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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Leider schlechte Noten im Gesellenbrief, was tun?


Autor: Klaus Ausderkasse (gustavgans)
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würde gerne meinen Meister in Teilzeit machen.
Dazu müsste ich allerdings meinen Arbeitsplatz wechseln. Das würde ich 
aber auch begrüßen, weil ich so oder so Lust auf neues hab.
Nun hab ich leider in meinem Gesellenbrief nicht die besten Noten 
(Abgeschlossen mit 3,7).
Wie soll ich denn nun eine Bewerbung verfassen um das wieder "weg" zu 
machen?
Habt ihr da Tipps dafür?
Der Grund für die schlechten Noten, ist ganz einfach erklärt. Ich war ne 
faule Sau und alles andere war mir wichtiger...
Nun hab ich den Salat, aber wie kann ich das ganze einigermaßen 
ausbessern?

Ich möchte schon gern eine Stelle haben, für die auch meine Lehre 
gemacht habe. Auf irgend einen Hilfsjob hab ich keine Lust...
Wie geht man sowas am besten an?

Autor: Floh (Gast)
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Klaus Ausderkasse schrieb:
> alles andere war mir wichtiger...

Was war das "alles andere"?
Hobbies, die mit der Fachrichtung zu tun haben oder ehrenamtliche 
Tätigkeiten immer erwähnen. :-)

Autor: Klaus Ausderkasse (gustavgans)
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Tjoar wohl eher Frauen, Party, Freunde und solche Dinge

Autor: MaWin (Gast)
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> aber wie kann ich das ganze einigermaßen ausbessern?

Unterstützt dich dein jetziger Arbeitgeber und gibt dir ein
sehr gutes Zeugnis ?

Dann wäre es nur die Aufgabe, denn neuen davon zu überzeugen,
daß das Zeugnis nicht so gut ist, weil er dich loswerden will...

Lote die Möglichkeit aus, alles vorbereitende für den Meister
zu machen, und bei deinem aktuellen Arbeitgeber zu bleiben.
Wenn du dann Meister bist, kannst du selbst einen Laden aufmachen.

Wenn du natürlich huete noch auf 3.7 stehst weil dir alles andere
wichtiger ist, solltest du den Meisterbrief eh vergessen.

Autor: Klaus Ausderkasse (gustavgans)
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Wenn ich bei meinem Aktuellen Arbeitgeber bleibe ist ein Meister in 
Teilzeit nicht möglich. Allein wegen Schichtarbeit, Unterstützung bekomm 
ich leider keine. Gespräche dazu hab ich schon mit meinem Chef geführt. 
Die Situation dort ist momentan schwierig und mein Arbeitgeber möchte 
wohl keine eingeschränkte Arbeitskraft, was ich dann wäre.
Dort zählt momentan nur, dass man Arbeitet, eine Weiterbildung der 
Mitarbeiter scheint die nicht zu interessieren, was auch ein Grund ist 
warum ich von dort weg will.
Das heißt, es bleiben mir zwei Optionen.
1. Meister in Vollzeit, was ich wegen wegfallendem Verdienst nur bedingt 
machen möchte, oder
2. Eine neue Stelle suchen, bei der ich nicht Schicht arbeite und so den 
Meister in Teilzeit machen kann.

Dazu kommt noch, das ich momentan zwar eine gut bezahlte Stelle habe, 
aber diese eben keine Fachstelle ist. Ich will allgemein meinen 
Arbeitgeber wechseln, ich sehe bei meinem jetzigem Arbeitgeber einfach 
keine Zukunft...

Autor: Leo ... (-headtrick-)
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Gibts um den Meister zu machen kein BAfög?
Um den Meister zu machen ist meines Wissens keine Notenschwelle nötig,
nur das man den Gesellenbrief hat und den haste ja wohl.
Alternativ gäbe es noch den staatlich geprüften Techniker.
Wie insgesamt die Arbeitsplatzchancen sind, kann ich nicht sagen
weil auf dem Arbeitsmarkt z.Zt.so viel Mist abläuft, das keine
Prognose möglich ist, vor allem durch die blöden Dienstleistern.

Autor: Klaus Ausderkasse (gustavgans)
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doch es gibt schon BAfög, aber das ist nicht so viel. Wohnung muss ich 
ja auch noch bezahlen, essen usw. Den Meister gibt es auch nicht umsonst 
und dazu geht ja so einiges an Geld flöten wenn man nicht arbeitet. 
Selbst wenn es nur 9 Monate wären die man für den Meister in Vollzeit 
braucht. Dazu kommt ja noch, dass man danach auch erst mal einen Job 
finden muss was nicht garantiert werden kann. Also ist das alles in 
allem ein zu hohes Risiko, denn es geht ja auch anders.
Den Techniker möchte ich eigentlich nicht angehen.

Autor: Wilhelm F. (ferkes-willem)
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Klaus Ausderkasse schrieb:

>Nun hab ich leider in meinem Gesellenbrief
>nicht die besten Noten (Abgeschlossen mit 3,7).

Meine Ausbildungsnoten bestanden damals 1978 hauptsächlich aus den 
reinen Ergebnissen der Abschlußprüfung, die anderen Noten aus den 3 
Jahren Ausbildung gingen nur zu einem geringeren Prozentsatz da ein. 
Machte damals etwa eine 2,5, wie später im Studium auch.

Wir waren in den 1960-er Jahren gar nicht so erzogen, daß Schulnoten 
über alles hinweg alleine wichtig gewesen wären. In Akademikerfamilien, 
ist das eher ein Thema. In der Hauptschule galt nur: 4 gewinnt, 
Hauptsache bestehen. Mein Hauptschuldurchschnitt lag wohl auch bei 3,7. 
Interessiert heute nach 36 Jahren aber auch keine Sau mehr. Ich kenne 
sogar exzellente Gas-Wasser-Heizungs-Monteure, die den 
Hauptschulabschluß überhaupt nicht bekamen. Die hießen nach der 7. oder 
8. Klasse Abgänger, anstatt Absolventen. Eine Berufsausbildung konnte 
man mit so einem Abgang schon noch absolvieren. Wenn der auch die 
Berufsausbildung nicht bestand, aber ein Top-Arbeiter war, dann wurde er 
eben in der Firma auch als Arbeiter genau so weiter geführt. Hab da 
einige Bekannte aus der Richtung, die leben ihr Leben damit ganz gut.

In meiner Prüfungsgruppe aus 6 Azubis bestand ich damals als einziger. 
Alle anderen drehten noch 1-2 Ehrenrunden. Das sagt vieles über die 
Wertschätzung von Noten. Wir wurden aber auch vom Betrieb übernommen, 
was dann eigentlich bis zur Rente gehen sollte. Fast wie bei Beamten auf 
Lebenszeit. Der Konkurrenzkampf um Zehntelnoten war nicht ausgeprägt. In 
meiner ersten Einsatzabteilung in einem ganz anderen Ort kannte denn 
auch niemand die Noten und Zeugnisse der Mitarbeiter, ich fand das 
richtig gut. Es gab da schlicht und einfach überhaupt keine 
Zugriffsmöglichkeit. Und eine Frage, was zu verlangen, war für die Chefs 
auch nicht geduldet. Richtig tolle Sache, jeder Neue war erst mal völlig 
wertfrei, Hauptsache er hatte bestanden, und die Berechtigung zur 
Berufsausübung. Man konnte sich da in der Abteilung erst mal bewähren. 
Überflieger und Nieten gab es auch gar nicht. Jeder mußte auf dem Bau 
und im Kundendienst die Handgriffe beherrschen, die nötig sind.

Ich wüßte jetzt nicht, wie ich einen Maurer beurteile, der sorgfältigst 
seine Steine aufeinander mauert. Hatte er in Mathe eine 1 oder eine 4?

Als junger Mensch hatte man andere Flausen im Kopf, als gute Noten. 
Kenne das von mir selbst. Es kann sich aber bessern, und zwar besonders, 
wenn man seine Ausbildung anteilig selbst mit finanziert. Z.B. den 
Meisterkurs. Da wird die Wertschätzung etwas größer. Zwar nicht 
gigantisch, aber immerhin.

Autor: Leo ... (-headtrick-)
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@ Klaus Ausderkasse

Wenn es anders geht, dann mach es anders.
Wenn du Garantien haben willst, wirste wohl bitter enttäuscht werden.
Auf jeden Fall dürften deine Zensuren mal nicht das Problem sein
und wenn du einen besseren Abschluss (Meister)erlangst, lässte den 
Gesellenbrief eben künftig weg. Sollte man dann danach fragen,
kann man argumentieren das der Meister ja ohne Gesellenbrief
nicht erlangt werden kann. Wird das nicht akzeptiert, dann taugt
der Arbeitgeber wahrscheinlich sowieso nichts, weil der ein
Erbsenzähler ist und man da wohl sowieso nicht froh wird.
Ich bin ohnehin der Meinung das kein Arbeitgeber einen Anspruch hat,
das man ihm seine Qualifikation nachweist. Das sind nämlich keine 
Gerichtsbarkeiten und dieser Bewerbungsmarathon ohne Feedback eher
eine Unsitte. Ob man eine Aufgabe erfüllen kann hängt vor allem
von der inneren Einstellung und der Selbsteinschätzung ab und
nicht nur von den Nachweisen.
Dazu muss man mit den Arbeitgebern "reden" und muss fragen was die
wollen. Das ist jedenfalls meine Meinung.

Autor: WILLI (Gast)
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Klaus Ausderkasse schrieb:
> Tjoar wohl eher Frauen, Party, Freunde und solche Dinge

Und jetzt dumm fragen was er machen soll :-)

SELBER SCHULD ...

Autor: Joe (Gast)
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Ich kenne einen Fall, in dem wurde der Meister Do-Abends, Fr-Abends und 
an Samstagen über 2,5 Jahre gemacht.

Der Arbeitgeber musste diese Zeiten frei halten. Prüfungstage wurden 
extra freigegeben.

Genaue Auskunft gibt dir die Handwerkskammer.


Joe

Autor: qq (Gast)
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Besser lernen. Hättest dann bessere Noten.

Autor: Klaus Ausderkasse (gustavgans)
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Joe schrieb:
> Ich kenne einen Fall, in dem wurde der Meister Do-Abends, Fr-Abends und
> an Samstagen über 2,5 Jahre gemacht.
>
> Der Arbeitgeber musste diese Zeiten frei halten. Prüfungstage wurden
> extra freigegeben.
>
> Genaue Auskunft gibt dir die Handwerkskammer.
>
>
> Joe

werde ich mich mal genauer Informieren.

Autor: Joe (Gast)
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Aber auch der Meisterkurs ist kein Zuckerschlecken.

Arbeiten und Lernen und! Verstehen sind unbedingt notwendig.


Joe

Autor: Klaus Ausderkasse (gustavgans)
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Das weiß ich schon, mittlerweile bin ich dann ja doch so klug geworden 
um zu wissen wofür man was macht...

Autor: Roland (Gast)
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Vergiss es, bei deiner Einstellung wird es nie was, versuche irgend wo 
als Geselle runterzukommen.

Die Meisterschule ist nicht so easy wie manche denken, hängt allerdings 
auch von der Schule ab etc. Ich habe meinen Elektrotechniker Meister in 
12 Monaten in Vollzeit gemacht, volles Risiko eingegangen und meinen 
guten und sicheren Job gekündigt. Hatte 12 Monate lang keine Zeit zum 
Ausgehen geschweige denn Feiern, habe auch gleich bestanden, 30 % haben 
es nicht, das ist auch der Durchschnitt allgemein, einige hören auch 
nach ein Paar Monaten auf.

Hauptschulabgänger und die jenigen mit schlechten Noten haben im 
allgemeinen nur begrenzte Chancen.

Autor: Leo ... (-headtrick-)
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>runterzukommen.
LOL

Autor: Franz (Gast)
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Klaus , was erhoffst du dir vom Meistertitel, so du den denn mal 
erreichen solltest? Und in welchem fachl. Zweig?
Was der zeitmäßig und geldmäßig kostet, ist dir schon klar, und wann der 
sich als Angestellter amortiesiert hat auch?
Daß der fachlich in manchen Bereichen meilenweit, abhängig von der 
Bildungseinrichtung und Region, dem aktuellen Stand der Technik 
hinterhinkt, ist dir auch bewußt?
Daß es dazu noch die Teile 3+4 = Ausbildung/Betriebsführung + Recht 
sowie 1+2 = fachl. Teil, ein nicht zu unterschätzender Aufwand, auch 
abhängig von deiner Berufs- u. Lebenserfahrung wird?
Auf der Mstr.Schule bekommt man nur sehr wenig verinnerlicht, so man die 
Themen noch nie durch oder angewand hat, wer gut und fleißig ist, 
schafft damit die Prüfung.
Manche schaffen sie nie, und andere halten sie schlichtweg für 
überflüssig.

Übung macht den Meister, nicht die Kammer.

Und von reiner fachl. Arbeit ist noch keiner wohlhabend oder reich 
geworden!

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