Maddin schrieb:
> Hm und ich dachte das wäre so wichtig.
Es ist nicht unwichtig. Am wichtigsten ist aber, dass man versteht,
warum das der Idealfall wäre. Dann darf man ruhig auch mal davon
abweichen.
> Ich habe gerade meine Bibiliothek an EMV und Design Sheets geblättert
> und da wird ja oft gesagt: "Gemeinsame Massen lokal halten und dann
> an einem Punkt zusammenzuführen".
Und was dabei dann gern passiert ist, dass zwar die Massen hübsch
eingeschnitten auf dem Masselayer herumliegen, aber beliebige Signale
quer über die Einschnitte fahren.
Und in der Praxis ist das dann (zumindest für Anfänger) einfach eine
möglichst durchgehende GND-Plane, und die Trennung Digital/Analog oder
auch Leistung/Sensorik erfplgt einfach durch eine passende Platzierung
der Bauteile. Damit ist oft schon das Rennen gewonnen... ;-)
ich schrieb:
> Ist das Netzteil wirklich der richtige Ort für die Verbindung?
Nein, denn du hast ja wie beschrieben eine Verbindung am Controller.
> dass der Verbindungspunkt nahe des Controllers liegen soll.
Schon, aber wie willst du das in der Praxis machen. Da gibt es keine
wirklich unabhängigen Quellen. Wenn du jetzt mal den Sternpunkt an den
Baustein legst und deine reale Versorgung aufzeichnest, dann wirst du da
im Netzteil irgendwelche Kondensatoren einzeichnen müssen (und wenn das
auch "nur" parasitäre sind). Irgendeine Verkopplung ist da immer...
ich schrieb:
> Richtig. Eine Leiterbahn hat einen Widerstand.
Und es geht noch weiter. Gemäß der Faustformel
1 | Each Millimeter has its Nanohenry
|
spielt da auch noch eine Induktivität rein. Und diese Induktivität ist
der Grund, warum möglichst dicht an die (digitalen) Stromversorgungspins
eines Bausteins diese Entkopplungs- bzw. Pufferkondensatoren müssen.
Um es mal kurz zu sagen:
Auch in Datenblättern und in Appnotes wird manchmal Unsinn erzählt. Und
der wird auch durch häufige Wiederholung nicht richtiger...
Man sollte nicht auf Anhieb alles glauben. Das gepostete Bild ist an
sich zumindest unglücklich und ohne den erläuternden Text unbrauchbar.