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Forum: Offtopic Kurbelwelle Schließzeit, Einspritzzeit


Autor: Jürgen Hems (misteret)
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Hallo,
ich habe hier ein Bild mit eingefügt, bei dem ich Probleme bei der 
Erläuterung habe.

Dargestellt ist das Kurbelwellensignal, die Schließzeit und die 
Einpsritzzeit.

Die Schließzeit besagt ja, wie lange der Schalter der Zündspule 
geschlossen bleibt, um genügend Energie für die Zündung zu speichern.

Hier erstmal die Dinge, die ich aus dem Bild interpretieren würde:
- Es müsste sich um einen 4-Zylinder-Motor mit Einzelfunkenanlage 
handeln, weil vier Schließzeiten vorhanden sind.
- Pro Kurbelwellenumdrehung werden zwei Zündungen vorgenommen, ein 
Arbeitsspiel beträgt somit zwei Kurbelwellenumdrehungen für vier 
Zündungen


Was ich nicht verstehe:
Müsste nicht auch vier mal eingespritzt werden? In jeden Zylinder 
einmal?

Eine Schließzeit steht immer alleine da, ohne dass vorher eingespritzt 
wurde.

Autor: Ben ___ (burning_silicon)
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kommt drauf an was das für eine einspritzanlage ist. wenn du eine düse 
für alle zylinder hast dann teilen sich alle brüderlich das entstehende 
gemisch.

Autor: Jürgen Hems (misteret)
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na aber dann müsste das signal für die Schließzeit ja bei allen auch 
gleichzeitig kommen^^

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Jürgen Hems schrieb:

>Was ich nicht verstehe:
>Müsste nicht auch vier mal eingespritzt werden?
>In jeden Zylinder einmal?

Es ist in der Tat bemerkenswert, daß das Einspritzventil nur jede volle 
Umdrehung einmal anstatt zweimal aktiv wird.

Kannst du mal ein Diagramm über höhere Drehzahlen anfertigen, ob das da 
immer noch so ist?

Autor: Thilo M. (Gast)
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Ben _ schrieb:
> wenn du eine düse
> für alle zylinder hast dann teilen sich alle brüderlich das entstehende
> gemisch.

Diese Methode kenne ich nicht.
Mein Audi 200 Turbo damals (Bj 1980) hatte 5 Einspritzdüsen, für jeden 
Zylinder eine, eine zusätzlich für Kaltstart.
Ein Motor mit nur einer Einspritzdüse ist mir nicht bekannt.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Thilo M. schrieb:

>Einen Motor mit nur einer Einspritzdüse
>ist mir nicht bekannt.

Das nennt sich Mono-Jetronic. Hatte mein alter Uno Bj. 91. Der lief 
damit auch einwandfrei, war allerdings kein Hochleistungsgerät.

Der Manta Bj. 82 hatte auch noch 5 Düsen.

Autor: Thilo M. (Gast)
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Wilhelm Ferkes schrieb:
> Das nennt sich Mono-Jetronic.

Aah, wieder 'was gelernt! ;-)
Bin halt kein Kfz-ler.

Autor: Jürgen Hems (misteret)
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Wilhelm Ferkes schrieb:
> Jürgen Hems schrieb:
>
>>Was ich nicht verstehe:
>>Müsste nicht auch vier mal eingespritzt werden?
>>In jeden Zylinder einmal?
>
> Es ist in der Tat bemerkenswert, daß das Einspritzventil nur jede volle
> Umdrehung einmal anstatt zweimal aktiv wird.
>
> Kannst du mal ein Diagramm über höhere Drehzahlen anfertigen, ob das da
> immer noch so ist?

Nein kann ich nicht, das stammt aus einem Versuch an der Uni. Und ich 
schreibe gerade das Protokoll dazu.

Es kann ja auch sein, dass nur ein Einspritzsignal abgegriffen wurde. 
Aber wenn jedes Einsprituventil ein Signal bekäme, dürfte es ja nur 
einmal einspritzen.


..muss ich vielleicht mal den Laboringenieur fragen, der weiß am besten, 
wie sein Versuch aufgebaut ist. Sowas fällt halt erst beim Protokoll 
auf, beim Versuch bleibt nicht viel Zeit zum nachdenken...

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Jürgen Hems schrieb:

>..muss ich vielleicht mal den Laboringenieur
>fragen, der weiß am besten, wie sein Versuch
>aufgebaut ist.

Auf jeden Fall.

>Sowas fällt halt erst beim Protokoll
>auf, beim Versuch bleibt nicht viel
>Zeit zum nachdenken...

Ich kenne manchen Schweinegalopp in Laboren. Keine Zeit für Details oder 
Gespräche.

Autor: Ben ___ (burning_silicon)
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wie das beim manta aussieht hab ich kein plan. wer opel fährt frisst 
auch kleine kinder! fg

bei VW ist das bei der monotronic so gelöst, daß man die PWM an der düse 
problemlos mit der messlampe sieht, das ist also eine sehr geringe 
frequenz mit der die angesteuert wird (vielleicht 5-10Hz). scheinbar 
braucht man nicht für jeden takt extra einzuspritzen oder die nutzen die 
trägheit des ventils aus.

bei den frühen einspritzanlagen wie der K- oder KE-jetronic hat jeder 
zylinder eine eigene düse, allerdings spitzen diese kontinuierlich mit 
variabler stärke sprit direkt vor die einlassventile. wenn diese öffnen 
und der kolben nach unten gezogen wird zieht's das angesammelte gemisch 
mit einem schlag rein. hat den angenehmen nebeneffekt, daß ein teil des 
benzins auf den einlassventilen verdampft und diese kühlt. ich glaube 
das ist sogar bei der digifant-anlage noch so. die hat für jeden 
zylinder eine elektrische einspritzdüse, die aber alle an der der 
gleichen stromversorgung hängen.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Ben _ schrieb:

>wie das beim manta aussieht hab ich kein plan.

Der hatte einen Ansaugstutzen mit riesigem Gasvolumen, was schon fast an 
ein Ofenrohr erinnerte. Weiter in Richtung Motorblock teilte sich das 
Rohr in 4 dünnere Rohre auf. An jedem dieser dünneren Rohre saß ein 
Ventil. Das 5. Ventil saß weiter vorne auf dem großen Rohr, diente der 
Kaltlaufanreicherung.

Der Manta hatte eine LE-Jetronic. Es war mein erstes Auto, in dem der 
Motor mal richtig kultiviert lief. Wie in heutigen Autos. Im Gegensatz 
zu den älteren Vergasermaschinen. Ins Steuergerät hatte ich nicht hinein 
geschaut, hatte damals auch noch keine Ahnung von Elektronik, jedenfalls 
nicht wie heute. Sicher machten sie die PWM noch mit analoger diskreter 
Schaltungstechnik, Prozessoren waren damals noch sehr bescheiden. Die 
Zündung war separat, und ab 1982 erstmals kontaktlos, also wartungsfrei.


>wer opel fährt frisst
>auch kleine kinder! fg

Darum haben wir heute ja auch Nachwuchsmangel. ;-)

Nee, im Ernst, die Verarbeitungsqualität ließ in den 1980-ern etwas zu 
wünschen übrig, als ob der in Afrika zusammen gebaut worden wäre. Und 
faustdicke Rostlöcher nach 7 Jahren, keine Hohlraumkonservierung, wohl 
auch nicht so hochwertiges Blech. Damit war das Thema für mich erst mal 
erledigt. Gute Mechanik, aber schlechte Karosse. Mag sein, daß man heute 
wieder besser ist.

>daß man die PWM an der düse
>problemlos mit der messlampe sieht,

Auch ne gute Idee. So ne uralte KFz-Prüflampe hab ich schon seit ewigen 
Zeiten im Bordwerkzeug. Hat ne kleine 5W-Birne, ähnlich wie in der 
Innenraumleuchte. Man konnte in den alten Autos damit wirklich sämtliche 
Elektrikfehler finden, brauchte nichts weiteres.

Autor: Bernd Funk (metallfunk)
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Ich könnte mir das so vorstellen:

Diese Monoeinspritzanlage hat eher Ähnlichkeit mit einem
Vergaser.
( Sowas hab ich mal in einem Astra gesehen )

Die Einspritzdüse ist auch früh im Ansaugkrümmer eingebaut.
Hier herscht ja schon ein fast kontinuierlicher Luftstrom
mit nachfolgender Verwirbelung.

Da kann man sicher ohne Rücksicht auf die Einzelzylinder
eine passende Benzinmenge zugeben.

Autor: Thomas O. (kosmos)
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Ja diese Mono-Jetronic (1 Großes Einspritzventil) kam bei vielen Brot 
und Butterautos zum Einsatz z.B. Audi 80 Typ 89, Opel Kadett E(statt 
Bosch halt GM) eigentlich sehr zuverläßig (Dichtungen), aber 
Leistungsmäßig aufgrund der Ansaugbrücke sehr beschränkt

Neben den Einspritzanlagen die alle Ventile gleichzeitig(parallel) 
ansteuern und diesen die jedes Ventil einzeln ansteuern gabs auch 
Anlagen die einzelne Einspritzventile zusammenfassten also in 2er 
Gruppen wie es bei der Doppelspulenzündung gemacht wird.

@Jürgen Hems: Zu deinem Bild; der 3te Zündimpuls ist für den ersten 
Einspritzimpuls gedacht.

60000ms/58mSek wären knapp 1034 U/Min

Zündabstand sind etwa 29 mSek also 180° = 4 Zylinder (144° = 5Zylinder, 
120° = Sechszylinder)

Wenn jeder Zylinder eine eigene Zündspule hätte würdest nur Impuls 3 
sehen  1, 2 und 4 müssten über weitere Kanäle ans Oszi geklemmt werden.

Wird als ne Zündspule mit Zündverteiler sein.

Autor: Harry Up (harryup)
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hi,
die Mono Jettronic oder auch Zentraleinspritzung hat schon richtig was 
gebracht, vor allem bei amerikanischen Schlitten.
Ich hatte mal einen Transporter, zynischerweise hieß das Ding Econoline, 
der schmatzte sich sage und schreibe erlauchte 33L/100km rein, 
interessanterweise egal, wie man das Ding fuhr. Zart 30L, zackig 
vielleicht 35L. Der 'Vergaser' war recht rudimentär, eher als 
Beregnungsanlage zu bezeichnen. Da wo eine Düse ihren Dienst tun soll, 
hatte der Guteste sowas wie ein Loch. Ein Gardena Rasensprenger ist 
jedenfalls ein Präzisionsgerät im Vergleich.
Der Verbrauch hat mich geärgert, habe mich dann über Nachfolgemotoren 
informiert, die hatten Zentraleinspritzung und brauchten nur noch die 
Hälfte, echt sparsam also.
Nach einem Jahr musste das Schlachtschiff dann einem VW LT Turbodiesel 
weichen, welch ein Genuss, mit 10 L Diesel durch die Gegend zu rollen.
Grüssens, harry

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