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Forum: PC Hard- und Software reale VS virtuelle Server


Autor: Jürgen (Gast)
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Hallo Forum,

Bisher habe ich einen Windows 2003 Server der als Activ Directory, 
Druckserver arbeitet, sowie einen weiteren Windows 2003 Server der als 
Dateiserver arbeitet.
Jetzt möchte ich einen weiteren Server für Emails und als SQL-Server 
einrichten. Der alte Server mit dem AD gibt langsam seinen Geist auf 
(Netzteil, Lüfter, Festplattenkapazität).

Was ist die sinnvollere Lösung:
a) Ein neuer Server mit ausreichend Ressourcen, wo alles auf einmal 
drauf installiert wird.
b) Zwei neue Server, Server 1 mit AD, Druck, Emails und Server 2 für die 
SQL Datenbank.
c) Ein neuer Server wo ich zwei virtuelle Server drauf betreibe, wie in 
b)

Den einzigen Vorteil den ich für die virtuellen Server sehe ist, dass 
ich beide Systeme sichern und schnell wieder herstellen kann. Sollte mal 
die Hardware ausfallen, könnten beide Server zur Not auch auf einem 
normalen PC zum laufen gebracht werden.

Wie seht ihr das?
Was sollte bei virtuellen Servern beachtet werden (außer der eventuell 
verminderten Leistungsfähigkeit)?
Kosten?
Wartung?
Datensicherung?

Wie machen das große Firmen?

Viele Grüße
Jürgen

Autor: nicht Gast (Gast)
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Hallo,
um wie viele Arbeitsplätze geht es denn?
Wie groß ist die Datenbank? Wie viele anfragen pro Sekunde?
Wie viele Postfächer?
...?

Autor: Yellow (Gast)
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Wir haben gerade unsere Server alle virtualisiert und konnten damit 
massiv Kosten einsparen. Die Last auf den Servern selbst sind niedrig 
und die virtuellen Server laufen ohne Geschwindigkeitseinbußen. Ein 
Unterschied ist nicht zu merken, höchsten positiv, wenn ein ersetzter 
Server vorher schon auf einer alten Hardware lief. Die 
Verwaltung/Sicherung/Wiederherstellung ist deutlich einfacher.

Wir nutzen zwei VMWare ESXi Server welche beide an eine MSA 
angeschlossen sind. Dadurch ist auch ein schieben von einem Server auf 
den anderen problemlos möglich (abhängig von der Lizens sogar im 
laufenden Betrieb).

Autor: Jürgen (Gast)
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nicht Gast schrieb:
> Hallo,
> um wie viele Arbeitsplätze geht es denn?
> Wie groß ist die Datenbank? Wie viele anfragen pro Sekunde?
> Wie viele Postfächer?
> ...?

25 Rechner hängen im Netz. Postfächer: 35. Das Datenbanksystem sollte 
auf einem extra Server, da dort öfters mal ein Neustart notwendig ist. 
Daher kam auch meine Idee mit dem virtuallisieren.


Yellow schrieb:
> Wir haben gerade unsere Server alle virtualisiert und konnten damit
> massiv Kosten einsparen. Die Last auf den Servern selbst sind niedrig
> und die virtuellen Server laufen ohne Geschwindigkeitseinbußen. Ein
> Unterschied ist nicht zu merken, höchsten positiv, wenn ein ersetzter
> Server vorher schon auf einer alten Hardware lief. Die
> Verwaltung/Sicherung/Wiederherstellung ist deutlich einfacher.
>
> Wir nutzen zwei VMWare ESXi Server welche beide an eine MSA
> angeschlossen sind. Dadurch ist auch ein schieben von einem Server auf
> den anderen problemlos möglich (abhängig von der Lizens sogar im
> laufenden Betrieb).

An VMware hatte ich auch schon gedacht. Theoretisch könnte ich den 
aktuellen Server ja einfach in eine virtuelle Maschine umwandeln und 
hätte mir diese Arbeit schon mal eingespart.

Wie macht ihr das mit Dateiservern? Ich kenne den virtuellen PC von 
Microsoft, dort erweitern sich die virtuellen Festplatten dynamisch.

Meine bisherige Lösung für den Dateiserver war: die Daten werden nachts 
auf eine NAS syncronisiert. Bei einer virtuellen Festplatte mit x GB 
müssten ja dann immer sehr große Daten hin und her kopiert werden.

Was sollte man als Grundbetriebssystem nutzen? Windows Server 2003 
Lizenzen habe ich genug hier rum liegen.

Autor: Reinhard S. (rezz)
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Yellow schrieb:
> Wir haben gerade unsere Server alle virtualisiert und konnten damit
> massiv Kosten einsparen. Die Last auf den Servern selbst sind niedrig
> und die virtuellen Server laufen ohne Geschwindigkeitseinbußen. Ein
> Unterschied ist nicht zu merken, höchsten positiv, wenn ein ersetzter
> Server vorher schon auf einer alten Hardware lief. Die
> Verwaltung/Sicherung/Wiederherstellung ist deutlich einfacher.

Erinnert mich daran:
Youtube-Video "IBM Werbung - Der Coup"

Autor: Frank K. (fchk)
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Jürgen schrieb:
> Hallo Forum,
>
> Bisher habe ich einen Windows 2003 Server der als Activ Directory,
> Druckserver arbeitet, sowie einen weiteren Windows 2003 Server der als
> Dateiserver arbeitet.
> Jetzt möchte ich einen weiteren Server für Emails und als SQL-Server
> einrichten. Der alte Server mit dem AD gibt langsam seinen Geist auf
> (Netzteil, Lüfter, Festplattenkapazität).
>
> Was ist die sinnvollere Lösung:
> a) Ein neuer Server mit ausreichend Ressourcen, wo alles auf einmal
> drauf installiert wird.
> b) Zwei neue Server, Server 1 mit AD, Druck, Emails und Server 2 für die
> SQL Datenbank.
> c) Ein neuer Server wo ich zwei virtuelle Server drauf betreibe, wie in
> b)

Microsoft empfiehlt aus gutem Grund mindestens zwei Domänencontroller, 
damit Du immer ein laufendes AD hast. Das AD ist so extrem wichtig, dass 
es immer unbedingt redundant vorhanden sein muss.

Das heißt also: ersten neuen Server kaufen, installieren, in die Domäne 
hängen, AD replizieren lassen (Du wirst vorher das AD Schema updaten 
müssen, wenn der neue Server eine neuere Windows-Version hat), dann die 
FSMO-Funktionen auf die neue Maschine setzen, und dann erst kann der 
alte Server abgeschaltet werden. Zweite Maschine dann im gleichen Stil, 
wobei da dann das Updaten des Schemas und die FSMO-Migration wegfällt.

Wenn Du das anders macht, darfst Du alle Clients neu installieren, weil 
sich dann nämlich die SIDs ändern und die Berechtigungen dann weg sind.

Zum Drucken empfehle ich immer Drucker mit eingebautem Printserver und 
direkte Anbindung per lpr/Jetdirect-Protokoll.

> Wie machen das große Firmen?

Die haben keinen AD-Tree, sondern einen ganzen Forest, d.h. einen 
hierarchischen Wald von AD-Domänen. Und viele viele AD-Server.

Autor: A. K. (prx)
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Yellow schrieb:

> (abhängig von der Lizens sogar im laufenden Betrieb).

Dabei aber auch an die Windows-Lizenzen denken. Microsoft hat dazu eine 
recht einnahmefreundliche Einstellung, wenn man das öfter macht als 
quartalsweise.

Autor: A. K. (prx)
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Jürgen schrieb:

> Was sollte man als Grundbetriebssystem nutzen?

Beispielsweise VMware ESXi. Wenn man in einer überschaubaren Umgebung 
ohne übergreifendes Management der ESXi-Hosts auskommt, also jeden davon 
einzeln managed, dann kostet der nichts (ausser ggf. einem internen 
USB-Stick als Bootmedium).

Autor: A. K. (prx)
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Frank K. schrieb:

> FSMO-Funktionen auf die neue Maschine setzen, und dann erst kann der
> alte Server abgeschaltet werden.

Aber vorher vom alten Server den AD-Server deinstallieren. Sonst spukt 
der wie ein Schlossgeist noch jahrelang im Netz herum.

Autor: A. K. (prx)
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Jürgen schrieb:

> b) Zwei neue Server, Server 1 mit AD, Druck, Emails und Server 2 für die
> SQL Datenbank.

Auch beim SQL Server auf die Lizenzierung achten. Wenn der nicht pro 
Client sondern pro Prozessor lizensiert ist, dann wird ein einzelner 
dicker Server teurer als vielleicht nötig.

Autor: Icke ®. (49636b65)
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Die Eingangsfrage läßt sich schwer pauschal beantworten, da viele 
Faktoren eine Rolle spielen. Aktuelle CPUs geraten in Servern 
(ausgenommen Anwendungsserver) kaum ins Schwitzen. Aber je nach 
Anwendungsfall können Bus-, Netzwerk- und Festplattensubsystem schon gut 
ausgelastet werden. Will man die Performance einzelner physischer 
Maschinen virtuell nachbilden, kann die Hardware des Hosts u.U. so 
aufwendig geraten, daß sich gegenüber echten Servern kein finanzieller 
Vorteil mehr ergibt. Vollständig redundante Lösungen mit 100% 
Verfügbarkeit werden schon wegen der nötigen Enterprise-Lizenzen im hier 
vorliegenden mittelständischen Einsatzgebiet unverhältnismäßig teuer. 
Ich baue die Systeme i.d.R. so auf:
- eine physische Maschine als PDC und Fileserver
- eine physische Maschine als SQL-Server
- weitere physische Maschinen nach Bedarf als Anwendungsserver 
(Terminaldienste)
- ein VM-Host für BDC und "sonstige" Aufgaben

Auf dem VM-Host kann im E-Fall innerhalb von ca. 2 Stunden ein Notsystem 
für eingeschränkten Betrieb gestartet werden. Ein vernünftiges 
Datensicherungskonzept ist dafür allerdings Voraussetzung. Wenn man 
zusätzlich noch die wichtigsten Ersatzteile vorhält (Mainboard, 
Festplatten, Netzteile, evtl. RAM), ist der Normalbetrieb innerhalb 
weniger Stunden wieder verfügbar. Die Kundschaft kann damit i.A. gut 
leben.

> Das Datenbanksystem sollte
> auf einem extra Server, da dort öfters mal ein Neustart notwendig ist.

Da solltest du mal Ursachenforschung betreiben. Ich habe einige 
SQL-Server zu laufen, Neustarts sind da aber nur für die Installation 
diverser Upates nötig.

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