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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Pullup Widerstand in der Resetleitung


Autor: AVR Anfänger (Gast)
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Hallo! Ich habe mir auf einem Steckbrett die Grundschaltung aus dem 
Assembler Tutorial gesteckt. Mein Programmer ist der AVRISP mkII. Bevor 
ich loslegte habe ich noch schnell in die Online-Hilfe reingeschaut und 
etwas entdeckt, was mich ein wenig irritiert.

Folgendes stand drin:

////////////////
// Reset Line //
////////////////

1. If the pull-up resistor on the reset line is to strong, the short 
circuit protection will trigger when the reset is forced low by the 
AVRISP mkII.

2. The Reset line should not have a pull up stronger (i.e. smaller 
value) than 4.7k ohm. Any de-coupling capacitor should not be larger 
than 10uF.

...

Ich verstehe das so, dass in der Leitung von +5V zum Reset-Pin des 
Conrollers kein Widerstand sein darf, der größer als 4,7kOhm ist. In der 
Schaltung vom Tutorial ist aber ein 10kOhm Widerstand eingezeichnet. 
Weiter sollte ebenfalls in dieser Leitung kein Kondensator drin sein, 
der eine größere Kapazität als 10uF hat, aber in der Schaltung ist 
ebenfalls einer eingezeichnet der 47uF hat.

Verstehe ich das jetzt völlig falsch oder muss ich den Kondensator und 
den Widerstand ersetzen?

Wird das mit dem Widerstand nicht eingehalten löst laut obiger 
Beschreibung(Absatz 1) der Kurzschlussschutz aus, wenn der Reset vom 
AVRISP mkII auf LOW gezogen wird. Habe ich den Absatz richtig 
verstanden, mein Englisch ist nicht so dolle?

Autor: Nonsense (Gast)
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Hallo,

ich habe bis jetzt immer 10 kOhm in der RESET-Line gehabt und hatte noch 
nie Probleme mit meinem AVRISP mkII. Was den Kondensator angeht, da 
vertust du dich glaube ich, ich sehe im Tutorial 47_n_F zwischen RESET 
und GND.

Gruß,
Nonsense

Autor: Nonsense (Gast)
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Nachtrag:
Übrigens steht die Erklärung zum Widerstand bereits in Punkt 2 der 
Hilfe, dort steht:

"The Reset line should not have a pull up stronger (i.e. smaller
value) than 4.7k ohm."

D.h. der Pullup sollte nicht KLEINER als 4.7 kOhm sein ;)

Autor: AVR Anfänger (Gast)
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Super, dann bin ich beruihgt! Mit dem Kondensator hast du recht, da hab 
ich mich vertan, er wird ja direkt an den Reset-Port angeschlossen und 
von dort geht an an Masse - danke auch hierfür nochmal.

Autor: Detlev T. (detlevt)
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Den Kondensator sollte man ganz weglassen. Alle AVRs haben interne 
Power-On-Reset Schaltungen und brauchen kein externes Reset mehr wie die 
Prozessoren der alten Tage.

Der Widerstand ist hingegen sinnvoll, weil sonst EM-Strahlungen von 
außen einen ungewollten Reset auslösen können. Das Risiko wird damit 
deutlich reduziert.

Autor: Michael (Gast)
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Detlev T. schrieb:
> Der Widerstand ist hingegen sinnvoll, weil sonst EM-Strahlungen von
> außen einen ungewollten Reset auslösen können. Das Risiko wird damit
> deutlich reduziert.

Der Widerstand ist nicht nur sinnvoll sondern erforderlich. Der Resetpin 
muss gezielt auf Vcc gezogen werden, sonst wird der Reset ausgelöst.

AVR Anfänger schrieb im Beitrag #2039579:
> Ich verstehe das so, dass in der Leitung von +5V zum Reset-Pin des
> Conrollers kein Widerstand sein darf, der größer als 4,7kOhm ist.

Der Begriff "stronger" ist hier etwas missverständlich. Ein "stärkerer" 
Widerstand bedeutet nicht, dass er im Wert höher ist sondern dass er 
mehr Strom leiten kann (bei gleicher Beschaltung), sprich im 
Widerstandswert kleiner ist bei ansonsten identischer Beschaltung ;)

Autor: Michael U. (amiga)
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Hallo,

die AVR haben am Reset einen internen Pullup, der ist allerdings relativ 
hochohmig.
Mit 10k gegen Ub kann man die Empfindlichkeit gegen Störungen 
verringern.
Mit 100n gegen GND auch.
Mit dem 10k und einem 100n auch...

Bei mir ist generell ein 100n gegen GND am Reset, kein Widerstand.
Das hat in den letzten 10 Jahren auch immer so zuverlässig funktioniert.
Das ist einfach nur Gewohnheit, wenn ich die 100n an Spannung, AREF usw. 
verteile.

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: Artur R. (artur2000)
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Detlev T. schrieb:
> Den Kondensator sollte man ganz weglassen. Alle AVRs haben interne
> Power-On-Reset Schaltungen und brauchen kein externes Reset mehr wie die
> Prozessoren der alten Tage

Stimmt das? Woher hast du die Information? Dann sollte man im Tutorial 
die Beschaltungen ändern.

Autor: Artur R. (artur2000)
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Michael U. schrieb:
> Bei mir ist generell ein 100n gegen GND am Reset, kein Widerstand.

hää? Ein Widerstand zwischen Reset und GND? Davon war doch noch nie die 
Rede. Der Widerstand soll den Pegel hochziehen und nicht runterziehen.

Autor: Mine Fields (Gast)
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Artur R. schrieb:
> hää? Ein Widerstand zwischen Reset und GND? Davon war doch noch nie die
> Rede.

Er hat ja auch von einem Kondensator gesprochen.

Autor: Detlev T. (detlevt)
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Artur R. schrieb:
> Detlev T. schrieb:
>> Den Kondensator sollte man ganz weglassen. Alle AVRs haben interne
>> Power-On-Reset Schaltungen und brauchen kein externes Reset mehr wie die
>> Prozessoren der alten Tage
>
> Stimmt das? Woher hast du die Information? Dann sollte man im Tutorial
> die Beschaltungen ändern.

Die Hinweise findet man in "AVR042: AVR Hardware Design Considerations" 
von Atmel:
www.atmel.com/dyn/resources/prod_documents/doc2521.pdf

Die wichtigste Passage:
"To protect the RESET line further from noise, it is an advantage to 
connect a capacitor from the RESET pin to ground. This is not directly 
required since the AVR internally have a low-pass filter to eliminate 
spikes and noise that could cause reset. Applying an extra capacitor is 
thus an additional protection. However, note that this capacitor cannot 
be present if debugWIRE is used."

Wenn man nur einen 10k gegen VCC schaltet, hält man sich also alle 
Optionen ,einschließlich debugWire, offen. Deshalb sollte das aus meiner 
Sicht auch die Standardschaltung sein - solange man keinen guten Grund 
hat, das anders zu machen.

Gruß, DetlevT

Autor: AVR Anfänger (Gast)
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Ok jetzt weis ich besser bescheid als ich es für nötig gehalten habe :)

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