Hallo an alle,
ich hätte mal ein paar Fragen zum Reluktanzmotor. Das Prinzip des Motors
ist mir bekannt, nur Frage ich mich wie man im richtigen Momment die
Jeweilige SPule ansteuert. Also wie funktioniert die Spulenansteuerung?
Im Netz gibt es zwar viel, aber meistens sind die Ansteuerungen
Patentgeschützt und ich weiß dann nicht wo man mal ein Blick in die
Schaltpläne werfen kann.
Ich würde mich über klärende Antworten freuen.
Gruß
Der Basti
Schau mal nach Schrittmotoren. Das sind in der Regel Reluktanzmotoren
(zumindest die, die ich schon zerlegt habe :-)).
Da dürftest du recht viel finden.
Ich habe nun gefunden das man schritmotorsteurungen brauch wie den L297.
nur das kann es ja nicht sein ich muss ja auch irgendwie die signale in
der richtigen phase auf die 3 Spielen geben.
Gar kein. ich will einfach nur wiessen wie man die 3 Spulen in einem
Reluktanzmotor ansteuert, so das eine kontinuierliche drehung entsteht.
mit bipolar bzw unipolar motoren ist das nicht zu vergleichen, da ich
fakt 1 keine magneten habe und fakt zwei die spulen nicht umpolen muss
um eine drehrichtungsänderung zu erhalten. Ich weiß das ich ein PWM
signal auf die spule geben muss. aber wie bekomme ich das hin das die
erste Spule im richtigen momment abgeschaltet wird und die zweite
eingeschaltet wird. Ich kann mir eine Phasenversatz von 45° vorstellen.
also das das zweite pulssignal 45° zum ersten verschoben ist und das
dritte 90° zum ersten. Aber soll es das wirklich gewesen sein.
Mir geht es hier nur um das verständnis, mehr nicht. :-)
>Die Seite habe ich auch schon gefunden. Nur leider keine Schaltpläne.>Mir geht es hier nur um das verständnis, mehr nicht. :-)
Auch ohne ganz konkrete Schaltpläne kann man das Verständnis bekommen.
Denn Schaltpläne beziehen sich sehr konkret auf den verwendeten Motor
(Leistung, Spannung, Strom).
Basti schrieb:> 3 Spulen in einem> Reluktanzmotor ansteuert, so das eine kontinuierliche drehung entsteht.
Du erzeugst wie bei einem Drehstrommotor oder einem BLDC ein 3-poliges
Drehfeld.
Dazu kann man 3 sinusförmige Spannungsverläufe nehmen, je 120°
phasenverschoben. Dazu nimmt man dann 3 Halbbrücken.
Ist Prinzipiell dasselbe wie beim 4-Spulen-Schrittmotor. Nur sind da die
Spannungsverläufe der Spulen 90° verschoben. Außerdem braucht man 4
Halbbrücken oder 2 Vollbrücken.
Basti schrieb:> Ist die Phasenverschiebung nicht abhängig von der drehgeschwindigkeit?
Das kommt drauf an. Ich hab einen Reluktanz-Schrittmotor beschrieben.
Wenn du eher einen SRM hast, dann funktioniert das anders.
Daher wärs sinnvoll zu erwähnen, welche Art von Reluktanzmotor du im
Auge hast. Reluktanz ist nämlich ein Prinzip und keine Bauart.
:-)
Floh schrieb:> Basti schrieb:>> Ist die Phasenverschiebung nicht abhängig von der drehgeschwindigkeit?>> Das kommt drauf an. Ich hab einen Reluktanz-Schrittmotor beschrieben.> Wenn du eher einen SRM hast, dann funktioniert das anders.>> Daher wärs sinnvoll zu erwähnen, welche Art von Reluktanzmotor du im> Auge hast. Reluktanz ist nämlich ein Prinzip und keine Bauart.> :-)
Es ist so, ich soll so ein Motor als schrittmotor konzipieren. Als
abschlußarbeit. also vom CAD entwurf bis hin zum wirklichen motor. Nur
sehe ich die hauptproblematik, für mich, in der ansteuerung der 3
Spulenwicklungen. deswegen frage ich so rum. Also wenn mir jetzt einer
sagt, da gibt es den Baustein fürh oder die grundschaltung ist meine
Fragemaraton schon beendet.
Nach welchem Prinzip baust du den Motor auf?
Du hast 6 Nuten, wobei immer die gegenüberliegenden Spulen
zusammengeschaltet sind?
Und dann einen Rotor mit 4 Zacken?
Floh schrieb:> Nach welchem Prinzip baust du den Motor auf?> Du hast 6 Nuten, wobei immer die gegenüberliegenden Spulen> zusammengeschaltet sind?> Und dann einen Rotor mit 4 Zacken?
Ja genau das war die idee. WObei ich mir auch vostellen kann das ich
jeweils 3 "Zahnkränze" habe die intereinander stehen und die Zähne
jeweils vesetzt sind. der rotor ist dann halt das kreuz nur nach hinten
länger. so bildet ein "Zahnkranz" eine spule. Ich denke aber die von dir
beschrieben idee ist die einfachste, auch von CAD aufbau.
Basti schrieb:> Ja genau das war die idee
Gut. Für den Aufbau braucht man eigentlich nur 3 Schaltsignale, die
zeitlich versetzt kurz eingeschaltet werden.
In etwa so:
Spule1 _MM____MM___
Spule2 ___MM____MM_
Spule3 ______MM____MM
Baust du Positionserkennung ein? Ist eine gängige Methode um die
Weiterschaltzeitpunkte zu ermitteln.
Floh schrieb:> Basti schrieb:>> Ja genau das war die idee>> Gut. Für den Aufbau braucht man eigentlich nur 3 Schaltsignale, die> zeitlich versetzt kurz eingeschaltet werden.> In etwa so:>> Spule1 _MM____MM___> Spule2 ___MM____MM_> Spule3 ______MM____MM>> Baust du Positionserkennung ein? Ist eine gängige Methode um die> Weiterschaltzeitpunkte zu ermitteln.
Genau die fragen stell ich mich ja. also Ich denke 3 gepulste signale zu
erzeugen ist nicht das thema, aber wie bringe ich die in ein genauen
phasenversatz?
Basti schrieb:> aber wie bringe ich die in ein genauen> phasenversatz?
Der Phasenversatz ist eigentlich egal, er ergibt sich ja aus der
Position und der Geschwindigkeit des Rotors. Es wird umgeschaltet,
sobald der Rotor einen bestimmten Punkt überdreht (meist kurz bevor der
Rotor den aktuell bestromten Nuten erreicht).
Also z.B. so:
Phase 1 an
warten auf Positionserkennung 1
Phase 1 aus
Phase 2 an
warten auf Positionserkennung 2
Phase 2 aus
Phase 3 an
warten auf Positionserkennung 3
Phase 3 aus
:-)
Ah also habe ich dann pro phase ein Hall-Sensor. und sobald der
feststellt das Phase 1 quasi erreicht wurde, schaltet dieser das signal
weiter auf Phase 2...!?
So kenn ich das auch die position des Rotors / Geschwindigkeit wird mit
Hall sensor erkannt; oder wenns genauer gehen soll mit Codierscheibe
(Grey Code wenn ich mich recht erinnere) und die H-Brücken vom
Controller so getaktet das die Einschaltpulse einen Supersinus
nachbilden, bei drei Phasen natürlich jeweils 120° phasenverschoben,
damit ein Drehfeld entsteht
Also wenn der Motor steht brauchich also ein L297 der mir das Bitmuster
in eine schaltsignal umwandelt welches ich auf FETs gebe dir mir dann
die spulen abhängig vom Positionssignal schalten. Und das geht dann
schrittweise?
Wenn ich mir das Datenblatt so ansehe komme ich zu dem Schluss das der
L297 bei weitem nicht so klug ist.
Mit dem Clock Eingang legst du die Umschaltfrequenz zwischen den vier
Ausgängen fest, damit wird die geschwindigkeit des Motors geregelt.
Der Home Pin gibt dir an wann ABCD = 0101 an den Spulen anliegt.
Das erfassen der Position des Rotors über Hall Sensor oder Codescheibe
muss durch einen weiteren Microcontroller erfolgen. Der ist dann auch
dafür verantwortlich das das PWM signal am Clock passend zur
Motordrehzahl hoch bzw runtergeregelt wird.
Das Anfahren funktioniert meiner Meinung nach so das zuerst der L297
über den Control input auf "inactive" geschaltet wird und dann über den
clock der L297 auf das Bitmuster gestellt wird, das zum anfahren des
Motors benötigt wird. Danach schaltet man den IC auf "active" und fährt
mithilfe des Clock Eingangs die Drehzahl hoch.
Hab mit dem Chip nicht gearbeitet nur Datenblatt überflogen lasse mich
gerne eines Besseren belehren.
also die ansteuerelektronik scheint mir doch recht schwierig zu sein,
aber naja wird sich schon ein weg finden. hab sonst noch ein LB1824 das
ist ein treiber für BLDC-Motoren..
theoretisch lässt sich die Ansteuerung auch über 3 RS-Flipflops mit
nachgeschalteten FETs realisieren.
Jeder Hallsensor setzt beim Impuls sein zugehöriges FF (die Spule die
als nächstes dran ist) und löscht die anderen beiden FF.
Die Steuerung kannst du dann halt nur anschalten, die Geschwindigkeit
wird dann von 0 bis zum Maximum anlaufen.
:-)
Das führt mich zur Frage: Was für eine Steuerung brauchst du? Willst du
Geschwindigkeit/Drehrichtung beeinflussen können? Mit welchen Signalen?
Es soll die Drehrichtung bestimmt werden und, da eine spindel drann ist,
ist die position. DAs Ding soll ein schrittmotor werden.
Anwendungsunspezifisch.
Basti schrieb:> Es soll die Drehrichtung bestimmt werden und, da eine spindel drann ist,> ist die position.
Was soll denn das heißen? Ich gehe mal davon aus das das irgendein
Schul/Studiumsprojekt ist. Auf jeden Fall wirst du um einen
Mikrocontroller nicht herumkommen, man will ja alles einstellen können,
Geschwindigkeit Endposition. Such dir am besten einen 8 Bit Controller
mit ADC Wandler und Timereinheiten, wenn du Glück hast hat das Manual
nur an die 100 Seiten.
Für Atmel Controller gibt es in der Regel eine große Community = Foren
wo man etwas über deren programmierung findet.
Wenn nicht schon Hall sensoren im Motor installiert sind besorg dir eine
Winkel Codierscheibe + Sensor um die Position einzulesen; meiner Meinung
nach kann man das schneller aufbauen, zum laufen bringen als die Hall
Sensoren.
Stephan schrieb:>Auf jeden Fall wirst du um einen> Mikrocontroller nicht herumkommen,
Das Wäre nicht das problem, wollte mit Labview arbeiten. Solangsam komme
ich ja hinter das geheimniss.
Die Drehrichtung ergibt sich ja auch der Ansteuerreinfolge der Spulen.
Und welche Spule gerade bestrommt werden muss ergibt sich aus dem
Sensorsignal.
Nun versteh ich aber nicht wie man die Geschwindigkeit regeln soll.
In vielen Prinzipbildern wird davon geredet das eine PWM zur
Geschwindigkeitsbestimmung gemacht wird. Dem kann ich nur nicht so recht
folgen.
Gruß Basti
Basti schrieb:> Nun versteh ich aber nicht wie man die Geschwindigkeit regeln soll.
Je nachdem wie schnell du eben umschaltest.
Meinetwegen schaltest du immer alle 0.3 Sekunden weiter, dann hast du
bei drei Phasen 1 Umdrehung / Sekunde.
Wenn du jetzt schneller werden willst, musst du nur öfter pro Sekunde
umschalten.
Also bildlich so:
langsam:
___MMMM________MMMM________MMMM________MMMM
MMMM________MMMM________MMMM
schnell:
_MM____MM____MM____MM
____MM____MM____MM____MM
MM____MM____MM____MM____MM
Wenn kein Haltemoment erforderlich ist, könnte man die gerade bestromte
Spule bei Erreichen der Position auch direkt ausschalten, muss man
aber nicht (wenn die Wicklung das aushält).
Würde dann z.B. für Langsam so aussehen:
___MM__________MM__________MM__________MM__
MM__________MM__________MM__
:-)
Ah okay ich verstehe.
Und die verzögerung bis weiter geschaltet wird, wird software gesteuert,
durch eine wartezeit!? Gibt es auch eine Hardwarelösung, beispielsweise
wenn ich ein Flipflop habe. Also das das Bauteil eine gewissen Zeit
wartet bis es auf die nächste spuke schaltet, wenn es das signal zum
umschalten bekommt?