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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Relais Spulenwiderstand Spannungsabhängig?


Autor: Alex (Gast)
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Hallo,

misst man einen Widerstand indirekt über den Strom und die am Widerstand 
anliegende Spannung, sollte doch immer ein annähernd gleicher 
Widerstandswert herauskommen.

Beispiel:

120mA beu 5V R=41,66

Drehe ich jetzt die Spannung auf 10V hoch, sollte sich auch der Strom 
verdoppeln:

240mA bei 10V R=41,66

Jetzt habe ich aber hier ein Datenblatt eines Omron Relais, dort werden 
für verschiedene Spannungen unterschiedliche Widerstandswerte angegeben.
http://www.omron.com/ecb/products/pdf/en-g6l.pdf
Diese gehen von 3V bei 50Ohm bis zu 2500Ohm bei 24V. Wenn man mal die 
Verlustleistungen dieser Werte ausrechnet, kommt man auf 180mW...Das 
steht bei Power Consumption auch so im Datasheet(Approx 180mW)

Die Verlustliestung der Spule kann doch aber nicht konstant sein? Wenn 
ich die Spule mit höherer Spannung ansteuere, dann wird auch die 
Verlustleistung steigen, es sei denn, der Widerstandswert würde sich 
ähnlich wie bei nem Varistor anpassen.

Im Datenblatt aber passiert genau das, dort ist für 24V ein Widerstand 
von 2500Ohm angegeben. Warum ist das so? Wieso hat die Spule einen 
scheinbar nicht konstanten Widerstand???

Alex

Autor: holger (Gast)
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>Wieso hat die Spule einen
>scheinbar nicht konstanten Widerstand???

Doch hat sie. Den kannst du sogar messen.

Autor: Alex (Gast)
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Hallo,

konnte mir die Frage gerade selbst beantworten:
Die Tabelle mit den verschiedenen Spannungen beziehen sich auf das 
Relais Model welches für verschiedene Spannungen gebaut wird. Um beim 
24V Model die Verlustleistung nicht zu groß werden zu lassen, ist dort 
der Widerstand dementsprechend größer demensioniert. Beim 3V Model darf 
der Strom größer sein, entsprechend kleiner ist der Widerstand, die 
Verlustleistung ist so ebenfalls wieder bei 180mW.

Alex

Autor: Philipp (Gast)
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Die Tabelle im datemblatt bezieht sich uf verschiedene ausführungen  mit 
unterschiedlichen spulenspannungen. wenn du die 3V ausführung an 24V 
hängst, steigt nicht der widerstand, sondern das teil wird zu einem 
kleinen, schwarzen plastikklumpen und fängt an stinkend zu rauchen. die 
180mW braucht eben die Relaismechanik, um sich zu bewegen.

Autor: Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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Alex schrieb:
> Wenn man mal die
> Verlustleistungen dieser Werte ausrechnet, kommt man auf 180mW...Das
> steht bei Power Consumption auch so im Datasheet(Approx 180mW)
>
> Die Verlustliestung der Spule kann doch aber nicht konstant sein?
Es ist eigentlich keine Verlustleistung, sondern die Leistung, die nötig 
ist, um die Mechanik des Relais zu bewegen (Magnetfeld). Bei dieser 
Baureihe sind das 180mW. Und weil jetzt der eine sein Relais mit 5V, der 
andere aber mit 24V ansteuern will, gibt es unterschiedliche Wicklungen, 
die die jeweilige Leistung aufbringen.
Und dann kann (natürlich) ein 5V Relais nicht einfach so an 24V 
betreiben werden, denn dann wäre die Leistung ja um den Faktor (24V/5V)² 
= 23 zu hoch...

Wenn du dir das verlinkte DB mal genauer ansiehst, dann wirst du diese 
Information in den "Coil Ratings" finden. Dort steht, z.B. dass ein 
12V-Relais noch bei 9V (=75%) anziehen muß, aber nicht mit mehr als 18V 
(=150%) beaufschlagt werden darf. Die 5V Relais dürfen zwischen 3.75V 
und 7,5V betrieben werden...

Was viele nicht wissen und sich dann wundern: das 12V-Relais fällt u.U. 
erst bei 1,2V wieder ab. Das 5V-Relais erst bei 0,5V... :-o

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