Einfache Spule gegen Ferritspule ersetzen

Gast #2029283
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Luftspulen wurden schon vor 10 Jahren verbaut. Gibt es keine verbesserte 
Version, als die vor 10 Jahren ? Da ich die Kondensatoren wegen defekt 
tauschen muss, wäre es gut, wenn ich gleich verbesserte Spulen 
zusätzlich einbauen könnte.
Gast #2029292
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>wenn ich gleich verbesserte Spulen
>zusätzlich einbauen könnte.

Kratz doch gleich von der Platine noch den Lötstopplack runter
und leg ne zusätzliche Lage Kupfer drauf. Vor 10 Jahren haben sie
auch immer an der Kupferdicke der Leiterbahnen gespart.

Leute gibt das;)
Gast #2030032
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Wenn man wirklich was erreichen will müssen die Luftspulen raus, da 
führt kein Weg dran vorbei. Das überholte Billigzeug wird leider nur aus 
Kostengründen verbaut. Schau' am Besten nach Spulen mit blauem Lack, der 
tunt das Magnetfeld noch mal ordentlich! Ansonsten, auf jeden Fall die 
Leiterbahnen von der CPU zum Chipsatz tunen. Alle Leiterbahnen unter dem 
Board mit dünnen Draht verstärken, das bringt Leistung! Machen die 
Extremtuner mit Flüssigeis auch. Nur so geht das dann richtig ab!

Im Ernst; Wenn man keine Ahnung hat, sollte man sich das "verbessern" 
einfach sparen. Das Board macht doch was es soll, also gib dich damit ab 
oder kauf ein anderes und gut ist's..
#2030042
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Naja wenn das Board aber wesentlich mehr als die Spezifikation angibt an 
Strom liefern muss kann es manschmal schon nütlich sein diverse 
Änderungen vorzunehmen?
Warum? Weils sonzt nicht auserhalb der Spezifikation funktioniert...
Und nein es hat keinen realen Nutzen. Man macht es aber trozdem.
#2030053
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Früher hat man natürlich schon Luftspule verwendet.

Doch man hat nicht darauf geachtet, ob die Spule gegen oder mit dem 
Uhrzeigersinn gewickelt waren. Werden zwei Spulen unterschiedlicher 
Sinnrichtung eingebaut, kann der Interrupt-Vektor des Motherboards 
verbogen oder gar beschädigt werden.

Es ist also durchaus sinnvoll, die Spulen so zu ersetzen, dass der 
Drehsinn bei allen Spulen gleich ist.

Ein anderer Punkt ist die Luft, die vor 10 Jahren eine völlig andere 
war. Durch die hohe Schadstoffbelastung ergeben sich ganz andere Werte 
für die Permabilität.

Da ich mich schon seit langem aktiv im Umweltschutz engagiere, habe ich 
vor 10 Jahren die damalige Luft in kleinen Döschen eingefangen und 
versiegelt. Der Permeabilitätswert entspricht daher genau der Auslegung 
des Motherboards zum Zeitpunkt seiner Produkion.

Pro Spule genügt ein Döschen. Das Döschen für kleine Spulen liegt bei 
34,80 €, für große Spulen sind es 68,33 €. Versandkosten (6,80 €) werden 
nur einmal berechnet - es lohnt sich also, gleich mehr zu bestellen.
Persönliche Seite #2030182
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Bevor du daran weitermachst, mache die leitfähigen Zinnstaubreste da weg 
(Oder was das ist).

Und ich wage zu bezweifeln dass man mit einem normalen Lötkolben die 
ELKOs wieder gescheit eingelötet kriegt (Quasi ohne kalte Lötstellen 
innerhalb der Hülse, die durchs Motherboard geht). Das kriegt man fast 
nur mit einem Ofen hin. Zumindest ist das mein Gefühl ;-)
An den Kondensator-Pins hängt nämlich eine Menge Kupferfläche dran.
Gast #2030412
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Die Standartwerte der Elkos sind immer 3300µF und 6,3V bei diesen 
Mainboards und gehen immer nach +- 5 Jahren kaputt..

Aber das Board ist ein Spezialboard aus einem Barebonesystem. Alleine 
das Board um 2005 kostete 350.- Euro und war eines der ersten mit 
Serial-ATA bestückt.

Leider sind hier zuviel Zyniker unterwegs, so dass nichts genaues aber 
von allem ungenaues zu erfahren ist.

Auf den neuen Boards sind auf jeden Fall die Eisenkerne nicht mehr 
verbaut. Was dort verbaut wird, ist bis jetzt nicht zu erfahren hier.
Persönliche Seite #2030630
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CPU schrieb:
> Die Standartwerte der Elkos sind immer 3300µF und 6,3V bei diesen
> Mainboards und gehen immer nach +- 5 Jahren kaputt..
+5 bis -5 Jahre? Das heißt das Board ist schon 5 Jahre vor Auslieferung 
kaputt?

> Aber das Board ist ein Spezialboard aus einem Barebonesystem. Alleine
> das Board um 2005 kostete 350.- Euro und war eines der ersten mit
> Serial-ATA bestückt.
2005, Ja ne!

> Leider sind hier zuviel Zyniker unterwegs, so dass nichts genaues aber
> von allem ungenaues zu erfahren ist.
Worüber willst du mehr wissen? Die Eingangsfrage wurde doch gut geklärt. 
Auch wenn mit etwas Blödelei :-)

> Auf den neuen Boards sind auf jeden Fall die Eisenkerne nicht mehr
> verbaut. Was dort verbaut wird, ist bis jetzt nicht zu erfahren hier.
Und jetzt?

Ist doch auch völlig Wumpe was verbaut ist. Der Designer des 
Schaltwandlers wird das schon entsprechend ausgerechnet haben.
Persönliche Seite #2031433
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CPU schrieb:
> Auf den neuen Boards sind auf jeden Fall die Eisenkerne nicht mehr
> verbaut. Was dort verbaut wird, ist bis jetzt nicht zu erfahren hier.

Der Grund nennt sich Fortschritt. Genauer gesagt, verwendet man 
heutzutage bei fast allem höhere Frequenzen. Dadurch kann einiges viel 
kleiner gebaut werden. Es sind aber ggf andere Kernmaterialien 
notwendig, die bei diesen Frequenzen nicht schlapp machen.
Gast #2037064
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Ein paar Tips am Rande:

- Je größer ein Elko physisch ist (bei gleicher Kapazität) desto
geringer ist meist auch sein ESR. Das gilt auch wenn der größere eine
höhere Spannungsfestigkeit hat.

- Zwei parallele Elkos mit der halben Kapazität haben i.A. einen
geringeren ESR, als ein großer.

- Elkos, die dieselbe Größe haben, wie die original verbauten, sind i.A.
ungeeignet. Die Dinger sind verflixt scharf auf ihren Einsatzzweck
optimiert und z.T. auch sehr knapp ausgelegt.

- Elkos mit höherer Spannungsfestigkeit sind grundsätzlich geeignet. Bis
zu einem Faktor 2 höhere Kapazitäten haben bei dem Einsatzgebiet i.A.
keine negativen Auswirkungen. Höher sollte man allerdings nicht gehen.

- Die meisten Mainboard-Elkos haben 105° Maximaltemperatur. Das Modell
Grabbelkiste hat meist nur 85°. Das kann man in gewissen Grenzen
Kompensieren, indem man Modelle mit geringerem ESR verwendet, als
original eingesetzt wurden. (Größere Bauform, mehr Spannung, mehr 
Kapazität)
Bei Elkos in unmittelbarer Umgebung starker Wärmequellen (CPU) geht das
nicht so gut, da sie bereits von außen stark erwärmt werden.

- Elkos haben bei der aufgedruckten Maximaltemperatur eine sehr geringe
Lebensdauer (vielleicht 2000h). Man muss also deutlich unter dieser
Temperatur bleiben.

- Wenn die gefundenen Typen mechanisch nicht recht passen wollen, ist
Kreativität erlaubt. Beispiel:
Im Original 4 Elkos parallelgeschaltet.

  +E-  +E-  +E-  +E-

Die Ersatzelkos sind zu dick. Deshalb:

  +E-  + -EE+ -  +E-
       |      |
       |EEEEEE| (axialer Typ)

Allerdings sollte man unter allen Umständen lange Zuleitungen vermeiden.

- Beim Löten von Multilayer-Platinen mit vielen Masseflächen braucht man
einen kräftigen Lötkolben.


Ich ersetze Mainborad-Elkos immer nur durch nach ESR selektierte
Ersatzteile. Damit erzielte ich schon bessere Ergebnisse als mit der
Originalbestückung (z.B. CPU läuft auf einem mit weniger VCore stabil).
Für die ESR-Messung benötigt man allerdings neben einem PC mit
Soundkarte etwas externe Hardware.

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