Die guten Nadeln in Magnetsystemen hatten ihrerzeit eine
Spitzenverrundung von 15µm und eine Auflagekraft von ca. 10mN bzw. 1
Gramm. So bei meinem alten Dual 510 mit System Shure M95G. Für absolute
HiFi-Freaks gab es auch eine elliptische Nadel mit 5x15µm, die aber 50
Euronen mehr kostete. Ich bemerkte keinen Unterschied.
Mir flog kürzlich noch eine alte Nadel ganz weg, weil sie die
Verschleißgrenze in der Aufhängung erreichte. Nach Erreichen einer
Schwingungsanzahl, bricht das Metall. Wie bei Fahrzeugachsen und Federn
nach langer Betriebsdauer. Die Aufhängung des Diamanten brach. Die
Schallplatte wurde nicht beschädigt, da sich nur der stumpfe Tonarm ohne
Nadel darauf absenkte. Da wirken immerhin spezifische Kräfte wie die
Auflagekraft eines Elefantenfußes. Daher spiele ich Schallplatten auch
nur mit Naßabspielflüssigkeit ab, um die Reibung in der Plattenrille zu
vermindern.
Heute hat man bei Musikanlagen, die noch einen
Analogschallplattenspieler mit drin haben, eher minderwertige
Tonabnehmersysteme.
Wenn kein Schaden zu sehen ist, und der Diamant bricht auch nicht so
leicht auseinander, und wenn der Klang wie vorher ist, würde ich dem
keine allzu große Bedeutung zumessen. Bei meinem halbautomatischen Dual
rutscht die Nadel gelegentlich auch mal an den Plattenrand ab, wenn ich
sie nicht zehntelmillimetergenau aufsetze.