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Forum: Markt Digitales Oszi 60-100MHZ ca. 500€


Autor: Chrisl (Gast)
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Hey ho,
könnt ihr mir ein gutes digitales Oszi empfehlen, welches ihr vielleicht 
selbst besitzt? verkauft jemand zufällig eins =)
sollte nicht viel teuer als 500€ sein und ca 60 - 100 MHZ haben.
Danke!

Autor: Thomas R. (tinman) Benutzerseite
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ja und ja

Autor: Antwort (Gast)
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Für den Preis bekommst du schon sehr gute gebrauchte Markengeräte aus 
der Bucht. Ansonsten müsstest du dich bei den Geräten aus China (Uni-T, 
OWON, Rigol, etc.) informieren. Dazu gibt es aber bereits mehr als genug 
Informationen über die Suchfunktion oder google.

Autor: Carsten Sch. (dg3ycs)
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Hi,

in diesem Preisrahmen kommen im Prinzip zwei grundverschiedene Lösungen 
in Betracht. Zum einen der Gebrauchtkauf eines gebrauchten Markengerätes 
(meistens trotzdem aber aus einer der jeweiligen LowCost Serie) oder der 
Neukauf eines der besseren "China Geräte"

Ist grundsätzlich eine Frage der Einstellung und auch ein wenig des 
Anwendungszwecks.
Meine Meinung: Wenn es es wirklich im allerfeinste Verzerrungen in der 
Signalform bei periodischen Signalen geht (nahe der Optischen 
Erkennbarkeit) dann ist ein rein gebrauches analoges Röhrengerät eines 
Markenherstellers immer noch die beste Wahl. Evtl. auch eine Version die 
rein Analog arbeiten, aber einen zuschaltbaren Digitalspeicher hat.
Alles wo das Signal erst über einen AD Wandler geht brint eine 
zusätzliche Verzerung.
Wobei wenn man eine Anwendung braucht wo es darum geht hat man ganz 
andere Messgeräte um Verzerrungen /Klirfaktor zu bestimmen...

Da explizit nach einem Digitalspeicher gefragt wurde nehme ich aber mal 
an das sowieso nichperiodische Signale wie Datenübertragung usw. geht.
Gerade in diesem Bereich hat sich in den letzten Jahren aber extrem viel 
getan. AD Wandler und Speicher wie sie heute in Großmengen für ein paar 
Cent fuffzig zubekommen sind waren vor 10 Jahren fast unbezahlbar, wenn 
überhaupt verfügbar. Hochauflösende LCD Farbdisplays kosteten den 
Hersteller nicht 15Eur. sondern 1000DM und mehr. Heute gibt es jede 
Menge Kleinelektronik die eine um Welten größere Rechenleistung hat als 
ein HeimPC der 90´er Jahre.
Dies sind aber alles die Komponenten die bei einem DSO wesentlich sind. 
Der Analoge Teil, der bei den alten Geräten den wesentlichen 
Qualitätsunterschied ausgemacht hat, alleine schon weil ein konsequent 
hochwertiger Aufbau viel aufwendiger und Materialintensiver war als eine 
"geht schon" Schaltung, ist auf einen kleinen Verstärkerzug 
zusammengeschrumpft der selbst bei hochwertiger Ausführung im 
Verhältniss der Gesamtkosten nur Prozentual einstellig eine Rolle 
spielt.

Daher bieten heute schon viele billige Geräte Leistungen die diejenigen 
von 10Jahre alten Tektronix & Co. die Gebraucht ohne Garantie manchmal 
noch deutlich mehr kosten weit übersteigen. Daher finde ich das es sich 
in diesem Bereich nicht lohnt auf Gebrauchte Markengeräte zu setzen.
(Oder kauft heute allen Ernstes jemand lieber einen 15 Jahre alten IBM 
PC anstelle den sogar nur halb so teuren Noname Desktop PC aus dem Media 
Markt?)

Das Problem ist nur herauszufinden auf welche Geräte was zutrifft da 
gleichzeitig auch immer noch viel Schrott aus China kommt und immer 
wieder neue Namen auftauchen.
Interessant dabei ist: einige dieser Hersteller aus China sind auch die 
Hersteller für die "Einsteigerklasse" der MArkenhersteller. So bekommt 
man wenn man eines der einfacheren Agilent kauft ein RIGOL und wenn man 
ein LeCroy Waveace kauft ein ATTEN. Nur ein paar hundert Euro teurer als 
DASSELBE Gerät ohne Lecroy Namenszug!

Aber genug Grundsätzliches, du hattest nach Erfahrungen gefragt:
Teilweise wird ja von den aktuellen RIGOL Geräten einiges gutes 
berichtet. Dort kann man die 50Mhz version kaufen und diese auf 100Mhz 
aufbohren.
Im Forum und web findet man einige Erfahrungsberichte.

Ich selbst habe mir nach einigen Vergleichstest ein Hantek Gerät (auch 
mit Namen Tekway zu bekommen) zugelegt was ich bis jetzt als sehr 
brauchbar empfinde. Positiv ist hier insbesondere der große Speicher und 
vor allem der Hochauflösende Farbbildschirm, der einen Sinus auch 
wirklich wieder wie einen Sinus aussehen lässt! (Viel Geräte - auch der 
Markenhersteller haben ja nur ca. 1/4 VGA, Sichtbarer Bereich also nur 
etwas mehr als 300*200 Pixel-da ist ein Sinus schnell eine Treppe!) Dazu 
ist es auch Lüfterlos, also absolut Leise.
Im direkten Vergleich hat es ein Gerät der Tektronix TDS2000er Serie alt 
aussehen lassen. Das Gerät gibt es mit 60, 100 und 200Mhz wobei alle 
Varianten auf 200Mhz erweitert werden können. (elektronisch gedrosselt 
;-))

Diskussion darüber hier:
Beitrag "TEKWAY DST1xx2B Oszilloskop"

Am besten ist es aber immer noch sich möglichst selbst ein Bild zu 
machen. Leider gibt es nur wenig Möglichkeiten die Geräte alle nah 
beisammen zu sehen wie es z.B. bei Laptops oft in größeren Ketten geht 
;-)

Gruß
Carsten

Autor: Chrisl (Gast)
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heyho, toller Beitrag, hat mir sehr geholfen Danke!

Autor: Ralph Berres (rberres)
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Carsten Sch. schrieb:
> Viel Geräte - auch der
>
> Markenhersteller haben ja nur ca. 1/4 VGA, Sichtbarer Bereich also nur
>
> etwas mehr als 300*200 Pixel-da ist ein Sinus schnell eine Treppe!

Das von Carsten beschriebene Gerät scheint einer der ganz wenigen 
Ausnahmen zu sein welches mal nicht mit einen 1/4 VGA Schirm daher 
kommt.

Was es sonst taugt weis ich nicht, aber es ist zumindest mal ein guter 
Ansatz.

Ansonsten kann man fast schon sicher von ausgehen, unter 3000 Euro
= 1/4 VGA. Selbst bei den Edelschmieden wie Agilent tektronix und 
Lecroy.

Ich kann nur hoffen, das solche Display-krücken bald die Ausnahme sind.

Von solchen Parameter wie Aktualisierungsraten des Bildschirmspeichers,
( welches nur in höheren Preisklassen genannt werden ) mal ganz 
abgesehen.

1Gsamples und 1GHz Analogbandbreite scheint heute keine Kunst mehr zu 
sein,
zumindest wenn man den Werbesprüchen glauben darf.

Ralph Berres

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