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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Kompensation Komparator-Offsetspannung


Autor: Wolf (Gast)
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Hallo,

es geht um folgendes: Ein Komparator-IC hat eine für meine Anwendung zu 
große Offsetspannung (bis ca. 10mV). Mein Ansatz, diese zu "eliminieren" 
ist folgender: Anstatt mit dem -Signal direkt auf den Eingang des Komp. 
zu gehen, lege ich dieses Signal auf eine Operationsverstärkerschaltung. 
Die OPA-Schaltung sollte die Funktion Ua = Ue + Uoff haben (Uoff -10mV 
... + 10mV). Uoff dient zum Aufaddieren des Koparatoroffsets und sollte 
positive und negative Werte annehmen können. Mit Ua gehe ich dann auf 
den -Eingang des Komparators und habe den Offset damit kompensiert. Wer 
weiß wie die notwendige OPA-Schaltung aussehen kann? So auf Anhieb komme 
ich nicht drauf.

Gruß  Wolf

Autor: Michael H. (michael_h45)
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Hol dir einen Low-Offset OP oder einen mit externem Offset-Abgleich.
10mV ist mittlerweile absolut kein Problem mehr.

Dein Vorhaben ist sinnlos, weil du dazu eh einen der oben genannten OPs 
brauchst.

Autor: Wolf (Gast)
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Ich hätte es doch gleich ausführlicher schreiben sollen. Der Komparator 
mit der zu großen Offsetspannung ist in einem Mikrocontroller drin. Ich 
muß diesen eingebauten Komparator nutzen, sonst muß ich zuviel 
"umwerfen".
Ich muß also die Offsetspannung extern kompensieren.

Autor: Yalu X. (yalu) (Moderator)
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Was liegt denn am anderen Eingang des Komparators an? Ebenfalls ein
zeitlich veränderliches Signal?

Und wo kommen kommen die Signale überhaupt her? Je nachdem, wie die
Signalquelle und die Signalverarbeitung vor dem Komparator aussehen,
gibt es vielleicht eine Lösung ohne zusätzlichen Opamp.

Autor: Wolf (Gast)
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Die Signale kommen aus einem Widerstandsnetzwerk mit einem effektifen 
Signalinnenwiderstand von 1 KOhm bzw 3 KOhm und sind beide keine 
Konstanten Größen, sondern verändern sich zeitabhängig. Zudem ist die 
Betriebsspannung variabel, an dem das Widerstandsnetzwerk liegt. Man 
kann also nicht einfach mit einem zusätzlichen hochohmigen Widerstand an 
einem Eingang das ganze kompensieren bzw. hintrimmen.

Autor: Magnus M. (magnetus) Benutzerseite
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Wolf schrieb:
> Man kann also nicht einfach mit einem zusätzlichen hochohmigen
> Widerstand an einem Eingang das ganze kompensieren bzw. hintrimmen.

Nicht?

Ich denke gerade an folgendes:

+UB  O----------+
                |
               +++
               | |
               | |    R1
               | |
               +++
                |
                +------------O  Offsetkorrektur
                |
               +++
               | |
               | |    R2
               | |
               +++
                |
0V   O----------+------------O

Bei schwankender +UB würde die Ausgangsspannung des Spannungsteilers 
proportional zur +UB mitziehen.

Gruß,
Magnetus

Autor: Johannes (Gast)
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> Die Signale kommen aus einem Widerstandsnetzwerk mit einem effektifen
> Signalinnenwiderstand von 1 KOhm bzw 3 KOhm...

Vielleicht kannst Du dort an einer passenden Stelle ein Poti einbauen, 
um den Offset abzugleichen.

Autor: Wolf (Gast)
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@Magnus

Das würde funktionieren, wenn mindestens ein Eingangssignal konstant 
wäre. An dieses könne man diesen Spannungsteiler anbringen. Wenn aber 
beide Eingangssignale zeitabh. Größen sind, dann ist die Kompensation je 
nach Spannungshöhe stärker oder schwächer. Wenn zum Beispiel das zu 
kompensierende Signal genau die Spannung des Kompensationsteilers hat, 
dann wird garnichts kompensiert. Nimmt die Spannung am Signal zu, so 
wird der Einfluß der Kompensation immer größer. ISt so also nicht 
brauchbar.

Autor: Michael H. (michael_h45)
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Wolf schrieb:
> Ich hätte es doch gleich ausführlicher schreiben sollen. Der Komparator
> mit der zu großen Offsetspannung ist in einem Mikrocontroller drin. Ich
> muß diesen eingebauten Komparator nutzen, sonst muß ich zuviel
> "umwerfen".
Dann mach genau das, was ich gesagt hab und geh mit dem Ausgangssignal 
des externen Low-Offset-Komparators auf den internen Komparator.

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