Messung eines Differenzsignals

Gast #2023398
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Habe eine Augendiagrammmessung eines Ethernet 100BASE-TX Signals 
durchgeführt. Die Amplitude ist aber um die Hälfte kleiner, als in der 
Spec angegeben. Habe ca. -0.5V bis +0.5V gemessen. Eigenlich sind es ja 
-1V bis +1V..

Die Auge ist aber geöffnet. Habe mit einem tastkopfgemessen mit 10MOhm 
Eingangswiderstand.
Gast #2025090
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V+ soll nämlich 1V betragen bei Ethernet.
Ich messe nur 500mV. Die Enden sind mit 100 Ohm abgeschlossen 
abgeschlossen.



Ich versteh den Leitungsabschluss auch nicht wirklich. Da werden zwei 50 
Ohm Widerstände parallel zur Leitung geschaltet. Und zwischen den 
Widerständen wird der Punkt mit Masse verbunden.

Hab schon gedacht, dass ich den halben Pegel messe aufgrund eines 
Spannungteilers zwischen den Abschlusswiderständen der beiden 
Leitungsenden. Aber das kann auch nicht sein.
Gast #2025111
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pernard schrieb:
>
> Ich versteh den Leitungsabschluss auch nicht wirklich. Da werden zwei 50
> Ohm Widerstände parallel zur Leitung geschaltet. Und zwischen den
> Widerständen wird der Punkt mit Masse verbunden.

"parallel" ist jetzt ein wenig irreführend. Davon abgesehen: Richtig so, 
es ist ja schließlich eine differentielle Übertragung.

> Hab schon gedacht, dass ich den halben Pegel messe aufgrund eines
> Spannungteilers zwischen den Abschlusswiderständen der beiden
> Leitungsenden. ...

Nein. Denk noch einmal darüber nach, wie die Abschlusswiderstände 
angeschlossen waren. Denkst du, der Datenempfänger würde ordentlich 
funktionieren, wenn du eine der Leitungen mit Masse verbindest und dir 
nur die andere Leitung ansiehst? Genau das machst du jetzt mit deinem 
Tastkopf.

Lösung: Differentieller Tastkopf (teuer) oder ein 2-Kanaloszi.
Gast #2025141
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John Drake schrieb:
> Nein. Denk noch einmal darüber nach, wie die Abschlusswiderstände
>
> angeschlossen waren. Denkst du, der Datenempfänger würde ordentlich
>
> funktionieren, wenn du eine der Leitungen mit Masse verbindest und dir
>
> nur die andere Leitung ansiehst? Genau das machst du jetzt mit deinem
>
> Tastkopf.

Ich weis, aber so wirds anscheinend gemacht. Hier ist eine 
Beispielschaltung:
http://www.smsc.com/media/Downloads_Public/etherphy/evb8700_mii_sch.pdf

Mein Tastkopf hat ne Eingagskapazität von 8pF. Bei 100MHz sind das 0.2 
Ohm. Und nun? Das verfälscht doch nichts.

Eingangswiderstand beträgt 10MOhm.
Gast #2025159
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Andrew Taylor schrieb:
>
> Ist dir nun klarer, woher die Belastung kommt - müßte eigentlich klarer
> sein .-)

Da du offensichtlich darauf herumreiten willst: Der OP "misst" ein 
Datensignal. Wie erklärst du dir das offene Auge? Wieso sollte eine 
Belastung mit typ. 12pF lange Bitfolgen genau so stark abschwächen wie 
einzelne Bits?
Gast #2025173
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pernard schrieb:
>
> Ich weis, aber so wirds anscheinend gemacht. Hier ist eine
> Beispielschaltung:
> http://www.smsc.com/media/Downloads_Public/etherph...

Das ist die Beschaltung eines PHYs. Woraus entnimmst du deine Annahme?

> Mein Tastkopf hat ne Eingagskapazität von 8pF. Bei 100MHz sind das 0.2
> Ohm. Und nun? Das verfälscht doch nichts.

Falsch und falsch. Es sind 200Ohm. Und 0.2 Ohm wären faktisch ein 
Kurzschluss.
#2025185
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John Drake schrieb:
> Andrew Taylor schrieb:
>>
>> Ist dir nun klarer, woher die Belastung kommt - müßte eigentlich klarer
>> sein .-)
>
> Da du offensichtlich darauf herumreiten willst: Der OP "misst" ein
> Datensignal. Wie erklärst du dir das offene Auge? Wieso sollte eine
> Belastung mit typ. 12pF lange Bitfolgen genau so stark abschwächen wie
> einzelne Bits?

Lies nochmals oben worauf ich referenziere: Der TE setzt einen 10 Mohm 
TK eine und geht von 10 MOhm Belastung aus.

Was falsch ist.

Eben DAS ist es, was ich damit klar machen will: die 200 Ohm teilen das 
Signal weiter runter, denn die Quelle hat keinen beliebig geringen 
Widerstand.
Gast #2025200
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John Drake schrieb:
> Falsch und falsch. Es sind 200Ohm. Und 0.2 Ohm wären faktisch ein
>
> Kurzschluss.

Ja ich möchte mal etwas drauf rumreiten:)

Ups tut mir leid. Ja es sind 176 Ohm. Aber da kommt doch noch der reale 
Eingangswiderstand mit 10MOhm mit zu oder nicht. Oder sind die parallel? 
Dann wird die Leitung natürlich stark belastet und die Spannung bricht 
ein.
Gast #2026503
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pernard schrieb:
>
> Ja also nochmal zur Zusammenfassung. Ich messe hier nur den halben
> Pegel, weil die Kapazität des Tastkopfes die Leitung zu stark belastet.

Du kennst das Augendiagramm, dass du "gemessen" hast. Daran kannst du 
rasch einschätzen, ob und welchen Einfluss die Kapazität deines 
Tastkopfes hat.

Wenn das Auge so groß wäre, wie spezifiziert und nur die einzelnen Bits 
das Auge ein wenig schließen würden), dann wären deine 8pF das 
Problem...
Gast #2026724
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John Drake schrieb:
> Wenn das Auge so groß wäre, wie spezifiziert und nur die einzelnen Bits
>
> das Auge ein wenig schließen würden), dann wären deine 8pF das
>
> Problem...

Leider habe ich die Spezifikation im Internet nicht gefunden. Meine 
Bibliothek hat sie auch nicht. Die Norm hat den Namen ANSI X3.263-1995 
(TP-PMD).

Das Auge ist hozizontal und vertikal zu 85% geöffnet.

Aber der Pegel ist zu klein. Die Hälfte eben. Und mir will das noch 
nicht in den Kopf, dass die Pegel so stark abhängig von der kapazitiven 
Belastung sind.

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