkenflug Industries) #5546914
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Der Motor oben sieht mir eher wie ein Repulsionsmotor aus.

Und Drehzahlregelung bei Asynchronmotoren ist nur bei sehr kleinen 
Motoren über die Betriebsspannung möglich. Bei höherer Leistung geht nur 
eine Regelung über die Frequenz (und daran angepasst Spannung/Strom), 
sonst grillt man zuerst den Wirkungsgrad und dadurch auch den Motor.
Gast #5546997
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Der Andere schrieb:
> Mein Senf schrieb:
> Wir hatten das schon vor 35 Jahren gemacht. Aber nicht mit Transistor,
> sondern mit Triac.
>
> Seit wann braucht man bei einem Triac einen Brückengleichrichter?

Sorry, mein Fehler. Es war ein Gleichszrommoter, der über die Brücke.vom 
Triac gesteuert wurde.
Hier gehts ja um Wechselstrommotoren.

Asche auf mein .Haupt kippen.
(Firma: Funkenflug Industries) #5547084
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Yep, bei Gleichstrom- bzw. Wechselstrom-Reihenschlussmotoren 
(Universalmotoren) geht das mit dem Absenken der Spannung bzw. des 
Stroms wunderbar. Wie man das nun anstellt, ob mit 50Hz-Phasenanschnitt 
oder PWM-Zerhacken des Netzsinus... völlig egal. Die zweite Möglichkeit 
könnte etwas leiser arbeiten, ist aber aufwendiger zu bauen und hat 
evtl. den schlechteren  Wirkungsgrad.
Gast #5547151
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Herunterregeln mit PWM läßt sich ein Universalmotor für AC. Dieser ist 
mit Bürstenfeuer und somit nicht für Pumpen geeignet und sicherlich 
nicht verbaut.

Bei anderen Motoren, wenn bei kleinere Drehzahl auch das Drehmoment 
kleiner sein darf, gab es eine Methode mit Gleichrichter und Thyristor. 
Es wurde nur jede 3. Halbwelle über eine primitive Elektronik der 
Tyristor gezündet. Somit wurde die halbe Drehzahl eingestellt undd 
erreicht. Das wäre zum Beispiel solches veraltetes Wissen.
Gast #5547248
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npn schrieb:
> Was ist ein "Vertriebskondensator"?
> Und jetzt schieb es bitte nicht wieder auf die böse
> Rechtschreibkorrektur

Smartphonetastatur, jeder dritte Buchstabe wird verkehrt. Ich sollte 
noch mehr korrekturlesen.

Hut ab wer den Buchstabensalat dennoch entziffern kann. B liegt neben V.
Gast #5547722
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Christoph db1uq K. schrieb:
> Ich nehme an, da wurde
> irgendwie die Anzahl der Motorwicklungen verändert.

Das waren die gleichen Widerstände (auf dem Dach der Bahn montiert), die 
auch zum Bremsen benutzt wurden.
Ich spreche hier nicht von den modernen Bahnen, sondern von den alten. 
Ich denke, die hast du auch gemeint. (Kurbel usw.)
(Firma: Funkenflug Industries) #5547996
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Bei Gleichstom-Bahnantrieben werden für die alten Gleichstrommotoren die 
verschiedensten Regelstufen gebaut...

- Anfahrwiderstände
- umschaltbare Parallel- und Reihenschaltung der Motoren
- Feldschwächung teils mit mehreren Stufen

Bei wechselstromgespeisten Fahrzeugen ist es meistens eine 
Wicklungsumschaltung auf dem Haupttransformator, manchmal mit 
nachgeschaltetem Thyristorregler.

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