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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Flex an Wechselrichter


Autor: Bullifahrer (Gast)
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Mahlzeit.

Hat mal jemand versucht, eine Flex oÄ. an einem 12V/230V Wechselrichter 
mit "modifiziertem Sinus" zu betreiben?

Ich will die Möglichkeit haben, auch unterwegs mal am Bulli die Flex 
schwingen zu können. An einer 500W USV hat es funktioniert, aber 
schlecht. Nur ca. halbe Drehzahl und daher kaum zu verwenden. (Flex hat 
irgendwas um 500W Leistung)
Könnte man dem abhelfen durch einen Wechselrichter mit 2000W?

Sinusumrichter ist mir zu teuer.


Gruß,
Horst

Autor: Jens M. (muggel)
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Soweit ich weiß besitz ein Trennschleifer einen 
Drehstrom-Asynchronmotor. Deshalb würde ich dir tunlichst raten mit 
einem Sinussignal zu arbeiten. Die Sinusähnlichen Wechselrichter taugen 
nur für Dinge, wo eh ein Schaltnetzteil, o. Ä. angeschlossen wird.

Autor: TodiMA (Gast)
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Hi,

ich selbst hab schon mit Akku-Winkelschleifer gearbeitet.
Ist an und für sich ok.

Autor: Lehrmann Michael (ubimbo)
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Der Albtraum eines jeden Wechselrichters dürfte in der Tat eine Flex 
sein ... Da braucht man schon sehr sehr sehr gute Wechselrichter, dass 
das ganze halbwegs sauber bleibt ...

Autor: Silvio K. (exh)
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Wenn Flex für Winkelschleifer steht, dann ist da mit Sicherheit kein 
Drehstrom-Asynchronmotor drin, sondern im elektrotechnischem Sinne eine 
Gleichstrommaschine. Wie im Staubsauger oder Mixer auch. Universalmotor 
etc. sind Synonyme.
Wenn ich modifizierten Sinus lesen, kann es sich nur um die Dinger von 
Pollin handeln. Habe letztlich so einen Wechselrichter gekauft und nach 
einen ersten flüchtigen Blick in die Bedienungsanleitung wieder 
zurückgeschickt. Der "modifizierte" Sinus ist ein Rechtecksignal mit 
kurzen Pausenzeiten bei 0 V, um in erster Näherung einen Sinus zu 
entsprechen.
Nicht geeignet (laut Bedienungsanleitung) für induktive Lasten (Flex, 
Trafo, ...).
So ein Schrott.

Autor: Alexander Schmidt (esko) Benutzerseite
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Silvio K. schrieb:
> Wenn ich modifizierten Sinus lesen, kann es sich nur um die Dinger von
> Pollin handeln.

Alle billigen Wechselrichter arbeiten so. Und das funktioniert für 
Schaltnetzteile und ohmsche Lasten wunderbar und für Trafonetzteile 
einigermaßen.
Sinuswechselrichter kosten gut das Dreifache der Trapezwandler.

Autor: Sven (Gast)
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Ich habe einen Wechselrichter geschrottet mit sowas.
1 kW Wechselrichter gekauft.
700W Trennschleifer angeschlossen
Irgendwann (Nach ein paar mal Flex ein/aus) hat es dann die 
Ausgangsbrücke durch gehauen. In Folge dieses Kurzschlusses hats dann 
auch noch die Primärseite (12V) Seite zerstört und der Wechselrichter 
war schrott.

Autor: U.R. Schmitt (Gast)
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Sven schrieb:
> 1 kW Wechselrichter gekauft.

Welche Marke, zu welchem Preis?
Eigentlich sollten ordentliche Wechselrichter einen Überlastschutz 
haben.
Daß eine 700W Flex ohne elektr. Softstart mal locker den doppelten 
Nennstrom beim Einschalten zieht sollte jedem der Elektronik 
buchstabieren kann einleuchten. Auch, daß der Motor auch eine gewisse 
Induktive Last darstellt, die der Wechselrichter abkönnen muß.
Aber in der heutigen Geiz ist geil mentalität darf so ein Wechselrichter 
ja nur noch 49,99 kosten.

Bullifahrer schrieb:
> Ich will die Möglichkeit haben, auch unterwegs mal am Bulli die Flex
> schwingen zu können.

Ähm, was für einen VW Bus fährst du denn, wenn du unterwegs einen 
Trennschleifer brauchst? Oder hast du eine Weltumsegelung mit dem Bully 
vor?

Autor: Paul2 (Gast)
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Hier ein Link auf den Stromgeneratoren von Honda (s.u.),
da wird explizizit für Anwendung Flex (Winkelschleifer) von 500 W ein 
Stromgenerator mit 1000 VA empfohlen.
Für die grosse Flex (2200 W oder mehr) wird  4000 VA Generator 
empfohlen.

http://www.honda.de/pdf/2010-04-01_Stromerzeuger_A...

Und: Es ist davon auszugehen, daß die in Honda Generatoren verwendeten 
Inverter besserer Qualität sind als billige Inverter.
Ausserdem: Aus welcher Batterie willste denn die x-100-Watt und wielange 
entnehmen ?
Rechnen wir mal  500 Watt Flex, nehmen über Wirklungsgrade geschätzt mit 
700 Watt Leistungsbedarf vor dem Wechselrichter. Das wäre dann flotte 60 
A aus einer 12 Volt Bleibatterie.
Naja, eine 88 Ah oder 110 Ah wird's, für 20-30 Minuten, dann ist Ebbe.


Also besser gleich hier zuschlagen...
http://www.honda.de/content/industrie/geraete_stro...

Autor: Bernhard (Gast)
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Vielleicht sägt er hier und da mal was am Straßenrand von anderen Autos 
ab, wenn er es gebrauchen kann...

Autor: Sven (Gast)
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Hallo.
Der Wechselrichter war von Voltcraft. War irgendwann mal bei Conrad im 
Angebot.
Ich habe den an meinem Grundstück am Gartenhäuschen gehabt.
Einen elektronischen Überlastschutz hatte er. Zum Abschalten wurde 
allerdings auch die Ausgangsbrücke benutzt. Ansonsten gab es noch 
Schmelzsicherungen.

Das war nicht der erste Schaltnetzteilbasierte Wechselrichter, den ich 
"gekillt" habe. So ein kleines 100W Modell habe ich zerstört, weil ich 
im Sommer einen Ventilator (Ca 40 Watt) und eine 18 W Leuchtstofflampe 
mit Drossel angeschlossen habe. Die Induktive Last war ihm zu viel.

Heute habe ich einen Trafobasierten "Wechselrichter". (Alte Computer USV 
mit nachträglich eingebauter aktiver Zwangsbelüftung, damit 
Dauerlastgeeignet)
Dieses Teil ist äußerst widerstandsfähig.
Das überlebte Bauartbedingt sogar schon Fremdspannung am Ausgang als ich 
es versehentlich mal mit dem Generator parallel geschaltet hatte.

Autor: Lästermaul (Gast)
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Bernhard schrieb:
> Vielleicht sägt er hier und da mal was am Straßenrand von anderen Autos
> ab, wenn er es gebrauchen kann...

Ich mußte sofort an einen Starenkasten (=Blitzer) denken

SCNR

Autor: Sven (Gast)
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Bei uns hat mal einer nen Starenkasten zerstört, nachdem er geblitzt 
wurde

Autor: Bullifahrer (Gast)
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Hallo miteinander.

Danke für die zahlreichen Antworten.
Also wenn ich das jetzt alles richtig verstanden habe: Induktive Last 
(Winkelschleifer) an Trapezspannung geht, aber Wechselrichter wird 
extrem belastet.

@Sven: Lief die Flex denn bis zum Defekt mit voller Leistung? Oder war 
das auch nur so ein Rumeiern?

Die Sache ist halt die, dass ich nicht immer die Möglichkeit oder die 
Lust habe, die fette Kabeltrommel rauszuholen, nur weil ich mal kurz was 
felxen will. In der Wohnung flexen ist schlecht, das ruft die Nachbarn 
auf den Plan und das meiste Werkzeug ist eh in der Karre. Ist übrigens 
kein VW T3 mehr, den musste ich mangels Zeit für die notwendigen, 
umfangreichen Reparaturen abgeben, sondern ein Sprinter.
Im Herzen bin ich aber immer noch Bullifahrer und werde es auch immer 
bleiben!

Gruß,
Horst

Autor: Frank B. (frank501)
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Im Notfall habe ich auch schon mal eine Bohrmaschine direkt aus der 
Autobatterie betrieben, wenn auch mit deutlich verringerter Leistung.

Normale Winkelschleifer, wie eigentlich die meisten E-Werkzeuge, 
besitzen Universalmotoren. Diese kann man mit Wechselspannung laufen 
lassen und auch mit, wegen der fehlenden Induktivität der Wicklungen, 
auch deutlich geringerer Gleichspannung (hier ist der Strom massgeblich, 
nicht die Spannung).
Wie weit die Gleichspannung geringer sein muß als die Wechselspannung 
kann ich allerdings mangels weitergehender Versuche und Informationen 
nicht sagen.

Wie weit man mit einem Winkelschleifer an der Autobatterie arbeiten 
kann, wäre mal einen Versuch wert.

Frank

Autor: Leo1000 (Gast)
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Eine Flex oder andere Verbraucher mit Kohlebürstenmotor geht problemlos 
an einen Rechteckwandler-er muß nur groß genug sein.Ich hatte jahrelang 
einen 3000/6000W Wandler,womit ich eine 1200W Handkreissäge betrieb,eine 
2000W Flex oder eine 1000W Bohrmaschine.Alles kein Problem.Gefährlicher 
sind Asynchronmotoren ohne Bürsten.Sie ziehen einen kurzzeitigen 
Anlaufstrom von 8 fach des Nennwertes.

Womit ich ihn gekillt habe kann ich nur vermuten.
Am Vorabend des abrauchens betrieb ich eine einzelne 36 W 
Leuchtstofflampe über Stunden.Eine mit normalem Starter und Drossel.
Beim Starten und sicherlich auch beim nachzünden der Lampe(gerade bei 
geringen Außentemperaturen) entstehen hohe Spannungsspitzen von mehreren 
1000V.Diese hauen ungedämpft zurück in die Elektronik des 
Wechselrichters.
Die Reglerdioden im Wechselrichter sind bis max.300V ausgelegt....
Die Lampe brannte scheinbar ohne Probleme mehrere Stunden,wobei es mir 
schien,daß sie allmählich immer heller wurde.
Amnächten Tag wollte ich mit einem Ladenetzteil(ca.20 W) meinen 
Akkuschrauber aufladen-nach etwa 1 Minute rauchte der riesige 
Wechselrichter ab.
Was von beiden ihn nun gekillt hat weiß ich nicht,ich denke eher die 
Leuchtstofflampe vom Vorabend.

Autor: Tom P. (booner)
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Hei,

ich hab irgend einen billig-Wechselrichter aus Ebay.
1200W Dauerleistung und 2300W kurzzeitig steht drauf.

Damit habe ich problemlos Winkelschleifer, Heckenscheren und ähnliches 
betrieben.
Also muss es nicht immer der superteure Sinuswechselrichter sein.

Der hat sogar eine Ladeschaltung für 12V Batterien an Board und einen 
230V Eingang. Damit kann man ihn quasi als USV benutzen. Mit einem 
Computer (Schaltnetzteil) habe ich es mal getestet. Der WR schaltet 
schnell genug, so dass der Computer keine Probleme hat.


Grüße,

Tom

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