Lötlack - SK10 klebrig? Oder doch lieber Bungard?

#2032233
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Hallo Leute!

Ich bin auf einen alten Beitrag gestoßen, in dem es um Lötlack ging. 
Dieser ist jedoch älter als 6 Monate, und ich solle doch bitte einen 
neuen Beitrag dazu erfassen, deshalb tu ich das jetzt mal.

Man liest ja immer, dass der SK10 Lötlack 
(http://www.conrad.at/ce/de/product/813907/LOeTLACK-SK10-200ML/SHOP_AREA_19753&promotionareaSearchDetail=005) 
ja etwas kleben soll. Ich habe hier 
http://thinksilicon.de/15/Platinen-selber-aetzen.html gelesen, dass ein 
leichtes Kleben immer erhalten werden bleibt? Stimmt das?

Die Platine soll portable sein, sie wird also nirgends eingebaut. 
Deshalb sollte das auch wirklich passen...

Ich würde mir auch folgenden Lötlack 
http://www.conrad.at/ce/de/product/531705/LOeTLACK-GRUeN-SPRAY-150ML/SHOP_AREA_37399&promotionareaSearchDetail=005 
hier kaufen. Eine grüne Schutzschicht würde da auch sehr gut auf die 
Platte passen ...
Habt ihr mit dem hier schon Erfahrungen gemacht? Was könnt ihr mir 
raten?
Meine Platten kaufe ich übrigens auch von Bungard, ich schätze mal, dass 
die Platte daher sehr "kompatibel" mit dem Lötlack von Bungard sein 
wird, wenn man das denn so sagen kann...?

Vielen Dank im Vorraus!

Lg Marc
Gast #2032506
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Plastikspray eignet sich hier wesentlich besser. Gibt's bei Reichelt 
recht günstig von CRC-Industries. Heißt afair Plastik 70 und trocknet 
sehr fest und hübsch. Den Urethanlack habe ich noch nicht ausprobiert.

Aber warum benutzt du nicht einfach Lötstopplaminat von Bungard? Falls 
du öfters eigene Geräte baust, lohnt sich vielleicht die Anschaffung der 
dazu benötigten Geräte (Laminiergerät und Pizzaofen, UV-Belichter hast 
du ja wohl schon). Macht am Anfang vielleicht 50€ und etwas Übung, dann 
sieht das richtig professionell aus.

Wenn du nur selten eine Platine brauchst, dann kannst du sie ja bei 
HAKA-LP (Qualität hervorragend und im Zwillingsangebot sehr günstig), 
Seeedstudio (Zehnerauflage sehr günstig aber gut aus China) oder Bilex 
(billig, deshalb Qualität nicht so berauschend) in Auftrag geben und mit 
Lötstopplack versehen lassen.
#2032541
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MaWin schrieb:
>> Um die Platine und vor allem die Leiterbahnen vor Korrosion zu schützen.
>
> Super. Blei und Kupfer korrodiert nicht, sondern bildet nur eine
> Passivierungsschicht.
>
Ich rede hier nicht von chemischer Korrosion. Ich weiß sehr wohl, dass 
diese Metalle eine Passivierungsschicht bilden, immerhin werde ich als 
Chemiker ausgebildet.
Ich meinte viel mehr mechanische Einwirkungen!

>> Aber auch, damit sie sich etwas besser anfühlt, wenn man sie in Händen
>> hält.
>
> Schön klebig, gelle.
>
> Vergiss Lötlack. Nach dem Löten ist er nutzlos.

Okay, werd ich machen.

Ich werde wohl doch zum Plastikspray greifen, ich habe hier noch ein 
paar alte Ätz-Versuche rumliegen. Da kann ich das alles erst mal testen.

Danke für die Tipps!

Lg Marc
Gast #2032700
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Marc Brexner schrieb:
>> Vergiss Lötlack. Nach dem Löten ist er nutzlos.

Von wegen.Lötlack schütz auch gut vor Korrosion braucht allerdings sehr 
lange bis er staubtrocken ist.Dafür ist er mit Spiritus komplett 
ablösbar.Gut bei einer Reparatur.Das Plastikspray geht nimmer ab.Zwar 
lässt sich mit dem Kolben immmer was bruzzeln aber schaut danach 
besch...aus.
Gast #2060918
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Hallo, ich habe hier im Forum ein Paar Infos zu dem Lötlack SK 10 von 
Kontaktchemie gesucht und schon einige hilfreiche Hinweise gefunden.

Meine Platine soll fast ausschließlich mit SMD-Bauteilen (TQFP64, 1206 
etc...) bestückt werden. Dazu meine Frage:

Wenn ich vor dem Löten die Platine mit Aceton reinige und völlig trocken 
mit Lötlack einsprühe; wird die Lötbarkeit verschlechtert, wenn ich die 
Platine im Ofen bei 50°C trockne?

Es wurde gesagt, dass man den Lack nach dem Bestücken mit Ethanol wieder 
entfernen kann um die Platine mit Plastic-Spray zu besprühen. Schadet 
das nicht den SMD-Bauteilen, wenn ich sie mit Spiritus abreibe? Kann 
sich da nichts ablösen? Die Widerstabdspads sind ja teilweise auch mit 
dem Gehäuse verklebt...
Gast #2061106
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Aceton nehme ich bisher nur, um nach dem Ätzen den verbleibenden 
Fotolack abzubekommen. Viele machen das ja mit erneutem Belichten und 
entwickeln. Ehrlich gesagt verstehe ich nicht, was da besser dran ist, 
als das mit einem Lappen und Aceton abzuwischen??

Aber ich kann wirklich alle SMD-Bauteile (auch µC's) mit Spiritus 
abwischen um den Lötlack abzubekommen????
Gast #2061146
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Maren schrieb:
> Aber ich kann wirklich alle SMD-Bauteile (auch µC's) mit Spiritus
> abwischen um den Lötlack abzubekommen????

Also ich habe noch nie Sk 10 benutzt um eine bessere Lötbarkeit zu 
erzielen sondern um nach einem normalen Löten mit Flußmittelzinn und 
nach einer Reinigung mit Spiridus ,besser Reinigungsbenzin plus 
Zahnbürste die platine alternativ zu Platikspray zu 
versiegeln.Plastikspray ist so gut wie endgülig und Reparaturlöten ist 
kaum durchfürbar bzw. schaut besch.... aus.Sk10 als Schutzlack geht 
immer wieder mit Spiridus ab.Also falls mal was kaputt gehen 
sollte....kein Prob.
Mit Aceton kann man eine Leiterplatte vor der Bestückung reinigen falls 
man zb.chem.verzinnen will was die Lötbarkeit verbessert.Sind mal 
Bauteile drauf muß man obacht geben da das Aceton manche Kunststoffe 
angreift.
Gast #2061218
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Maren schrieb:
> Wo ist denn der Unterschied, wenn ich nach dem Ätzen den Rest-Fotolack
> belichte und wieder entwickle oder einfach mit Aceton abwische?

Was machste lieber? Musst ja gar nicht mal den Belichter anschmeissen 
...leg das in die Sonne ;-) und geh Kaffee trinken.Danach Entwickler und 
fertig.
Vermutlich ist Entwickler billiger als Aceton.Nagellackentferner ist 
dafür aber nicht geeignet weil da noch störende Zusätze drinnen sind
Gast #2064042
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Na denne ich auch mal....

Ich habe vor einigen Wochen einen Netzwerktester (NWT502m von DL1ALT) 
nachgebaut. Dabei sind viele SMD (0603 bis 1210) aber auch der DDS mit 
0.5er Pinabstand zu verlöten. Mein Bastelkumpel, der mit die Platine 
gemacht hatte, meinte es gut und hat "Lötlack" aufgesprüht. Das war eine 
einzige Katastrophe, nach einigen Basteltagen sah die klebrige Platine 
aus wie Sau. Ich habe das Geraffel dann mit Spiritus abgewaschen und wie 
immer ohne irgendwas weiter gelötet. Also das Zeugs kommt mir auf keine 
Platine. Gut, mit "Einbrennen" habe ich noch nicht versucht, aber warum?

Der eigentliche Sinn von diesem Zeugs soll ja die bessere Lötbarkeit 
sein, kann ich überhaupt nicht bestätigen. Als nachträglicher Schutz 
scheint mir das auch nicht zu taugen. Dann doch lieber den Purethanlack, 
wenn man wirklich mal eine Reparaturlötung machen muss, geht das halt 
genauso gut oder schlecht, wie bei einer industrieellen Platine. Etwas 
kratzen und gut ist.

Und übrigens, sowohl den Lötlackdreck als auch die Flussmittelreste 
wäscht man nur mit Spiritus ab. Aceton und irgendeijn Benzin haben da 
nichts zu suchen. Spiritus ist ganz normaler Alkohol (ok etwas giftig) 
und greift nichts, aber auch garnichts an. Benzin und erst recht Aceton 
greifen sehr viele Kunststoffe, also Bauteile sehr agressiv an. Auch der 
verbliebene Fotolack geht mit Spiritus ruck-zuck ab. Aceton habe ich 
zwar auch stehen, doch das nur, wenn irgendwas wirklich fettfrei werden 
soll (z. zum versilbern)

Old-Papa
Gast #2064616
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>Also das Zeugs kommt mir auf keine
>Platine. Gut, mit "Einbrennen" habe ich noch nicht versucht, aber warum?

Was ist los?
Lötlack ist grandios!
Ich verwende "sk10" .
Einbrennen? Einfach trocken lassen, und   nicht zu viel   drauf sprühen.
Hatte noch nie Probleme damit.
Damit lässt es sich sehr gut löten und das Kupfer oxidiert nicht.
Habe grade eine in der Hand, gestern gelötet. Staubtrocken! Den Lack 
lasse ich natürlich drauf.

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