mikrocontroller.net

Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Fernsehwerkstattisch - Schalter Stelltrafo defekt


Autor: AndreasB (Gast)
Datum:
Angehängte Dateien:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo!

Ich habe vor ein paar Jahren einen alten Werkstattisch vor der 
Verschrottung gerettet. Den Stelltrafo hatte ich bis dato nie wirklich 
gebraucht bzw der Stand schon immer auf 230v und daher ist es mir erst 
jetzt aufgefallen, das der Schalter defekt ist.

Der Trafo ist noch vollständig in Ordnung, aber irgendwann muss wohl mal 
Überlast gefahren worden sein (siehe die beiden angekokelten Kabel), was 
dazu führte, das eine Feder, die die zwei parallelen Abgriffe verband 
abgeschmolzen ist. Zudem sind die Abgriffe, welche aus mehreren Blättern 
bestehen mechanisch verbogen, so das es im gesamten wohl wenig Sinn 
macht, diesen Schalter jemals wieder vollständig in Gang zu setzen.

Der Schalter ist von Preh aber ich bezweifle, das ich jeh wieder den 
selben Schalter irgendwo angeboten bekomme...

Habt ihr sonst eine Idee, wo ein einen ähnlichen Schalter geben könnte, 
der 18 Abgriffe hat und 500W abkann??

Letzte Alternative wäre sonst eine Relaiskaskade, welche durch einen 
normalen Mehrfachschalter gesteuert wird...

Grüße,
Andreas

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
AndreasB schrieb:
> Habt ihr sonst eine Idee, wo ein einen ähnlichen Schalter geben könnte,
>
> der 18 Abgriffe hat und 500W abkann??

Schau mal z.B in ebay unter Nockenschalter, Drehschalter.

Industrielle Typen wie Kraus-Naimer, Kloeckner-Moeller sind durchaus für 
6 resp. 10A erhältlich. Das verhilft Deinem Trafo für weitere 25 Jahre 
störungsfreien Schalt-Betrieb.
Aber mit 18 Stellungen nicht billig.

Autor: Route_66 (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo!
Das war keine Feder zwischen den zwei Kontaktzungen, sondern ein 
Drahtwiderstand. Um zu vermeiden, das im Umschaltmoment der Stromkreis 
kurz unterbrochen wird, benachbarte Kontakte aber auch nicht 
kurzgeschlossen werden, gibt es diesen Trick mit zwei Kontaktzungen und 
dem freien Kontakt dazwischen. Wenn beim Umschalten die eine Zunge noch 
den alten Kontakt berührt, erreicht die andere Zunge schon den neuen. 
Der Drahtwiderstand zwischen den Zungen verhindert eine Überlastung des 
Trafos während der Umschaltzeit. Normalerweise wurde dabei ein 
Widerstand mit Mittelanzapfung bzw. zwei gleiche widerstände verwendet.

Autor: gk (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Vielleicht hilft das ja weiter:

http://www.amplifier.cd/Test_Equipment/other/Engel...

es kann gut sein, dass der Trafo und der Umschalter von der Fa. Engel 
stammt.

gk

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
gk schrieb:
> Vielleicht hilft das ja weiter:
>
> 
http://www.amplifier.cd/Test_Equipment/other/Engel...
>
> es kann gut sein, dass der Trafo und der Umschalter von der Fa. Engel
> stammt.
>
> gk

Nein, der Umschalter ist von Preh hergestellt. Ein durchaus in den 60er 
bis 70er Jahren übliches Teil.

Engel Trafobau hat das auch damals schon von Preh zugekauft.

Autor: gk (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Andrew Taylor schrieb:
> Nein, der Umschalter ist von Preh hergestellt. Ein durchaus in den 60er
> bis 70er Jahren übliches Teil.
>
> Engel Trafobau hat das auch damals schon von Preh zugekauft.


Latürnich ist der Umschalter von Preh. Es kann aber sein, dass der Trafo 
mit angelöteten Umschalter als OEM-Produkt von der Fa. Engel bezogen 
wurde und
dann in den Tisch eingebaut wurde.

Soweit ich noch weiß, lässt sich die Achse des Drehschalters 
herausnehmen und dann die Kontakte wieder entsprechend biegen.

gk

Autor: AndreasB (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hmm .. Stufenschalter, Drehschalter war ein guter Tipp aber leider gibt 
es i.d.R nur so max. 4 Stufen bis max. 8 und BCD die dann aber so weit 
in die Tiefe bauen, das es witzlos ist.

Das mit dem Widerstand als Übergang macht Sinn .. die verglühten Reste 
der "Feder" (also des Widerstandswedels) lagen noch im Gerät drin.
Warscheinlich werde ich den Schalter wirklich rstaurieren.

Pi mal Daumen - wieviel Ohm sollte ich nehmen?

Grüße,
Andreas

Autor: gk (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Auf den Bildern des obigen Links ist irgendwo auch der Widerstand 
erkennbar. Vielleicht kannst Du den Wert ablesen. Müssten einige wenige 
Ohm sein, mit
5 - 10 Watt.
gk

Autor: AndreasB (Gast)
Datum:
Angehängte Dateien:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
So, ich habe gestern Abend die Achse ausgebaus und die bröseligen 
Stellen am ehemaligen Widerstand rausgeschabt.
Da muss ich wohl mit etwas Powerknete nachpfuschen :-)

Das eigentliche Problem sind die Schleifer, die wohl aus PhBronze 
bestehen und wie auf den Bildern ersichtlich ziemlich "durcheinander" 
sind.
Das Material ist ziemlich Böse, wenn es ums Rückformen geht, so richtig 
wollen die sich nicht ausrichten ...

Grüße,
Andreas

Antwort schreiben

Die Angabe einer E-Mail-Adresse ist freiwillig. Wenn Sie automatisch per E-Mail über Antworten auf Ihren Beitrag informiert werden möchten, melden Sie sich bitte an.

Wichtige Regeln - erst lesen, dann posten!

  • Groß- und Kleinschreibung verwenden
  • Längeren Sourcecode nicht im Text einfügen, sondern als Dateianhang

Formatierung (mehr Informationen...)

  • [c]C-Code[/c]
  • [avrasm]AVR-Assembler-Code[/avrasm]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] - Link zu Artikel
  • Verweis auf anderen Beitrag einfügen: Rechtsklick auf Beitragstitel,
    "Adresse kopieren", und in den Text einfügen




Bild automatisch verkleinern, falls nötig
Bitte das JPG-Format nur für Fotos und Scans verwenden!
Zeichnungen und Screenshots im PNG- oder
GIF-Format hochladen. Siehe Bildformate.
Hinweis: der ursprüngliche Beitrag ist mehr als 6 Monate alt.
Bitte hier nur auf die ursprüngliche Frage antworten,
für neue Fragen einen neuen Beitrag erstellen.

Mit dem Abschicken bestätigst du, die Nutzungsbedingungen anzuerkennen.