Gast
#2021718
Hallo zusammen, ich habe von einer Bekannten ein 40-50 Jahre altes Echolette Beat-Spinnet zur Reparatur erhalten. Ich bin nicht gerade Audio-Profi und wollte euch um eure Hilfe bitten. Zur Funktion des Instruments: Das Tasteninstrument enthält Saiten, die mit einem Mechanismus angeschlagen werden. Ein Tonabnehmer wandelt die Schwingungen in elektrische Signale um, die über einen einfachen Verstärker (2 Transistoren AC151 + Hühnerfutter) vorverstärkt werden und per Klinkenstecker an eine Aktivbox gebracht werden müssen. Die Lautstärkeregelung erfolgt über ein dem Vorverstärker nachgeschaltetem Potentiometer. Das Instrument hat nur einen Kanal. Außerdem sind da noch zwei Schalter mit Tonnamen (B etc.), von denen ich nicht weiß, was sie machen. Sie sitzen ziwschen Tonabnehmer und Vorverstärker. Das Fehlerbild ist folgendes: Das Instrument erzeugt hässliche Peaks (Im Oszilloskop eine zum Nutzsignal relativ hohe Wechselspannung), nachdem man die gespielte Taste wieder loslässt. Man spürt auch einen "Druckpunkt" genau an der Stelle, an der dieses Knacken erzeugt wird. Zudem klappern die Tasten auch ziemlich heftig. Man hört das Klappern auch im Lautsprecher. Allerdings verhält sich nicht jede Taste gleich. Manche habe diesen Druckpunkt beim Loslassen nicht. Laut Besitzer hätte man dieses Klappern und Knacken früher nicht im Lautsprecher gehört. Ich vermute eigenlich ja eher ein mechanisches Problem und das das Teil früher auch einfach gar nicht erst geklappert hat. Vielleicht sollte man da mal ein paar Schrauben nachziehen, Filz unter die Tasten kleben und die Funktionsteile ölen. Das Gehäuse ist außerdem aus Holz. Vielleicht hat sich das in den Jahren einfach verzogen. Das Störsignal ist schon vor dem Verstärker vorhanden. Ich habe mir dazu einen kleinen Messverstärker (Potentiometer - Buffer - Addierer - nichtinv. Verstäker) aufgebaut. War zwar nicht besonders erfolgreich, da ich hauptsächlich Brumm verstärkt habe (warum auch immer), aber die Peaks ließen sich erahnen. Ich habe als Versuch einen Tiefpass mit Grenzfrequenz 1320 Hz (das war die Grundfrequenz des höchsten Tones) nachgeschaltet. Das Ergebniss war, das die Höhen der Klänge schon deutlich gefehlt haben (logisch), die hohen Tasten auch deutlich leiser waren, das steilflankige Störsignal aber immernoch fast unverändert da war. Ich überlege aktuell, ob ein spezieller Filter auf der Verstärkerplatine war, der über die Jahre kaputt gegangen ist (Elkos waren auch drauf). Der Verstärker an sich arbeitet eigentlich tadellos. Ich danke auch jetzt schon für eure Hilfe. Vielleicht hat ja auch jemand einen Schaltplan zu dem Teil? Sollte ich irgenwelche Infos vergessen haben, weißt mich bitte darauf hin und zögert nicht danach zu fragen. Viele Grüße Daniel
