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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Maximaltemperatur von Widerständen


Autor: Michael K-punkt (charles_b)
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Habe heute meinen FI-Schalter mal aufgeschraubt, weil ich am Gehäuse was 
kleben wollte.

Dabei fielen mir zwei Widerstände auf, die recht warm wurden. Der eine 
kommt auf 55 Grad, es ist ein "normaler" Widerstand mit 1/4 Watt, der 
andere ist ist größer, rotes Zementgehäuse und der wird 48 Grad warm.

Gibt es eine Übersicht, wie warm ein Widerstand werden darf, wenn er nur 
eine bestimmte Leistung verträgt?

eine evtl. Fehlerquelle in so einer Schaltung zu finden dürfte wohl 
schwierig sein, da ich vermute, dass kein Schaltplan aufzutreiben ist.

Autor: Michael_ (Gast)
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Na, so etwa 300°C könnten es sein.

Autor: A. K. (prx)
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Die 50° sind völlig ok. Die genannten ~300°C gelten allerdings nur für 
Leistungwiderstände, wie den zementierten.

> Gibt es eine Übersicht, wie warm ein Widerstand werden darf, wenn er nur
> eine bestimmte Leistung verträgt?

Das Datasheet.

Autor: Alex Bürgel (Firma: Ucore Fotografie www.ucore.de) (alex22) Benutzerseite
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Kommt der FI aus einem Panzer? Raytheon ist eine Rüstungsfirma! :-)

Autor: Michael_ (Gast)
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Kohleschicht und Metalloxid haben etwa 155 u. 250°C.

Autor: Hoppla (Gast)
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Ja, wenn sie das haben, haben sie auch ein kurzes Leben, ihr Derating 
ist dann schluchtentief.

Ist dieser FI dein Heizungsfehlerstromüberwachungsprüfgerät?

Autor: Testfall (Gast)
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Ehm, Widerstände können 'ne Menge Temperatur ab. Das stellt man meist 
fest, wenn man unbedacht auf 'ne einwandfrei funktionierende Schaltung 
packt und dann 'nen Widerstand als Abdruck auf der Hand hat.

Wenn es zu heiß wird, sieht man das auch meistens recht gut, denn 
Kohleschichtwiderstände brennen prima. Andere habe ich noch nicht 
verheizt.

Autor: A. K. (prx)
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Hoppla schrieb:

> Ja, wenn sie das haben, haben sie auch ein kurzes Leben, ihr Derating
> ist dann schluchtentief.

Was heisst diese Angabe denn? Ich denke es bedeutet, dass ein Widerstand 
mit einem Derating auf 0W bei 150°C bei einer Umgebungstemperatur von 
150°C effektiv keine Leistung mehr abkann. Weil er dann wärmer würde als 
diese 150°C. Er darf (bis zur Nennleistung) grad so viel Leistung 
abkriegen, dass er sich auf maximal 150°C aufheizt. Aufgrund seines 
Wärmewiderstands ist das bei hoher Umgebungstemperatur weniger als bei 
niediger.

Wobei das natürlich bei Zement-Draht-Widerständen und einem Limit von 
350°C nicht unbedingt ausgereizt werden sollte. Erstens weil der sich 
dann möglicherweise auslötet, zweitens weil der Elko daneben dann 
Schrott ist und das Plastikgehäuse vom Gerät so komisch aussieht.

Autor: Tilo (Gast)
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:) Das mit dem auslöten hatte ich schon mal bei einer schlecht gekühlten 
Audioendsstufe im Auto.
Der Emitterwiderstand, ca 1Ohm Zement, ist einfach raus gerutscht

Autor: Christian (Gast)
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Hab da ebenfalls eine Frage bezüglich der Temparatur von Bauteilen.

Wenn man die einzelnen Bauteile einlötet und am Lötkolben die 
eingestellten 300 bis 400 Grad hat, werden diese bereits bei diesem 
Vorgang zerstört?

Muss beim Einlöten bereits auf die Temperatur geachtet werden?

Vielen Dank für eure Antworten

Autor: A. K. (prx)
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Christian schrieb:

> Wenn man die einzelnen Bauteile einlötet und am Lötkolben die
> eingestellten 300 bis 400 Grad hat, werden diese bereits bei diesem
> Vorgang zerstört?

Wenn man lang genug dranbleibt, dann ja. Aber wenn du zum Einlöten eines 
Transistors eine Minute brauchst, dann machst du was falsch.

> Muss beim Einlöten bereits auf die Temperatur geachtet werden?

Eher auf die Zeit.

Autor: Michael K-punkt (charles_b)
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Hoppla schrieb:
> Ja, wenn sie das haben, haben sie auch ein kurzes Leben, ihr Derating
> ist dann schluchtentief.
>
> Ist dieser FI dein Heizungsfehlerstromüberwachungsprüfgerät?
Ja genau! Das Teil sitzt sonst im Badezimmer vor dem Fön...
Bei der Aktion ist mir aufgefallen, dass das Gehäuse an einer Stelle 
leicht angebrochen ist. Daher habe ich das Ding aufgemacht und natürlich 
auch mal sehen wollen, wie das Ding "am offenen Herzen" so arbeitet. 
Dabei ist mir die Sache mit den Widerständen aufgefallen.

So wie es scheint, besteht aber bei unter 100° kein Handlungsbedarf, so 
dass ich das Teil mal wieder zusammenschrauben kann.

Hiernach möchte ich es nochmal bei der Heizung testen und auf eine 
mögliche Verpolung achten, d.h. ob der FI bei einer Steckrichtung 
anspricht oder bei beiden.

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