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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Marker beim Wobbeln


Autor: Albert M. (Firma: Bastler aus Mönchengladbach) (albertm) Benutzerseite
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Ich versuche beim Wobbeln einen Frequenzmarker im Oszi einzublenden.
Der ganze Versuch ist rein hobbymässig und rein Interesse halber.

Mein Vorgehen:
Kanal 1 des Frequenzgenerators wobbelt kontinuierlich von 10Hz bis 1MHz. 
Den Bereich fahre ich alle 0,6s durch. Beim Start wird jeweils der Oszi 
vom Frequenzgenerator getriggert.
Kanal 2 des Frequenzgenerators wird in die Schaltung eingeschleift und 
erzeugt den frei einstellbaren Markerpeak.

Dabei stosse ich auf folgende Probleme:

1. Der Marker-Peak ist nur im Bereich der Resonanz des Schwingkreises 
gut sichtbar. Weiter weg vom Resonanzbereich wird die Markeramplitude 
immer kleiner. Im vorliegenden Fall ist der Peak bei 300 kHz oder 700 
kHz bereits nicht mehr zu erkennen. Ist ja auch anhand des 
Schaltungsaufbaus klar das F2 ausserhalb der Resonanz schwer gedämft 
wird.

2. Die eingescheifte Marker-Frequenz regt bei Annäherung an die 
Resonanzfrequenz des Schwingkreises diesen zusätzlich so stark an, dass 
die Amplitude der Resonanzspannung erheblich ansteigt.

Frage:
Wie kann man Schaltungstechnisch die obigen Probleme mildern ?
Wie wird sowas eigentlich bei professionellen Geräten gelöst ?

Gruss
Albert

Autor: Mikrowilli (Gast)
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Das Problem besteht aus zwei Teilaspekten, und zwar zum einen der 
Bestimmung des Zeitpunktes im Sweep, zu dem der Marker dargestellt 
werden soll, und zum anderen der Darstellung des Markers auf dem 
Sichtgerät. Das von Dir beschriebene Verfahren ist das älteste und weist 
den Dir aufgefallenen Nachteil auf. Bei älteren kommerziellen Meßplätzen 
gibt es verschiedene Möglichkeiten:

Wenn wie bei Dir die Markerinformation als Frequenz geliefert wird (der 
zweite Generatorausgang), dann kann man einen Teil des zur Anregung des 
Meßobjektes bestimmten Signals vor dem Meßbjekt abzweigen und die beiden 
Signale einem Frequenzvergleicher (Diskriminator, Mischstufe mit Tiefpaß 
und Komparator o.ä.) zuführen. Dessen Ausgangssigal bedient dann z.B. 
einen zweiten Y-Kanal des Sichtgerätes (dann gibt es eine Linie mit 
einem "Zacken" parallel zu der eigentlichen Meßkurve) oder den Z-Eingang 
(dann gibt es einen hellen der dunklen Fleck auf der Meßkurve).

Ein anderes Verfahren leitet die Markerinformatin direkt aus der 
"Abstimmspannung" des frequenzvariablen Oszillators ab und spart so den 
erwähnten Frequenzvergleicher.

Eine dritte Möglichkeit ist, die X-Ablenkspannung für das Sichtgerät aus 
dieser Ablenkspannung zu generieren; dann kann man zum Markerzeitpunkt 
den Sweep kurz anhalten und erzeugt auf einem analogen Sichtgerät 
dadurch einen hellen Fleck auf der Meßkurve.

Welchen Weg Du wählst, hängt von den Möglichkeiten Deines Generatrs und 
Deines Oszilloskops ab.

Autor: Ralph Berres (rberres)
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Du must den Frequenzvergleich  direkt am Generator am besten möglichst 
vor dem Ausgangsabschwächer , auf jeden Fall vor dem zu messenden Objekt 
plazieren.
Also das Sweepsignal direkt am Ausgang des Sweepers abnehmen.
Mit jedes Volt was du weniger aus dem Sweeper entnimmst, sinkt auch die 
Markenamplitude.

Das so erzeugte Markensignal muss hinter dem Messobjekt dem 
Oszillografen zugeführt werden, also mit dem Ausgangssignal des 
Messobjektes rückwirkungsfrei addiert werden.

So macht es z.B. die R&S Polyskop Swob1 bis Swob5 es. Auch wenn dieses
HF Wobbler sind, Das Prinzip der Markenerzeugung ist mit deiner 
identisch.


Albert M. schrieb:
> . Die eingescheifte Marker-Frequenz regt bei Annäherung an die
>
> Resonanzfrequenz des Schwingkreises diesen zusätzlich so stark an, dass
>
> die Amplitude der Resonanzspannung erheblich ansteigt.

Das ist wohl nicht zu vermeiden. Zu vermeiden ist aber das man abseits 
der
Rsonanzfrequenz gar keine Marken mehr sieht.

Ralph Berres

Autor: Albert M. (Firma: Bastler aus Mönchengladbach) (albertm) Benutzerseite
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Danke für eure Ausführungen.
Eine einfache Frequenzinformation bekomme ich ja wenn ich die Sweep-Zeit 
auf das Raster des Bildschirmes skaliere. Leider funktioniert dass nur 
bei linearer Wobbelung. Stelle ich Log.-Wobbelung ein geht dieser 
einfache Zusammenhang verloren. Mit den Peaks als Frequenzmarker geht 
die Frequenzerkennung ja mit beiden Wobbelarten.
Ich werde es mal mit von Mikrowilli beschrieben mit einem Diskriminator 
versuchen. Da muss ich jetzt mal googeln (Mein E-Technik Studium ist 
schon fast 40 Jahre her :)

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