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Forum: PC-Programmierung Wer Programmiert noch in C++


Autor: Bjoern (Gast)
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Hi,
nur aus reinem Interesse.Programmiert Ihr noch in C++?
DSPs und relativ hardwarenahe Geschichten habe ich immerin C 
geschrieben. Seid C# bvorzuge ich dieses. Unter Linux mag das alles 
anders aussehen.

Danke fuer Eure Antworten.

Autor: C++ (Gast)
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Damals trug ich Windeln, später immerhin Unterhosen,
dann Boxershorts.

In Hawai mag das alles anders sein.

Mein Gott, was für eine blöde Frage. Google mal, dann
siehst du, wie viele noch in C++ programmieren.

Echt.

Autor: Kahuna (Gast)
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Hallo C++

Meinst Du Hawaii ?
Wenn ja was hat Hawaii damit zu tun ?

Mahalo nui loa

Autor: ./. (Gast)
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Autor: Imon (Gast)
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http://www.indeed.de

bei C++  8.420 Jobs gefunden ( Bereich Frei gelassen)

bei C# 4.867 Jobs gefunden ( Bereich wieder frei gelassen )

es scheint also noch genügend Firmen zu geben bei denn man mit C++ was 
reißen kann, das ist schön muss ich also noch nicht umschulen.

<Polemik Mode>

Btw was ist der Vorteil von C#, ist das nicht das Java von M$
das so toll Plattform unabhängig ist weil es JEDES Windows unterstützt.

</Polemik Mode>

Autor: Simon Budig (nomis)
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Imon schrieb:
> <Polemik Mode>
>
> Btw was ist der Vorteil von C#, ist das nicht das Java von M$
> das so toll Plattform unabhängig ist weil es JEDES Windows unterstützt.
>
> </Polemik Mode>

Ironischerweise ist C# anscheinend der freiere Standard - man gucke sich 
nur mal den bizarren Streit zwischen Google und Oracle an...

Viele Grüße,
        Simon

Autor: U.R. Schmitt (Gast)
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Imon schrieb:
> <Polemik Mode>
>
> Btw was ist der Vorteil von C#, ist das nicht das Java von M$
> das so toll Plattform unabhängig ist weil es JEDES Windows unterstützt.
>
> </Polemik Mode>
ROFL

Simon Budig schrieb:
> Ironischerweise ist C# anscheinend der freiere Standard
1. Kein Standard, nur weil es von Microsoft ist ist es nicht automatisch 
ein Standard.
2. Frei? Hat Microsoft das zu open Source gemacht und kümmert sich ein 
unabhängiges Gremium um die Weiterentwicklung?
3. Schau mal wie viele der -sagen wir letzen 200- rausgekommenen Spiele 
in C++ geschrieben wurden, und wieviele in C#?
4. Schau dich mal im professionellen Softwaremarkt um wie viele 
plattformunabhängige Software in C# geschrieben ist.
5. Forsche mal was mit J++ von Microsoft passiert ist.

Viel Spass beim Programmieren, egal in welcher Sprache.

Autor: Rolf E. (Firma: Appsys ProAudio) (roffez)
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Versuch doch mal, C# auf einer nicht-Windows-Plattform zu machen. Da 
wird die Luft ganz schnell dünn....
C++ ist nach wie vor die Sprache der Wahl wenn es um hohe 
Runtime-Performanc und Plattformunabhängigkeit. Ausserdem, und das ist 
fast das wichtigste, unterstützt die Sprache so effizient ziemlich jeden 
Abstraktionslevel und jede Anforderung, von "Bitschiebereien" bis hin zu 
komplexen ERP-Frameworks kannst du alles machen.

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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U.R. Schmitt schrieb:
> Imon schrieb:
>> <Polemik Mode>
>>
>> Btw was ist der Vorteil von C#, ist das nicht das Java von M$
>> das so toll Plattform unabhängig ist weil es JEDES Windows unterstützt.
>>
>> </Polemik Mode>
> ROFL
>
> Simon Budig schrieb:
>> Ironischerweise ist C# anscheinend der freiere Standard
> 1. Kein Standard, nur weil es von Microsoft ist ist es nicht automatisch
> ein Standard.

Doch ist es.
Microsoft hat C# im Jahr 2000 bei einer Normungsorganisation eingereicht 
und seitdem haben die das Sagen, was C# ist und was nicht.
Was natürlich nicht bedeutet, das MS nicht an der Weiterentwicklung 
beteiligt und interessiert ist. Das ist aber auch nicht anders als bei 
C++, bei dem natürlich auch die großen Firmen ihre Vertreter in die 
Sitzungen schicken.

> 2. Frei? Hat Microsoft das zu open Source gemacht und kümmert sich ein
> unabhängiges Gremium um die Weiterentwicklung?
open Source nicht.
Aber unabhängiges Gremium: Ja


Disclaimer:
Das heißt nicht, dass ich C# mag.
Ich finde es immer noch so notwendig, wie einen Kropf. Aber das ist IMHO 
und das ist eine andere Geschichte.

Autor: ole (Gast)
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Simon Budig schrieb:
> Imon schrieb:
>> <Polemik Mode>
>>
>> Btw was ist der Vorteil von C#, ist das nicht das Java von M$
>> das so toll Plattform unabhängig ist weil es JEDES Windows unterstützt.
>>
>> </Polemik Mode>
>
> Ironischerweise ist C# anscheinend der freiere Standard
Java ist kein Standard.

Autor: Simon Budig (nomis)
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U.R. Schmitt schrieb:
> Simon Budig schrieb:
>> Ironischerweise ist C# anscheinend der freiere Standard
> 1. Kein Standard, nur weil es von Microsoft ist ist es nicht automatisch
> ein Standard.

Sogar zwei Standards: "Im Dezember 2001 veröffentlichte die ECMA die 
Norm ECMA-334 C# Language Specification. 2003 wurde C# von der ISO 
genormt (ISO/IEC 23270)."

> 2. Frei? Hat Microsoft das zu open Source gemacht und kümmert sich ein
> unabhängiges Gremium um die Weiterentwicklung?

Ich beziehe mich auf die Sprache C#. Und von der gibt es eine 
free-software implementation: "Das von Ximian (jetzt Novell) initiierte 
Projekt Mono ermöglicht beispielsweise auch Linuxnutzern, C# für 
Entwicklungen auf ihrem Betriebssystem einzusetzen."

Das .net-Framework ist natürlich eine andere Geschichte, das ist in der 
Tat hochgradig Windows-spezifisch, auch wenn es mit Moonlight "An open 
source implementation of Microsoft Silverlight for Linux and other 
Unix/X11 based operating systems" gibt. Aber was das nun genau heißt 
weiß ich nicht wirklich...  :-)

> Viel Spass beim Programmieren, egal in welcher Sprache.

Ich habe noch nicht mit C# gearbeitet. Nach allem was ich höre ist es 
aber im Vergleich mit C++ (welches ich aktiv versuche zu meiden) die 
sauberere und besser strukturierte Sprache...

Viele Grüße,
        Simon

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Simon Budig schrieb:
> Das .net-Framework ist natürlich eine andere Geschichte, das ist in der
> Tat hochgradig Windows-spezifisch, auch wenn es mit Moonlight

Da verwechselst Du was. Die freie .Net-Implementierung heißt Mono.

Autor: Simon Budig (nomis)
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Rufus Τ. Firefly schrieb:
> Simon Budig schrieb:
>> Das .net-Framework ist natürlich eine andere Geschichte, das ist in der
>> Tat hochgradig Windows-spezifisch, auch wenn es mit Moonlight
>
> Da verwechselst Du was. Die freie .Net-Implementierung heißt Mono.

Hm, möglich. Implementieren die alle Bestandteile von .net? Ich hatte 
irgendwie im Hinterkopf, dass da wichtige Teile - insbesonders das ganze 
GUI-Geraffel - fehlen...

Aber ich mag mich da täuschen. Wie gesagt, meine Erfahrungen mit C# sind 
eher marginal...

Viele Grüße,
        Simon

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Simon Budig schrieb:
> Implementieren die alle Bestandteile von .net?

Wohl nicht, da MS sich viel Mühe gibt, immer wieder neue Varianten davon 
herauszubringen, die dann mühsam nachempfunden werden müssen.

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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Und seien wir uns doch mal ehrlich.
Ohne .Net wäre C# schon längst wieder im Dunkel der Geschichte 
verschwunden.

Ach, hätte MS doch auch soviel Aufwand getrieben, um einen würdigen 
Nachfolger für die MFC zu kreieren. Nein, statt dessen mussten sie mit 
VB und ActiveX jahrelang herumwurschteln. :-)
Ich mag die Grundkonzeption der MFC, die Document-View Architektur, 
immer noch lieber als dieses Forms-basierte Zeugs. Doc-View hat einen zu 
einer strikten und sauberen Trennung zwischen Datenmanipulation und 
Anzeige geführt. Und das hat sich oft bezahlt gemacht.
Nur konnte man dann halt leider in der MFC so lebenswichtige Dinge wie 
die Hintergrundfarbe in einem Edit-Control nicht einfach per Masuklick 
ändern. Und das war dann ihr Todesstoss :-)
(Nein, im Ernst. Die MFC ist natürlich nicht besonders gut designed. Das 
muss man dem .Net lassen. Das ist um Welten, ach was sag ich, um 
Universen, besser)

Autor: Arc Net (arc)
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U.R. Schmitt schrieb:
> 1. Kein Standard, nur weil es von Microsoft ist ist es nicht automatisch
> ein Standard.

http://www.iso.org/iso/catalogue_detail.htm?csnumber=36768
http://www.ecma-international.org/publications/sta...

> 2. Frei? Hat Microsoft das zu open Source gemacht

Siehe ISO/ECMA, Mono und einige Teile z.B. F# (Compiler und Libs unter 
Apache-Lizenz)

> und kümmert sich ein unabhängiges Gremium um die Weiterentwicklung?

Gott sei dank nicht...

> 3. Schau mal wie viele der -sagen wir letzen 200- rausgekommenen Spiele
> in C++ geschrieben wurden, und wieviele in C#?

Keins in C++, etliche in C#, wesentlich mehr in Objective-C (oder geht's 
nur um PCs?)

> 4. Schau dich mal im professionellen Softwaremarkt um wie viele
> plattformunabhängige Software in C# geschrieben ist.

Da wir schon bei Spielen sind: The Sims 3 (Mono) und z.B. Sachen die die 
Unity-Engine (Mono) benutzen. Oder div. ASP.NET-Sachen wie
MindTouch http://www.mindtouch.com/customers_and_partners/case_studies, 
mojoportal oder Silverlight-Anwendungen (OSX-Runtime gibt's direkt von 
MS)

> 5. Forsche mal was mit J++ von Microsoft passiert ist.

War die richtige Entscheidung, wenn man sich Java heute ansieht.

> Viel Spass beim Programmieren, egal in welcher Sprache.

Rolf Eichenseher schrieb:
> bis hin zu komplexen ERP-Frameworks kannst du alles machen.
Warum macht das dann nur ein einziges Opensource ERP...
http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_ERP_software_packages

Autor: Yalu X. (yalu) (Moderator)
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Simon Budig schrieb:
> Ich habe noch nicht mit C# gearbeitet. Nach allem was ich höre ist es
> aber im Vergleich mit C++ (welches ich aktiv versuche zu meiden) die
> sauberere und besser strukturierte Sprache...

Das ist es sicher. Wenn man aber jedesmal die Programmiersprache wech-
seln würde, wenn es eine neue gibt, die sauberer und besser strukturiert
ist, wäre man nur noch mit Lernen beschäftigt und könnte das Gelernte
nie produktiv umsetzen. Man kann natürlich auch jedesmal ein neues Auto
kaufen, wenn das alte einen Kratzer hat :)

Fast jede neue Programmiersprache ist in irgendeiner Hinsicht aufgeräum-
ter als ihre Vorgänger, da ihre Entwickler natürlich versuchen, bewährte
Features bestehender Sprachen zu übernehmen, Mängel zu beseitigen und
das Ganze zu einem möglichst einfachen und durchsichtigen Konzept zu
formen. Aber jede Programmiersprache entwickelt sich auch weiter. Übli-
cherweise wird versucht, jede Erweiterung abwärtskompatibel zu machen,
wodurch die Struktur aber immer mehr leidet.

Lassen wir C# noch ein paar Jahre reifen, dann wird es ein ähnlicher
Kraut-und-Rübenladen sein, der C++ schon heute ist. C# entwickelt sich
so rasend schnell (fast alle 2 Jahre kommt eine neue Version mit teil-
weise grundlegend neuen Features heraus), dass man sich fragen muss, ob
die initiale Version damals nicht ein Schnellschuss war¹ und die Dauer
bis zur "Vergammlung" evtl. sogar kürzer als bei anderen Sprachen ist.

Zur ursprünglichen Frage:

Ich setze C++ beruflich ein, auch wenn ich es nicht besonders mag. Es
ist aber immerhin die einzige Programmiersprache, die die Vorzüge von C
(Hardwarenähe und sehr gute Ressourcenkontrolle (Speicher, Rechenzeit))
mit den Vorteilen der OOP vereint und zugleich den Zugriff auf eine
Vielzahl von Open- und Closed-Source-Bibliotheken bietet. Und das ist
genau das, was ich brauche.

Hobbymäßig beschäftige ich mich auch mit anderen Programmiersprachen,
die schöner, strukturierter oder mächtiger, vor allem aber unterhalt-
samer als C++ sind. C# habe ich mir auch mal angeschaut, dann aber
wieder weggelegt, da vor allem der letzte Punkt, nämlich der Unterhal-
tungswert weitgehend fehlte.


¹) Schnell muss es damals auf jeden Fall gehen, nachdem MS ihren Java-
   Verschnitt nicht mehr Java nennen durften und unter dem neuen Namen
   J++ bei den Entwicklern kaum noch Akzeptanz erfuhr.

Autor: Vlad Tepesch (vlad_tepesch)
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Yalu X. schrieb:
> Hobbymäßig beschäftige ich mich auch mit anderen Programmiersprachen,
> die schöner, strukturierter oder mächtiger, vor allem aber unterhalt-
> samer als C++ sind. C# habe ich mir auch mal angeschaut, dann aber
> wieder weggelegt, da vor allem der letzte Punkt, nämlich der Unterhal-
> tungswert weitgehend fehlte.

jetzt will ich aber namen hören.
was macht denn eine Programmiersprache unterhaltsam?

sowas wie piet?

Autor: Yalu X. (yalu) (Moderator)
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Vlad Tepesch schrieb:
> jetzt will ich aber namen hören.
> was macht denn eine Programmiersprache unterhaltsam?

Python z.B., Haskell noch viel mehr.

> sowas wie piet?

Piet kannte ich noch gar nicht, muss ich mir bei Gelegenheit mal
anschauen. Ist auf jeden Fall schön bunt :)

Autor: User (Gast)
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Jetzt muss ich auch mal meine Meinung loswerden:
Man liest hier ja so schön oft das C++ tot ist usw.

Dann frage ich mich folgendes:
Warum sind nur mal zum Beispiel Firefox, Google Chrome und OpenOffice 
(größtenteils) in C++ geschrieben?

Und wieso bitte kommen hier manche auf die Idee Spiele sind nicht in C++ 
geschrieben? In was sonst?
Ich arbeite bei einem der größten Spielehersteller/-publisher (bin nicht 
grad stolz drauf, aber sie bezahlen gut), daher kann ich versichern das 
in der aktuellen Spieleentwicklung ~90% C++ verwendet wird. Klar mit 
vielen (eigenen) Erweiterungen und Toolkits, trotzdem bleibts C++.

Naja, die Fanboys kapieren das aber sowieso nicht...ich weiss nicht 
warum man nicht einfach einsehen kann das C++ immer noch eine verdammt 
gute Sprache ist.
Manchmal glaube ich auch das die ganzen Schreihälse die Komplexität von 
C++ einfach nicht begreifen und überfordert sind (nicht böse gemeint!). 
Zugegeben ist das mit boost, STL, c++0x auch nicht gerade einfach...

Autor: Vlad Tepesch (vlad_tepesch)
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User schrieb:
> Und wieso bitte kommen hier manche auf die Idee Spiele sind nicht in C++
> geschrieben? In was sonst?

es ging um die letzten 200 veröffentlichten Spiele.
Das sind mit großer wahrscheinlichkeit irgendwelche schundapps fürs 
ei-phone, die normalerweise mit objective-c geschreiben werden

Autor: Frank Buss (foobar)
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C++ für Spieleprogrammierung ist sinnvoll für die performancekritischen 
Dinge. Für Leveldesign usw. passt besser Lua. Bin da aber vielleicht als 
einer der Hauptentwickler und Initiator von LuaPlayer voreingenommen :-)

Autor: Simon Budig (nomis)
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User schrieb:
> Naja, die Fanboys kapieren das aber sowieso nicht...ich weiss nicht
> warum man nicht einfach einsehen kann das C++ immer noch eine verdammt
> gute Sprache ist.

C++ ist ohne Zweifel eine populäre Sprache die in vielen Bereichen nach 
wie vor lebendig ist - und nein, ich glaube nicht, dass sie demnächst 
von der Bildfläche verschwinden wird, auch wenn ich mir das manchmal 
wünsche...

> Manchmal glaube ich auch das die ganzen Schreihälse die Komplexität von
> C++ einfach nicht begreifen und überfordert sind (nicht böse gemeint!).

Ist eine Sprache besser, je komplexer sie ist? Ich bezweifele das mal 
pauschal: je komplexer eine Sprache ist, desto mehr Hirnschmalz muss man 
investieren, um zu verstehen, was der Programmtext eigentlich aussagt. 
Entsprechend weniger Hirnschmalz bleibt übrig, um das eigentlich 
gestellte Problem zu lösen.

Je weniger Kontext man braucht, um ein bestimmtes Statement zu erfassen, 
desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass man einen subtilen 
Fehler eingebaut hat. Und C++ ist voll mit Stellen, wo man Fehler 
einbauen kann, ohne es direkt zu sehen. In gewissen Grenzen kann man 
dieses Problem eindämmen, wenn man strikte Coding-Guidelines festlegt. 
Aber jeder, der schonmal Code von jemandem anderes gelesen hat, weiß, 
dass das auch bestenfalls eine Teillösung ist...

Viele Grüße,
        Simon

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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Vlad Tepesch schrieb:

> es ging um die letzten 200 veröffentlichten Spiele.
> Das sind mit großer wahrscheinlichkeit irgendwelche schundapps fürs
> ei-phone, die normalerweise mit objective-c geschreiben werden

:-)
Wenn ich mir den App Store so ansehe, dann sind gerade bei den Spielen 
90% der Teile so, dass ich mich genieren würde, wenn ich sowas 
veröffentlichen würde.

Die Zahlen, die Apple immer so gerne nennt, sind mit extremer Vorsicht 
zu geniessen. Von den was weiss ich wievielen tausend Apps ist die 
überwiegende Mehrheit einfach nur Schrott.

Autor: Patrick F. (Firma: AISLER B.V.) (helipaddi)
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Wir sollten bei der Frage welche Sprache mehr benutzt wird, bzw. 
populärer ist ganz klar unterscheiden zwischen Softwareprojekten die es 
schon lange gibt (z.B. FireFox) und neuen Projekten, welche wir z.B. im 
Beruf gerade planen und realisieren wollen.

Bei bestehenden, älteren Projekten wurde einem die Entscheidung schon 
abgenommen und es wird in der bisherigen Sprache weiter programmiert. 
Und das ist eben sehr oft C++.

Bei neuen Projekten kann aber neu entschieden werden!
So werde ich in Zukunft sehr auf WPF in Verbindung mit C# setzen, da die 
Datenbindungs und Gestaltungsmöglichkeiten einfach genial sind!
Außerdem liefert MS mit Visual Studio eine sehr gute und auf WPF 
ausgerichtete IDE!
Eine einfache Aufgabe: Es sollen aus einer SQL-Datenbank Daten abgerufen 
und übersichtlich in einer Listbox dargestellt werden. In C# mit WPF 
Oberfläche eine Sache von Minuten. Und super aussehen tut es auch noch. 
Außerdem kann jeder die GUI pflegen, ohne zu wissen was im Hintergrund 
abläuft.

Jetzt überlegt mal was diese Aufgabe in C++ an Zeitaufwand bedeutet...!

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Patrick Franken schrieb:
> Jetzt überlegt mal was diese Aufgabe in C++ an Zeitaufwand bedeutet...!

Abhängig vom verwendeten GUI-Toolkit kaum mehr als beim ach so tollen C# 
mit .Net-Unterbau. Und "toll aussehen" tut's auch da.

Autor: Patrick F. (Firma: AISLER B.V.) (helipaddi)
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Und die DB Verbindung?

Autor: HeliPaddi (Gast)
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Und wie sieht es bei C++ inkl. Framework mit der Code / Design Trennung 
aus? Das ist IMHO ein großer Vorteil von WPF. Mit XAML kann man sogar 
GUI Elemente ineinander Verschachteln usw.!

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Ja. Auch die. Überschätze nicht den Glitzerkram, mit einem geeigneten 
Unterbau in Form einer brauchbaren Klassenbibliothek bekommt ein 
erfahrener Entwickler das ausreichend schnell hin.

Klar, der unbedarfte erst-seit-drei-Tagen-mit-dem-Toolkit-herumspielende 
Anfänger klickst sich schneller mit C# was lauffähiges zusammen, das 
aber liegt nicht an der Sprache an sich, sondern an der sehr 
zusammenklickaffinen Oberfläche der IDE.

HeliPaddi schrieb:
> Und wie sieht es bei C++ inkl. Framework mit der Code / Design Trennung
> aus?

Unter Windows geht das sogar mit klassischer C-Programmierung, da die 
GUI mit Resourcen beschrieben wird, und nicht mit Programmcode.

Autor: Karl Heinz (kbuchegg) (Moderator)
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Patrick Franken schrieb:
> Und die DB Verbindung?

Auch kein Problem.


Du verwechselst da 2 Dinge:

* die Sprache an sich
* und die dir zur Verfügung stehende Klassenbibliothek

das eine ist C#, das andere ist .Net

Wobei ich allerdings auch zugeben muss, dass das Design von .Net schon 
der Sprache C# auf den Leib geschneidert ist und es einem in C# leicht 
gemacht wird, die .Net zu benutzen.

Autor: m. keller (Gast)
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Naja der große Vorteil IMHO von C++ ist, dass man direkt C Code 
weiterverwenden kann.

In der embbeded-Branche ist C++ immmernoch die bevorzugte Sprache, weil 
es eben für jede Plattform C++ Compiler gibt. Z.B. embedded-Linux, QNX, 
VxWorks usw.

Die Sprache hat sicher einige Schwächen, aber mit einem guten Toolkit 
wie QT kann man auch auf dem PC recht schnell tolle Sachen machen.

Autor: User (Gast)
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@Simon:
Komplexität ist nicht immer ein Vorteil, da hast du Recht, andererseits 
gibt es dadurch glaube ich kaum ein Problem das sich mit C++ nicht lösen 
lässt. (Hab zumindest noch keins gesehen)

@Patrick:
Wie Rufus und Karl Heinz schon sagten, wenn ich sowas will nehme ich 
einfach z.B. QT her.
Dank kompletter GUI kann ich mir da einfach Fenster zusammenklicken, 
Signale & Slots verbinden und fertig. Selbst Klassen für Netzwerk, 
Datenbanken, und 100e andere Dinge sind dabei. Und das tolle: 
Plattformübergreifend für Unix, Linux (auch embedded), Windows, OSX und 
sogar Symbian!

@all
Ich will hier niemandem C# madig machen, ich halte es teilweise sogar 
für einen ziemlich guten Ansatz. Aber es ist eben nicht die eierlegende 
Wollmilchsau, genauso wenig wie C++ diese ist.
Man muss aber auch die Vorteile abseits der eigentlichen Sprache wie 
weite Verbreitung (-> viele verfügbar Programmierer) und 
Standardisierung (-> wichtig z.B. bei Software in kritischen Bereichen 
wo man sich nicht von einer Firma abhängig machen will, oft wird 
gefordert das ein zweiter Anbieter ein 100% kompatibles Produkt anbietet 
(in diesem Fall Compiler)) sehen, dort ist C++ immer noch extrem gut 
aufgestellt.

Autor: Rolf Magnus (Gast)
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Arc Net schrieb:
>> 3. Schau mal wie viele der -sagen wir letzen 200- rausgekommenen
>> Spiele in C++ geschrieben wurden, und wieviele in C#?
>
> Keins in C++, etliche in C#, wesentlich mehr in Objective-C (oder
> geht's nur um PCs?)

Nein, nicht nur um PCs. Aber werden tatsächlich diese ganzen 
Playstation- und Wii-Spiele in Objective-C programmiert? Ich dachte 
immer, Apple sei die einzige Firma, die diese längst vergessene Sprache 
wieder aus der Versenkung gezogen hat.
Und große Spiele-Engines wie die Unreal Engine, CryEngine, Source 
Engine, Doom Engine u.s.w. sind alle in C++ geschrieben. Deren 
Hersteller könnten es sich gar nicht leisten, sich durch die Verwendung 
von C# fest an den PC zu binden.
Also würde ich gerade im Spiele-Bereich C# eher als Nischen-Sprache 
sehen.

Autor: Frank Buss (foobar)
Datum:

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Playstation und Wii verwenden wohl die meisten C++. Und auch für iPhone 
usw. werden wohl zumindest die Firmen, die plattformunabhängig 
entwickeln, ihre eigenen C++ Frameworks verwenden, da Apple auch C++ 
erlaubt (mittlerweile sogar andere Sprachen, die vorher verboten waren, 
zumindest wenn man kein Jailbreak installiert hat :-)

Autor: test (Gast)
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Mich wundert ja, dass noch kein Java-Fanboy aus seiner Ecke gekrochen 
kam. :P

Autor: Höhlenbewohner (Gast)
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ich. Keine Frage.
:-)

Autor: Fer T. (fer_t)
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Was ich nicht verstehe warum alle auf dem C# Hype sind, klar es hat 
vorteile, aber alle Vorteile beziehen sich auf Windows, und es ist 
nunmal so, das die Welt nicht nur aus Windows besteht.
Immer mehr Firmen setzten auf Plattform Unabhängigkeit, und da gibt halt 
nur Java oder C/C++ (Ausnahme einige Libs).

Vergleichbar ist das mit den damals so beliebten Quicktime Player, der 
war in jedem neuen 08/15 Spiel drinnen um Animationen darzustellen, 
heute benutzt ihn keiner mehr, und das einzige was er bringt ist 
Inkompatibilität.
Das selbe gilt für C#.

Wobei ich auch sage das C++ auch Nachteile hat, wie für einige die 
Komplexität.
Aber auch den großen Vorteil das es fast überall läuft, was heute in der 
Welt in der immer mehr zu Linux und Ähnlichem wird (Android, Bada, oder 
Iphone OS) mehr Wert hat.

So bin ich auch der Meinung wir brauchen keine Sprache, die Inkompatibel 
und für ein Spezielles System ausgelegt ist, schon gar keine 
Bibliotheken wie .Net, aber auch brauchen wir eine Sprache die "modern" 
und aufgeräumter ist als C++, eine Art C+2.
Nur das Problem ist, wenn wir Anwenderfreundlichkeit wollen, dazu noch 
volle Leistung, kommen wir zu dem was für uns heute Typisch ist, 
Programme die immer Größer werden, die nicht Ressourcen sparend 
arbeiten!
(Bestes Beispiel VB o.ä. wo findet man so leistungsstarke Ressourcen 
schonende Anwendungen wie gut geschriebene Assembler oder C Programme?).
In dem Sinne eine Gute Nacht!

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Fer T. schrieb:
> heute benutzt ihn keiner mehr, und das einzige was er bringt ist
> Inkompatibilität.

Unter Windows. Unter OS X ist QuickTime nach wie vor "da" und macht, was 
es soll: Funktionieren.

Autor: Fer T. (fer_t)
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Sicher? Also ich meine eingebettet in die Programme (war nen echter Hype 
früher) meisten war er in Spielen (das sind z.B. die die heute nicht mit 
WINE funktionieren...).

Autor: Vlad Tepesch (vlad_tepesch)
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Rufus Τ. Firefly schrieb:
> Unter Windows. Unter OS X ist QuickTime nach wie vor "da" und macht, was
> es soll: Funktionieren.
Ich kenn nur die Windowsvariante und da steckt
quicktime für mich in einer Schublade mit dem realplayer, der 
überflüssigen T-Online- oder AOL-Software
alles totale crapware, zum Glück ausgestorben

total hässliche Programme, die mir ihren hässlichen Fensterstil 
aufdrängen, anstatt die Betriebssystemvorgaben zu benutzen, nur instabil 
laufen und wie man oft gelesen hat ewigkeiten ihre Sicherheitslücken mit 
sich rumschleppen (zumindest die beiden erstgenannten).

Das schlimmste ist, dass es keine vernünftige Codec-Alternative gibt.


Das mit den eigenen Fenstern ist sowieso das letzte. Ich stell doch 
nicht aus spaß auf ein anderes (klassisches) Festerdesign, damit jeder 
SW-Hersteller sein eigenes Fenstersüppchen koccht.
TuneUp, Quicktime, realplayer, grafikartentreiber-SW, sogar MSOffice 
(zumindest 2003)

Das tollste an diesen "Designexperten" ist meistens:
stellt man eine andere DPI in der Sys-Control ein (da man einen 
HiRes-Monitor hat) geht bei nicht wenigen das Layout kaputt und man 
Texte nicht mehr lesen.

So - das musste jetzt mal raus ;)

Autor: Sebastian (Gast)
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Dem Argument mit der DPI-Einstellung muß ich zustimmen... offensichtlich 
haben einige Softwareentwickler nicht mit den großen Bildschirmen von 
heute gerechnet.

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Vlad Tepesch schrieb:
> Ich kenn nur die Windowsvariante und da steckt
> quicktime für mich in einer Schublade mit dem realplayer, der
> überflüssigen T-Online- oder AOL-Software
> alles totale crapware, zum Glück ausgestorben
>
> total hässliche Programme, die mir ihren hässlichen Fensterstil
> aufdrängen, anstatt die Betriebssystemvorgaben zu benutzen, nur instabil
> laufen und wie man oft gelesen hat ewigkeiten ihre Sicherheitslücken mit
> sich rumschleppen (zumindest die beiden erstgenannten).

Das trifft zu. Quicktime unter Windows ist ein Krampf im Arsch.
Allerdings trifft Deine Kritik exakt genauso auch auf den Windows 
Mediaplayer zu, das Ding ist auch grottenhässlich, geskinnt und hält 
sich nicht an die Betriebssystemvorgaben, was Bedienbarkeit, 
Fensterstil, GUI-Design etc. angeht. Und frei von Sicherheitslücken ist 
das Ding auch nicht.

Der Quicktime-Player ist unter Windows eigentlich unnötig, es hätte 
vollends ein paar Codecs und ein Handler für das .Mov-Containerformat 
genügt, um den Kram für den Windows-Media-Krempel verträglich zu machen.

Apple kann exzellente Software schreiben, aber für Windows machen sie 
das nicht. Auch Safari und iTunes würde ich unter Windows nur mit einer 
Zange einsetzen, Safari versucht so auszusehen wie unter OS X (versagt 
dabei aber meistens) und iTunes ist einfach nur langsam.

Wie dem auch sei, der Windows Mediaplayer ist ebenfalls grauenerregend.

Der "Media Player Classic" war eine Zeitlang eine Alternative, vor allem 
im Bundle "Quicktime Alternative" -- vielleicht ists das ja auch noch, 
ich hab irgendwann aufgehört, mir den Kram anzutun.

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